So pflegen Sie Ihre Seniorkatze

Vielleicht haben Sie bemerkt, dass Ihre Katze dazu neigt mehr zu schlafen, ihr das Hochspringen nicht mehr so leicht fällt wie früher, oder sie der Schnur nicht mehr so schnell hinterherjagt.

Vielleicht fällt Ihnen auf, dass Ihre Katze mehr schläft, nicht mehr so hoch springen kann wie früher oder nicht mehr ganz so temperamentvoll einer Schnur hinterherjagt wie zuvor. Das ist normal, denn alle Katzen werden einmal älter– und genau wie wir Menschen werden Katzen im Alter langsamer! Wie alt werden Katzen? In der Regel wird Ihr Stubentiger ab einem Alter von ungefähr sieben Jahren als „Seniorkatze“ eingestuft. Dabei spielen jedoch auch die Rasse und andere Faktoren eine Rolle.

Ernährung, Fitness und gesundheitliche Probleme können sich ebenfalls auf die Lebensdauer einer Seniorkatze auswirken. Auch wenn Ihr Stubentiger im Vergleich zu seinen Jugendtagen etwas ruhiger geworden ist, sollte die Zeit mit Ihrem betagten Freund genauso fröhlich, bereichernd und voller Liebe sein wie zuvor. Hier finden Sie Informationen dazu welches Trockenfutter für Katzen im hohen Alter am besten geeignet ist.

Unser PetCare Expertenteam gibt Ihnen gern Tipps und berät Sie, wie Sie das Beste aus dem Lebensabend Ihrer Katze machen können und wie Sie beide davon profitieren!

Das Leben zu Hause

Ihre Katze wird ihre Nickerchen noch mehr genießen können, wenn Sie ihr eine weiche, kuschelige Unterlage bieten – insbesondere dann, wenn sie älter wird. Alle Katzen im hohen Alter haben manchmal Gelenkprobleme, und da ist so ein gemütliches Bett die ideale Lösung, um es ihr so komfortabel und behaglich wie möglich zu machen. Stellen Sie das Katzenbett an einem warmen Ort auf, an dem es nicht zieht, sodass Ihre Katze die nötige Ruhe bekommt.

Um die Gelenke Ihrer Katze nicht allzu sehr zu belasten, können Sie neben das Katzenbett einen Napf mit frischem Wasser stellen, sodass der Weg dahin nicht so weit ist. Außerdem regen Sie so Ihre Katze dazu an, mehr zu trinken – das beugt einer Dehydrierung und Harnwegsinfektionen vor, die bei älteren Katzen schnell vorkommen können. Auch die Katzentoilette sollten Sie nicht allzu weit entfernt aufstellen, denn selbst wenn Ihre Katze sie vorher nicht benutzt hat, wird sie sie zu schätzen wissen, vor allem, wenn sie innerhalb des Hauses leicht zugänglich ist und schnell zu erreichen ist.

Egal, ob Ihre Katze gern auf der Fensterbank sitzt und das Treiben auf der Straße verfolgt oder lieber ein Nickerchen auf der Couch hält –alle Katzen haben ihren Lieblingsplatz, der sich in der Regel in einer erhöhten Position befindet. Ältere Katzen springen noch immer gern, kommen aber vielleicht nicht mehr so hoch wie früher. Helfen Sie ihr und teilen Sie den beschwerlichen Weg in mehrere Etappen auf, sodass sie jede angestrebte Höhe erreichen kann. Sie können z. B. einen Hocker vor ihren Lieblingsstuhl stellen, sodass sie diesen statt mit einem großen Satz mit zwei kleineren Hüpfern erklimmen kann.

Lila Haus-Symbol mit einem Herz, das für Comfort steht
Katze streckt sich an einem Baumstamm in der Wiese

Genau wie wir Menschen werden auch Katzen in der Regel etwas steifer mit dem Alter. Wenn Ihre Katze sich aber weniger bewegt, bedeutet dies auch, dass sie weniger Energie verbrennt als zuvor. Dies kann zu einer Gewichtszunahme führen.

