Häufig gestellte Fragen
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Nachfolgend finden Sie Antworten auf die von Hundehaltern am häufigsten gestellten Fragen. Sollten Sie weiterführende Informationen oder Ratschläge zu anderen Themenbereichen benötigen, klicken Sie bitte hier, um das Purina PetCare-Team zu kontaktieren.
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Was sind die Vor- und Nachteile, meinen Hund kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen? Wann sollte ich eine Kastrierung bzw. Sterilisierung erwägen? Ab einem Alter von etwa 6-8 Monaten sind die Hundewelpen geschlechtsreif und können sich somit fortpflanzen! Einige Tierärzte empfehlen die Sterilisierung von Hündinnen vor der ersten Läufigkeit, wobei es manchmal heißt, dass der Eingriff am besten danach erfolgen sollte. Eine Sterilisierung während der Läufigkeit wird jedoch von keinem Tierarzt vorgenommen, sondern es wird bevorzugt, diesen Eingriff auf 6-8 Wochen nach der Läufigkeit zu verlegen. Die Kastrierung von Rüden wird von den meisten Tierärzten im Alter von 6 Monaten empfohlen. Es empfiehlt sich, Ihren Hund in dieser Zeit an der Leine zu führen, da Hündinnen bereits etwas vor diesem Alter trächtig werden können. Ebenso empfehlen wir, Ihren Hund in dieser Zeit aus denselben Gründen nicht vor einem Kaufhaus unbeaufsichtigt angebunden zu lassen.
Warum kastrieren bzw. sterilisieren lassen? Hunde kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, bringt bei weitem mehr Vor- als Nachteile mit sich und ist eine verantwortungsvolle Sache, die der Hundehalter erledigen sollte. Dieser Eingriff – bei der Kastrierung werden Rüden die Hoden bzw. bei der Sterilisierung Hündinnen die Eierstöcke und Gebärmutter entfernt – vermeidet nicht nur eine ungewollte Trächtigkeit, sondern mildert auch unerwünschte, mit sexueller Aktivität zusammenhängende Verhaltensmuster. Zudem senkt er das Risiko für Scheinträchtigkeit und bestimmte Erkrankungen wie Brusttumore, Pyometra (Gebärmutterentzündung) und Hodentumore. Nach Erreichen ihrer Geschlechtsreife beginnt die Hündin läufig zu werden. Diese Sexualzyklen treten in der Regel zweimal jährlich auf und enden erst mit der Sterilisierung. Zu den Anzeichen für Läufigkeit zählen Appetitlosigkeit, Trägheit, häufiger Harndrang sowie eine geschwollene Vulva.
Wie kann ich feststellen, ob meine Hündin trächtig ist? Wenn Sie Ihre Hündin nicht sterilisieren lassen, kann sie trächtig werden. Ob Ihre Hündin trächtig ist, können Sie erst 5-6 Wochen nach der Paarung beurteilen. Die Trächtigkeit dauert 63 Tage. Zu den Anzeichen können ab einer Trächtigkeitsdauer von etwa 4-5 Wochen vergrößerte Brustwarzen und ein geschwollener Bauch zählen. Wir empfehlen, Ihre Hündin beim Tierarzt untersuchen und die Trächtigkeit bestätigen zu lassen. Bei diesem Besuch kann der Tierarzt Sie über die beste Vorgehensweise beraten.
Mit welchen Veränderungen habe ich nach der Kastrierung bzw. Sterilisierung zu rechnen? Bei Rüden werden Sie möglicherweise feststellen, dass Ihr Hund weniger herumstreunen wird (auf der Suche nach nicht sterilisierten Hündinnen), ruhiger wird und jegliches aggressive oder sexuelle Verhalten wie das Besteigen anderer Hunde oder Markieren ihres Reviers mit Urin ablegt, ohne jedoch seinen grundlegenden Charakter zu verändern. In der Regel erholen sich Hunde bemerkenswert schnell von diesem Eingriff. Vielleicht sind sie in den ersten Stunden danach etwas schläfrig, aber am nächsten Tag für gewöhnlich wieder lebhaft.
Es sollte nicht vergessen werden, dass Hunde nach diesem Eingriff tendenziell mehr zu Fettleibigkeit neigen, da das Tier keinen Drang mehr zum Herumstreunen auf der Suche nach einem Geschlechtspartner verspürt und seine körperliche Aktivität somit zurückgehen kann. Deshalb müssen Sie die eventuell die Futtermenge anpassen, falls bei Ihrem Hund eine übermäßige Gewichtszunahme einsetzen sollte.
Wie viel Futter soll ich meinem Hund geben? Jeder Hund ist ein Individuum. Wie beim Menschen nehmen manche Haustiere leichter zu und benötigen weniger Futter, um schlank und fit zu bleiben, während andere zur Beibehaltung ihres idealen Körpergewichts mehr Nahrung brauchen. Zwar sind Fütterungsempfehlungen möglichst genau, dennoch benötigen manche Haustiere mehr oder weniger als die „Idealmenge“.
