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Purina Welpenschule
Flauschiger Welpe, der nach oben schaut

Häufig auftretende Schwierigkeiten bei Neubesitzern von Welpen

8 min Lesezeit

Ohne Zweifel hat jeder neue Welpenbesitzer schon einmal einen Punkt erreicht, an dem er sich verzweifelt gefragt hat "Was um alles in der Welt habe ich das getan?" und an dem er sich vielleicht sogar dachte "Das ist alles ein großer Fehler".

Kommen dir diese Fragen bekannt vor? Falls du gerade an diesem Punkt bist, mache dir keine Sorgen. Nahezu jeder fühlt sich so - und tatsächlich ist es ein sehr gutes Zeichen. Es bedeutet, dass du die Verantwortung der Welpenhaltung ernst nimmst und dass du alles mögliche daran setzt, sicherzustellen, dass dein Hund den allerbesten Start ins Leben bekommt; jedoch kann dieser lebensverändernder Prozess an der ein oder anderen Stelle etwas ermüdend sein.

Manche Psychologen denken, dass neue Hundebesitzer durch eine ähnliche Phase wie frischgebackene Eltern gehen, wenn es um den "Baby Blues" geht. Anders als bei einem Baby gibt es nicht die enormen hormonellen Veränderungen, dennoch haben neue Hundehalter ein ganz bestimmtes Bild in ihren Köpfen, dem sie gerecht werden möchten. Leider entspricht die Realität nicht immer der Traumvorstellung und plötzlich sind sie zu 100% für dieses unerwartet anspruchsvolle Familienmitglied verantwortlich, das sie 24 Stunden am Tag ohne Pause braucht. Dann kommt der Welpen-Blues oft ins Spiel.

 

"Nach etwa einer Woche fühlte ich mich einfach wie eine komplette Versagerin. Ich war so müde, dass ich nicht klar denken konnte, und alles schien schief zu laufen. Monty pinkelte und machte immer noch ins Haus. Er kaute alles an, was er finden konnte und jedes Mal, wenn ich ihm den Rücken zuwandte, tat er etwas, was er nicht tun sollte. Das verursachte Konflikte in der Familie. Selbst für die Dauer eines Einkaufs zum Durchatmen konnte ich ihn nicht allein zurücklassen. Mir war vorher nicht bewusst, dass die erste gemeinsame Zeit mit einem Welpen so schwierig ist. Mindestens zwanzig Mal pro Tag war ich so kurz davor die Züchterin anzurufen und sie zu bitten Monty zurückzunehmen, weil ich mit der ganzen Sache nicht umgehen konnte. Ich bin so froh, dass ich es nicht getan habe. Er ist jetzt mein bester Freund und ich kann mir mein Leben ohne ihn nicht vorstellen."

- Lindsey, Besitzerin von Monty, jetzt ein 14 Monate alter Golden Retriever.

Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein?

 

"Meine größte Herausforderung war meinen Welpen stubenrein zu bekommen - besonders bei einem Miniaturdackel! Ich glaube nicht, dass ich vorhergesehen habe wie schwierig, frustrierend oder zeitaufwendig es ist und wie viel Geduld es erfordert alles richtig zu machen! Ich hatte das Gefühl völlig hilflos zu sein. Machmal habe ich sogar die Beherrschung verloren und fühlte mich einfach überfordert- als würden wir einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurück gehen. Aber mit viel Zeit und viel Geduld haben wir es geschafft.... sobald wir den Dreh raus hatten, war ich erleichterter und glücklicher, dass mein Welpe sein Geschäft vor der Tür erledigt, als ich je gedacht hätte!"

- Ellie, Purina Tierarztin und Besitzerin von Evie, ein jetzt 1-jähriger Miniaturdackel.

 Probleme mit Trennungsängsten

 

"Trennungsangst war für mich das Schwierigste. Ich war sehr besorgt und beunruhigt und das nicht nur, weil ich nicht wusste, wie sich der Welpe dabei fühlt allein gelassen zu werden, sondern auch weil ich mich schuldig gefühlt habe ihn allein zu lassen. Das mögliche Bellen und Heulen, das die Nachbarn stört, hat mich beschäftigt genauso wie die Angst, dass unsere Pickle möglicherweise das Haus zerstört. Inzwischen bin ich deutlich entspannter. Obwohl sie immer noch ein Welpe ist, ist sie an die Umgebung (mein Zuhause) gewöhnt und weiß sich zu entspannen, bis ich zurückkomme. Es ist nur eine Frage der Übung und Geduld."

- Haelee, PURINA Brand Managerin und Besitzerin von Pickle, ein jetzt 10 Monate alter Cockapoo (Cockerspaniel x Pudel)

Die erste Woche mit einem neuen Welpen

Gemischte Gefühle kommen normalerweise in der ersten Woche mit einem neuen Welpen auf. Der Welpe muss mehrmals nachts raus und die neuen Besitzer natürlich mit. Das führt unweigerlich zu Schlafentzug. Tagsüber ist man damit beschäftigt darauf zu achten, dass es keine Unfälle in Form von kleinen Teichen im Wohnzimmer gibt, nichts angeknabbert wird und der Welpe sich nicht in Gefahr bringt. Selbst der eigene Gang zur Toilette findet nicht mehr allein statt.

