Kleine Hunderassen: lebensfreudige Begleiter mit viel Energie

Lebendig, verschmust und meist nicht zu überhören: kleine Hunderassen sind ideal für Menschen, die sich einen pflegeleichten und gleichzeitig charakterstarken vierbeinigen Begleiter wünschen. Lesen sie in unserem Experten-Ratgeber, durch welche Eigenschaften sich kleine Hunderassen auszeichnen und welche Vorteile deren Haltung mit sich bringt.
Hero_Image_C4_Body-Language (1)_0.jpg
Hero_Image_C4_Body-Language (1)_0.jpg
Hero_Image_C4_Body-Language (1)_0.jpg

Wie groß werden kleine Rassehunde?

Als kleine Hunderassen gelten solche, die eine Größe von bis zu vierzig Zentimetern aufweisen. Diese Größenangabe orientiert sich an der Widerristhöhe. Ein Hund, der zu den kleinen Rassen gezählt wird, misst also diese maximal vierzig Zentimeter vom Boden bis zur höchsten Stelle des Schulterblattes. Neben der Widerristhöhe kann ein Hund auch anhand der Schulterhöhe gemessen werden. Unabhängig von ihrer Statur werden kleine Hunderassen als solche definiert, wenn sie eine Schulterhöhe von maximal 39 Zentimetern erreichen.

Kleine Rassehunde und ihre gemeinsamen Wesensmerkmale

Kleine Hunderassen stehen ihren großen Artgenossen in Bezug auf Wesensstärke und Vielschichtigkeit des Charakters um nichts nach. Zwar bestehen unter den einzelnen Rassen große Unterschiede in den individuellen Charaktereigenschaften und im Verhalten, gewisse Wesensmerkmale teilen sie sich jedoch. Kleine Hunderassen werden oft fälschlicherweise als genügsam und weniger aktiv als große Hunde angesehen. Da viele kleine Rassehunde ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden, besitzen sie einen ausgesprochen starken Bewegungsdrang. Sie lieben Hundesport und begeistern sich für ausgiebige Unternehmungen in der freien Natur. Viele kleine Hunderassen erfüllten in früheren Zeiten auch die Aufgabe Ratten, Mäuse und andere Schädlinge vom Haushalt fernzuhalten. Dementsprechend sind auch ihr Spürsinn und ihr Territorialverhalten sehr gut ausgeprägt. Kleine Hunde sind zudem in der Regel äußerst bellfreudig. Bedenken Sie daher vor der Anschaffung, dass es mit einem kleinen Hund laut und turbulent werden kann.

Vorteile der Haltung kleiner Hunde

Jede kleinwüchsige Hunderasse benötigt aufgrund der geringen Körpergröße naturgemäß weniger Platz. Daher sind kleine Hunde für die Wohnung ideal geeignet. Zudem sind kleine Hunderassen die richtigen Begleiter für Menschen, die viel unterwegs sind. Ganz gleich, ob in öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto, alltägliche Fahrten und Freizeitunternehmungen gestalten sich deutlich unkomplizierter. Eine kleinwüchsige Hunderasse ist auch die bessere Wahl, wenn Sie gerne verreisen und Ihr Vierbeiner Sie begleiten soll. Viele Fluglinien transportieren kleine Hunderassen in einer entsprechenden Box im Passagierraum, sodass diese während der Reise bei Ihren Besitzern bleiben dürfen. Kleine Hunderassen sind daher auf Flugreisen deutlich geringerer Stressbelastung ausgesetzt aus große Hunde, die nur im Frachtraum mitgeführt werden dürfen. Auch Aufenthalte in Restaurants und Hotels sind deutlich einfacher. Da sich kleinbleibende Hunderassen problemlos auf dem Arm oder in einer Tasche tragen lassen, sind mit ihnen auch gemeinsame Besuche in öffentlichen Einrichtungen wie Museen durchaus möglich.

