Katzenschlaf

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01/10/2019

Warum schlafen Katzen so viel?

Im Durchschnitt schlafen erwachsene Menschen zwischen 7 und 8 Stunden pro Tag. Katzen hingegen schlafen mit 15-16 Stunden fast das Doppelte. Aber warum schlafen Katzen so viel? In den Wachphasen sind Katzen stets aufmerksam und gehen ihrem Jagd- und Spieltrieb nach. Das zehrt an den Kräften. Deshalb benötigen sie lange Schlafphasen zur Regeneration. Allerdings schlafen Katzen nur 4-5 Stunden richtig fest. Den Rest der Zeit dösen sie eher und achten weiterhin auf Umweltgeräusche. Übrigens träumen Katzen auch!

Hier erfahren Sie mehr über die Schlafgewohnheiten von Katzen, wovon Katzen (vermutlich) träumen und wie sie Ihrer Katze einen möglichst erholsamen Schlaf ermöglichen können.

Katzen schlafen viel – aber nicht am Stück

Mehr Faultier als Stubentiger: Mancher Besitzer wundert sich nicht schlecht über den hohen Schlafbedarf seiner Katze. Mit einer durchschnittlichen Schlafdauer von 15-16 Stunden täglich, scheint die Katze tatsächlich eine große Leidenschaft mit dem Faultier (rund 20 Stunden Schlaf pro Tag) zu teilen. Aber im Gegensatz zum Faultier, das sich (wenn überhaupt) im Zeitlupentempo fortbewegt, geht eine Katze den Rest ihres Tages vielen Aktivitäten nach, die eine Menge Energie verschlingen. Denn auch wenn sich Ihre Katze über Streicheleinheiten freut und gern mal mit Ihnen auf dem Sofa entspannt, bleibt sie immer noch ein Raubtier. Als solches steht sie ständig unter Anspannung: Sie wartet ab, pirscht sich an potentielle Beute heran, jagt oder spielt. Da Katzen andererseits keine Spitzenprädatoren sind – also selbst Fressfeinde haben oder zumindest ursprünglich hatten –, sind sie auch noch ständig auf der Hut und recht schreckhaft. Das alles treibt den Kalorienbedarf der Katze in die Höhe. Im Anschluss an jede anstrengende Aktivität legt sie deshalb gern eine Ruhepause ein – und genau deshalb schlafen Katzen so viel.

Katze liegt auf Couch

Zu ihrem Wesen als scheue Raubtiere passt auch, wie Katzen schlafen. Die meiste Zeit ihrer Ruhepausen verbringen Katzen in einer Art Dämmerschlaf. Von den insgesamt 15-16 Stunden verbringen sie nur 4-5 im echten Tiefschlaf. Im Gegensatz zum Menschen legen sie außerdem vergleichsweise kurze Schlafphasen über den Tag verteilt ein.

Unsere tierischen Begleiter sind tatsächlich nicht nachtaktiv, sondern dämmerungsaktiv. Bei Sonnenauf- und Untergang haben sie die meiste Energie. Über den Rest vom Tag verteilt schlafen Katzen dafür viel. Manche Katze passt sich zwar an den Tagesrhythmus ihres Besitzers an. Dass sie acht Stunden mit Ihnen durchschläft, sollten Sie aber nicht erwarten.

Lebendige Träume: Wenn die Katze im Schlaf miaut

Was Katzen wohl so alles träumen? Genau wird man das vielleicht nie herausfinden. Aber im Schlafexperiment haben französische Forscher träumende Katzen dabei beobachtet, wie sie sich im Schlaf bewegten, miauten, fauchten oder das Fell sträubten. Katzen scheinen also von Alltagssituationen zu träumen. Man kann auch davon ausgehen, dass Katzen Alpträume haben können.

Dazu haben die Forscher im Versuch verhindert, dass Katzen während des Schlafs in eine Bewegungsstarre verfallen. Wie Menschen, träumen Katzen während der sogenannten REM-Schlafphase besonders intensiv. REM steht für „rapid eye movement“, also „schnelle Augenbewegungen“. Tatsächlich zucken die Augen eines Schlafenden hinter den geschlossenen Lidern schnell hin und her, wenn er träumt. Die Augenmuskulatur gehört zu den wenigen Muskelpartien, die sich während der Traumphase bewegen lassen. Um zu verhindern, dass der Körper die geträumten Bewegungen in der Realität ausführt, erlegt das Gehirn ihm eine sogenannte Schlafparalyse auf – eine bewusst herbeigeführte Muskellähmung. Als die Katzen, bei denen man die Schlafparalyse aufgehoben hatte, in den REM-Schlaf verfielen, begannen sie, eben ganz katzentypische Bewegungen auszuführen.

Auch wenn die Schlafparalyse einwandfrei funktioniert, kann es vorkommen, dass Ihre Katze im Schlaf miaut, zusammenzuckt oder mit dem Schwanz wackelt. Sofern Ihnen dieses Verhalten nicht gehäuft auffällt und Sie den Verdacht hegen, dass Ihre Katze überhaupt nicht zur Ruhe kommt, ist daran nichts Gefährliches zu finden.

Katze liegt auf Teppich

Wenn die Katze nur noch schläft – Krankheiten am Schlafverhalten erkennen

Katzen schlafen ohnehin viel, aber wenn Ihnen auffällt, dass Ihr Haustier sich häufiger als sonst zurückzieht oder die Katze praktisch nur noch schläft, sollten Sie diese Verhaltensänderung auf jeden Fall im Blick behalten. Eine Veränderung des Schlafverhaltens muss nicht zwangsläufig Anlass zur Sorge sein. An besonders trüben oder sehr heißen Tagen kann es passieren, dass sich die Katze – ganz ähnlich uns Menschen – etwas träge verhält und vielleicht auch mehr schläft. Hilfreich beim Abwägen, ob Ihre Katze krank sein könnte, ist auch folgende Überlegung: Zeigt meine Katze außer dem erhöhten Schlafbedürfnis noch weitere Auffälligkeiten, zum Beispiel erhöhte Aggressivität, Passivität oder Appetitlosigkeit? Dann sollten Sie auf jeden Fall zur Sicherheit einen Tierarzt aufsuchen.

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