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Junger Welpe neben älterem Hund

Hunde aneinander gewöhnen – aber wie?

8 min Lesezeit

Wie kann man zwei Hunde aneinander gewöhnen? Diese Frage stellen sich alle, die sich für einen Zweithund als neuen Familienzuwachs entschieden haben. Hunde sind Rudeltiere und die meisten von ihnen lieben es, mit einem weiteren Artgenossen zusammenzuleben, zu toben und zu spielen. In der Regel schließen Hunde schnell Freundschaft untereinander, aber vergesse nicht, dass sich vor allem der vorhandene Hund erst an das neue Tier gewöhnen muss: Plötzlich muss er sein Revier und Herrchen bzw. Frauchen mit dem Neuankömmling teilen!

Mit unseren Infos und Tipps erfährst du, wie sich dein Hund an einen Welpen oder an einen ausgewachsenen Hund gewöhnen kann, ohne dass es zu Problemen kommt!

 

Hund an Welpen gewöhnen

Hunde finden in der Regel schnell Freunde, und dein neuer Welpe wird sicherlich gern andere Hunde um sich haben! Wahrscheinlich wird er sogar jede Gelegenheit wahrnehmen, um mit anderen Tieren zu spielen – egal ob groß oder klein. Doch wie bei jeder neuen Erfahrung, die dein Welpe macht, solltest du auch hier vorsichtig sein und ihn mit Umsicht an andere Haustiere gewöhnen. Denn Welpen werden nicht unbedingt wohlwollender aufgenommen, als ausgewachsene Artgenossen: Sie genießen hierbei leider keinen speziellen „Welpenschutz“. Zudem müssen Welpen erst noch lernen, sich richtig in ein soziales Gefüge einzuordnen und mit anderen Hunden sowie dem Menschen zu kommunizieren. Auf Grund dessen benötigen sie generell mehr Zeit und Aufmerksamkeit als erwachsene Tiere.

Diese Tipps sollten dir helfen, wenn du einen neuen Hundewelpen an einen ausgewachsenen Hund gewöhnen möchtest:

  • Bevor dein neuer Welpe zu dir nach Hause kommt, solltest du dich vergewissern, dass du beide Hunde, sowohl der bereits vorhandene Hund als auch der Welpe, alle notwendigen Impfungen erhalten hat, damit alle Beteiligten gesund und zufrieden sind und es auch bleiben.
  • Finde einen neutralen Ort, an dem du die beiden Hunde zusammenbringen kannst und wo dein Ersthund nicht im Zugzwang ist, sein Revier zu verteidigen. Am besten findet die Begegnung deshalb im Freien beim Gassigehen oder in einem Park statt.
  • Nehme deinen Welpen an die Leine und warte bis er sich an die Umgebung im Park gewöhnt hat. Im Anschluss sollte eine zweite vertraute Person den Welpen übernehmen und hole dann deinen anderen Hund – ebenfalls an einer Leine gesichert – in den Park. Wenn dein bereits vorhandener Hund sehr groß oder schnell erregbar ist, empfiehlt es sich, dass er ein Brustgeschirr trägt, damit du ihn sicher bei der Begrüßung führen kannst. Beobachte zunächst wie die Hunde aus der Ferne aufeinander reagieren. Sind beide positiv gestimmt und wedeln freudig mit der Rute, können die Hunde vorsichtig an der locker geführten Leine aufeinander zugehen.
  • Belohne ruhiges, beherrschtes Verhalten, indem du den Hunden über das Fell streichelst, mit ruhiger Stimme gut zuredest oder vielleicht auch ein Leckerli gibst. Wenn einer der Hunde übermütig wird, ist es wichtig, dass du selbst ruhig bleibst. Warten, bis er sich wieder beruhigt hat oder trenne beide für eine gewisse Zeit, bevor du es noch einmal versuchst.
  • Halte die erste Begegnung kurz, aber wiederhole den Versuch mehrmals, die beiden zusammenzubringen. Es dauert nicht mehr lang und deine Hunde werden die besten Freunde!
  • Jetzt kannst du den nächsten Schritt wagen und kannst deinen Welpen mit in den Garten nehmen. Lasse ihn zunächst alleine herumlaufen, damit er sich an all die aufregenden Gerüche und noch unbekannten Dinge gewöhnen kann. Dann kann eine kontrollierte Begegnung an der Leine wie im Park stattfinden.
  • Wenn das Treffen im Garten gut verlaufen ist, erlaube es deinem ausgewachsenen Hund, den Welpen ins Haus „einzuladen“. Halte beide Hunde an der Leine, bis der Welpe sich mit der neuen Umgebung vertraut gemacht hat und dein bereits vorhandener Hund ihn ruhig akzeptiert, ohne auf ihn loszugehen. Belohne auch hier beide Hunde wieder für ihre Akzeptanz und Toleranz mit leisem Lob und liebevollem Streicheln.