Bewerten Sie die körperliche Verfassung Ihres Hundes: Versuchen Sie die Rippen abzutasten. Die Rippen sollten unter einer festen Fleischschicht gerade noch fühlbar sein. Zwischen Rippen und Hüfte sollte eine Taille erkennbar und der Bauch aufgezogen sein. Richten Sie sich bei der Futtermenge danach, wie sehr der Hund diesem Ideal entspricht. Sobald Ihr Hund sein Idealgewicht erreicht hat, können weitere kleinere Anpassungen erforderlich sein. Wie verfüttert man Trockennahrungen am besten? Die meisten Trockennahrungen können entweder trocken, in Gelee oder Wasser eingeweicht serviert werden. Manche Hunde mögen eher trockene Nahrung, während wiederum andere eingeweichtes Futter bevorzugen. Dies ist gewöhnlich der Fall, wenn der Hund zuvor Dosennahrung gewöhnt war. Weichen Sie bei Hunden mit dieser Vorliebe das Futter in warmem Wasser ein und lassen Sie es vor dem Servieren abkühlen. Nicht vergessen: Das Gelee kann recht salzig sein und in der Regel besteht keine Notwendigkeit, das Gelee zusätzlich zu einer Trocken-Vollnahrung anzubieten, die ohnehin alle für Hunde erforderlichen Nährstoffe enthält. Die Einweichzeit hängt von der jeweiligen Nahrung ab, gewöhnlich sind etwa 30 Minuten ausreichend. Mein Hund ist Diabetiker. Muss ich ihn mit einer Spezialnahrung füttern? Hunde, die an Diabetes leiden, ist normalerweise täglich Insulin zu verabreichen. In vielen Fällen kann Ihrem Hund dieselbe Nahrung angeboten werden, die er schon immer erhalten hat. Bedingung hierfür ist, dass Sie hierbei täglich dieselbe Menge und Art des Futters sowie dieselbe Fütterungszeit beibehalten. Ohne Einhaltung eines Fütterungsplans wird es dem Hund schwer fallen, seinen Insulinhaushalt zu „stabilisieren“. Fällt Ihrem Hund diese Stabilisierung sehr schwer oder leidet der Hund zudem an einem Gewichtsproblem, wird Ihr Tierarzt möglicherweise eine Spezialnahrung zur Vermeidung von Schwankungen des Blutzuckerspiegels sowie zur Beibehaltung eines geringen Gewichts verschreiben.
Wie pflege ich meinen Hund? Alle Hunde brauchen und schätzen eine regelmäßige Körperpflege. Körperpflege verhilft Ihrem Hund nicht nur zum bestmöglichen Aussehen, sondern hält ihn auch sauber und gesund. Die Pflegesitzungen sorgen nicht nur für eine Stimulation der Blutzirkulation und Verbesserung des Muskeltonus, sondern bieten Ihnen auch die Gelegenheit, den Hund auf mögliche Probleme wie z. B. Knötchen, Verfilzungen oder äußere Parasiten zu untersuchen. Zu den weiteren Vorteilen gehört die Entfernung überschüssiger Haare aus dem Fell, die andernfalls auf Ihrem Möbel oder Teppich landen würden, sowie natürlich die Gelegenheit, mit Ihrem Hund zusätzliche Zeit zu verbringen, was die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund vertieft.
Darüber hinaus ist der Zustand des Fells ein guter Indikator für den gesundheitlichen Gesamtzustand und eine ideale Gelegenheit zur Überprüfung des Fells Ihres Hundes auf irgendwelche Veränderungen. Normalerweise sollte das Fell schlank und glänzend sein. Bei Abweichungen davon kann dies dementsprechend ein frühes Anzeichen für gesundheitliche Veränderungen sein, die wir mit Ihrem Tierarzt besprechen sollten.
Bestimmte Hunderassen können einen erhöhten Pflegebedarf haben. So kann es z. B. bei Hunden mit langem Fell erforderlich sein, das Fell regelmäßig und im Rahmen der täglichen Pflege zu schneiden. Außerdem kann das benötigte Grundzubehör je nach Fellart variieren. Langhaarige Hunde benötigen möglicherweise einen langen Zahnkamm, wohingegen bei kurzhaarigen Hunden eine grobe Bürste erforderlich sein könnte. Dennoch kann die Pflege für manche Hunde recht schmerzhaft sein, besonders wenn sie Pflegebehandlungen nicht gewöhnt sind oder an Gesundheitsproblemen leiden. Selbst wenn Sie der Ansicht sind, mit Ihrem Hund sehr sanft umzugehen, könnte Ihr Hund die Behandlung anders empfinden. Dies kann für Ihren Hund eine schlechte Erfahrung bedeuten und die Pflegesitzungen bei jedem Versuch schlimmer machen.
In solchen Fällen lässt sich die Pflegebehandlung mit einem weichen Fellpflege-Handschuh oder einer Gummibürste und ein paar Tipps für alle Beteiligten leichter gestalten. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, erhalten Sie von unserem Team gerne Ratschläge per E-Mail.
Pflegecheckliste:
Bürsten: Wir empfehlen, Ihren Hund mindestens ein Mal täglich zu pflegen. Normalerweise ist bei den meisten Hunden mit kurzem bis mittellangem Fell eine zehnminütige Pflegesitzung angemessen. Allerdings kann ein Hund mit langem Fell eine etwas längere Behandlung benötigen.
Pfoten & Krallen: Überprüfen Sie die täglich die Pfoten Ihres Hundes (besonders bei Rassen mit langem Fell) auf Verfilzungen oder Fremdobjekte zwischen den Zehen (Kletten oder Grassamen). Falls sie nicht entsprechend durch die tägliche Bewegung abgenutzt werden, müssen die Krallen möglicherweise geschnitten werden. Dies können Sie auch zuhause erledigen oder, sollten Sie Hilfe benötigen, sich von Ihrem Tierarzt ein paar Tipps geben lassen.
Haut: Gleiten Sie mit der Hand durch das Fell Ihres Hundes und achten Sie auf Klumpen, Knötchen oder Verfilzungen. Sollten Sie etwas Ungewöhnliches feststellen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Tierarzt.
Flöhe: Wahrscheinlich werden Sie keine auf Ihrem Hund lebenden erwachsenen Flöhe finden, da Flöhe das Leben in der Umgebung bevorzugen und gelegentlich auf den Hund springen, um zu fressen! Vielleicht werden Sie aber auf der Haut kleine schwarze Partikel finden, bei denen es sich um Flohdreck handeln könnte. Sollte Ihr Hund Flöhe haben, empfehlen wir, zusammen mit Ihrem Tierarzt eine Flohbehandlung zu besprechen.
