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Hundeversicherung: Alles über Hundekrankenversicherung und Hundehaftpflicht

9 min Lesezeit

Wenn du dir einen Hund anschaffen willst, wirst du dich zwangsläufig auch mit dem Thema Hundeversicherung auseinandersetzen müssen.

Die Hundeversicherung – ob in Form einer Haftpflichtversicherung für Hunde, einer Tierkrankenversicherung oder die Kombination aus beiden Leistungen – schützt dich als Hundehalter vor hohen Tierarztrechnungen sowie teuren Haftansprüchen Dritter. Lese jetzt weiter und erfahre die Antworten auf deine wichtigsten Fragen!

 

Müssen Hunde versichert sein?

Ja, in einigen Bundesländern müssen alle Hunde versichert sein – und zwar über die Hundehaftpflichtversicherung:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

In folgenden Ländern müssen nur gefährliche Hunde („Listenhunde“*) versichert sein:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen und Sachsen-Anhalt

*Die Mehrzahl der Bundesländer in Deutschland führt eine Liste mit Hunderassen, die als gefährliche Hunde gelten.

Im Gegensatz zur Haftpflicht erfolgt das Abschließen einer Hundekrankenversicherung freiwillig.

 

Hundehaftpflichtversicherung

Die Hundehaftpflicht ist in vielen deutschen Bundesländern bereits verpflichtend und auch bei Hundehotels oder Hundeschulen muss meist eine Versicherung vorgelegt werden. Eine private Haftpflichtversicherung deckt nämlich nur Schäden, die von Kleintieren verursacht werden – ein Hund gehört hier jedoch nicht dazu! Doch auch wenn du nicht dazu verpflichtet bist, kann dich die Hundehaftpflicht als Halter im Schadensfall bestens absichern.

Hundehaftpflicht: Was ist versichert?

Dein Hund kann noch so vorbildlich erzogen sein – ein kleines Missgeschick und schon kann er etwas beschädigen. Als Besitzer musst du natürlich für die entstandenen Kosten aufkommen – und das kann schnell teuer werden.

In diesen Situationen agiert die Haftpflichtversicherung für Hunde wie eine Privathaftpflicht: Verursacht dein Hund einen Schaden, übernimmt die Haftpflicht die weiteren Schritte sowie den Schadensersatz. Mit einer Hundehalterhaftpflicht bist du folglich gegen Schäden unterschiedlichster Art versichert. So trägt die Hundehaftpflicht Kosten für Bissverletzungen bei Menschen, Verletzungen anderer Hunde, Schäden an der Einrichtung, KFZ-Schäden und Reparaturen an Gegenständen (z.B. Smartphones, Brillen etc.). Bitte prüfe immer den Umfang der Versicherung, da dieser zwischen den einzelnen Anbietern individuell abweichen kann.

Bei vielen Versicherungsunternehmen kannst du zusätzlich verschiedene Leistungen hinzubuchen, so etwa eine Versicherung für eine Hundeführung ohne Leine. Damit schützt du deinen Hund auch bei Unfällen, die während eines Spaziergangs ohne Leine verursacht werden. Zudem kannst du ein sogenanntes „Fremdhüterrisiko“ mit einschreiben lassen. Damit schützt du zum Beispiel auch Freunde und Bekannte, die mit deinem Hund Gassi gehen. Hältst du deinen Hund in einer Mietwohnung, können unter anderem auch Mietsachschäden zusätzlich versichert werden.

Wann zahlt die Hundehaftpflicht nicht?

Die Hundehaftpflicht zahlt nicht, wenn der Hund einen Schaden an deinem Eigentum, also dem des Hundehalters, verursacht hat – beispielsweise durch eine zerkratzte Couch. Auch, wenn Vorsatz im Spiel war, zahlt die Versicherung nicht. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn du deinen Hund dazu aufgefordert hast, fremdes Eigentum zu beschädigen. Genaue Informationen solltest du immer im Vertrag der Versicherung nachlesen.

