Pflege Ihres Kätzchens

Katzen sind sehr elegante Tiere, besonders durch ihr schönes Fell. Biologisch sind sie veranlagt, ihre eigene Fellpflege zu betreiben, sodass ihr Fell stets frisch und glänzend erscheint.

Katzen sind wunderschön, aber zu ihnen gehört mehr als nur ein hübsches Gesicht. Sie haben ein unwiderstehlich schönes Fell, und die Natur hat vorgesehen, dass Katzen sich um dessen Pflege kümmern. Ihre raue Zunge fungiert wie eine kleine Bürste, die abgestorbene Haare entfernt und dabei pflegende Öle über das ganze Fell verteilt. Katzen sind auch intelligent genug zu wissen, dass diese von der Natur mitgegebenen Pflegeutensilien nicht ausreichen – z. B., wenn es zu Haarballen oder Knoten kommt. Hier können Sie Ihrer Katze helfen.

Katzen Pflege

Die Pflege des Fells von Katzenbabys und ausgewachsenen Katzen ist nicht nur für das schöne Aussehen Ihrer Katze wichtig, sondern hier werden abgestorbene Haare entfernt, um das Fell und die Haut gesund zu halten. Gleichzeitig bauen Sie eine enge Bindung zu Ihrer Katze auf. Darüber hinaus können Sie Ihren Stubentiger bei der Fellpflege auch auf gesundheitliche Auffälligkeiten hin untersuchen.

Die Fellpflege ist bei jeder Katzenrasse ein wichtiger Teil der Pflege. Da das Fell von Katzenbabys aber viel weicher, flauschiger und kürzer ist als das von ausgewachsenen Katzen, sollte dieser fürsorgliche Freundschaftsdienst dann auch viel weniger Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Sie Ihr Kätzchen bereits im jungen Alter an eine regelmäßige Fellpflege gewöhnen können, wird dies Ihnen beiden das Leben in den kommenden Jahren sehr erleichtern. Dabei ist es gut zu wissen, dass die meisten Katzen diesen Ausdruck von Zärtlichkeit in vollsten Zügen genießen, und sobald sie auch nur eine Bürste oder einen Kamm in Ihrer Hand sehen, werden sie freudig auf Sie zugelaufen kommen.

Katzenrasse mit langem Fell blickt in die Sonne

Small blue cat icon Langes Fell im Vergleich zu kurzem Fell

Beim Bürsten von Katzenbabys hängen die Intensität und die Häufigkeit von der Beschaffenheit des Fells ab. Über das Fell einer Kurzhaarkatze müssen Sie nur einmal in der Woche kurz „drüberbürsten“, um eine Langhaarkatze werden Sie sich dagegen täglich kümmern und hierbei die richtigen Hilfsmittel verwenden müssen – erkundigen Sie sich beim Züchter oder Katzenfriseur nach den richtigen Utensilien für die jeweilige Fellbeschaffenheit der Katzenrasse.

Langhaarkatzen benötigen mehr Pflege, und Sie werden dafür mehr Zeit aufwenden müssen. Daher empfiehlt es sich, die Katze auf einer rutschfesten Unterlage auf einen Tisch zu setzen – so haben Sie beide es bequem.

Wenn Ihre Katze noch ein kleines Kätzchen ist, machen Sie ihm die Pflegeerfahrung so angenehm wie möglich. Bringen Sie es zu dem Tisch, an dem es auch im ausgewachsenen Alter gebürstet werden soll, loben Sie es wiederholt und belohnen Sie es mit einem Leckerli. Schon bald wird es diesen Ort mit der Fellpflege und der Belohnung in Verbindung bringen.

Langhaar-Katze genießt es gebürstet zu werden
  • Nehmen Sie Ihr Kätzchen auf den Schoß und bieten Sie ihm die Bürste zum Schnuppern an. Wenn es weiß, dass ihm nichts Schlimmes passieren kann, wird es in der Regel anfangen, sein Gesicht daran zu reiben.
  • Fangen Sie sanft mit dem Bürsten an. Starten Sie am Rücken und bewegen Sie sich dann zu den Flanken.
  • Loben Sie Ihre Katze wiederholt dafür, dass sie so brav ist, und sprechen Sie mit leiser, beruhigender Stimme.
  • Wechseln Sie als Teil des Pflegerituals alle paar Minuten vom Bürsten zum Streicheln und umgekehrt. Als besondere Belohnung können Sie Ihrer Katze ein Leckerli anbieten.
  • Wiederholen Sie dieses Ritual mehrmals am Tag und verlängern Sie dabei langsam die Passagen, in denen Sie Ihre Katze bürsten.
  • Wenn sich Ihre Katze daran gewöhnt hat, wie sich die Fellpflege anfühlt, und sie damit vertraut ist, können Sie anfangen, auch ihren Bauch, den Schwanz, die Ohren sowie andere sensible Stellen mit in die Pflege einzubeziehen.
  • Seien Sie besonders sanft und halten Sie die erste Pflegesitzung besonders kurz. Es besteht keine Eile, und das Wichtigste ist, dass sich Ihre Katze entspannt. Wenn Sie feststellen, dass sich Ihre Katze langweilt oder unruhig wird, bewegen Sie sich weg von den sensibleren Stellen und konzentrieren Sie sich wieder auf ihren Rücken.