Zecken: Zecken sind kleine weiße Parasiten, die sich vom Blut Ihres Hundes ernähren. In bestimmten Bereichen von Parks oder Orten mit dichtem Bewuchs lassen sich Zecken leicht einhandeln. Sollten Sie bei Ihrem Hund eine Zecke entdecken, muss diese vorsichtig und als Ganzes entfernt werden. Ihr Tierarzt kann das für Sie vornehmen. Wie erziehe ich meinen Hund stubenrein? - Vermeiden Sie nach Möglichkeit eine „Papier-Toilettenausbildung“, da diese den Hund anregen könnte, sich im Haus zu erleichtern.
- Geben Sie Ihrem Welpen häufig die Gelegenheit, nach draußen zu gehen. Welpen können ihren Schließmuskel erst ab 6 Monaten wirkungsvoll kontrollieren. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe nach dem Füttern und Schlafen sofort nach draußen kann. Sorgen Sie für regelmäßige Mahlzeiten und geben Sie dem Hund keine Leckerbissen.
- Bringen Sie Ihrem Welpen das angeleinte Spazierengehen bei, damit Sie ihn zum Verrichten seiner Notdurft nicht nach draußen zu tragen brauchen. Aktivität regt die Darmbewegungen an.
- Sobald Ihr Welpe draußen ist, sollten Sie ihn nicht dabei stören, wenn er herumzuschnuppern beginnt oder an etwas Interesse zeigt, selbst wenn es gerade regnet! Sobald der Welpe mit seiner Notdurft beginnt, loben Sie ihn mit sanfter Stimme – gehen Sie hierbei zu ungestüm vor, könnte dies den Welpen zum Abbruch veranlassen. Nach verrichteter Notdurft loben Sie den Welpen erneut. Welpen kann sogar beigebracht werden, sich auf Kommando zu erleichtern.
- Die Bestrafung von Fehlverhalten ist unzweckmäßig, besonders wenn das Missgeschick erst nach einiger Zeit entdeckt wird. Um eine Wirkung zu erzielen, muss sofort gehandelt werden. Wenn Sie Ihren Welpen auf frischer Tat ertappen, heben Sie ihn nicht auf, sondern gehen draußen mit ihm spazieren und loben ihn, wenn er seine Notdurft wiederholt bzw. fortsetzt. Reinigen Sie verschmutzte Stellen gründlich, um den Welpen davon abzuhalten, diese Stelle erneut auszuwählen. Hunde verrichten ihr Geschäft nicht gerne in der Nähe ihrer Nahrung oder Schlafstätte – sollte Ihr Welpe sich beharrlich im selben Bereich erleichtern, stellen Sie seinen Futternapf entsprechend in die Nähe dieses Bereichs um. UNTERSTÜTZEND zur Ausbildung lassen sich Welpenkisten oder Hundelaufställe einsetzen, die jedoch niemals als Bestrafung verwendet werden sollten.
Klicker-Training für Hunde – was ist das und wie kann ich es einsetzen? Warum sollte ich meinen Hund ausbilden? Ausbildung ist unbedingt erforderlich, um zwischen Ihnen und Ihrem Hund einen Kommunikationsweg zu schaffen. Das ist wichtig, damit gewährleistet ist, dass Ihr Hund versteht, was von ihm erwartet wird, er zuversichtlich und entspannt ist und Sie sich an seiner Gesellschaft erfreuen können – und genau aus diesem Grund wollen wir letztlich unser Leben mit einem Hund teilen!
Was ist Klicker-Training? Klicker-Training ist eine einfache und effektive Ausbildungsmethode, die sich auf positives Bestätigen durch Belohnungen stützt. Beim Klicker selbst handelt es sich um ein kleines Plastikgehäuse mit Metallzunge. Beim Zusammendrücken macht es zweimal „Klick“. Der Klicker wird zur Belohnung eines bestimmten Verhaltens eingesetzt und macht sich den bei den meisten Hunden vorhandenen Trieb zunutze, es seinem Herrchen recht zu machen und dafür eine Belohnung zu erhalten. Der große Vorteil des Klickers: Er stellt einen Bezug zum Verhalten Ihres Hundes zu einem bestimmten Zeitpunkt her, und genau dieses Verhalten wird von Ihnen belohnt. Ihren Hund mit „Das hast du aber gut gemacht!“ zu loben, wird Ihrem Hund weniger wirkungsvoll vermitteln können, wodurch er sich eine Belohnung verdient, und den Lernprozess verlangsamen. Da das Klick-Geräusch gleichzeitig mit dem jeweiligen Verhalten ertönt, ist es eindeutig, wofür der Hund belohnt wird. Klicker-Training macht sich den natürlichen Drang Ihres Hundes zunutze, Neues zu erlernen und eine Belohnung zu erhalten, ohne dass irgendeine Form von Gewalt oder Strafe beteiligt ist. Sollte Ihr Hund nicht das tun, was Sie ihm beizubringen versuchen, wird sein Verhalten nicht mit einem Klick belohnt und der Hund wird sich, um sich Ihre Anerkennung zu verdienen, bei dem, was er machen soll, noch mehr anstrengen.
Warum Klicker-Training anstelle einer Ausbildung mit Futter als Lockmittel? Der Einsatz von Futter als Belohnung ist zumindest anfangs weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Allerdings bringt der Einsatz von Futter zur Belohnung einige Nachteile mit sich:
- Belohnungen im Übermaß können zu Fettleibigkeit führen.
- Manche Hunde beginnen sich zu langweilen und stellen den Lernprozess ein, wenn die Belohnungen nicht richtig eingesetzt werden – sie werden entweder unattraktiv oder der Hund ist bereits satt.
- Die Belohnung kann den Hund davon ablenken zu verstehen, was genau er gemacht hat, um sich die Belohnung zu verdienen.
- Die Gabe von Belohnungen kann dazu führen, dass der Hund sich zur Ausführung einer Aufgabe weigert, solange keine Belohnung erfolgt. Viele so ausgebildete Hunde machen später immer nur dann das von Ihnen Verlangte, wenn ihnen eine Belohnung gezeigt wird.