Wie viel kostet eine Hundehaftpflichtversicherung?

Die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung liegen bei 35 bis 50 Euro im Jahr. Die genaue Höhe hängt aber von mehreren Faktoren ab:

  • Umfang der Leistungen: Je umfangreicher die Leistungen, desto höher fallen die Beiträge aus. Manche Anbieter kommen zum Beispiel auch für Schäden auf, die ein Hund im Ausland verursacht.
  • Selbstbehalt: Wie viel bist du bereit im Schadensfall zu bezahlen? Je höher dieser Betrag, desto niedriger der Versicherungsbeitrag.
  • Höhe der Deckungssumme: Diese Summe legt fest, wie viel deine Versicherung im Schadensfall höchstens zahlt. Je höher diese Summe, desto höher dein Versicherungsbeitrag. Wir empfehlen, mindestens eine Summe von fünf Millionen Euro zu wählen, da es bei Personenschäden schnell zu großen Summen kommen kann.
  • Rasse: Manche Anbieter veranschlagen einen höheren Versicherungsbeitrag, wenn es sich um eine als gefährlich eingestufte Hunderasse handelt.

 

Die Hundekrankenversicherung

Hund beim Tierarzt

Damit sich dein Hund rundum wohlfühlt, ist der Gang zum Tierarzt eine regelmäßige Routine, beispielsweise wenn ein Vorsorgetermin ansteht, aber auch bei Krankheiten und Verletzungen. Mit einer abgeschlossenen Hundekrankenversicherung hast du die Möglichkeit, dass bis zu 100 Prozent der anstehenden Behandlungskosten von der Versicherung übernommen werden. Natürlich variiert der Prozentsatz je nach Tarifvereinbarung.

Hundekrankenversicherung: Was wird übernommen

Die Hundeversicherung übernimmt vielfältige Tierarztkosten. Die Leistungen der Tierkrankenversicherung können die Übernahme der Vorsorgeuntersuchungen (Impfungen, Wurmkuren etc.), Medikamente, Diagnostik (Ultraschall, CT, Röntgen etc.), homöopathische Behandlungen sowie Operationen und deren Nachuntersuchungen beinhalten.

Auch eine Kastration wird in manchen Fällen von der Hundeversicherung übernommen – allerdings nur dann, wenn diese medizinisch unbedingt notwendig ist.

OP-Versicherung für Hunde

Besonders wenn dein Hund operiert werden muss, können die Tierarztrechnungen ein größeres Ausmaß annehmen. Mit einer OP-Versicherung für den Hund ist auch das kein Problem mehr, denn hier übernimmt deine Versicherung die Behandlungs- und Nachsorgekosten.

Folgende Operationen und Versorgungen werden bei Hunden besonders häufig durchgeführt und meist von der Versicherung übernommen:

  • Tumor Operation
  • Zähne ziehen
  • Wundnaht
  • Kreuzbandriss
  • Magendrehung oder Fremdkörperentfernung
  • Gebärmutterentzündung
  • Ellenbogen-Dysplasie

Wie viel kostet eine Hundekrankenversicherung?

Die Kosten einer Hundekrankenversicherung können je nach Leistungsumfang und Alter des Hundes variieren. Der Hund kann deshalb schon mit 20 Euro pro Monat versichert sein, doch es können auch mehr als 100 Euro im Monat anfallen. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen, die in den Preis der Versicherung mithineinspielen:

  • Leistungsumfang: Je mehr Leistungen deine Versicherung übernimmt, desto höher die Versicherungsprämie. Eine Hundekrankenversicherung kann als teurere Vollversicherung oder meist günstigere OP-Versicherung abgeschlossen werden.
  • Die Höhe der Selbstbeteiligung: Bei einer hohen Selbstbeteiligungssumme sind deine regelmäßigen Kosten für die Versicherung geringer.
  • Alter: Je älter der Hund, desto höher werden meist die Versicherungskosten. Viele Anbieter schreiben deshalb übrigens ein Höchstalter vor, mit dem Hunde zur Versicherung angenommen werden. In der Regel liegt dies bei 10 Jahren, kann aber je nach Versicherung abweichen. Achte deshalb unbedingt darauf, dass du deinen Hund frühzeitig einschreibst.
  • Die Länge der Vertragslaufzeit: Eine längere Laufzeit kann die Kosten senken.
  • Zahlungszyklus: Jährliche Zahlung können die Kosten senken.

