Hunde an andere Haustiere gewöhnen

Hunde schließen in der Regel schnell Freundschaften. Ihr neuer Welpe wird daher keine Probleme haben, sich mit anderen Tieren im Haushalt oder in Ihrer Umgebung anzufreunden.

Kleine sowie große Hunde finden in der Regel schnell Freunde, und Ihr neuer Welpe wird sicherlich gern andere Hunde um sich haben! Wahrscheinlich wird er sogar jede Gelegenheit wahrnehmen, um mit anderen Tieren zu spielen – egal ob groß oder klein. Doch wie bei jeder neuen Erfahrung, die Ihr Welpe macht, sollten Sie auch hier vorsichtig sein und ihn mit Umsicht an andere Haustiere gewöhnen. Nur so beginnt die Tierfreundschaft unter guten Voraussetzungen. Das Zusamentreffen mit anderen Hunden oder Haustieren spielt eine wichtige Rolle in der Hundeerziehung und klappt mit ein paar hilfreichen Tipps bestimmt!

Ihren ausgewachsenen Hund an den neuen Welpen gewöhnen

Ihr bereits im Haushalt vorhandener Hund ist es wahrscheinlich gewöhnt, das ganze Haus für sich zu haben. Daher kann es ihn vielleicht stören, dass er es nun mit jemand anderem teilen muss! Diese Tipps sollten Ihnen helfen, wenn Sie einen neuen Hundewelpen an einen ausgewachsenen Hund gewöhnen möchten.

  • Bevor Ihr neuer Welpe zu Ihnen nach Hause kommt, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihr bereits vorhandener Hund alle notwendigen Impfungen erhalten hat, damit alle Beteiligten gesund und zufrieden sind und es auch bleiben.
  • Finden Sie einen neutralen Ort, an dem Sie die beiden Hunde zusammenbringen können und wo Ihr bereits vorhandener Hund sein Revier nicht verteidigen wollen wird. Am besten findet die Begegnung im Freien statt; falls Ihr Welpe noch nicht alle Impfungen erhalten hat, sollten Sie sich jedoch für Ihren Garten entscheiden.
  • Wenn Ihr Welpe seine erste Impfung erhalten und der Tierarzt seine Zustimmung gegeben hat, nehmen Sie Ihren Welpen mit in den Garten und lassen Sie ihn herumlaufen, damit er sich an all die aufregenden Gerüche und noch unbekannten Dinge gewöhnen kann.
  • Nehmen Sie den Welpen dann an die Leine und holen Sie Ihren anderen Hund – ebenfalls an einer Leine gesichert – in den Garten. Wenn Ihr bereits vorhandener Hund sehr groß oder schnell erregbar ist, empfiehlt es sich, dass er ein Hundehalfter trägt, um zu verhindern, dass er bei der Begrüßung plötzlich auf den Welpen losgeht. Sicherlich werden beide neugierig aufeinander sein. Lassen Sie sie daher an der losen Leine aufeinander zugehen. Reden Sie beruhigend auf die beiden ein und bestätigen Sie beiden, dass sie brave Hunde sind. Ignorieren Sie es, wenn sie jaulen oder bellen.
  • Belohnen Sie ruhiges, beherrschtes Verhalten, indem Sie den Hunden über das Fell streichen, mit ruhiger Stimme gut zureden oder vielleicht auch ein Leckerli geben. Wenn einer der Hunde übermütig wird, ist es wichtig, dass Sie selbst ruhig bleiben. Warten Sie, bis er sich wieder beruhigt hat oder trennen Sie beide für eine gewisse Zeit, bevor Sie es noch einmal versuchen.
  • Halten Sie die erste Begegnung kurz, aber wiederholen Sie den Versuch mehrmals, die beiden zusammenzubringen. Es dauert nicht mehr lang und Ihre Hunde werden die besten Freunde!
  • Erlauben Sie es Ihrem ausgewachsenen Hund, den Welpen ins Haus „einzuladen“. Halten Sie beide Hunde an der Leine, bis der Welpe sich mit der neuen Umgebung vertraut gemacht hat und Ihr bereits vorhandener Hund ihn ruhig akzeptiert, ohne auf ihn loszugehen. Belohnen Sie auch hier beide Hunde wieder für ihre Akzeptanz und Toleranz mit leisem Lob und liebevollem Streicheln.

Wenn Sie sich Sorgen machen, wie Sie einen neuen Hundewelpen an große Hunde gewöhnen können, suchen Sie sich rechtzeitig Hilfe. Ein Hundetrainer oder Tierarzt in der Umgebung werden Ihnen gern ein paar Ratschläge geben.

Hund und Welpe sitzen im Wald

Wie Sie Ihren bereits vorhandenen Hund an den neuen ausgewachsenen Hund gewöhnen

Hunde aneinander gewöhnen und zusammen auf der Wiese sitzen lassen

Wenn Sie einen ausgewachsenen Hund mit Ihrem bereits vorhandenen Hund zusammenbringen möchten, sollten Sie nicht erwarten, dass sie vom ersten Moment an beste Freunde sind. Lassen Sie sich davon aber nicht entmutigen – wenn Sie sie langsam auf neutralem Boden weit weg von ihrem Zuhause aneinander gewöhnen (am besten an einem Ort, den beide Hunde noch nicht kennen), sollte es keinen Grund geben, warum die beiden nicht miteinander auskommen und Freunde werden sollten.