Wie gehe ich anfangs vor? Beginnen Sie bei jeglicher Ausbildung in einer Umgebung, in der sich Ihr Hund wohl fühlt und entspannt ist. Beginnen Sie damit, dass der Klick mit einer Belohnung assoziiert wird – gehen Sie wie folgt vor und halten Sie den Klicker außer Sicht: Klick – Belohnung, Klick – Belohnung usw. Schließlich wird Ihr Hund den Klicker mit einer Belohnung zu assoziieren beginnen, bis der Klick selbst zu einer Belohnung wird.
Bei der Obedience-Ausbildung zeigen Sie Ihrem Hund die Aufgabenstellung, und wenn der Hund alles richtig macht, belohnen Sie ihn. Z. B. locken Sie Ihren Hund in die Sitz-Position, indem Sie vor seiner Nase einen Leckerbissen halten und Ihre Hand über dem Kopf Ihres Hundes nach hinten führen. Bei seinem Versuch, den Leckerbissen unterhalb seiner Nase zu behalten, wird er sich automatisch auf den Boden absetzen – in diesem Moment lösen Sie den Klicker aus belohnen den Hund. Bei wiederholter Ausführung geben Sie ihm die Belohnung nur gelegentlich und führen ein Kommando ein. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihrem Hund ausreichend Zeit, damit er begreift, was er jeweils machen soll. Wird der Hund oder der Mensch ausgebildet? Die meisten Menschen legen sich einen Hund zu, weil diese überaus treuen und unterhaltsamen Tiere Geselligkeit schaffen und Aktivität und Vergnügen mit sich bringen. Allerdings wird von Hunden zur Einbindung in und Anerkennung durch die Gesellschaft ein bestimmtes Verhalten vorausgesetzt. Oft erwarten wir von unseren Haustieren, dass diese das gewünschte Verhalten „wissen“, ohne dass wir so recht darüber nachdenken, ob dies für die Tiere normal ist.
Das Wissen, wie Ihr Hund auszubilden ist, liegt nicht einfach auf der Hand, sondern Sie müssen es als Fertigkeit entwickeln. Ein tieferes Verständnis darüber, wie ein Hund denkt und was für Ihren Hund „normal“ ist, wird Ihnen hierbei helfen. Wichtig ist daran zu denken, dass unsere Haustiere es uns meistens recht machen wollen und dass, wenn sie sich nicht wie von Ihnen gewünscht verhalten, vielleicht Sie selbst nicht klar vermitteln, was Sie von Ihrem Tier erwarten oder Belohnungen, Kommandos und Ihre Körpersprache nicht auf eine Weise einsetzen, die Ihr Hund versteht.
Wann sollte ich mit der Ausbildung meines Hundes beginnen? Ob Sie nun gerade einen neuen Welpen oder einen Rettungshund mit nach Hause gebracht haben – die Ausbildung sollte und wird sofort beginnen. Bedenken Sie, dass Ihr Hund schlechte Angewohnheiten annehmen kann, wenn Sie ihm während der Eingewöhnung bestimmte Verhaltensmuster durchgehen lassen, die Ihnen später unannehmbar erscheinen. Sollten Sie Ihrem Welpen z. B., weil dieser weint, in den ersten Tagen das Übernachten in Ihrem Schlafzimmer erlauben, werden Sie ein paar Monate später Ihren Hund nicht in der Küche einsperren können, weil er dann wie verrückt bellt! Daher sollten Sie vor dem Eintreffen Ihres Haustieres die Grundregeln festlegen und sich daran halten.
Was brauche ich, um mit der Ausbildung beginnen zu können? Am wichtigsten ist, dass Sie etwas Geduld mitbringen und Ihr Haustier lernwillig ist. Dann brauchen Sie noch zur Belohnung Ihres Hundes einen Leckerbissen sowie einen ruhigen Raum ohne Ablenkungen, damit Sie und Ihr Hund sich konzentrieren können. Als sehr hilfreich könnte sich der Besuch eines Ausbildungskurses zur Führung, Unterstützung und Sozialisierung von Hunden oder das Arbeiten mit einem anerkannten Buch über Hundeausbildung, das auf die Methode der positiven Bestätigung zurückgreift. Stellen Sie sicher, dass Sie geeignete Ausbildungshilfen oder Zubehör wie Klicker, Hundegeschirr, Leine usw. griffbereit haben. Sobald Ihr Hund eine bestimmte Aufgabe zuverlässig ausführt, können Sie damit beginnen, von ihm die Ausführung dieser Aufgabe in einer „realen“ Situation zu verlangen.
Was sollte ich meinem Hund in der Ausbildung beibringen? Sie können einem Hund beibringen, auf klare, kurze Kommandos hin und für eine geeignete Belohnung fast jede beliebige Aufgabe auszuführen. Die Aufgaben lassen sich in 2 Kategorien einteilen:
1. Aufgaben, die Ihrem Hund das für die Einpassung in die Gesellschaft erforderliche Verhalten vermitteln und die seiner Sicherheit dienen, wie z. B.:
- Stubenreinheit
- Sozialisierung mit Menschen, Artgenossen und Situationen, die Ihr Welpe zu bewältigen hat
- Komm-/Komm-zurück-Kommando.
- Sitz, Bleib, Ab.
- bei Fuß gehen
- Gegenstände apportieren
2. Aufgaben rein zum Spaß und Vergnügen
- Pfötchen geben
- betteln
- die Tür schließen
- einen Ball/eine Belohnung fangen
Wie stelle ich bei meinem Hund ein zerstörerisches Verhalten ab? Bei Welpen: Kauen ist ein natürlicher Bestandteil der Entwicklung eines Welpen beim Erforschen seiner Umgebung.
- Bestrafen Sie den Welpen nur auf frischer Tat, da alles andere zwecklos ist.
- Ignorieren Sie das Malheur, räumen Sie alles auf, entfernen Sie Ihren Welpen aus diesem Bereich und bewahren Sie Ruhe.