Wenn sich Ihre Katze entspannt hat und in den Genuss der Fellpflege versunken ist, nutzen Sie die Zeit und unterziehen Sie sie einem schnellen Gesundheitscheck. Achten Sie dabei auf Folgendes:

  • Betasten Sie ihre Pfoten und untersuchen Sie vorsichtig ihre Krallen und Zehen. Beginnen Sie zunächst mit nur einer Kralle, damit sich Ihre Katze an die Untersuchung gewöhnen kann, loben Sie sie wiederholt und bieten Sie ihr ein Leckerli zur Belohnung an. Während der nächsten Pflegesitzungen können Sie dazu übergehen, zwei Krallen zu untersuchen und so weiter. Steigern Sie langsam die Dauer der Katzenpediküre, bis Ihre Katze dabei vollständig entspannt ist.
  • Wenn Ihre Katze auch am Ende der Pflegesitzung wohlig schnurrt, nutzen Sie den Moment und untersuchen Sie vorsichtig ihre Ohren und öffnen Sie vorsichtig ihr Mäulchen, um sowohl Zähne als auch Zahnfleisch zu untersuchen.
  • Beenden Sie eine Pflegesitzung für Ihr Kätzchen stets mit einem Lob und streicheln Sie es – schließlich hat es sich das mehr als verdient!

Wenn Ihre Katze auf Bäume klettert oder sich an einem Kratzbaum die Krallen schärft, kann es passieren, dass sich die oberste Hornschicht ihrer Krallen abnutzt – aber kein Grund zur Sorge, das ist normal! Das Kratzen gehört zum Leben einer Katze dazu, und ihre Krallen verfügen über mehrere Hornschichten. Wenn sich die oberste Schicht abnutzt, wächst direkt darunter eine neue, scharfe Kralle nach (wahrscheinlich werden Sie die leeren Krallenhülsen in der Nähe ihres favorisierten Kratzbereiches finden). Wenn Sie eine aktive, gesunde Freigängerkatze haben, werden Sie höchstwahrscheinlich nicht ihre Krallen schneiden müssen. Wohnungskatzen und ältere Katzen müssen hingegen ab und zu zur Pediküre. Das Krallenschneiden bei Katzen und Kätzchen ist ein wichtiger Bestandteil des Pflegerituals.

Katzenbabie schärft sich die Krallen an einem Holzstück
  • Gewöhnen Sie Katzenbabys schon früh ans Krallenschneiden. Am besten beginnen Sie damit, nur so zu tun, als würden Sie sie schneiden, d. h., Sie üben nur ein wenig Druck auf die kleinen Pfoten aus, legen die Krallen frei und loben dann Ihr Kätzchen oder geben ihm eine Belohnung.
  • Es ist sehr wichtig, dass Sie das Krallenschneiden bei Katzen und Kätzchen korrekt ausführen. Schließlich möchten Sie Ihrem flauschigen Begleiter nicht wehtun oder gar den empfindlichen Teil der Kralle (das sogenannte Krallenbein) verletzen. In der Tierarztpraxis wird man Ihnen gern zeigen, wie man die Krallen stutzt, und überprüfen, ob Sie es richtig machen. Sollten Sie die Krallen nicht selbst schneiden wollen, kann man dies hier auch für Sie übernehmen.
  • Kontrollieren Sie die Krallen Ihrer Katze wöchentlich und vergessen Sie dabei auch nicht die Daumenkralle an der Innenseite der Vorderpfoten unterhalb des Fußwurzelgelenks. Diese berührt den Boden nur selten und kann daher – insbesondere bei älteren Katzen – schnell zu lang werden.
  • Wenn Sie die Krallen Ihrer Katze näher inspizieren, sollten Sie auch gleich die Unterseite ihrer Pfoten und die Zehenzwischenräume ansehen. Diese sollten ebenfalls absolut sauber und ohne Auffälligkeiten sein.
  • Bei Menschen können die Zehennägel einwachsen, und auch Katzen sind davor nicht gefeit. Wenn Sie die Vermutung haben, eine Kralle könnte in den Fußballen eingewachsen sein, werden Sie tierärztliche Hilfe benötigen. Kontaktieren Sie daher den Tierarzt.
Kitten resting with claws out
House icon with heart

Neben der Pflege von Fell und Krallen sollten Sie auch auf weitere Körperteile achten, um sicherzugehen, dass es Ihrem Minitiger wirklich rundum gut geht.

