Katze trinkt nicht: Die Gefahr der Dehydrierung

Eine Dehydrierung bei Katzen bedeutet, dass der Körper zu viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Da Katzen evolutionsbedingt wenig trinken, sind sie sehr anfällig für eine Dehydrierung. Diese kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, auch wenn sie leicht behandelbar erscheint. Aber was tun, wenn die Katze nicht trinkt? Und was sind Anzeichen einer Dehydrierung bei Katzen? Wir verraten es Ihnen!

Schlafende Katze auf dem Sofa

Zu den Symptomen einer Dehydrierung zählen Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, schwere Atmung, eingesunkene Augen und trockenes, klebriges Zahnfleisch im Katzengebiss. Es ist wichtig, dass die Katzenhalter auf solche Symptome achten und sie rechtzeitig erkennen, wenn ihre Katze nicht trinkt. Das „Hautziehen“ ist ein guter Test hierfür. Greifen Sie dazu die Haut im Schulterbereich Ihrer Katze zwischen zwei Fingern und ziehen Sie vorsichtig daran. Die Haut sollte bei einer ausreichend mit Flüssigkeit versorgten Katze nach dem Loslassen umgehend in die Ausgangsposition zurückkehren. Bei einer dehydrierten Katze dauert die Rückkehr in die Ausgangsposition länger. Bleibt die Haut zeltähnlich aufgespannt, hat die Katze zu wenig getrunken und muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden. Wenn die Katze über- oder untergewichtig ist, lassen sich die Symptome oft nicht so einfach erkennen. Falls Sie beobachtet haben, dass Ihre Katze nicht trinkt oder sie nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist, konsultieren Sie lieber einen Tierarzt, denn eine Dehydrierung kann auch erkrankungsbedingt sein.

Was kann ich tun, damit meine Katze mehr trinkt?

Eine Katze, die an Erbrechen oder Durchfall leidet, verliert viel Flüssigkeit und kann leichter dehydrieren. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist daher besonders wichtig. Wenn sie nicht in der Lage ist zu trinken, suchen Sie mit Ihrer Katze den Tierarzt auf, weil die Katze möglicherweise eine Infusion benötigt, um eine ernste Dehydrierung zu vermeiden. Ihre Katze sollte immer die Möglichkeit haben, frisches Wasser zu sich zu nehmen. Die Näpfe sollten täglich gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden. Es ist auch sinnvoll, in mehreren Räumen Wassernäpfe aufzustellen. Falls Ihre Katze eher ein zurückhaltendes Trinkverhalten hat, ist ein Katzenbrunnen oder Trinkbrunnen oftmals eine gute Lösung, da viele Katzen fließendes Wasser anziehender finden als stehendes. Achten Sie besonders auf die Flüssigkeitsaufnahme, falls Ihre Katze mit Trockenfutter gefüttert wird und auch sonst nicht viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Trinkt Ihre Katze besonders während Hitzeperioden nicht genug, sollten Sie umso mehr auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten. Wenn Sie dann immer noch den Eindruck haben, dass Ihre Katze nicht genügend trinkt, können Sie das Wasser durch Beigabe von Fleischsaft attraktiver machen.

Frau füllt türkisen Trinknapf für die Katze

Katze trinkt nicht: Das sind die möglichen Gründe!

Ein wesentlicher Grund, warum Katzen wenig oder zeitweise gar nicht trinken, hat mit der Abstammung unserer Stubentiger zu tun. Allesamt stammen sie von der afrikanischen Falbkatze ab, die sehr gut an das Leben in sehr trockener Umgebung angepasst ist. Katzen können einen sehr konzentrierten Urin bilden, so dass sie den größten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Nahrung, wie zum Beispiel Mäuse oder andere Beutetiere, abdecken können und nur wenig zusätzliche Flüssigkeit brauchen.

Auch unsere heutigen Lieblinge benötigen nicht allzu viel Wasser, weshalb sie gerne mal das Trinken vergessen oder keinen Durst haben. Trotzdem gilt: Umso mehr eine Katze trinkt, desto besser ist es – es ist also wichtig, dass Sie Ihre Katze immer wieder dazu motivieren! Es können jedoch auch Katzenkrankheiten dafür sorgen, dass Ihre Katze nicht trinkt. Können Sie Ihren Liebling zum Beispiel gar nicht zum Trinken motivieren bzw. leidet Ihre Katze bereits an einer Dehydration, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Flüssigkeitsbedarf von Katzen: Wie viel müssen Katzen trinken?

Grundsätzlich lässt sich die Frage, wie viel Katzen am Tag trinken sollten, nicht so einfach beantworten. Denn wie die Falbkatzen, nehmen auch unsere Hauskatzen viel Flüssigkeit durch die Nahrung auf. Es hängt demnach auch davon ab, ob Ihre Katze Nassfutter, Nass- und Trockenfutter kombiniert, oder Trockenfutter bekommt. Gerade bei schlechten Trinkern empfiehlt es sich auch Nassfutter zu füttern, da dieses einen Feuchtigkeitsanteil von rund 80 Prozent aufweist – Trockenfutter hingegen hat nur einen Feuchtigkeitsanteil von ca. 8 bis 10 Prozent. Grundsätzlich sollte man pro Kilogramm Gewicht der Katze mit ca. 50 ml Flüssigkeit am Tag rechnen. Allerdings schwankt auch dieser Wert. An heißen Tagen benötigen Katzen um einiges mehr Wasser. Um sich zu kühlen, putzen sie sich bei Hitze besonders häufig, wodurch sie Flüssigkeit verlieren. Um Ihrem Liebling zu helfen, können Sie ihm im Sommer das Fell anfeuchten. Das sorgt für eine kleine Abkühlung und verhindert das häufige Putzen und eine mögliche Dehydrierung.