- Lenken Sie den natürlichen Drang Ihres Welpen zu einer angemessenen Kaubetätigung wie z. B. Futterkugeln, Kauspielzeug oder langlebige Rohhaut-Kauknochen um und loben Sie ihn, wenn Sie sehen, dass der Welpe dieses Spielzeug benutzt.
- Geben Sie Ihrem Welpen keine Kleidungsstücke zum Kauen, da ihn dies verwirren könnte.
- Zur Abschreckung können Sie entsprechende Sprays verwenden, die aber nicht immer wirksam sind und schrecklich riechen, wenn Sie damit in Berührung kommen.
Bei erwachsenen Hunden: Wenn Sie vermuten, dass das zerstörerische Verhalten Ihres Hundes damit zusammenhängt, dass er alleine gelassen wird, lesen Sie bitte unter der häufig gestellten Frage „Wie gehe ich mit Trennungsängsten um?“ nach.
Wenn Sie vermuten, dass der Hund durch dieses Verhalten Ihre Aufmerksamkeit sucht, sollten Sie wissen, dass Haustiere schnell lernen, dass sie, wenn sie an etwas kauen, mit der ungeteilten Aufmerksamkeit der Halter belohnt werden. Ihr Hund könnte die Tatsache übersehen, dass diese Aufmerksamkeit negativer Art ist. Sie müssen dafür sorgen, dass Sie Ihrem Hund auch bei gutem und ruhigem Verhalten Aufmerksamkeit widmen, damit er nicht auf Fehlverhalten zurückgreift, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Ignorieren Sie alle zum Erzielung von Aufmerksamkeit ausgerichteten Kauaktivitäten, vermitteln Sie Ihrem Hund ein angemessenes Kauverhalten und loben Sie alles, was er richtig macht. Wie bringe ich meinen Hund davon ab, Kot zu fressen (Koprophagie)? Sie können mehrere mögliche Lösungsansätze ausprobieren:
- ANANAS-METHODE. Geben Sie kleine frische Ananas-Stücke in die Nahrung Ihres Hundes (große Stücke könnten zu Erbrechen führen). Dies verleiht dem Kot einen bitteren Geschmack.
- ZUCCHINI-METHODE. Dünsten Sie ein paar Zucchinis in etwas Olivenöl, bis diese weich sind. Die Stücke können als ein Block im Kühlschrank aufbewahrt werden. Geben Sie bei jeder Mahlzeit bei kleinen Hunden 1-2 Teelöffel und bei größeren Hunden bis zu 1 Esslöffel davon bei.
- Mischen Sie dem Kot eine faulig schmeckende Substanz bei. Vorsicht, der Hund könnte daran Gefallen finden!
Zusätzlich zu einer der obigen Methoden sollten Sie noch Folgendes erwägen:
- Als beste Methode zum Abstellen dieses Problems wird der Zugang zu Kot eingeschränkt, alle außer Haus gelegenen Zugangsmöglichkeiten überwacht und direkt nach der Notdurft sauber gemacht.
- Belohnen Sie gutes Verhalten mit einem schmackhaften Leckerbissen.
- In Extremfällen kann ein Maulkorb verwendet werden.
- Sorgen Sie für eine breite Auswahl an Kauspielzeug und verbringen Sie mit Ihrem Haustier mehr Zeit von hohem Nutzwert.
- Manche Hunde setzen dieses Verhalten zur Erzielung von Aufmerksamkeit ein – ignorieren Sie dieses Verhalten also, außer wenn Sie Ihren Hund auf frischer Tat ertappen.
Wie gehe ich mit Trennungsängsten um? Diese Ängste können sich in Form von Bellen, Kauen, Nichteinhaltung der Stubenreinheit und Selbstverstümmelung äußern. Ein neues oder ein bereits im Haushalt integriertes Haustier, das irgendwelche ungewöhnlichen Vorfälle oder eine Krankheit miterlebt hat, kann diese Verhaltensweise zeigen. Dann kann eine tierärztliche Untersuchung erforderlich werden. Halten Sie sich bitte an die folgende allgemeine Vorgehensweise:
- Gewöhnen Sie jüngere Hunde allmählich daran, länger allein zu bleiben. Verbringen Sie mit dem Hund zuvor Zeit.
- Machen Sie kein großes Aufheben, wenn Sie Haus bzw. Wohnung betreten oder verlassen.
- Lassen Sie dem Hund irgendein begehrliches Objekt zurück, das ihm nur zur Verfügung steht, wenn er allein ist, und das ihn beschäftigt hält – dies können Futterkugeln oder Spielsachen sein.
- Sehen Sie davon ab, Fehlverhalten zu bestrafen oder Bellen durch energische Äußerungen zu unterbinden, da dies die Furcht verstärken kann und wirkungslos ist. Bestrafung sollte überhaupt nur dann erfolgen, wenn das Tier auf frischer Tat ertappt wird, und ist selbst dann nicht besonders wirkungsvoll. Jegliches angerichtetes Durcheinander sollte aufgeräumt werden, wenn der Hund sich nicht in diesem Raum befindet.
- Belohnen Sie gutes Verhalten, z. B. jedes Mal, wenn der Hund ruhig da sitzt.
- Die größten Beschädigungen verursachen Hunde in den ersten 10 Minuten nach der Trennung. Wiederkehrende Verhaltensweisen des Halters schüren die Ängste – variieren Sie also Ihr Verhalten, um die Ängste Ihres Hundes zu mildern.
Wie helfe ich meinem Hund, mit Feuerwerkskörpern, Phobien und Ängsten zurecht zu kommen? Die Reaktionen auf Phobien können unterschiedlich ausfallen. Gestalten Sie die Behandlung mild, da eine Verschlimmerung der Situation möglich ist. Wichtig ist, dass Sie nur so schnell vorgehen, wie Ihr Haustier es erlaubt, weil Ängste in Aggressionen umschlagen können, wenn Ihr Haustier in eine ausweglos erscheinende Situation gedrängt wird.
