Irish Setter

  • GrößeGroß
  • Fell LängeMittellang/lang
  • HaarenSchwach
  • PflegeTäglich
  • Alleine lassen1 bis 3 Stunden
  • Verträglichkeit mit anderen TierenUnter Umständen
  • LautstärkeNicht zu laut
  • AllergienKeine
  • WachhundSchwach
  • ArtJagdhund

Überblick

Das hervorstechendste Merkmal dieser großen, muskulösen Rassehunde ist ihr üppiges, kastanienbraunes bis mahagonifarbenes Fell. Es ist seidig und flach, mit Befederung an den Beinen, Ohren und an der Rute. Der Irish Setter ist harmonisch und elegant und schreitet mit erhobenem Haupt voran. Durchschnittliche ausgewachsene Rüden sind 65 cm groß und wiegen 30,5 kg, wohingegen Hündinnen etwa 61 cm groß und 26 kg schwer sind.

Herkunft

Der Irish Setter stellt die älteste Setter-Rasse dar und ist damit älter als Gordon und English Setters. Es wird davon ausgegangen, dass diese Rassehunde aus alten Spaniels, Spaniels mit Vorstehhundfunktion und einem schottischen Setter entwickelt wurde. Im Jahr 1882 wurde in Dublin der Irish Red Setter Club gegründet, veranlasst durch das Zuchtprogramm des Earl of Enniskillen, der das charakteristische rote Fell entwickelte. In den 1940ern wurde die Rasse durch eine Augenerkrankung namens progressive Retina-Atrophie, besser bekannt als PRA, deutlich dezimiert. Durch die Entwicklung eines DNA-Tests zur Identifizierung von Trägern konnte sich die Rasse erholen und die Häufigkeit von PRA hat drastisch abgenommen.

Person

Ein wohlerzogener, gut sozialisierter und gut trainierter Irish Setter hat ein außerordentlich liebenswertes Wesen und ist ein anhänglicher Familienhund. Früher Kontakt mit Katzen und sorgfältige Überwachung sind unerlässlich, wenn diese Hunde mit Katzen zusammenwohnen. Da sie extrem freundlich sind, geben sie keine guten Wachhunde ab, melden aber die Anwesenheit von Besuchern. Der Irish Setter bleibt sein Leben lang recht verspielt – eine seiner liebenswerteren Eigenschaften.

Gesundheit

Ähnlich wie bei anderen Hunderassen, können auch beim Irish Setter erbliche Augenerkrankungen und Hüftgelenksdysplasie, eine Krankheit, die die Beweglichkeit einschränkt, auftreten. Vor der Züchtung sollten demnach Untersuchungen der Augen sowie der Hüfte seitens eines Tierarztes zwingend durchgeführt werden. Darüber hinaus kann der Irish Setter anfällig für Magen-Darm-Erkrankungen sein.

Tägliche Bewegung

Der Irish Setter wurde für die Vogeljagd gezüchtet und braucht eine Menge Bewegung – ausgewachsene Hunde brauchen täglich mehr als zwei Stunden. Da er ein Jäger ist, wenn auch ein leicht ablenkbarer, folgt er jeder Fährte, wenn er nicht darauf trainiert wurde, zu seinem Besitzer zurückzukommen.

Ernährung

Hunde großer Rassen haben nicht nur großen Appetit, sondern benötigen auch eine andere Verteilung der Nährstoffanteile als kleinere Hunde, auch in Bezug auf Mineralstoffe und Vitamine. Irish Setter können zu Blähungen und Magenproblemen neigen. Wie bei vielen größeren Hunden besteht bei ihnen die Gefahr einer Magendrehung; kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten können helfen, das Risiko zu verringern.

Pflege

Das Fell ist natürlich das Prachtvollste am Irish Setter. Tägliches Bürsten ist unabdingbar, um einer Verknotung der Befederung vorzubeugen. Gelegentlich müssen die Haare zwischen den Ballen und hinter den Ohren gestutzt werden, um Verfilzungen zu verhindern. Ab und zu kann ein professioneller Hundefrisör für ausgiebigeres Stutzen vonnöten sein. Für Hundeausstellungen braucht das Fell sehr viel sorgfältige Pflege, damit der Hund erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen kann. Eine wichtige Aufgabe, die nicht vernachlässigt werden darf, ist die sorgfältige und regelmäßige Reinigung der Ohren. Da die Irish Setter Schlappohren haben, ist nur eine geringe Luftzirkulation im Ohr möglich und es ist daher ein idealer Nährboden für Bakterien. Die Folge sind häufige Ohrinfektionen.
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