Katzenkrankheiten und ihre Symptome

So liebevoll Sie sich um Ihre Samtpfote auch kümmern – auch Katzen können krank werden. Aber welche Katzenkrankheiten gibt es eigentlich und was sind die typischen Symptome dafür? Oder möchten Sie vielleicht ein neues Kätzchen aufnehmen? Auch dann sollten Sie sich mit dem Thema Katzenkrankheiten auseinandersetzen und sich überlegen, woran Sie erkennen, dass Sie ein gesundes Tier mit nach Hause nehmen.

Nahaufnahme einer weißen Katzen

Die häufigsten Katzenkrankheiten

Natürlich gibt es zahlreiche verschiedene Katzenkrankheiten und Erreger, die Katzen befallen können, allerdings kommen viele dieser Krankheiten nur sehr selten vor. Es gibt jedoch auch Krankheiten, die durchaus häufig Katzen befallen und deren Symptome man kennen sollte. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihnen Krankheitssymptome bei Ihrer Katze auffallen, sollten Sie mit ihr einen Tierarzt aufsuchen.

Katzenschnupfen

Auch wenn Katzenschnupfen wie eine harmlose Erkältung klingt, ist damit nicht zu spaßen. Die hochansteckende Katzenkrankheit, die durch Viren übertragen wird, kann unbehandelt sogar tödlich enden.

Das sind die Symptome:

  • Niesen und eine laufende Nase
  • Kein Appetit
  • Fieber
  • Verklebte Augen

Parasiten

Zu Parasiten gehören verschiedenste Lebewesen, die ihre Katze befallen können. Zu den meist verbreitetsten gehören, Zecken, Flöhe und Würmer. Gegen alle drei können Sie Vorbeugungsmaßnahmen treffen bzw. Sie gut behandeln. Allerdings muss man zum Beispiel bei Katzenflöhen beachten, dass bei einem Befall auch die Wohnung behandelt werden muss.

Das sind die Symptome bei Floh- und Zeckenbefall:

  • Katze kratzt oder putzt sich übermäßig oft

Weitere Informationen zum Floh- und Zeckenbefall erhalten Sie hier.

Das sind die Symptome bei Wurmbefall:

  • Magen-Darm-Störungen
  • Blut im Stuhl
  • Gelbliche Schleimhäute
  • Hautausschlag oder Haarausfall
  • Starker Ausfluss aus Augen und Nase

Weitere Informationen zum Wurmbefall bei Katzen erhalten Sie hier.

Niereninsuffizienz

An einer Niereninsuffizienz leiden hauptsächlich alte Katzen. Bei dieser Katzenkrankheit nimmt die Leistung der Niere stetig ab und endet letztendlich im Tod. Auch wenn es keine Heilung gibt, kann der Tierarzt dennoch Linderung verschaffen und den Fortschritt der Krankheit verlangsamen.

Das sind die Symptome:

  • Vermehrtes Urinieren durch vermehrten Durst
  • Kein Appetit
  • Anhaltende Müdigkeit
  • Erbrechen
  • Mundgeruch
  • Gewichtsverlust
Weiße Katze wird gestreichelt

Katzenseuche

Die Katzenseuche gilt als hochansteckende Viruserkrankung, bei welcher schnellstmöglich der Tierarzt aufgesucht werden sollte. Ohne Behandlung oder bei zu später Behandlung kann diese Katzenkrankheit tödlich enden.

Das sind die Symptome:

  • Anhaltende Müdigkeit und Bewegungsunlust
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Kein Appetit

Toxoplasmose

Die Toxoplasmose wird durch Parasiten im Darm ausgelöst und trifft vor allem Freigänger-Katzen, da diese durch das Jagen und Verzehren ihrer Beute befallen werden können. Meist verläuft die Krankheit ohne Symptome, ist aber ansteckend und kann auf den Menschen übertragen werden. Gerade für schwangere Frauen kann dies sehr gefährlich sein, weshalb auf besondere Hygienemaßnahmen und selten auftretende Symptome bei der Katze geachtet werden sollte.