Angst vor Feuerwerkskörpern und Lagerfeuern: Bei Veranstaltungen mit Feuerwerkskörpern und Lagerfeuern, die auch mal länger als eine Nacht dauern können, fordern wir alle Halter zur Beachtung einer tierfreundlichen Verhaltensweise auf. Laute Feuerwerksgeräusche und verwirrende Blitze und Explosionen im Himmel können auf Tiere eine besonders schockierende Wirkung haben. Sie sind verängstigt und irritiert, laufen weg und gehen oft verloren oder verletzen sich. Auch Lagerfeuerhaufen stellen eine Gefahr dar. Sie ziehen kleine überwinternde Tiere wie Igel an, die nach Entzünden der Haufen verenden. Wir können Tieren bei der Vermeidung von Verletzungen durch Feuerwerkskörper und Lagerfeuer helfen, indem wir gut geplante und organisierte sowie von Farmtieren und Wohngebieten möglichst weit weg liegende Veranstaltungen und Feuerwerksdarbietungen besuchen.
Um diese Zeit für Ihr Haustier sicher zu gestalten, empfehlen wir allen Haltern die Einhaltung der nachstehenden Punkte.
Vorbereitung:
- Gönnen Sie Ihrem Hund einen ordentlichen, langen Spatziergang, damit die Trennungsangst nicht durch eine im Übermaß vorhandene Energie verstärkt wird. Zudem kann sich Ihr Hund bei dieser Gelegenheit erleichtern, weil es ihm möglicherweise unbehaglich sein wird, am späteren Abend nach draußen zu gehen.
- Sollte Ihr Haustier besonders empfindlich gegenüber lauten Geräuschen sein, lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt zu geeigneten Medikamenten beraten. Es gibt eine Reihe homöopathischer Mittel zum Stressabbau, jedoch sollten Sie vor der Verwendung dieser Mittel bitte zuvor Ihren Tierarzt fragen.
- Denken Sie daran, Türen und Fenster zu sichern.
- Bauen Sie Lagerfeuer möglichst spät auf und suchen Sie zum Abschluss vor dem Entflammen den Bereich nach Tieren ab.
- Wenn Sie ein Feuerwerk oder Lagerfeuer abhalten wollen, informieren Sie vorab Ihre Nachbarn und örtlichen Landwirte, damit diese die entsprechenden Vorkehrungen treffen können.
- Sorgen Sie dafür, dass die Angaben auf der Erkennungsmarke Ihres Hundes aktuell sind. Entläuft der Hund, können Ihnen die örtlichen Behörden das Tier leichter zurückgeben.
- Vielleicht spenden Ihrem Hund Spielsachen und Leckerbissen Trost und lenken ihn ab. Legen Sie einen Vorrat dieser Lieblingsobjekte an.
Während des Abends:
- Hunde und andere draußen untergebrachte Haustiere wie Kaninchen sollten vor Eintritt der Dunkelheit aus dem Garten in eine Garage, ein Nebengebäude oder nach drinnen gebracht werden. Lassen Sie vor dem Feuerwerk bzw. den Feierlichkeiten die Vorhänge oder Jalousien herunter.
- Schalten Sie das Fernsehgerät oder Radio ein, um die Außengeräusche zu übertönen und für Beruhigung zu sorgen.
- Behalten Sie das Verhalten Ihrer Haustiere im Auge, aber übertreiben Sie es mit der Fürsorge nicht, da die Tiere sonst von Ihrer Besorgnis angesteckt werden könnten. Sie sollten Ihre normalen Abläufe möglichst beibehalten.
- Entzünden Sie Feuerwerkskörper niemals in der Nähe von Tieren. Pferde und Vieh auf nahe gelegenen Feldern werden dadurch erschreckt.
Am Folgetag:
- Machen Sie nach einer Lagerfeuer-Party mit Feuerwerk stets alles sauber – Reste und Abfall stellen für Haus- und wild lebende Tiere eine Gefahr dar.
- Die Furcht kann einen oder mehrere Tage nach dem Ereignis anhalten. Achten Sie daher bei Ihrem Haustier bitte auf Anzeichen von Stress und bemühen Sie sich weiterhin darum, dass sich das Tier sicher fühlt.
Längerfristige Maßnahmen:
- Sie können Aufnahmen mit Feuerwerksgeräuschen kaufen, um Ihren Hund während der Ausbildung daran zu gewöhnen. Folgende grundlegende Ausbildungsmethoden lassen sich unter normalen Bedingungen anwenden, z. B. wenn in der Nachbarschaft keine Feuerwerke abgehalten werden:
- Wenn sich Ihr Hund unter Kontrolle befindet und entspannt ist, spielen Sie die Aufnahme bei sehr geringem Pegel ab, so dass diese kaum hörbar ist, und fordern Ihren Hund in einem Bereich, in dem er sich sicher fühlt, zur Ausführung von Aufgaben auf. Loben Sie ihn großzügig und bestätigen Sie ihn.
- Erhöhen Sie die Lautstärke allmählich in für Ihren Hund annehmbaren Schritten.
- Die Ausbildungssitzungen sollten kurz und häufig sein.
Dieses Ausbildungsverfahren kann auch für andere Geräusche wie Gewitter angewendet werden.
Angst vor Autos:
- Könnte mit „Eingesperrt-Sein“, der Bewegung im Auto oder dem Bestimmungsort zusammenhängen. Gewöhnen Sie Ihren Hund schrittweise und auf unbedrohliche Art ans Auto und fahren Sie mit ihm an Orte, die Ihnen beiden Spaß bringen!
- Verbringen Sie mit Ihrem Hund Zeit in einem geparkten Auto bei geöffneten Türen und abgeschaltetem Motor. Sie können ihm im Auto Mahlzeiten und Leckerchen anbieten und den Hund bestätigen und beruhigen. Ist Ihrem Hund eine Mahlzeit im Auto zu unbehaglich, füttern Sie ihn zuerst in einiger Entfernung und verringern allmählich den Abstand zum Auto.