Wenn du dir Sorgen machst, wie du einen neuen Hundewelpen an große Hunde gewöhnen kannst, werden dir Hundetrainer oder Tierärzte in der Umgebung gern ein paar Ratschläge im Vorfeld geben!

 

Ausgewachsene Hunde aneinander gewöhnen

Großer Hund und kleiner Hund schauen voneinander weg

Es muss nicht zwingend ein Welpe oder Junghund als Zweithund sein. In Tierheimen warten viele verträgliche Hunde auf ein neues Zuhause, die idealerweise auch schon gut erzogen sind und die die wichtigsten Grundkommandos kennen.

Wenn sich beide ausgewachsenen Hunde sympathisch sind, kann es sogar schneller und leichter funktionieren, dass beide ein Rudel bilden, als bei einem Welpen als Neuzugang.

Welcher Zweithund passt zu uns?

Wenn dein Hund generell offen gegenüber Artgenossen ist, wenn er ihnen draußen begegnet und gerne mit anderen spielt, dann besitzt er schon die wichtigste Voraussetzung zur Rudelbildung mit einem Zweithund. Die besten Chancen auf ein harmonisches Zusammenleben haben Hunde unterschiedlichen Geschlechts, die zusammen ein Pärchen bilden.

Auch, wenn sich beide Hunde charakterlich gut ergänzen, kann die Zusammenführung gut gelingen. Manchem trägen Senior-Hund tut ein quirliger Junghund als Neuzugang ganz gut: So wird er oft zu Spiel und Bewegung aufgefordert und erlebt manchmal noch eine Art zweiten Frühling. Andererseits kann es problematisch werden, wenn die Charaktere der Hunde zu ähnlich sind: Zum Beispiel, wenn beide Hunde sehr aktiv und energiegeladen sind und sich ständig gegenseitig anstacheln und übertrumpfen wollen. Hunde lernen im Rudel voneinander und übernehmen leider auch manchmal die schlechten Manieren und Eigenschaften des anderen! Der Charakter ist für das Zusammenleben auch viel wichtiger als die gleiche Rassenangehörigkeit.

Sei aber trotzdem nicht enttäuscht, wenn das Kennenlernen nicht ganz so verläuft, wie du es dir erhofft hast! Manchmal hilft eben auch nur viel Geduld und die Hilfe erfahrener Hundetrainer. Manche Hunde sind sich einfach nicht sympathisch und passen nicht zueinander. Und andere dulden auch keinen Zweithund neben sich.

Aggressive Hunde aneinander gewöhnen?

Welpe und älterer Hund, der in einem Garten spielt

Hunde, die gegenüber anderen Hunden oft sehr aggressiv reagieren, sind leider nicht für einen Zweithund im Haushalt geeignet. Sie möchten weder ihr Heim noch Herrchen oder Frauchen mit anderen Artgenossen teilen. Manchmal sind traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit oder seelische Probleme dafür verantwortlich.

 

Zwei Hunde aneinander gewöhnen: So geht‘s

Im Grunde gelten hierbei die gleichen Tipps für die Zusammenführung, wie beim Welpen als Familienzuwachs auch.

Da das Riechorgan bei Hunden extrem gut ausgeprägt ist, macht es Sinn, die Hunde schon im Vorfeld mit dem Geruch des jeweils anderen vertraut zu machen: Tausche Spielzeug, Decken etc. zwischen beiden aus, damit sie sich vorher schon „erschnuppern“ können. Dabei sollten jedoch nicht die Lieblingsgegenstände ausgetauscht werden, sondern bevorzugt Spielzeug wie etwa ein Ball, von dem beide Hunde mehrere zur Verfügung stehen haben. Wenn die Gegenstände zunächst angeknurrt oder vergraben werden, solltest du erstmal noch etwas bis zur Zusammenführung abwarten. Führe auch hierbei beide unbedingt zuerst an einem neutralen Ort im Freien zusammen.

