Wie der Mensch können Hunde schnell unerwünschte Pfunde zulegen, insbesondere mit zunehmendem Alter und bei weniger Bewegung. In Großbritannien haben sogar 25 Prozent aller Hunde Übergewicht, dessen sich die meisten Halter erst bewusst werden, wenn Sie ihr Haustier aufgrund einer mit dem Übergewicht in Zusammenhang stehenden Erkrankung zum Tierarzt bringen. Bei übergewichtigen und fettleibigen Hunden treten Diabetes, Gesundheitsprobleme mit Herz und Atmung, Arthritis und sogar Verhaltensprobleme mit höherer Wahrscheinlichkeit auf. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Sie das Gewicht Ihres Hundes im Blick behalten.
Hat Ihr Hund Übergewicht?
Manchmal lässt sich nicht leicht ermitteln, ob Ihr Hund zunimmt – insbesondere wenn dies allmählich erfolgt. Am besten lassen Sie das Gewicht Ihres Hundes regelmäßig vom Tierarzt überprüfen. Sie können Ihren Hund aber auch zu Hause wiegen, indem Sie zuerst sich selbst und dann zusammen mit Ihrem Hund wiegen und zum Schluss den Gewichtsunterschied ermitteln. Im Allgemeinen hat Ihr Hund Übergewicht, wenn die dann mit einer Fettschicht überzogenen Rippen nur schwer zu ertasten sind und die Taille von oben betrachtet nicht klar erkennbar ist. Um den überflüssigen Speck loszuwerden, müssen Sie einfach die Menge der benötigten Energie erhöhen (für mehr Bewegung sorgen) und die Menge der zugeführten Energie herabsetzen (Ihrem Hund über die Nahrung weniger Kalorien zuführen).
Kalorienzufuhr reduzieren
Ihren Hund unterstützen Sie bei der Gewichtsabnahme anfangs dadurch, indem Sie die Größe seiner Hauptmahlzeiten zwei Wochen lang um etwa 10-15 Prozent reduzieren. Teilen Sie die Nahrung in kleinere Portionen ein, um die Zeiträume kurz zu halten, in denen Ihr Hund ohne Nahrung auskommen muss. Außerdem können Sie so genau mitverfolgen, was Sie an Ihren Hund verfüttern. Es empfiehlt sich, die verfütterte Nahrungsmenge zu messen, damit sich die Größe der Mahlzeiten nicht mit der Zeit erhöht. Bedenken Sie, dass die Fütterungsempfehlungen auf der Packung als Richtlinien zu betrachten sind und sich auf durchschnittliche Hunde beziehen. Im Einzelfall kann ein Hund weniger oder mehr Nahrung als der angegebene Durchschnittswert benötigen.
Nach Ablauf der zwei Wochen wiegen Sie Ihren Hund erneut und setzen die Diät fort, bis das Idealgewicht erreicht ist. Es kann Monate dauern, eine starke Gewichtszunahmen wieder auszugleichen, haben Sie also Geduld. Sobald Sie den gewünschten Erfolg erzielt haben, können Sie zur Stabilisierung des Gewichts Ihres Hundes die Futtermengen gegebenenfalls leicht anpassen.
Keine Crash-Diäten
Enthalten Sie Ihrem Hund niemals Nahrung vor im Versuch, einen schnellen Gewichtsverlust herbeizuführen. Eine Herabsetzung der Nahrungsaufnahme von über 15 Prozent ist problematisch, da Ihr Haustier dann nicht die richtige Ausgewogenheit wichtiger Mineralstoffe und Vitamine erhält und das Risiko für eine schwere Erkrankung entsteht.
Kalorienreduzierte Nahrungsmischungen
Vielleicht erwägen Sie die Umstellung der Ernährung Ihres Hundes auf eine speziell abgestimmte kalorienreduzierte Nahrung umzustellen. Kalorienreduzierte Nahrungsmischungen sind weniger konzentriert und fettärmer, so dass Sie die tatsächlich verfütterte Nahrungsmenge nicht einzuschränken brauchen. Zudem können Sie sich darauf verlassen, dass diese Nahrungsmischungen Ihren Hund mit allen benötigten Mineralstoffen und Vitaminen in den richtigen Verhältnissen versorgen. Wenn das Idealgewicht hergestellt ist, können Sie wieder zu einer Standardnahrung für erwachsene Hunde übergehen, allerdings kann auch kalorienreduzierte Nahrung im Erwachsenenalter bedenkenlos beibehalten werden. Diese kalorienreduzierten Mischungen sind darüber hinaus ideal für weniger aktive Hunde geeignet, die über ihre Nahrung eine geringere Energiemenge aufnehmen müssen.
Weniger Snacks und Leckerbissen
Zur Förderung des Gewichtsverlusts sollten Sie die Snacks und Leckerbissen einschränken. Sie brauchen diese nicht ganz zu unterbinden, können aber auf kalorienreduzierte Artikel ausweichen. Wenn Sie Ihrem Hund Leckerbissen geben, sollten Sie daran denken, zum Ausgleich die an diesem Tag angebotene Nahrungsmenge entsprechend zu reduzieren und stets die auf der Verpackung angeführten Richtlinien zur maximalen Anzahl der pro Tag zulässigen Leckerbissen einzuhalten.
Mehr Bewegung
Eine Erhöhung des Bewegungsumfangs Ihres Hundes ist leicht und kann bei der Verbrennung der überflüssigen Pfunde helfen. Ein zusätzlicher 10-minütiger Spaziergang oder eine 20-minütige Spieleinheit pro Tag bietet nicht nur den zusätzlichen Nutzen, dass Sie mit Ihrem Hund mehr Zeit verbringen, sondern kann sich für Sie ebenso nützlich erweisen wie für Ihr Haustier! Sorgen Sie dafür, dass die Bewegungseinheit intensiv ausfällt und die Herzfrequenz Ihres Hundes erhöht. Vermeiden Sie dies jedoch bei sehr hohen Außentemperaturen, da sonst die Gefahr eines Hitzschlags besteht.
Haben Sie Geduld
Es bietet sich immer an, Ihren Tierarzt zu konsultieren, ehe Sie mit Ihrem Hund ein Gewichtsabnahmeprogramm beginnen. Ihr Tierarzt wird Ihnen nicht nur bei der Ausarbeitung eines individuell auf Ihren Hund abgestimmten Programms helfen, sondern wird auch den Erfolg beobachten und Sie im Verlauf des Programms unterstützen können.
Die Gewichtsabnahme sollte allmählich über drei bis vier Monate verlaufen und kann in manchen Fällen bis zu einem Jahr dauern. Bei einer zu schnellen Gewichtsabnahme wird Ihr Hund das Gewicht möglicherweise wieder ansetzen – haben Sie also Geduld.