Kontrollieren Sie sorgsam die Ernährung Ihrer Katze und helfen Sie ihr dabei, in Form zu bleiben. Die richtige Menge an einer speziell für Seniorkatzen entwickelten Futterrezeptur sollte sie mit allen Nährstoffen versorgen, die sie benötigt.

Katzen unterscheiden sich von Hunden dahingehend, dass man mit ihnen nicht spazieren geht, um ihnen auf diese Art Bewegung zu verschaffen. Sie können aber mit Ihrer Katze spielen und sie dazu ermutigen, das Freie zu erkunden und in Bewegung zu bleiben. Dadurch vermeiden Sie Übergewicht und auch die Gelenke Ihrer Katze bleiben geschmeidig.

Mit Hilfe unseres Tools zur Übersicht über die körperliche Verfassung von Katzen können Sie das ideale Gewicht Ihrer Katze ihr Leben lang kontrollieren.

Wenn Ihre Katze den Status Seniorkatze erreicht hat, wird sie sich an eine bestimmte Routine gewöhnt haben. Versuchen Sie, diese Routine beizubehalten, und tragen Sie so zu ihrem körperlichen und geistigen Wohlbefinden bei.

Schwarz-weiße Seniorkatze in der Wiese
Blaues Symbol einer Seniorkatze

Mit zunehmendem Alter wird Ihre Katze zwar weiser, aber ihre Sinne können an Schärfe verlieren. Sie können ihr aber dabei helfen, dieser Nebenwirkung des Alters entgegenzuwirken.

So können Sie beispielsweise ihr Nassfutter aufwärmen, um seine Aromen freizusetzen und dadurch den Appetit Ihrer Katze anregen. Dazu müssen Sie einfach nur eine Portion für ein paar Sekunden in die Mikrowelle stellen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das Futter nicht zu heiß ist. Wenn Ihr Stubentiger kein Nassfutter mag, zeigen wir Ihnen auf der PURINA Website, welches Trockenfutter für Katzen hohen Alters am besten geeignet ist.

Vermeiden Sie möglichst unerwartete laute Geräusche, wenn ihre Katze nicht mehr so gut hört wie zuvor. Ähnliches gilt auch für ihr Sehvermögen – nähern Sie sich ihr vorsichtig und bestimmt, damit Ihre Katze nicht erschrickt, wenn sie nicht mehr so gut sieht.

Das Älterwerden bringt viele Veränderungen mit sich, was für alle Katzen zunächst seltsam und verwirrend sein kann. Verwöhnen Sie Ihre Katze mit derselben Menge an Liebe und Zuneigung sowie einer extra Prise mehr Geduld und machen Sie ihr so den Übergang ins Seniorenalter so einfach wie möglich. Mit nur ein paar Anpassungen und regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt sollten Sie die Beziehung zu Ihrer Katze als so bereichernd wie eh und je empfinden.

gelbes Symbol mit einer Pfote und einer Hand steht für emotionale Unterstützung

Die Ernährung einer Seniorkatze

Seniorkatze ruht sich auf der Couch aus

Small purple nutrition iconVeränderte Bedürfnisse

Eine Katze verbringt rund 40 % ihres Lebens als Seniorkatze, daher sollten Sie den sich verändernden Nährstoffbedarf Ihrer Katze kennen, damit sie auch im hohen Alter munter und zufrieden ist. Katzen werden in der Regel mit ungefähr sieben Jahren als „Seniorkatzen“ eingestuft, und ab diesem Zeitpunkt werden sich vermutlich erste Alterserscheinungen bemerkbar machen. Ihre Katze wird langsamer in ihren Bewegungen, denn sie wird sich schonen wollen. Auch ein verlangsamter Stoffwechsel führt dazu, dass Ihre Katze nicht mehr das Energiebündel ist, das sie einst war. Daher verringert sich auch ihr täglicher Kalorienbedarf. Diese Veränderungen sollten Sie bei der Fütterung Ihrer Katze berücksichtigen. Geben Sie ihr nicht zu viel Futter und achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht.

