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Hund sitzt im Gras

Grasmilben beim Hund

4 min Lesezeit

Für Hundehalter ist die Grasmilbe eine Schattenseite der unbeschwerten Sommer- und Herbstzeit. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Maßnahmen du bei einem Grasmilbenbefall ergreifen kannst und wie du den unangenehmen Parasiten künftig vorbeugst.

 

Was sind Grasmilben beim Hund?

Grasmilben (Neotrombicula autumnalis) sind orange-gelb-farbige Spinnentiere, die sich meist in Kolonien auf der Haut von Hunden ansiedeln und festsetzen. Zwar übertragen sie in der Regel keine Krankheiten, doch rufen starken Juckreiz und Hautreaktionen hervor und sind für die betroffenen Hunde sehr unangenehm. Der Juckreiz wird durch den Speichel der Milben ausgelöst, den sie auf der Haut des Wirtes beim Stich absondern. Im Herbst zählen Grasmilben zu den am häufigsten auftretenden Milbenarten bei Hunden.

 

Grasmilben beim Hund: Welche Jahreszeit bietet Anlass zur Vorsicht?

Grasmilben kommen in der Regel zwischen Mitte Juli und Ende Oktober vor. Das liegt daran, dass die Larven in dieser Zeit aus ihren Eiern schlüpfen. Die Larven der Grasmilben setzen sich an Tieren und Menschen fest, um sich vom Zellsaft und der Lymphflüssigkeit zu ernähren. Anzutreffen sind sie meist auf bodennahen Pflanzen in Gärten, Wiesen, Waldrändern, Parks und Äckern. Dort warten sie darauf, von einem Tier unbemerkt abgestreift zu werden. Ab September gehören sie zu den am häufigsten bei Hunden vorkommenden Milbenarten. Aus diesem Grund werden sie auch als Herbstgrasmilben oder Herbstmilben bezeichnet.

 

Sind Grasmilben beim Hund ansteckend?

Im Gegensatz zu anderen Milbenarten (wie z.B. Ohrmilben) werden Grasmilben nicht von Tier zu Tier übertragen. Auch für den Menschen sind sie nicht ansteckend. Allerdings können Grasmilben den Menschen direkt befallen – unter anderem bei der Gartenarbeit, beim Spaziergang im Wald oder dem Picknick im Gras.

 

Symptome von Grasmilben beim Hund

Meist sind Hunde an dünnhäutigen Körperstellen betroffen: zwischen den Zehen , in der Leistengegend, an den Augenbögen und am Nasenrücken. Die Milben selbst sind auf der Haut des Hundes mit bloßem Auge kaum zu erkennen, da sie lediglich zwischen 0,2 und 0,3 Millimeter groß sind. Folgende Symptome an der Bissstelle können aber Hinweise auf einen Grasmilbenbefall sein:

  • Mäßiger bis fast unerträglicher Juckreiz, erkennbar an starkem Lecken, Kratzen oder Beißen
  • Gerötete Haut
  • Entzündungen
  • Hautausschlag

Bei einer Nichtbehandlung können die Symptome bis zu zwei Wochen andauern. Leidet dein Hund unter einer Grasmilbenallergie, kann es darüber hinaus zu allergischen Reaktionen wie zum Beispiel schwerwiegenden Entzündungen kommen. Suche in jedem Fall deinen Tierarzt auf und bespreche mit ihm das weitere Vorgehen.

 

Grasmilben beim Hund erkennen

Falls du dir nicht sicher bist, ob dein Hund von Grasmilben befallen ist, kannst du ihn auf einem weißen Tuch oder Blatt Papier mit einem Flohkamm bürsten. Klopfe anschließend den Kamm aus oder streife ihn auf der Unterlage ab. Auf der weißen Fläche landen kleine orange-gelbe Pünktchen? Dann befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Grasmilben auf der Haut deines Hundes.

 

Grasmilben: Hund hat Krusten auf der Haut

Manchmal sorgt der Befall mit Grasmilben dafür, dass ein Hund Krusten auf der Haut bildet. Diese haben eine orange bis rötliche Färbung und treten häufig in Verbindung mit heftigem Juckreiz oder Haarausfall auf. Auch Pusteln und Quaddeln sind bei massivem Grasmilbenbefall keine Seltenheit. Suche also schnellstmöglich einen Tierarzt auf, um die betroffenen Hautstellen untersuchen und behandeln zu lassen.

 

Grasmilben beim Hund behandeln

Da die Milben in Kolonien auftreten, ist ein tatenloses Abwarten nicht zu empfehlen. Zwar können einzelne Milben nach ein paar Tagen aus dem Fell fallen, doch es besteht ein hohes Risiko, dass sich der Juckreiz ungehindert ausbreitet. Aus diesem Grund solltest du dich von deinem Tierarzt beraten lassen. Dieser wird dir vermutlich ein antiparasitäres Mittel verschreiben, um die Symptome zu lindern und die Milben abzutöten. Vorbeugend solltest du möglichst bekannte Herbstgrasmilben-Herden meiden. Falls sich Bissstellen bereits entzündet haben sollten, wird er deinen Hund medizinisch versorgen können.

 

Prävention: Grasmilben beim Hund vorbeugen

Einen Grasmilbenbefall kannst du nie zu 100 Prozent vermeiden. Doch es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die du ergreifen kannst, um deinem Hund die unangenehme Erfahrung zu ersparen:

  • Zur Erntezeit im Spätsommer und Frühherbst kannst du Waldränder und Wiesen sowie Grünflächen in der Nähe von Gewässern meiden. Beschränke dich beim Gassigehen auf asphaltierte Orte.
  • Wasche regelmäßig die Decken und Kissenbezüge, auf denen sich dein Hund aufhält. So kannst du für die Hundehygiene sorgen und einem erneuten Befall zuvorkommen.
  • Mähe und stutze regelmäßig den Rasen in deinem Garten. Du kannst ihn auch mit kalk- und stickstoffhaltigen Mitteln düngen, um die Milben zu vertreiben.
  • Statte deinen Hund mit einem milbenabwehrenden Hundehalsband aus.