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Dein Hund hat eine Allergie: Was tun?

6 min Lesezeit

Genau wie wir, können auch unsere Hunde unter Allergien leiden. Erfahre hier, welches die häufigsten Allergieauslöser beim Hund sind, wie du bei deinem Hund Allergie-Symptome erkennen kannst und wie Allergien beim Hund behandelt werden.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem deines Hundes auf körperfremde Stoffe – genau wie bei allergischen Reaktionen bei uns Menschen! Während es beim Menschen relativ einfach ist, eine Allergie zu diagnostizieren, ist es bei Hunden in der Regel recht schwierig, da es viele verschiedene Arten von Allergien gibt und sich die Symptome oft ähneln. Das macht es schwer, herauszufinden, an welcher Allergie dein Hund tatsächlich leidet, zumal auch beim Hund mehrere Allergien gleichzeitig auftreten können.

Wenn du vermutest, dass dein Hund an einer Allergie leidet, fragst du dich vielleicht, welche Allergiesymptome und -reaktionen auftreten können und wann du deinen Tierarzt aufsuchen solltest. Lese weiter, um alles über Allergien beim Hund zu erfahren!

 

Welche Allergien gibt es bei Hunden?

Häufige Allergien bei Hunden sind:

  • Parasitenallergien, z.B. Flohspeichelallergie
  • Umweltallergien, z.B. Pollenallergie
  • Futtermittelallergien

Parasitenallergien

Hund kratzt sich am Ohr

Eine Flohspeichelallergie ist die häufigste Hauterkrankung (allergische Dermatitis) bei Hunden. Diese Allergie äußert sich in der Reaktion der Haut deines Hundes auf Flohspeichel. Normalerweise tritt diese Allergie bereits in jungen Jahren auf (zwischen 1-5 Jahren), aber sie kann sich auch noch in späterem Alter entwickeln.

Hunde mit Flohallergien haben in der Regel stark juckende Haut. Der Juckreiz wird manchmal mit dem medizinischen Begriff "Pruritus" bezeichnet. Sie kratzen, reiben, kauen oder lecken an ihrem Haar oder ihrer Haut, was manchmal zu einer Verletzung der Haut oder einer Sekundärinfektion führen kann. Zusätzlich können andere Symptome wie Haarausfall und Schorfbildung auftreten. Flohbefall ist jedoch oft schwer zu erkennen.

Hier hilft der "Wet Paper"-Test: Reibe das Fell deines Hundes sanft ab, während er auf einem Stück feuchten Papier steht. Schwarze Flecken, die vom Fell abfallen, färben das Papier rot (da Flohschmutz getrocknetes Blut ist). Daran kannst du relativ sicher erkennen, ob Flöhe vorhanden sind oder nicht. Auch wenn dein Hund regelmäßig gegen Flöhe behandelt wird, kann er dennoch an einer Flohallergie leiden! Viele Flohbehandlungen töten den Floh erst ab, wenn er deinen Hund schon gebissen hat und leider reicht dieser eine Biss oft aus, um bei einem empfindlichen Hund eine allergische Reaktion und entsprechenden Juckreiz auszulösen.

 

Umweltallergien

Umweltallergien werden häufig durch Staub (Hausstaubmilbenallergie), Pollen (Pollenallergie) oder Schimmel (Schimmelpilzallergie) verursacht. Diese Art von Allergien ist oft saisonal bedingt, treten also wahrscheinlich nur zu bestimmten Zeiten des Jahres auf. Hunde können an Heuschnupfen leiden, so dass sie beispielsweise bei starkem Pollenflug häufig niesen. Allergische Reaktionen beim Hund sind aber meistens auf der Haut zu erkennen: Die Bereiche um die Pfoten, Ohren, Unterschenkel, Schnauze und Leiste sind in der Regel die am stärksten betroffenen Hautstellen bei einer allergischen Dermatitis beim Hund. Durch den übermäßigen Juckreiz bekommt dein Hund möglicherweise sogar kahle oder wunde Stellen auf der Haut.

 

Futtermittelallergien

Entgegen der landläufigen Meinung sind Futtermittelallergien bei Hunden nicht sehr häufig und machen nur etwa 10 % der Hunde-Allergien aus. Die meisten der von den Besitzern als "Futtermittelallergien" bezeichneten Erkrankungen sind in Wirklichkeit Futterunverträglichkeiten.

Und wie äußert sich eine Futtermittelallergie beim Hund? Eine Futtermittelallergie führt eher zu Hautreaktionen, wie z. B. Schwellungen oder Juckreiz, während eine Unverträglichkeit eher zu Verdauungsproblemen – wie Erbrechen und Durchfall – führt.
Bei einer Intoleranz (Unverträglichkeit) ist das Immunsystem nicht involviert. In manchen Fällen fehlen dem Hund bei einer Unverträglichkeit die notwendigen Enzyme, die für die Verdauung von bestimmten Nährstoffen benötigt werden, so dass er beispielsweise an Durchfall leidet, weil er bestimmte Zutaten in der Nahrung nicht richtig verdauen kann.