Ab wann lohnt sich eine Hundekrankenversicherung?

Eine Hundekrankenversicherung lohnt sich für vor allem dann, wenn die Kosten für die Haltung des Hundes Tausend Euro pro Jahr überschreiten. Dies kann vor allem dann der Fall sein, wenn ein Hund an chronischen Krankheiten leidet.

Hundeversicherung: Was ist wichtig zu beachten?

Bei der Auswahl der Hundeversicherung sollte man folgende Punkte berücksichtigen:

  • Beinhaltet die Hundeversicherung alle Kosten für die Behandlung des Haustieres? Überprüfe, ob Dinge wie Vorsorgeuntersuchungen, stationäre Tierarztaufenthalte, Medikamente, Narkosemittel, Operationen, Tomographie (z.B. Röntgen und Ultraschall) und Laborkosten berücksichtigt werden. Dazu gehören auch Gebühren auf Überweisungsebene, wenn dein Tierarzt deinen Hund zu einem Spezialisten schickt. Du kannst auch darüber nachdenken, ob die Behandlung von Verhaltensstörungen und Komplementärmedizin und Behandlungen wie Akupunktur abgedeckt werden sollen.
  • Was ist der maximale Auszahlungsbetrag pro Erkrankung und Jahr? Hoffentlich kommt es nie dazu, aber in einigen Fällen muss dein Hund umfassend behandelt werden. Das kann sehr teuer sein. Eine niedrige maximale Auszahlung könnte bedeuten, dass du dir diese Behandlungen nicht leisten kannst, nicht einmal mit einer Versicherung. Beispielsweise klingt 1000 € als maximale Auszahlung nach viel Geld. Ein gebrochenes Bein könnte jedoch zu einer Rechnung führen, die doppelt so hoch ist. Führe dir also die möglichen Kosten einer Behandlung vor Augen und vergleiche sie mit der angebotenen Auszahlung. Einige Hunde- und Welpenversicherungen setzen auch ein Limit für die Gesamtsumme, die du jedes Jahr zahlen wirst, unabhängig von der Anzahl der Erkrankungen, die dein Hund hat – das solltest du also auch berücksichtigen.
  • Wird der Beitrag von deiner Wohngegend oder der Rasse deines Hundes beeinflusst? Wenn du in einem städtischeren Gebiet lebst, musst du möglicherweise einen höheren Beitrag zahlen. Du solltest auch herausfinden, ob Behandlungen für angeborene oder erbliche Erkrankungen abgedeckt sind. Das ist für Rassehunde wichtig, da einige Rassen Dispositionen für Erbkrankheiten haben können und entsprechend versichert sein müssen.
  • Wird das Alter des Hundes beeinflusst? Manchmal kann das Alter des Hundes zu der Art der Deckung beitragen, die du erhalten kannst. Wenn du einen älteren Hund hast, musst du möglicherweise eine spezielle Hundeversicherung in Betracht ziehen, da einige sich weigern, ältere Hunde zu versichern. Oder sie werden dich vielleicht bitten, einen Teil der Behandlung des Hundes, nachdem er ein bestimmtes Alter erreicht hat, selbst zu bezahlen.
  • Hat der Hund eine bereits bestehende Krankheit? Wenn ja, ist es unwahrscheinlich, dass eine neue Versicherung die Kosten der damit verbundenen Behandlung deckt – nur Erkrankungen, die sich im Laufe der Versicherung entwickeln, sind versichert. Einige Versicherungen werden jedoch den Versicherungsschutz für diese Erkrankungen wieder anbieten, wenn dein Hund seit einiger Zeit keine Behandlung mehr bekommen hat – frage die Versicherung, ob das für dich zutrifft.