Das sind die Symptome:

  • Atemstörungen
  • Fieber
  • Kein Appetit

Katzenleukämie

Gegen Katzenleukämie können Katzen geimpft werden. Dies empfiehlt sich, da die ansteckende Krankheit nicht behandelbar ist bzw. der Tierarzt nur die Symptome behandeln und den Fortschritt verlangsamen kann. Die Viruserkrankung führt zu einer Störung der Blutzellbildung und zur Tumorbildung.

Das sind die Symptome:

  • Kein Appetit
  • Schwäche und anhaltende Müdigkeit
  • Fieber
  • Gewichtsverlust

Katzendiabetes

Auch Katzen können unter Diabetes leiden. Der Ablauf und das Krankheitsbild sind dabei ähnlich wie beim Menschen. Wird Katzendiabetes früh genug erkannt, kann sie gut behandelt werden. Meist wird die Krankheit mit einer Ernährungsumstellung oder Insulin bekämpft.

Das sind die Symptome:

  • Gewichtsverlust trotz großem Appetit
  • Vermehrtes Trinken
  • Müdigkeit

FIP - Feline infektiöse Peritonitis

FIP ist eine Katzenkrankheit, die durch spezielle Viren ausgelöst wird und zu einer tödlich verlaufenden Bauchfellentzündung führt. Meist stecken sich Katzen über den Speichel oder Kot anderer Katzen an. Auch wenn es keine Heilung gibt, ist eine tierärztliche Behandlung sehr wichtig, da sie der Katze unnötiges Leid nehmen kann.

Das sind die Symptome:

  • Aufgeblähter Bauch bzw. Körper
  • Kein Appetit
  • Anhaltende Müdigkeit

Schilddrüsenüberfunktion

Eine Überfunktion der Schilddrüse kann Herz und Niere auf Dauer stark schädigen. Sie sollte deshalb unbedingt vom Tierarzt behandelt werden.

Das sind die Symptome:

  • Hecheln
  • Atemnot
  • Erbrechen
  • Stumpfes Fell
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust

Checken Sie Ihr neues Kätzchen ordentlich durch!

Ein Gesundheitscheck ist immer zu empfehlen, egal, ob Sie sich für eine Katze aus dem Tierheim oder aus einem Wurf entscheiden. Zunächst gilt es zu beachten, dass Kätzchen nicht von ihrer Mutter getrennt werden sollten, bevor sie 12 Wochen alt sind. Um diese Zeit herum bilden sie das soziale Katzenverhalten aus und werden unabhängiger.

Die Katze sollte Sie mit ungetrübten, klaren Augen anschauen. Augenausfluss kann auf Katzenkrankheiten hindeuten. Ihre Nase sollte klar, kühl und ein wenig feucht sein, ohne Schleimaustritt oder Verstopfungsanzeichen. Saubere und rosige Ohren sind ein gutes Zeichen.

Fell und Streicheleinheiten

Beobachten Sie das Kätzchen als Nächstes aus der Distanz. Wie sieht sein Bäuchlein aus? Schwellungen könnten eine schlechte Ernährung der Katze oder Wurmbefall signalisieren. Junge Katzen haben hinsichtlich der Ernährung besondere Bedürfnisse, auf die speziell für kleine Katzen Kittenfutter abgestimmt sind. Sehen Sie sich auch seinen After an, um Stuhlprobleme auszuschließen. Gesunde Jungkatzen haben flauschiges, glänzendes und nicht verfilztes Fell. Gerade und wohlgeformte Beine bedeuten, dass das Kätzchen gesund wächst.

Achten Sie auch auf das Sozialverhalten gegenüber der Mutter und den Geschwistern. Gesunde Katzenbabys reagieren aufmerksam und neugierig auf ihre Umgebung. Allerdings hängt ihr Verhalten auch stark von ihrer Persönlichkeit ab. Ist Ihr Kätzchen beispielsweise eher abenteuerlustig oder scheu? Rollt es sich zusammen, wenn Sie es auf den Arm nehmen, oder versucht es sich zu befreien, um seine Erkundungstour fortzusetzen? Solches Katzenverhalten deutet auf die Persönlichkeit einer Katze hin. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich also darüber im Klaren sein, ob Sie sich eher eine Schmusekatze oder ein kleines Energiebündel wünschen.