Dann kann es losgehen:

  • Halte beide Hunde kontrolliert an der Leine und verwende möglichst ein Brustgeschirr, um den Hund sicher führen zu können. Führe die Hunde erst entspannt auf einander zu und beobachte dabei die Reaktion der Tiere. Wedeln beide freudig mit der Rute kannst du die beiden einander beschnuppern lassen.
  • Wenn sie anfangen zu knurren oder sich anbellen, trenne die beiden sofort und warte, bis sie sich wieder beruhigt haben, bevor du es noch einmal versuchst. Wichtig dabei ist Ruhe zu bewahren und nicht durch Nervosität die Tiere zusätzlich zu verunsichern.
  • Wenn sie sich auch nach einer ganzen Reihe von Versuchen immer noch nicht akzeptieren, empfiehlt es sich, einen Fachtierarzt für Verhaltenstherapie einzuschalten. Bitte den Tierarzt um eine Empfehlung oder suche nach einem Fachtierarzt in deiner Nähe.

 

Hunde im Haus aneinander gewöhnen

Wenn sich beide Hunde im Freien bei der Zusammenführung entspannt begegnen, kannst du den nächsten Schritt machen und beide zusammen in die Wohnung oder in dein Haus führen. Damit dort alles ohne Probleme abläuft, solltest du folgende Tipps beherzigen:

  • Für jeden Hund sollte ein eigener, separater Futterplatz mit einigen Näpfen für Futter und Wasser zur Verfügung stehen.
  • Auch ein räumlich getrennter Schlafplatz für jeden Hund ist wichtig.
  • Greife ein, wenn einer das Eigentum des anderen beansprucht. Klare Regeln in dieser Eingewöhnungszeit sind wichtig.
  • Sorge für viele gemeinsame Unternehmungen und Spielzeit: Nichts verbindet so sehr, wie gemeinsame Vergnügungen. Am Anfang ist es sinnvoll für beide Hunde ein eigens Spielzeug bereit zu halten, damit keine Konkurrenz um den Zugang entsteht.
  • Schenke jedem Hund gleich viel Zeit und Aufmerksamkeit, damit keine Eifersucht entstehen kann. Keiner sollte sich in dieser Zeit vernachlässigt oder zurückgesetzt fühlen.
  • Ein Besuch mit beiden zusammen in der Hundeschule kann für die Rudel-Integration sehr hilfreich und unterstützend sein.

 

Wie lange dauert die Eingewöhnung des Zweithundes?

Bis zu zwei Wochen kann es dauern, bis die Rangordnungskämpfe beendet sind und schließlich jeder Hund seinen Platz im Rudel gefunden hat. Auch wenn es etwas ruppig zugeht, solltest du dich möglichst raushalten, denn die Hierarchien innerhalb des Rudels müssen neu geregelt werden. Greife bitte nur ein, wenn etwas aus dem Ruder läuft und bevor es zu Verletzungen kommt.

Frau, die eine Katze hält und einen Hund streichelt

Sei nicht enttäuscht oder traurig, auch wenn dein „Ersthund“ in der Rangfolge nach unten gerutscht ist. Mische dich nicht ein und akzeptiere es, auch wenn es dir schwerfällt, das mit ansehen zu müssen. Wenn du dich einmischst und aus Mitleid handelst, muss die Rangfolge immer wieder neu ausgetragen werden – und das bedeutet nur Stress für beide Hunde.

Wenn sich beide Hunde allerdings auch nach längerer Eingewöhnungszeit immer noch nicht vertragen, solltest du einen Hundetrainer zu Hilfe nehmen.

 

Hunde an andere Tiere gewöhnen

Vielleicht bekommst du gar keinen zweiten Hund, sondern eine Katze als Neuankömmling in deinem Haushalt dazu? Wie du deinen Hund an andere Tiere, wie z.B. Katzen gewöhnen kannst, erfährst du unter der Rubrik: Hund und Katze aneinander gewöhnen.

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