Kleine Hunderassen und ihre Ansprüche und Bedürfnisse

Viele Menschen denken, dass eine kleinwüchsige Hunderasse in der Haltung günstiger ist als ein großer Hund. Da kleine Hunderassen jedoch ebenfalls eine entsprechende Grundausstattung sowie hochwertiges Futter, regelmäßige Tierarztbesuche und Versicherungen benötigen, sind auch deren Anschaffung und Haltung mit gewissen Kosten verbunden. Auch die kleinste Hunderasse muss liebevoll und konsequent erzogen werden und profitiert von einer intensiven und abwechslungsreichen Beziehung zu den Bezugspersonen. Im Vergleich zu großen Hunden gestaltet sich die Erziehung jedoch weniger aufwendig. Daher sind kleine Hunderassen für Anfänger sehr empfehlenswert. Bevor Sie sich für eine kleinwüchsige Hunderasse entscheiden, sollten Sie die im Vergleich zu großen Hunden deutlich höhere Lebenserwartung von bis zu sechzehn Jahren berücksichtigen. Dennoch sind kleine Rassehunde nicht unbedingt widerstandsfähiger und gesünder als ihre großwüchsigen Artgenossen. Viele kleine Hunderassen neigen zu Zahnproblemen und leiden zuchtbedingt unter verschiedenen Erbkrankheiten.

Kleine Hunderassen für individuelle Vorlieben

Durch die große Vielfalt an verschiedenen kleinwüchsigen Hunderassen findet jeder Mensch den passenden vierbeinigen Begleiter für ein langfristig harmonisches Miteinander. Pflegeleichte kleine Hunderassen wie der der Chihuahua - die kleinste Hunderasse der Welt - sind die ideale Wahl für Anfänger. Viele kleinbleibende Hunderassen wie der Papillon, der Belgische Griffon oder der Bichon Frisé sind anhänglich, geduldig und leicht erziehbar, weshalb sie ihre Besitzer - wenn durch den Vorgesetzten erlaubt - auch problemlos an den Arbeitsplatz begleiten können. Wenn Sie kleine Hunderassen für Familien suchen, sollten Sie auf einen eher robusten Körperbau, eine ausgeprägte Lebendigkeit und ein liebenswertes, ausgeglichenes Wesen achten. Kleine Hunderassen, die zu perfekten Spielgefährten für Kinder jeder Altersgruppe werden, sind der Mops, der Toy Terrier und der Malteser. Auch der Border Terrier und der Zwergpinscher sind temperamentvoll, sehr kinderlieb, verspielt und anhänglich. Diese beiden Rassen sind zudem talentierte Wachhunde und dadurch ideal für Familien, die in einer Wohnung leben und sich einen zähen Hund mit einem selbständigen und furchtlosen Wesen wünschen. Der eigensinnige Dackel gilt ebenso als kleinwüchsige Hunderasse mit einer ausgeprägten Charakterstärke. Er ist für die Haltung in der Familie jedoch nur bedingt geeignet, da er sich bisweilen gerne zurückzieht und dazu neigt, sich an eine Bezugsperson zu binden. Für alleinstehende Menschen, die in einer Wohnung leben und viel Zeit in der Natur verbringen, wird der jagdtalentierte Dackel jedoch zu einem intelligenten und selbstbewussten Partner.

Kleine Hunderassen: lebendige Begleiter in jeder Lebenssituation

Ob für die Stadtwohnung, für Berufstätige, Familien oder Menschen, die gerne mit dem Vierbeiner unterwegs sind - kleine Hunderassen sind die perfekte Wahl, da sie wenig Platz und Pflegeaufwand in Anspruch nehmen. Dennoch stehen sie großen Hunderassen in puncto Selbstbewusstsein um nichts nach. Dank ihres lebenslustigen Wesens und ihrer Freude an Bewegung und Unternehmungen jeder Art sind sie das ideale Haustier für ein abwechslungsreiches, fröhliches und turbulentes Alltagsleben.