Sport macht Spaß: Spiele für Katzen

Hat Ihre Katze in letzter Zeit ein wenig Bauch angesetzt? Oder befürchten Sie, dass sie sich nicht genug bewegt und Ihre Katze abnehmen sollte? Erfahren Sie hier, wie Sie erkennen, ob Ihre Katze übergewichtig ist und wie Sie Spiele für Katzen einsetzen können, um Ihren Liebling fit zu halten. Außerdem erhalten Sie praktische Tipps, um Ihren Liebling zu mehr Bewegung zu animieren.

Zwei weiße Kitten spielen auf dem Boden

Auch Katzen – besonders in der Wohnung lebende kastrierte Tiere – bekommen Gewichtsprobleme, wenn sie mehr essen als ihr Energiebedarf erfordert. Wurde eine Katze in den ersten Lebensmonaten zu reichlich gefüttert, hat sie zudem wahrscheinlich dauerhaft mehr Fettzellen angelegt. Genau wie bei Menschen ist dann jede kleine Futter-Extraportion ganz schnell am Taillenumfang zu erkennen. Unterstützen Sie Ihren Liebling mit Hilfe von Spielen für Katzen und ausreichend Bewegung dabei, sein Idealgewicht zu halten und Fettpolstern vorzubeugen. Unter überflüssigen Pfunden leidet nicht nur das Wohlbefinden, auch die Gesundheit wird belastet – Katzen-Sport ist deshalb unbedingt notwendig. Übergewicht kann bei Katzen das Risiko von gravierenden Gesundheitsproblemen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf- sowie Gelenkbeschwerden erhöhen. Auch Atemwegsprobleme, Hepatische Lipidose (Leberverfettung) und nicht allergische Hautreizungen können Folgen von Übergewicht bei Katzen sein.

Infografik Gewichtskontrolle bei Katzen: Krankheitsrisiken bei Übergewicht

So erkennen Sie, ob Ihre Katze übergewichtig ist

Doch woran erkennen Sie Übergewicht bei Katzen? Dies können Sie einfach anhand von 3 Anzeichen feststellen (ohne das Kunststück vollbringen zu müssen, Ihre Katze mit der Waage anzufreunden):

  • Rippen – streichen Sie Ihrer Katze sanft über den Brustkorb. Dabei sollten Sie ohne Schwierigkeiten ihre Rippen ertasten können. Wenn Sie dazu Druck ausüben müssen, ist Ihre Katze vermutlich übergewichtig.
  • Körperform – betrachten Sie Ihre Katze von oben. Ihre Silhouette sollte vom Bauch zu den Hinterbeinen schmaler werden.
  • Bauchfett – ein kleines Bäuchlein ist noch kein Anlass zur Sorge, aber wenn Katzen einen Hängebauch haben, der sie beim Laufen behindert, ist das ein Zeichen für Übergewicht bei Katzen.

Weitere Anhaltspunkte zum Übergewicht bei Ihrer Katze finden Sie auch in unserem Artikel „Ist Ihre Katze zu dick?“.

Katze balanciert auf Sofalehne

Sport für Katzen: So halten Sie Ihren Liebling fit

Haben Sie oder der Tierarzt festgestellt, dass Ihre Katze übergewichtig ist, helfen zwei Dinge. Zum einen sollten Sie das Futter auf das empfohlene Maß reduzieren und gegebenenfalls durch ein spezielles Diätfutter für Katzen ersetzen. Zum anderen sollten Sie für ausreichend Katzen-Sport sorgen – zum Beispiel durch abwechslungsreiche Spiele für Katzen. Die Vorfahren unserer Wohnungskatzen verbrachten rund 13 Stunden am Tag mit Jagen. Dazu zählt nicht nur das eigentliche Fangen, sondern auch das konzentrierte Ausspähen der Beute. Für Katzen, die ausschließlich in einer Wohnung leben, ist ein Ausgleich und ausreichend Bewegung deshalb besonders wichtig. Ein erhöhter Lieblingsort auf dem Fensterbrett oder auf einem Katzenbaum schafft den begehrten Ausspähplatz. Neben der richtigen Fütterung für Wohnungskatzen sollten Sie darüber hinaus Ihre Katze zwei bis drei Mal pro Tag für 10 bis 15 Minuten zum Spielen und Springen animieren. Diese Katzenspiele regen den Kreislauf an, der Bewegungsapparat wird trainiert und die Reflexe und Motorik der Katze werden verbessert. Neben der Fitness profitiert von den gemeinsamen Aktivitäten auch das körperliche und emotionale Wohlbefinden Ihrer Samtpfote. Katzen trainieren kann also ganz einfach sein und zahlt sich aus! .