  • Wird es eine Pauschale geben, wenn der Hund verloren geht, gestohlen wird oder streunt? Obwohl es hoffentlich nicht passieren wird, zahlen einige Hunde- und Welpenversicherungen eine Pauschale, wenn dein Hund verloren geht, gestohlen wird oder streunt. Andere tragen zu den Kosten der Erstellung von Suchmeldungen bei und können sogar dabei helfen, eine Belohnung anzubieten, die dir hilft, deinen Hund zu finden.
  • Sind die Kosten für spezielle Diäten gedeckt? Einige Hunde können bestimmte gesundheitliche Probleme haben, welche durch eine vom Tierarzt empfohlene Ernährung behandelt werden können. Wenn dein Hund oder Welpe diese Art der Ernährung benötigt, könnte es in deinem Interesse sein, zu wissen, dass einige Versicherungen sogar die Kosten für diese Ernährung übernehmen oder dazu beitragen können.
  • Wird eine Pauschale gezahlt, wenn der Hund eingeschläfert wird? Jeder Hundebesitzer hofft, dass sein Welpe lange Zeit gesund und glücklich bleibt, aber im schlimmsten Fall kann dir die Zuzahlung helfen.
  • Zahlt das Unternehmen für die Stornierung von Reisen aufgrund von Haustiernotfällen? Das ist etwas, das ihre Hunde- oder Welpenversicherungsgesellschaft anbieten kann, was jedoch viele Haustierbesitzer nicht in Anspruch nehmen. Wenn dein Hund oder Welpe plötzlich operiert werden muss, während du kurz davorstehst, in den Urlaub zu fahren, können einige Versicherungen dafür aufkommen oder sich an den Kosten für deinen stornierten Urlaub beteiligen. Andere können sogar die Zwingergebühren zahlen, wenn du selbst einen Krankenhausaufenthalt benötigst.
  • Gibt es Rabatte für mehrere Haustiere? Die meisten Hunde- und Welpenversicherungen bieten einen Rabatt an, wenn du mehrere Haustiere im selben Haus hast. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, zu recherchieren und zu sehen, was es alles gibt.
  • Gibt es weitere Einschränkungen bei der Versicherung? Du musst die Einschränkungen für deine Welpen- und Hundeversicherung gründlich durchgehen, da es viele Dinge gibt, bei denen vielleicht nicht ausgezahlt wird. Zum Beispiel decken einige Versicherungen die Zahnbehandlung des Hundes nicht ab, es sei denn, du lässt die Zähne deines Hundes jährlich von einem Tierarzt untersuchen. Andere Versicherungen können einen vollständigen und aktuellen Impfnachweis für Hunde und Welpen oder andere Gesundheitschecks einfordern. Schaue dir das Kleingedruckte an, um herauszufinden, was die Einschränkungen sind, damit du informiert bleibst und sicherstellen kannst, dass dein Hund immer abgesichert ist.

 

Fazit: Welche Hundeversicherung braucht man?

Grundsätzlich kann man sagen: Sowohl die Hundehaftpflicht als auch die Hundekrankenversicherung sind sinnvoll, da sie deinen Geldbeutel im Ernstfall vor hohen Kosten schützen. In jedem Fall empfehlen wir dir, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen – auch, falls diese in deinem Bundesland nicht vorgeschrieben sein sollte. Zusätzlich kann eine Hundekrankenversicherung äußerst sinnvoll sein, denn sie sorgt dafür, dass dein Hund im Ernstfall bestens versorgt wird und so lange wie möglich ein gesundes Leben führen kann. Hierbei musst du jedoch auf die inbegriffenen Leistungen und Beschränkungen achten.

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