Kastration bei Katze und Kater

Was ist der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation?

getigerte Katze mit langem braunem Fell und leuchtend gelben Augen

Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Samtpfote keinen Nachwuchs mehr bekommen soll, dann werden Sie wahrscheinlich über eine Kastration oder Sterilisation nachdenken. Doch vorab: Wann sprechen wir von Sterilisation und wann von Kastration bei Katzen? Üblicherweise wird dem Kater der Begriff kastrieren und der Katze die Bezeichnung sterilisieren zugeordnet. Tatsächlich aber ist beide Male meist eine Kastration gemeint, also die operative Entfernung der Hoden bzw. der Eierstöcke. Eine Sterilisation wird durch Tierärzte nur auf Wunsch des Katzenbesitzers durchgeführt, denn hier werden bei Kater und Katze lediglich Samen- bzw. Eileiter durchtrennt. Damit sind die Tiere unfruchtbar, aber der Geschlechtstrieb und all seine Begleiterscheinungen bleiben erhalten.

Eine Kastration erhöht die Lebenserwartung von Katzen

Geschlechtstrieb bedeutet für Katzen und Katzenbesitzer oft Stress. Kater mit Auslauf sind häufig und lange unterwegs auf der Suche nach der passenden Katze. Durch Kämpfe mit den Rivalen kann es dabei zu Verletzungen wie Biss- oder Kratzwunden kommen und in der Folge dann sogar zu Infektionskrankheiten. Das birgt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Untersuchungen belegen, dass kastrierte Katzen im Vergleich zu ihren nicht kastrierten Artgenossen bis zu doppelt so alt werden können. Bei weiblichen Tieren wird durch die Kastration außerdem eine Erkrankung an der Gebärmutter ausgeschlossen. Durch eine Sterilisation dagegen werden Katzen zwar unfruchtbar, aber der Körper bildet weiterhin Geschlechtshormone. Rolligkeit und Revierverhalten (Markieren) bleiben erhalten. Bei weiblichen Tieren kann sich sogar eine Dauerrolligkeit entwickeln, die unter Umständen zu einer Gebärmutterentzündung führen kann.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration Ihrer Katze?

Katze mit getigertem braunem Fell liegt auf Purina One Kissen

Die Empfehlungen der Tierärzte für den richtigen Zeitpunkt der Kastration der Katze sind unterschiedlich. Die meisten Katzen werden erst nach Eintritt der Geschlechtsreife kastriert. Das ist bei Katzen etwa ab dem 6. bis 10. Monat, bei Katern ungefähr mit 8 bis 10 Monaten. Einige Tierärzte dagegen empfehlen die Frühkastration noch bevor die Tiere geschlechtsreif werden. Wenn die Katze schon Junge bekommen hat, kann der Eingriff circa sieben Wochen nach dem Wurf stattfinden. Dann sind Gesäuge und Gebärmutter zurückgebildet. Ein Höchstalter für den Eingriff existiert nicht. Auch gibt es aus medizinischer Sicht kein Argument dafür, dass Katzen vor der Kastration einmal Junge ausgetragen haben sollten.

Kastrierte Katzen sind häuslicher und anhänglicher

Die überwiegende Mehrheit aller Katzen in Deutschland ist kastriert. Es ist ein Routineeingriff, der nicht nur Nachwuchs verhindert. Kastrierte Samtpfoten werden häuslicher und wenden sich mehr ihrem menschlichen Mitbewohner zu. Sie sind verschmuster, ausgeglichener und verträglicher als vorher. Das heißt aber nicht, dass Ihre Katze durch den Eingriff automatisch zum Schmusekätzchen wird. Die Verhaltensänderung liegt an der veränderten Hormonsituation. Der Östrogen- bzw. Testosterongehalt im Blut nimmt ab und die Tiere sind deshalb weniger aktiv. Damit reduziert sich allerdings auch der Energiebedarf, was zu Gewichtsproblemen führen kann.

Mögliche Gesundheitsprobleme kastrierter Katzen

Kastrierte Katzen neigen zu Übergewicht und zu einer gesteigerten Anfälligkeit für Harnwegserkrankungen, wie die Bildung von Harngries und Harnstein. Dem können Sie mit einer angepassten Ernährung und Fürsorge vorbeugen. So hilft ein höheres Protein-Fettverhältnis in der Nahrung, das Gewicht Ihrer Samtpfote zu kontrollieren und Übergewicht zu vermeiden. Sorgen Sie darüber hinaus für ausreichend Fitness. Katzen – vor allem ältere Kater – sollten regelmäßig zum Trinken angeregt werden. Eine ausreichende Wasseraufnahme verdünnt den Harn und vermindert so die Neigung zur Bildung von Harngries und Harnstein. Auch eine ausschließliche Fütterung mit Spezialfutter wie PURINA ONE Sterilcat trägt dazu bei, dass sich der Urin der Katze in den leicht sauren Bereich (d.h. pH-Wert ca. 6,5) bewegt und damit Harnwegserkrankungen dieser Art vorgebeugt werden können.