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Katzenflöhe und Zecken bei Katzen loswerden

Flöhe und Zecken zählen zu den Parasiten. Das sind kleine Tierchen, die sich vom Blut von Katzen ernähren und dabei nicht nur unangenehm und unhygienisch sind, sondern auch ernste Krankheiten übertragen können. Deswegen empfiehlt es sich, Katzenflöhe und Zecken so früh wie möglich zu bekämpfen und loszuwerden. Doch wie erkenne ich den Flohbefall einer Katze? Was tun, wenn die Katze Zecken hat? Hier erfahren Sie es!

Katzenflöhe: Wissenswertes

Der am weitesten verbreitete Floh bei Katzen ist der sogenannte Katzenfloh. Katzenflöhe sind 1,5 bis 4,5 Millimeter groß und besitzen einen braun bis rotbraunen Körper. Flöhe vermehren sich rasant: Ein Flohweibchen legt bis zu 50 Eier am Tag. Daraus entstehen Larven, die nach drei bis fünf Wochen ausgewachsene Flöhe sind. Die Flohweibchen legen die Eier im Fell der Katze ab, von dort aus rieseln sie herunter und verteilen sich in der gesamten Wohnung. Teppiche, Betten und sonstige Polstermöbel zählen zu den liebsten Umgebungen, wenn Ihre Katze als Wirt gerade nicht anwesend ist. Normmalerweise sterben viele Flöhe im kalten Winter. In der Wohnung können Katzenflöhe jedoch das ganze Jahr überleben. Deswegen gilt es bei einem Flohbefall nicht nur die Katze, sondern das unmittelbare Katzenumfeld wie Kratzbaum, Kissen oder Körbchen zu reinigen.

Gesundheitliche Risiken durch Katzenflöhe

Katzenflöhe sind überaus gefährlich für Katzen. Sie können ernstzunehmende Katzenkrankheiten übertragen oder auslösen. Auch Eier von Bandwürmern finden durch Katzenflöhe einen Weg in den Magen Ihrer Katze. Darüber hinaus droht bei starkem Flohbefall Anämie (Blutarmut) bei der Katze.

Sind Katzenflöhe auf den Menschen übertragbar?

Katzenflöhe können auch uns Menschen befallen, da sie bis zu 25 Zentimeter weit springen können. Den Parasiten-Befall erkennen Sie an Juckreiz und vielen roten Punkten auf der Haut, wo die Katzenflöhe zugebissen haben. Weil Flöhe mit ihrem Biss auch Erreger von Katzenkrankheiten auf den Menschen übertragen können, sollten sie so schnell wie möglich bekämpft werden.

Wie erkenne ich, ob meine Katze Flöhe hat?

Das auffälligste Symptom für einen Flohbefall ist ständiges Kratzen oder übermäßiges Putzen, da der Flohbefall für exzessiven Juckreiz sorgt. Wenn Sie bei der Fellpflege Ihrer Katze winzige schwarze Punkte entdecken, kann es sich um Flohkot handeln. Um dies zu bestimmen, können Sie Ihre Katze mit einem Flohkamm kämmen. Flohkot bleibt entweder im Kamm hängen oder fällt herunter. Sammeln Sie die kleinen schwarzen Pünktchen auf einem hellen Tuch und zerdrücken Sie sie: Verfärbt sich der Punkt rot, handelt es sich um Flohkot, der aus verdautem Blut Ihrer Katze besteht. Nun heißt es also: Katzenflöhe schnellstmöglich bekämpfen.

Katzenflöhe bekämpfen

Katzenflöhe können Sie auf unterschiedliche Weisen bekämpfen. Wichtig ist, dass Sie alle Katzen Ihres Haushalts behandeln, selbst wenn sie noch nicht von Flohbefall betroffen sein sollten. Gehen Sie wie folgt vor, um die lästigen Katzenflöhe effektiv loszuwerden:

  1. Flöhe bei Katzen loswerden:

    Wählen Sie bei Ihrem Tierarzt ein geeignetes Flohmittel aus. Es gibt viele hilfreiche Kombipräparate, die auch gegen andere Parasiten wie Zecken wirken. Die Anwendung eines Flohmittels tötet die Katzenflöhe ab und beugt einem erneuten Flohbefall vor. Flohhalsbänder, Tabletten oder Spot-Ons, die zwischen den Schulterblättern Ihrer Katze aufgetragen werden, sind wirksame Mittel gegen Flöhe.
  2. Katzenflöhe in der Wohnung behandeln:

    Um Ihre Katze – und sich – vor einem erneuten Flohbefall zu schützen, sollten Sie die gesamte Wohnung reinigen, bis alle Flohlarven entfernt sind. Regelmäßiges Staubsaugen und Waschen von Textilien bei 60 Grad helfen, die Floheier und Larven zu entfernen.