- Wenn der Hund mit der Einnahme seiner Mahlzeiten im Auto kein Problem mehr hat, versuchen Sie es bei laufendem Motor.
- Schließen Sie die Türen, aber lassen Sie die Fenster geöffnet.
- Unternehmen Sie einen sehr kurzen Ausflug an einen schönen Ort wie z. B. einen Park.
- Steigern Sie allmählich die Dauer des Ausflugs.
- Hierbei sollte Ihr Hund an der Leine bleiben. Zeigt sich der Hund ängstlich, sollten Sie die Leine nicht dazu benutzen, um ihn zurückzuhalten. Gerät Ihr Hund in Panik und beginnt an der Leine zu ziehen, sind Sie zu schnell vorgegangen und gehen zum vorherigen Schritt zurück.
Angst vor dem Tierarzt:
- Besuchen Sie den Tierarzt nicht nur dann, wenn der Hund krank ist, da dies negative Assoziationen schafft. Die meisten Tierarztpraxen begrüßen es, wenn ängstliche Tiere einfach nur herein kommen, von einer Schwester liebkost werden und ein paar Leckerbissen erhalten.
- Versuchen Sie es mit Leckerbissen, die Ihr Hund liebt und nur erhält, wenn er beim Tierarzt ist.
Wie erziehe ich meinen Welpen stubenrein? Auch wenn den Welpen kein direkter Kontakt mit einem ungeimpften Hund oder einem Bereich, in dem sich möglicherweise ungeimpfte Hunde aufgehalten haben, gestattet werden sollte, bedeutet dies nicht, dass die Welpen überhaupt nicht nach draußen dürfen. Es sollte sehr wohl ein Gleichgewicht zwischen der Gewährleistung, dass der Welpe keinem Krankheitsrisiko ausgesetzt ist, und einer angemessenen Sozialisierung hergestellt werden. Sie können Ihrem Welpen den Zugang zu unbedenklichen und gesicherten Außenbereichen gestatten, bei denen Sie sicher sein können, dass sich dort keine ungeimpften Hunde oder aber Füchse aufgehalten haben. Bei einem erwachsenen Hund erfolgt die Anerziehung der Stubenreinheit mit denselben Methoden und derselben Geduld wie bei Welpen, lesen Sie also weiter…
Wie lange dauert es, meinen Welpen stubenrein erziehen? Die Zeitdauer, bis Ihr Welpe stubenrein erzogen ist, kann stark variieren. Manche Welpen erlernen dies fast sofort, während es bei anderen bis zu sechs Monate dauern kann. Bedenken Sie, dass Welpen sich bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten nicht wirksam unter Kontrolle haben und Sie daher gelegentlich ein Missgeschick erleben. Wie schnell die Ausbildung voranschreitet, hängt sowohl vom Welpen als auch von der von Ihnen investierten Zeit und Mühe ab.
Sollte ich meinem Welpen anerziehen, Zeitungspapier zu benutzen? Eine Papier-Toilettenausbildung ist in Ordnung, kann aber zu Problemen führen, indem Sie den Welpen anregen, sein Geschäft drinnen zu verrichten. Die Verwendung von Papier macht es wesentlich schwieriger, dem Welpen später beizubringen, dass dies dann falsch ist und dass der Welpe nach draußen gehen soll, um sich zu erleichtern. Hinzu kommt, dass sich der Geruch von in Teppichmaterial eingedrungenem Urin nur sehr schwer in ausreichendem Maß entfernen lässt, dass er vom Welpen nicht wahrgenommen wird und ihn nicht wieder zu dieser Stelle zurück zieht. Wenn Sie sich zur Verwendung von Zeitungspapier entschließen, sollten Sie eine Plastikfolie unterlegen, um den Urin einzudämmen.
Wie kann ich meinen Welpen am wirkungsvollsten stubenrein erziehen? Als einfachste Methode, Ihren Welpen stubenrein zu erziehen, bemühen Sie sich, Ihrem Welpen keine Gelegenheit für ein Missgeschick zu geben. Grundsätzlich heißt das, dass Sie Ihren Welpen zur Erledigung seines Geschäfts an den von Ihnen bevorzugten Ort bringen. Dies findet wiederum zu den Zeiten statt, in denen Sie voraussagen können, dass Darm und Blase des Welpen gefüllt sein werden. Dies ist nach den Mahlzeiten sowie nach dem Trinken, Schlafen, einer Aktivität oder Spieleinheit der Fall. Wenn der Welpe zu schnuppern und im Kreis herumzulaufen beginnt, als ob er sich erleichtern wolle, führen Sie ihn nach draußen (was besser ist, als ihn heraus zu tragen) bzw. zum Papier, falls Sie sich für diese Methode entschlossen haben, und loben ihn anschließend sanft, um ihn nicht abzulenken. Sie können Ihren Welpen sogar dazu erziehen, sich auf Kommando zu erleichtern, z. B. wenn Sie dies mit einem Kommando wie „Schnell“ verbinden. Wenn der Welpe sein Geschäft verrichtet hat, können Sie ihn ausgiebig loben und ihm vielleicht zur Belohnung einen Leckerbissen geben. Je öfter Sie diese Prozedur wiederholen, desto schneller wird Ihr Welpe dieses Verhalten übernehmen. Sie sollten dafür sorgen, dass Ihr Welpe möglichst viel beaufsichtigt wird, damit sich Missgeschicke vermeiden lassen.