 

Wie äußert sich eine Allergie beim Hund: Symptome

Eine Allergie bei deinem Hund kannst du an folgenden Symptomen erkennen:

  • Kratzt sich dein Hund dauernd und leidet er unter Juckreiz (Kopf, Ohren, Rücken)?
  • Leckt dein Hund ständig an bestimmten Hautstellen?
  • Hat er kahle Stellen (hinterer Rücken, Schwanzbereich)?
  • Leidet er an einer allergisch bedingten Ohrentzündung?
  • Hat er irgendwo Schwellungen, Rötungen oder Hautentzündungen (Nesselsucht), die evtl. sogar nässen (Kopf, Ohren, Pfoten, Achseln, Bauch, Leisten, Rücken)?
  • Verhält er sich besonders gereizt oder nervös, ängstlich oder aggressiv?
  • Lässt er sich ungern an Kopf und Ohren berühren?
  • Leidet er an Magen-Darm-Problemen, erbricht er kurz nach der Nahrungsaufnahme oder hat er ungeformten Kot?

 

Allergischer Schock beim Hund

Manchmal kann bei Hunden auch ein anaphylaktischer Schock auftreten, vor allem nach Insektenstichen. Diesen erkennst du an Atembeschwerden, Sabbern, Krampfanfällen und Erbrechen. Auch Bewusstlosigkeit kann bei einem allergischen Schock bei deinem Hund auftreten. Bei solchen Anzeichen solltest du sofort deinen Tierarzt aufsuchen, da dieser Zustand lebensbedrohlich sein kann. Vorsicht: Gerade bei kurzschnäuzigen Hunderassen kann ein Insektenstich sogar zum Tod führen!

Allergie beim Hund behandeln: Was tun, wenn dein Hund eine Allergie hat?

Hund im Gras

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund unter einer Allergie leidet, dann solltest du ihn so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen. Dein Tierarzt ist in der Lage, andere mögliche Ursachen auszuschließen und Tests durchzuführen, um festzustellen, ob eine Allergie die Ursache für die Symptome ist oder nicht.

Die Behandlung hängt oft von der speziellen Allergie deines Hundes ab, konzentriert sich aber darauf, wenn möglich die Ursache der Allergie zu beseitigen und die Symptome zu lindern. Vermeidung des Kontakts mit dem Allergieauslöser ist auch in diesen Fällen immer noch die beste Medizin!

Eine Futtermittelallergie kann beispielsweise behandelt werden, indem auf die betreffende Zutat im Futter verzichtet wird. Die Fütterung muss dann zukünftig konsequent umgestellt werden. Dabei ist natürlich auch die Auswahl der Leckerlis zu beachten.

Bei einer Parasitenallergie (Flohspeichelallergie, Milbenallergie) wird dein Tierarzt eine Behandlung zur Abtötung von Flöhen oder Milben durchführen und dich beraten, wie du die Parasiten auch aus dem kompletten Umfeld deines Hundes entfernen kannst. Sind die Allergiesymptome deines Hundes schwerwiegend, dann kann dein Tierarzt auch Medikamente zur Linderung verordnen: zum Beispiel ein medizinisches Shampoo oder eine Creme bei starkem Juckreiz oder andere entzündungshemmende Medikamente, die gegen Schwellungen und Reizungen helfen.

 

Allergietest beim Hund

Ist die Ursache für eine Allergie jedoch nicht so einfach herauszufinden, dann gibt es auch bei Hunden die Möglichkeit eines Allergietests. Dafür gibt es zwei verschiedene Alternativen:

  1. Antikörpertest (serologischer Test): Hierbei wird deinem Hund Blut abgenommen und im Labor auf Antikörper gegen bestimmte Stoffe untersucht. Allerdings ist dieser Test gerade bei Futtermittelallergien nur bedingt aussagekräftig. Hier wäre eine Ausschlussdiät die bessere Wahl. Außerdem können im Blut auch Antikörper vorhanden sein, ohne dass der Hund auf diese Stoffe allergisch reagiert.
  2. Intrakutanttest: Hierbei werden (wie auch bei einem Allergietest bei uns Menschen), unterschiedlichen Allergene in die Haut gespritzt und anhand der Rötungen oder Quaddeln an der Einstichstelle beurteilet, ob der Hund darauf allergisch reagiert. Dazu muss allerdings erst die Teststelle geschoren werden und der Hund muss betäubt werden. Da dieser Test sehr aufwändig ist, bietet ihn auch nicht jede Tierarztpraxis an. Frage im Zweifelsfall einfach deinen Tierarzt danach!

 

Hyposensibilisierung beim Hund

Wenn genau bekannt ist, worauf dein Hund allergisch reagiert, dann ist auch bei Hunden eine Hyposensibilisierung möglich. Dabei wird ihm in kleinen Dosen immer wieder die allergieauslösende Substanz verabreicht, um einen Gewöhnungseffekt zu erzielen. Wie groß der Erfolg aber wirklich ist, bleibt ungewiss: Oft ist dein Hund danach nicht komplett von seiner Allergie befreit, aber seine Lebensqualität kann sich dadurch wesentlich verbessern.

 

Hyposensibilisierung beim Hund: Die Kosten

Je nachdem, welche Dosis und wie oft dein Hund das Allergenextrakt benötigt, variieren die Kosten. Pauschal lässt sich das aber immer schlecht sagen. Frag am besten deinen Tierarzt danach.

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