Ein speziell für Seniorkatzen entwickeltes Futter versorgt Ihre Katze mit allem, was sie im Alter braucht. Die magen- und zahnschonende Rezeptur enthält leicht verdauliche Proteine. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Fütterung Ihrer Seniorkatze“.

Durchgestrichener Futternapf als Symbol für Appetitlosigkeit bei SeniorkatzenAppetitlosigkeit

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze ihre Nahrung verschmäht, lassen Sie sie von einem Tierarzt untersuchen. Mangelnder Appetit kann gesundheitlich bedingt sein oder aber auch ganz einfach die Folge eines sich verändernden Geschmacks im Alter sein. Der Tierarzt wird der Sache auf den Grund gehen und Ihnen Tipps geben können, wie Sie den Appetit Ihrer Katze wieder anregen können.

Regelmäßige Untersuchungen

Grünes Erste Hilfe Kreuz steht für regelmäßige Besuche Ihrer Seniorkatze beim Tierarzt

Mit zunehmendem Alter machen sich bei uns Menschen immer mehr Wehwehchen bemerkbar, und bei Katzen ist das nicht anders. Einige davon sind auf den „natürlichen Verschleiß“ zurückzuführen, aber andere Gesundheitsprobleme bei Seniorkatzen lassen sich vermeiden oder gegebenenfalls leicht behandeln.

Small green vet iconTierarztbesuche

Am besten lassen Sie Ihre Seniorkatze regelmäßig von einem Tierarzt gründlich untersuchen – diese Gesundheitskontrolle ist sogar so wichtig, dass einige Tierarztpraxen über einen separaten Bereich nur für Seniorkatzen verfügen. Beim Tierarzt wird das Gewicht Ihrer Katze ermittelt und eine gründliche Untersuchung durchgeführt. Ist etwas auffällig, werden eine Urin- und eine Blutprobe entnommen und auf bestimmte Krankheiten untersucht, die typischerweise bei älteren Katzen vorkommen.

Alle notwendigen Impfungen, Wurmkuren und Flohbehandlungen sollten auch bei Seniorkatzen wie gewohnt erfolgen.

Small blue health iconUntersuchungen beim Zahnarzt

Ältere Katzen haben häufiger Zahn- und Zahnfleischprobleme. Vereinbaren Sie daher für Ihre Seniorkatze regelmäßig Termine beim Zahnarzt als Teil der Routinekontrollen.

Small purple cat icon Haut, Fell und Krallen

Katzen brauchen auch im Alter ihre Krallen zum Klettern und zur Verteidigung. Daher sollten Sie die Krallen nur schneiden, wenn es unbedingt nötig ist. Da Seniorkatzen weniger aktiv sind, nutzen sich ihre Krallen vielleicht nicht mehr so stark ab wie früher. Daher müssen die Krallen gegebenenfalls ab und zu gekürzt werden. Manche Seniorkatzen können ihre Krallen nicht mehr vollständig einziehen, weshalb die Krallen länger aussehen, als sie es tatsächlich sind. Achten Sie also darauf, dass Sie sie nicht zu kurz schneiden!

Steife Gelenke im Alter können dazu führen, dass Ihre Katze nicht mehr alle Körperteile erreichen kann, um sich zu putzen. Unterstützen Sie sie mit einer Bürste – Kurzhaarkatzen muss man in der Regel nur einmal die Woche bürsten, wohingegen Langhaarkatzen täglich kurz durchgekämmt werden sollten. Sie sollten Ihre Katze nur dann baden, wenn es sich nicht vermeiden lässt, da das Baden für ältere Katzen mit viel Stress verbunden sein kann.