Was ist nachts zu tun bzw. wenn ich nicht vor Ort sein kann? Solange die Welpen noch sehr jung sind, müssen sie sich oft alle 3 bis 4 Stunden erleichtern. Damit sie es sich nicht zur Gewohnheit machen, dies an unangebrachten Orten vorzunehmen, können Sie eine Wurfkiste oder einen Welpenauslauf verwenden. Richtig eingesetzt, kann dieses Zubehör dabei helfen, Welpen stubenrein zu erziehen. Eine Wurfkiste sollte jedoch nicht verwendet werden, um den Welpen hineinzusetzen, falls ihm dies nicht gefällt. Auch nicht als Bestrafung oder um den Welpen einfach aus den Geschehnissen im Haushalt aus dem Weg zu halten. Die Wurfkiste sollte für den Welpen ausreichend groß sein – berücksichtigen Sie die spätere Größe des Welpen – damit der Welpe aufrecht stehen, sich in voller Länge ablegen und innerhalb des Zwingers drehen kann. In der Wurfkiste sollte sich das Bett des Welpen, ein Wassernapf sowie Spielzeug befinden, das Sie dem Welpen vielleicht anbieten möchten. Wenn Sie den Welpen anfangs zum Betreten der Wurfkiste anregen, indem Sie ihm Aufmerksamkeit schenken und Leckerbissen geben, während der Welpe sich dort befindet, wird der Welpe lernen, dass er sich an einem sicheren Ort befindet, an den er sich bei Bedarf jederzeit begeben und dort schlafen kann. Wenn der Welpe gerne in die Wurfkiste geht und dort bei geöffneter Tür schläft, können Sie damit beginnen, die Tür kurzzeitig zu schließen, bis dies dem Welpen nichts ausmacht. Sorgen Sie dafür, dass der Welpe müde ist, wenn er sich in der Wurfkiste befindet, nur noch schlafen will und nicht etwa sein Geschäft zu erledigen hat! Eine Wurfkiste oder ein Welpenauslauf kann bei der Anerziehung der Stubenreinheit nützlich sein, da die Welpen es nicht mögen, sich an ihrem Schlafplatz oder im Fressbereich zu erleichtern, was ein instinktives Verhalten zur Reinhaltung ihres Nests darstellt. Sollte Ihrem Welpen mal ein Missgeschick widerfahren, sollten Sie ihn dafür nicht bestrafen.
Was tun, wenn ich meinen Welpen daheim auf frischer Tat ertappe? Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, auf Ihren Welpen drauflos zu stürmen, ihn vom Boden zu packen und schnellstens nach draußen zu bringen. Dies sorgt beim Welpen eher für Verwirrung als für die Erkenntnis, sich falsch verhalten zu haben. Anstelle dessen sollten Sie das Verhalten unterbinden und Ihren Welpen nach draußen zum dafür richtigen Ort führen. Wenn der Welpe keine Anzeichen macht, sich erneut erleichtern zu müssen, spielen Sie etwas mit ihm und beobachten, ob ihn dies stimuliert.
Bei der Anerziehung der Stubenreinheit bei Welpen ist Bestrafung in jeglicher Form nur selten zweckdienlich, wie frustriert Sie auch immer sein mögen. Bedenken Sie, dass der Welpe dies nicht tut, um Sie absichtlich zu verärgern, sondern vielleicht nicht verstanden hat, was sie ihm vermitteln wollten. Bestrafung ist insbesondere dann wirkungslos, sobald Sie den Welpen nicht unmittelbar auf frischer Tat ertappen. Entdecken Sie ein Malheur, sollten Sie es beseitigen und sich einfach darauf konzentrieren, Ihrem Welpen das richtige Verhalten aufzuzeigen.
Überdenken Sie, wie Sie bisher vorgegangen sind: Bringen Sie den Welpen ausreichend häufig nach draußen? Erfolgt Ihr Lob schnell genug? Die Nase des Welpen in seinen Kot zu tauchen oder ihm das Malheur hinterher zu zeigen, wird höchstwahrscheinlich unwirksam sein und Ihren Hund vielleicht sogar einschüchtern. Es kann sein, dass der Welpe Ihre Verärgerung nicht mit dem Malheur, das er vor sich sieht, in Zusammenhang bringt.
Wie gehe ich bei einem mangelhaften Toilettenverhalten vor? Dieses Verhalten steht gewöhnlich mit irgendeiner Form von Stress, Erregung oder Beunruhigung im Zusammenhang, kann aber auch mit einem medizinischen Problem in Verbindung stehen, weshalb eine Untersuchung durch den Tierarzt ratsam ist. Wenn das Problem damit zusammenhängt, dass der Hund alleine gelassen wird, lesen Sie bitte unter der häufig gestellten Frage „Wie gehe ich mit Trennungsängsten um?“ nach. Sind die anderen Probleme gelöst worden, empfiehlt sich für eine Auffrischungsausbildung Ihres Hundes gewöhnlich die Anwendung von Ratschlägen zur Anerziehung der Stubenreinheit.
Wie ziehe ich mit meinem Hund in ein neues Zuhause um? Ein Umzug kann für Hunde sehr traumatisch und beunruhigend sein. Die Hundehalter sind oft abgelenkt und unter Stress, was auf das Tier abfärben kann. Auch die Zeit vor dem Umzug bedeutet Stress, so z. B. das Einpacken in Kartons. Oft ist es ratsam, Haustiere in einer Tierpension oder sogar bei einer ihnen bekannten Person unterzubringen. Versuchen Sie die Tiere solange aus dem Umzug herauszuhalten, bis dieser abgeschlossen und das Haus größtenteils eingerichtet ist. Für die Eingewöhnung in das neue Zuhause muss den Haustieren Zeit gewährt werden – ein ihnen bekannter Schlafplatz ist gut, lassen Sie aber die Grundregeln nicht unter den Tisch fallen, da dies langfristig für Verwirrung sorgt. Geben Sie Ihrem Haustier Zeit, um seine neue Umgebung in Ruhe zu erforschen, halten Sie Ihre Tiere von allen möglicherweise noch andauernden Bau- oder Ausbauarbeiten fern. Stellen Sie sicher, dass Ihre Tiere wissen, wo sich der Futter- und Wassernapf befinden und wo sie ihr Geschäft verrichten können.
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