Meist verläuft die Trächtigkeit reibungslos und gewöhnlich geben Hündinnen hervorragende Mütter ab. Auch wenn nur in seltenen Fällen etwas schief läuft, sollten Sie Ihre Augen offen halten und wissen, wie sich ein auftretendes Problem feststellen lässt. Sollte wider Erwarten etwas Ungewöhnliches eintreten, lautet die Grundregel, sich vom Tierarzt helfen zu lassen.
Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Tierarzt:
Vor der Geburt
- Nach der Begattung dauert die Trächtigkeit bereits über 70 Tage an.
- Vor der Geburt eines Welpen treten über 60 Minuten dauernde starke Kontraktionen auf.
- Zwischen der Geburt der einzelnen Welpen treten über zwei Stunden anhaltende „Ruhepausen“ ein – wobei Sie wissen, dass noch Welpen ausstehen.
- Bei der angehenden Mutter setzen innerhalb von 24 Stunden nach dem Temperaturrückgang immer noch keine Wehen ein.
- Die Hündin hat offensichtlich sehr starke Schmerzen.
Nach der Geburt
- Fieber, Scheidenausfluss, Appetitverlust, Lustlosigkeit oder mangelndes Interesse an den Welpen (potenzielles Anzeichen für eine Entzündung der Gebärmutter (Metritis)).
- Zuckungen, Ängstlichkeit, unruhiges Verhalten und steifer, schmerzhafter Gang, was auf Eklampsie bzw. Calciummangel hinweisen kann
- Brustentzündung (Mastitis). Die Milchdrüsen werden rot, hart und beginnen zu schmerzen.
- Die Mutter kann Durchfall bekommen, insbesondere wenn sie die Nachgeburt vertilgt hat. Dies ist in den ersten paar Tagen nach der Geburt nicht ungewöhnlich, kann allerdings auf andere Komplikationen hindeuten und sollte Ihrem Tierarzt angezeigt werden.