Small purple cat icon

Seniorkatzen können unter Arthrose leiden, was zu steifen und schmerzenden Gelenken führt. Vielleicht benötigt Ihre Katze nun länger, um aufzustehen, oder ihre Bewegungen wirken steifer als sonst. Ein stumpfes Fell ist ebenfalls ein Anzeichen für Arthrose, da ihre Katze möglicherweise nicht mehr flexibel genug ist, um sich selbst sorgfältig zu putzen.

Wenn Ihre Katze an Osteoarthrose leidet, vergewissern Sie sich, dass sie ihr Futter bequem erreichen kann. Bleiben Sie zur Fütterungszeit bei Ihrer Katze und sorgen Sie dafür, dass sie ihr Futter leicht erreichen und eine gesunde Menge davon zu sich nehmen kann.

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Ältere Katzen können Nierenprobleme bekommen. Zu den Symptomen zählen exzessives Trinken und Urinieren sowie unkontrolliertes Urinieren. Wenn Ihnen eines dieser Symptome auffällt, sollten Sie Ihre Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen und behandeln lassen. Diese Anzeichen könnten auch auf Diabetes oder eine hormonelle Störung hinweisen

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Katzen atmen nicht durch den Mund. Wenn Sie allerdings bemerken, dass Ihre Katze hechelt, könnte es sein, dass sie Probleme mit dem Herzen oder den Atemwegen hat. Ein weiteres Anzeichen kann sein, dass Ihre Katze träger ist als gewohnt, nach Luft schnappt oder kerzengerade dasitzt, um besser atmen zu können.

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Wenn Sie Verwachsungen, Knoten oder Warzen an Ihrer Katze bemerken, sollten Sie diese von einem Tierarzt untersuchen lassen. Zwar mögen diese völlig gutartig sein, aber es besteht die Möglichkeit, dass sie ein Anzeichen für Krebs sind.

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Mit zunehmendem Alter können Katzen ein seltsames oder unerwartetes Verhalten an den Tag legen. Dazu zählen scheinbar unmotiviertes Jaulen und Miauen zu jeder beliebigen Zeit, das Verrichten ihres Geschäfts an unangebrachten Orten, ein verwirrtes Aussehen und Vergesslichkeit (z. B., wenn es darum geht, die Katzentoilette zu benutzen). In der Regel sind dies Nebenwirkungen von Altersschwäche. Sie sollten aber dennoch den Tierarzt konsultieren, wenn diese Symptome Ihnen Probleme bereiten.

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Seniorkatzen können an grauem Star und Kernsklerose erkranken – beides führt zu einer hellen, bläulichen Trübung der Augenlinse mit unterschiedlichen Nebenwirkungen. Der Tierarzt wird zwischen den beiden Erkrankungen unterscheiden können.

Diese Erkrankungen sind bei Katzen seltener als bei Hunden.

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Eine Schilddrüsenüberfunktion tritt bei älteren Katzen recht häufig auf. In diesem Fall kann der Stoffwechsel der Katze aus dem Gleichgewicht geraten, und Ihre Katze verbrennt zu schnell Energie, was zu einem erhöhten Appetit bei gleichzeitig sehr schnellem Gewichtsverlust führt. Zu den weiteren Symptomen zählen ein stumpfes Fell sowie ein impulsives Verhalten (wie Hyperaktivität). Sollte sich Ihre Katze auffällig verhalten, kontaktieren Sie den Tierarzt; er kann Ihr Haustier entsprechend behandeln.

Wenn Sie eins der oben aufgeführten Symptome bemerken, das auf ein gesundheitliches Problem Ihrer Seniorkatze hinweisen könnte, oder wenn Sie sich darüber hinaus Sorgen um das Wohlergehen Ihrer Katze machen, sollten Sie schnellstmöglich den Tierarzt kontaktieren.

Wenn Sie genau auf die Bedürfnisse Ihrer Katze achtgeben und die Veränderungen mitverfolgen, die sie durchläuft, können Sie ihr gezielt die Liebe und Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie in ihrem fortgeschrittenen Alter benötigt.

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