    Wichtig: Entsorgen Sie nach dem Saugen den Staubsaugerbeutel direkt! Floheier sind überaus robust.

Zecken bei Katzen: Infos über die Parasiten

Auch Zecken können Ihrer Katze das Leben schwer machen. Zecken gehören zu den Spinnentieren, haben acht Beine und stürzen sich nicht von Bäumen auf Ihre Katze – wie fälschlicherweise oft gesagt wird – sondern lauern in hohen Gräsern. Sie beißen sich mit ihrem Mundwerkzeug in der Haut der Katze fest, um Blut zu saugen. Dabei sondert die Zecke mit ihrem Speichel bestimmte Proteine ab, die für eine lokale Betäubung sorgen: Auf diese Weise stechen Zecken bei Katzen, ohne dass die Vierbeiner etwas davon merken. Nachdem sich die Zecken vollgesaugt haben, fallen sie von allein wieder ab und ziehen weiter. Doch die kurze Verweildauer von etwa zwei bis zehn Tagen macht Zecken für Katzen nicht weniger gefährlich. Entdecken Sie einen solchen Parasiten bei Ihrer Katze, ist schneller Handlungsbedarf gefragt.

Sind Zecken für Katzen gefährlich?

Nicht nur für Menschen sind Zecken gefährlich. Auch auf Katzen können Zecken Bakterien oder Viren übertragen und teilweise lebensbedrohlichen Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Anaplasmose auslösen. Obwohl sich Katzen durch Zecken seltener infizieren als Hunde, besteht dennoch ein gesundheitliches Risiko. Mit bestimmten Zeckenmitteln schützen Sie Ihre Katze zuverlässig – und sich selbst! Denn eine Zecke kann von der Katze auch auf Menschen übergehen und gefährliche Krankheitserreger weitertragen.

Zecken bei Katzen frühzeitig finden

Um Zecken bei Katzen zu entfernen, müssen Sie die Plagegeister zuerst einmal finden. Kontrollieren Sie dazu regelmäßig Ohren, Kopf, Hals aber auch die Schenkelinnenseiten gründlich. Denn Zecken stechen Katzen gerne an Stellen mit wenig Fell und dünner Haut.

Wie entfernt man Zecken bei Katzen?

Bei der Entfernung einer Zecke sollte immer spezielles Werkzeug verwendet werden und niemals einfach eine Pinzette oder gar der bloße Finger. Denn dann kann es passieren, dass das Mundwerkzeug der Zecke in der Haut der Katze stecken bleibt und Entzündungen und Infektionen auslöst. Darüber hinaus würden Sie dadurch den Körper der Zecke zerquetschen und Bakterien könnten in den Körper Ihrer Katze gelangen. Verwenden Sie besser eine geeignete Zeckenzange und setzen Sie sie möglichst nah an der Haut an. Ziehen Sie die Zecke anschließend langsam und nicht ruckartig heraus und kontrollieren Sie, ob der Kopf und die Beine der Zecke ebenfalls entfernt wurden.

Was tun, wenn der Zeckenkopf stecken bleibt?

Wenn noch Teile des Kopfes oder Mundes der Zecke im Körper der Katze stecken, sollten Sie versuchen, ihn nachträglich mit einer Zeckenkarte zu entfernen. Der Zeckenkopf sollte nicht im Körper der Katze bleiben, weil es zu Entzündungen kommen kann. Fällt Ihnen die Entfernung des Kopfes schwer, desinfizieren Sie die Stelle und suchen Sie einen Tierarzt auf.

Was hilft gegen Zecken bei Katzen?

Bei Ihrem Tierarzt erhalten Sie eine große Auswahl an Zeckenmitteln für Katzen, die ausreichenden Zeckenschutz verschaffen. Wie bei Flohbefall gibt es Spot-On-Mittel gegen Zecken, die prophylaktischen Zeckenschutz liefern. Eine solche Behandlung bietet circa einen Monat Schutz vor Zecken. Darüber hinaus gibt es Ungeziefersprays für Katzen, die effektiv gegen Zecken aber auch Katzenflöhe schützen. Eine weitere Option zum zuverlässigen Zeckenschutz sind Halsbänder. Wählen Sie am besten ein Halsband, das einen Kombischutz vor Zecken, Flöhen und Milben liefert, sodass Ihre Katze rundum geschützt ist.

Wichtig: Zeckenschutzmittel für Hunde ist nicht für Katzen geeignet! Verwenden Sie stets Zeckenmittel, das eigens für Katzen entwickelt wurde.

Es gibt spezielle Lösungen, die Ihre Katze vor dem Zecken- oder Flohbefall schützen. Verwenden Sie allerdings nur Präparate vom Tierarzt, da andere Mittel für Katzen giftig sein können.
Flöhe hüpfen buchstäblich von Tier zu Tier. Aber auch der Mensch kann Überträger der Flöhe sein und so eine Katze infizieren.