  • Wenn Sie Ihren vorhandenen Hund mit einem neuen Hund zusammenbringen wollen, halten Sie beide Hunde an der Leine – verwenden Sie, wenn möglich, auch Hundehalfter, wenn es sich um große, nervöse oder leicht erregbare Hunde handelt – und lassen Sie die beiden einander beschnuppern.
  • Wenn sie anfangen zu knurren oder sich anbellen, trennen Sie die beiden sofort und warten Sie, bis sie sich wieder beruhigt haben, bevor Sie es noch einmal versuchen.
  • Wenn sie sich auch nach einer ganzen Reihe von Versuchen immer noch nicht akzeptieren, empfiehlt es sich, einen Hundepsychologen einzuschalten. Bitten Sie den Tierarzt um eine Empfehlung oder suchen Sie nach einem Tierpsychologen in Ihrer Nähe.

Ihre Katze bzw. Ihr Kätzchen an den neuen Hund gewöhnen

Das Wichtigste, was es zu beachten gilt, wenn Sie einen Hundewelpen an eine Katze gewöhnen wollen, ist Sicherheit. Kleine, sowie große Hunde können in Anwesenheit von Katzen sehr aufgeregt werden, daher kann es dauern, bis die beiden sich verstehen! Wenn Ihr Hund aber auch nach mehreren Versuchen weiterhin extrem aufgeregt ist oder sich Ihrer Katze gegenüber aggressiv verhält, sollten Sie sich Rat von einem Profi holen und einen Tierpsychologen einschalten, der Ihnen dabei hilft, die beiden aneinander zu gewöhnen.

Wenn Ihr neuer Welpe oder Hund sich in seinem neuen Zuhause entspannt und sich wohlfühlt, ist es an der Zeit, ihn an Ihre bereits vorhandene Katze zu gewöhnen. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihrer Katze Zeit, sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen, vor allem, wenn Ihre Katze zuvor noch mit keinem freundlichen Hund zusammengelebt hat. Es ist nicht unüblich für Katzen, dass sie auf einen neuen Hund mit Fauchen oder Schlagen reagieren oder versuchen, ihm durch Davonlaufen oder sich verstecken zu entkommen.

  • Wenn Sie einen Welpen an eine Katze gewöhnen möchten, kann sich das als etwas schwieriger erweisen. Ihre Aufgabe ist es dann, beide Tiere dazu zu bekommen, sich in der Anwesenheit des jeweils anderen zu entspannen. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Katze (oder Ihr kleines Kätzchen) sich in einem geschützten Bereich aufhält, und der Hund sie dort nicht erreichen kann. Halten Sie Ihren Hund an der Leine.
  • Belohnen Sie Ihren Hund, wenn er ruhig bleibt, und bleiben Sie selbst gelassen, auch wenn er anfängt, aufgeregt zu bellen.
  • Nach ungefähr fünf Minuten sollten Sie den Hund wieder wegbringen und Ihre Katze allein im Zimmer zurücklassen, um ihr eine Verschnaufpause zu gönnen.
  • Bringen Sie die beiden mehrmals täglich für nur jeweils ein paar Minuten und in unterschiedlichen Zimmern zusammen, damit sie sich an ihren Anblick und Geruch im ganzen Haus gewöhnen können. Halten Sie dabei Ihren Hund stets an der Leine.
  • Wenn sich beide entspannt und beruhigt haben, lassen Sie Ihre Katze aus dem geschützten Bereich heraus, aber halten Sie den Hund weiter an der Leine. Lassen Sie die beiden einander begutachten und schenken Sie ihnen ausreichend Aufmerksamkeit und Zuneigung, wenn sie sich akzeptieren! Bleiben Sie ruhig, sollte einer von beiden deutlich machen, dass er mit der Situation unzufrieden ist. Wiederholen Sie das Ganze mehrmals in möglichst vielen Zimmern im Haus.
  • Beobachten Sie die beiden, bis Sie sich sicher sind, dass sie miteinander auskommen. Wenn Sie überzeugt sind, dass Ihr Hund nicht auf Ihre Katze losgehen oder ihr hinterherlaufen wird, lassen Sie Ihren Hund von der Leine. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Katze jederzeit außer Reichweite Ihres Hundes flüchten kann, sollte sie sich unwohl fühlen.
  • Trennen Sie Ihren Hund und Ihre Katze, wenn sie gefüttert werden, damit beide entspannt fressen können, ohne Angst zu haben, der jeweils andere könnte ihnen etwas wegfressen.
  • Stellen Sie die Katzentoilette an einem für Ihre Katze gut erreichbaren Ort auf, der für Ihren Hund aber unzugänglich ist. Es hört sich zwar nicht sehr appetitlich an, aber es könnte sein, dass Ihr Hund seinem Instinkt folgt und die Katzentoilette plündern und ihren Inhalt fressen will!
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Katze ausreichend Gelegenheit hat, ihrem Spielzeug hinterherzujagen und sich anzupirschen. Nur so ist Ihr Hund davor geschützt, nicht selbst gejagt oder angesprungen zu werden.

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Hund und Ihre Katze nicht die besten Freunde werden. Katzen sind von Natur aus unabhängig, und daher ist es möglich, dass Ihre Katze Ihren Hund ganz einfach ignoriert, wenn sie sich an seine Anwesenheit gewöhnt hat. Mit der Zeit pflegen Hunde und Katzen, die lange zusammenleben, aber einen freundschaftlichen Umgang miteinander, auch wenn das sehr von Ihrer Katze abhängt! Solange beide jedoch ihre eigenen Rückzugsorte haben – inklusive hundefreier Zonen für Ihre Katze –, sollte alles reibungslos verlaufen.

Hund und Katze liegen nebeneinander im Gras
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