 

"Lily hatte die Angewohnheit, das ein oder andere Tischbein oder den ein oder anderen Flip-Flop zum Kauen zu finden, wenn sie für kurze Zeit allein gelassen wurde! Jedes Mal wenn wir nach Hause kamen, haben wir uns gefragt, was sie als nächstes angeknabbert haben könnte. Anstatt mit ihr zu kuscheln und zu spielen waren wir erst damit beschäftigt das Chaos, welches sie angerichtet hatte, zu beseitigen!"

- Becky, PURINA Brand Manager und Besitzerin von Lily, einem 13 Monate alten Yorkiepoo.

In der ersten gemeinsamen Zeit sind Neuwelpenbesitzer bemüht alles richtig zu machen. Aber es kann auch alles ganz schnell zu viel sein und deutlich anstrengender als man es sich vorgestellt hat. Man fühlt sich überfordert und sehnt sich sogar an die welpenfreie Zeit zurück. Bei manchen kann sogar ein Gefühl der Trauer aufkommen.

Die gute Nachricht ist, dass diese Gefühle und die anfänglichen Probleme mit ihrem Welpen sind nur vorübergehend. Schon bald fängt der Welpe an, sich zu beruhigen, das Leben beginnt wieder viel entspannter zu werden (wenn es auch nie wieder so wie früher sein wird) und die Beziehung, die du mit deinem neuen Hund aufbaust und die bedingungslose Liebe, die du dafür bekommst, ersetzt die früheren Gefühle von Panik und Sorge. Du wirst dir kein Leben mehr ohne deinen Hund vorstellen können - und willst es auch nicht.

 

"Ich war nicht darauf vorbereitet, dass ich mich so außer Kontrolle fühlen würde, genauso wenig wie auf den emotionalen Einfluss, der mit der Sache kommen kann - die Sorge, dass es ihr nicht gut geht, sie nicht glücklich ist, nicht isst, nicht trinkt, nicht schläft, ist dies normal, ist das normal, bin ich etwa ein schrecklicher Hundehalter - Sorgen können ziemlich schnell außer Kontrolle geraten. Der Mangel an Schlaf ist tödlich, und manchmal macht man ein paar Schritte zurück und es fühlt sich an, als wäre alles, woran wir gearbeitet haben, wieder rückgängig gemacht worden. Im Wesentlichen gibt es viele verstärkte Emotionen! Glücklicherweise sind Zeit und Ausdauer wirklich die Antwort. Als sie anfing, die Nacht durchzuschlafen, beruhigte sich alles. Jetzt kann ich mir mein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen."

- Martina, PURINA Experience Lead und Besitzerin von Luna, ein jetzt 1-jähriger Miniaturdackel.

 

Wie man mit den anfänglichen Welpen-Problemen umgeht:

Hier sind ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit Welpen-Problemen zu tun hast:

  1. Alles hat ein Ende. Dein Welpe wird ruhiger werden und stubenrein sein. Du wirst den Dreh für die Hundehaltung raushaben, und deine Welt wird zu (einem neuen!) Normalzustand zurückkehren.
     
  2. Es ist in Ordnung, Angst zu haben - jeder hat Angst. Neue Besitzer sorgen sich darum, ob ihr Welpe gesund und glücklich ist, ob sie die Dinge richtig machen und ob sie letztendlich gut darin sind, ein Hundehalter zu sein. Du bist außerhalb deiner Komfortzone und alles ist neu, also sind diese Gefühle völlig natürlich.
     
  3. Bitte um Hilfe. Wenn du dir Sorgen um die Gesundheit deines Welpen machst, spreche mit einem Tierarzt. Bei Sorgen rund um sein Verhalten, sein Training oder seine Eingewöhnung suche einen qualifizierten Verhaltensforscher, mit dem du deine Sorgen teilen kannst. Ein guter Züchter bietet dir in dieser Zeit Unterstützung und Rat an. Manchmal hilft es, einfach mit Freunden zu sprechen, die Hunde haben. Sie berichten von ihren eigenen Erfahrungen, beruhigen dich, geben dir eine neue Perspektive - und erinnern dich an die Freuden der Hundehaltung.
     
  4. Nehme dir eine Auszeit. Probiere eine Welpen-Tagesstätte für ein paar Stunden aus und nehme dir etwas Zeit für dich. Du wirst erfrischt und voller Liebe zu deinem Welpen zurückkehren.
     
  5. Vergesse nie, dass dein neuer Hund noch ein Baby ist. Er ist nicht ungezogen oder schwierig - er versucht nur sich in sein neues Leben einzufügen und braucht Zeit um zu lernen, wie man das macht. Er braucht deine Geduld und deine Liebe. Er kommt nicht stubenrein und perfekt erzogen zu dir um das zu tun, was man von ihm verlangt. Du musst Zeit damit verbringen, ihn zu erziehen und eine gemeinsame Beziehung aufzubauen.
     
  6. Du investierst in die Beziehung zu deinem Hund. All diese Arbeit, Zeit und Energie bilden die Grundlage für ein glückliches gemeinsames Leben.

Die Welpenzeit ist toll und geht schnell vorüber-kann aber auch eine echte Herausforderung sein. Stelle dich darauf ein und plane die notwendigen Schritte - und genieße es!

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