  • Überprüfen Sie, ob die Ohren Ihrer Katze sauber sind und auch so riechen. Wenn sie unangenehm riechen, verschmutzt oder gerötet sind und jucken, oder wenn Ihre Katze unentwegt den Kopf schüttelt, sollten Sie den Tierarzt informieren. Oft sind Katzen, insbesondere jüngere Kätzchen, von Ohrmilben befallen.
  • Fühlen Sie mit Ihren Händen über den ganzen Körper Ihrer Katze. Untersuchen Sie sie vorsichtig und sanft auf Kratzer, Knoten, Beulen oder Flecken. Wenn Sie etwas beunruhigt, kontaktieren Sie den Tierarzt.
  • Kontrollieren Sie Augen und Nase und informieren Sie den Tierarzt, wenn sie gerötet sind oder Sie einen Ausfluss bemerken.
  • Werfen Sie auch einen Blick unter den Schwanz Ihrer Katze. Ihr Hinterteil sollte sauber sein. Wenn es verschmutzt ist oder Sie Anzeichen einer Wurmerkrankung oder Entzündung bemerken, gehen Sie zum Tierarzt.
  • Streichen Sie zum Schluss noch einmal gegen den Strich durchs Fell, damit sich die Haare aufstellen. Untersuchen Sie Haarwurzeln und Haut auf Parasiten oder Flohkot (schwarze Punkte). Einer Ansteckung können Sie durch regelmäßige Flohbehandlungen vorbeugen, aber wenn es bereits zu spät ist, wird Ihnen der Tierarzt sagen können, was zu tun ist.

Meistens müssen schöne Katzen nicht ein einziges Mal in ihrem Leben gebadet werden, aber manchmal ist eine kurze Katzenwäsche unerlässlich. Hierzu benötigen Sie gegebenenfalls ein besonderes Shampoo, um beispielsweise eine Hauterkrankung zu behandeln, das Fell von Erbrochenem oder Durchfall zu reinigen oder etwas zu entfernen, das sich bei ihrem letzten Streifzug im Freien in ihrem Fell verfangen hat.

Manche Katzen sind dem weitverbreiteten Irrglauben zum Trotz überhaupt nicht wasserscheu, insbesondere, wenn sie schon im jungen Alter ab und zu warm gebadet wurden. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Stubentiger zu baden, wird ein Katzenfriseur das gern für Sie übernehmen. Sollten Sie es doch allein versuchen wollen, haben wir hier ein paar Tipps für sorgloses Badevergnügen:

  • Achten Sie auf die Wassertemperatur. Zu heißes Wasser wird Ihre Katze verbrühen, und zu kaltes Wasser ist unangenehm für sie könnte zu Unwohlsein führen.
  • Seien Sie beim Baden sanft zu Ihrer Katze und helfen Sie ihr, sich zu entspannen. Reden Sie ihr beruhigend zu und loben Sie sie oder belohnen Sie sie mit einem Leckerli. Es hilft auch, wenn eine zweite Person Ihnen hilft – vor allem, wenn Ihre Katze flüchten will!
  • Achten Sie auf jegliche Anzeichen von Stress bei Ihrer Katze. Für Katzen kann ein Bad beängstigend sein, und es kann leicht passieren, dass sie beißt oder kratzt. Wenn Sie das beunruhigt, bitten Sie einen professionellen Katzenfriseur um Hilfe.
  • Vergewissern Sie sich, dass das von Ihnen verwendete Shampoo ausdrücklich für Katzen geeignet ist, und prüfen Sie, ob es über einen gewissen Zeitraum einwirken muss (beispielsweise bei einem medizinischen Shampoo). Das Shampoo sollte nicht in die Augen und Ohren Ihrer Katze oder an andere empfindliche Stellen geraten.
  • Wenn Ihre Katze nicht gern gebadet wird, versuchen Sie, nur die Körperteile zu waschen, auf die es ankommt, um so die Zeit zu verkürzen, die Ihre Katze in der Badewanne verbringen muss.
  • Spülen Sie das Fell Ihrer Katze nach der Reinigung gründlich aus und entfernen Sie Seifenrückstände.
  • Nach dem Baden sollten Sie Ihre Katze in ein warmes Handtuch wickeln, in dem sie es gemütlich hat und trocknen kann. Nehmen Sie nicht den Fön zu Hilfe, denn dieser verängstigt sie nur – es sei denn, Ihre Katze ist von klein auf daran gewöhnt.
  • Wenn Sie mehr als eine Katze besitzen, kann es passieren, dass die Tiere während des Badens in einen Kampf geraten – insbesondere dann, wenn sie gestresst sind. Trennen Sie die Katzen nach dem Bad, bis sie sich wieder beruhigt haben, und rubbeln Sie sie dann alle mit demselben Handtuch trocken, um ihren Duft untereinander zu verteilen.

Es kann eine Herausforderung sein, eine Katze zu baden. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, wenden Sie sich an einen Katzenfriseur. Er wird Ihnen gern dabei helfen, Ihre Katze gepflegt zu halten.

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