Mit welchen Spielen können Katzen am besten abnehmen?

Katzen bleiben bis ins hohe Alter verspielte Wesen und auch uns Menschen bereiten die täglichen Spielrunden Vergnügen, denn sie fördern die Mensch-Katze-Beziehung. Nutzen Sie bei Spielen für Katzen den natürlich vorhandenen Jagdinstinkt. Ein Katzenspielzeug an der Schnur durch die Wohnung gezogen – schon kann das Fangspiel beginnen. Katzen harren oft sehr lange regungslos vor einem Mausloch aus, um dann zuzuschlagen. Imitieren Sie diese Situation. Es muss dabei gar kein gekauftes Produkt sein. Zur interessanten „Beute“ können auch eine leere Toilettenpapierrolle oder ein Korken werden. Wichtig ist, dass die Katze ein Erfolgserlebnis beim Spielen verbuchen kann. Wenn sie einem Ziel nachjagt und dieses niemals zu fassen kriegt, verliert sie womöglich die Lust an Katzenspielen. Auch Eintönigkeit mögen Katzen nicht. Es macht ihnen keinen Spaß, immer demselben Katzenspielzeug hinterher zu springen. Gleichzeitig sollten Sie nicht zu viele Utensilien auf einmal benutzen. Wechseln Sie lieber die Auswahl ab und zu aus. Laserpointer sind zum Beispiel eine gute Option für Halter, die lieber nicht zusammen mit ihrer Katze durch die Wohnung tollen. Andere Katzenspielzeuge, die ihren Jagdinstinkt ansprechen, wie Federwedel, Spielmäuse und Bälle, eignen sich ebenfalls hervorragend, um Ihre Katze in Bewegung zu halten. Kletter- und Kratzbäume verleihen dem Spiel Abwechslung. Sorgen Sie dafür, dass sie immer in Bewegung ist!

Zwischendurch können Sie Ihrer Katze natürlich auch eine kleine Pause gönnen und wunderbar auf ruhige Art mit Ihrer Samtpfote spielen, in dem Sie sie necken, stupsen oder kitzeln.

Wintermüdigkeit und Langeweile: Wie kann man Katzen zu mehr Bewegung animieren?

Viele Katzen reagieren sensibel auf Jahreszeiten. Wenn im Winter die Lichtphasen kürzer werden und vor dem Fenster nicht mehr so viel passiert, werden gerade Wohnungskatzen oft energielos. Langeweile kann für unsere Samtpfoten regelrecht in körperlichen Stress ausarten. Und die entstehende Trägheit ist dann auch bald an der Figur der Katze abzulesen. Mit einem Glockenspiel, einem Gewürzkissen oder einem bunten Kräuterstrauß wecken Sie in der dunklen Jahreszeit die Sinne Ihrer Katze. Gerade jetzt sind die regelmäßigen Katzenspiele für die Fitness besonders wichtig. Außerdem sollte die Katze ausreichend Möglichkeit zum Klettern und Kratzen erhalten. Für Wohnungskatzen, aber auch für Freigänger, ist daher ein Katzenbaum eine gute Lösung. Er sollte mindestens eineinhalb Meter hoch sein, damit sich auch langbeinige Katzen nach dem Spiel so richtig strecken können. So hält Ihre Katze auch im Winter ihre Idealfigur. Erfahren Sie außerdem, wie Sie Ihre Katze im Winter gesund halten können.