Stress bei Katzen: Erkennen und vermeiden

Katzen sind sensible Seelen und Gewohnheitstiere. Veränderungen in ihrem Umfeld, fremde Menschen und Tiere sind nur drei Auslöser, die Stress bei Katzen auslösen können.

weiß-graue Katze sitzt vor dem Fenster

Wie auch bei uns Menschen reagiert jede Katze anders auf Stress. Die eine zieht sich zurück, die andere reagiert mit Unsauberkeit. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Katze genau kennen. Nur durch ein gutes Verhältnis zu ihr können Sie erkennen, wenn sie gestresst ist und entsprechend für Entspannung sorgen.

Auslöser von Stress bei Katzen

Für Außenstehende sind die einzigen Sorgen einer Katze Hunger, Durst und zu wenig Aufmerksamkeit. Doch ein Katzenkenner weiß: damit ist es nicht getan. Denn auch eine Katze kann unter erhöhtem Stressrisiko leiden. Der Hauptauslöser für Stress bei Katzen sind Veränderungen. Katzen sind Gewohnheitstiere; Futter- und Ortswechsel oder auch neue Mitbewohner – ob menschlich oder tierisch – erhöhen ihr Stresslevel. Besonders Umzüge und Renovierungen belasten Ihre Katze. Stellen Sie daher sicher, dass sie immer Zugang zu ihrem gewohnten Futter, Wasser und ihrer Toilette hat und schenken Sie ihr in dieser Situation viel Aufmerksamkeit, damit sie sich geborgen fühlt. Bei einem Umzug sollten möglichst viele Kisten ausgepackt und gewohnte Gegenstände, wie das Katzenbett oder der Kratzbaum an ihrem neuen Platz stehen, wenn Sie Ihren tierischen Mitbewohner in das neue Heim bringen. Hilfreich ist außerdem, wenn Ihre Katze ihr neues Umfeld etappenweise entdecken kann. Ein weiterer Stressauslöser für Katzen sind fremde Menschen. Auch wenn Verwandte und Freunde Sie öfters besuchen, sind sie für Ihren Stubentiger dennoch anfangs unbekannt. Geben Sie ihm daher genügend Zeit, um den Eindringling kennenzulernen. Ihre Katze sollte niemals bedrängt werden und in der neuen Situation selbst entscheiden, ob sie zu dem Fremden Kontakt aufnehmen möchte oder nicht.

Stress bei Katzen erkennen

Jede Katze reagiert anders auf Stress. Doch die häufigsten Anzeichen sind:

  • übermäßiges Putzen
  • Verstecken
  • eingeschränkter Appetit
  • Aggressivität
  • Rastlosigkeit
  • Unsauberkeit
  • verstärktes Miauen

Sie als Besitzer kennen Ihre Katze am besten. Ändert sie plötzlich ihr Verhalten, kann Stress der Auslöser sein.

Für Entspannung sorgen

weiß-graue Katze liegt ausgestreckt auf einem Stuhl

Damit Ihre Katze sich zu einer entspannten Samtpfote entwickelt, können sie folgende Tipps in ihren Alltag einbauen:

  • Katzen leben in einem dreidimensionalen Raum. Aus diesem Grund brauchen sie Zugang zu Höhen, wie einem Katzenbaum oder sicher stehende Schränke und Regale, da sie von dort aus ihre Umgebung aus sicherer Ferne beobachten können.
  • Katzen lieben es, sich zu verstecken. Geben Sie ihr daher genügend Raum sich zurückzuziehen. Zugang zu einem ruhigen Ort oder Kartons, in denen sie sich verstecken kann, sind hier optimal geeignet.
  • Katzen brauchen ausreichend Beschäftigung. Beschäftigen Sie Ihren Stubentiger mindestens zweimal täglich 30 Minuten. Katzen, die viel Bewegung und Beschäftigung haben, sind häufig entspannter.