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FIV: Katzen-AIDS
Graue Katze niest

Nimm Katzenschnupfen nicht auf die leichte Schulter

3 min Lesezeit

Gibt deine Katze ein niedliches Niesen von sich? Das mag süß klingen, ist aber kein gutes Zeichen! Denn Katzenschnupfen ist nicht so harmlos, wie es klingt und kann sogar tödlich enden. Damit du Katzenschnupfen erkennst und richtig reagieren kannst, erfährst du von uns alles rund um die bedrohliche Erkrankung: Von Symptomen über Ursachen bis hin zu Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit.

 

Katzenschnupfen – Erkrankungen der Atemwege und Schleimhäute

Spricht man von Katzenschnupfen, kann damit vieles gemeint sein, beispielsweise Katzenpneumonie oder Katzenrhinitis. Allgemein steht Katzenschnupfen aber für eine Erkrankung der Atemwege und Schleimhäute im Kopf deiner Katze – keine schöne Sache!

Katze niest

Wenn deine Katze niest und sie sich offensichtlich einen Schnupfen eingefangen hat, kann das je nach Ursache und Schwere ein paar Tage, aber auch deutlich länger dauern. Besonders gefährdet für diese fiese Krankheit sind junge Kitten und schon etwas ältere Katzen – denn ihr Immunsystem ist meist schwach. 

Besonders wichtig zum Thema Katzenschnupfen: Er ist höchst ansteckend! Katzen können sich untereinander anstecken, eine Übertragung auf Hunde ist möglich und auch Menschen können in Gefahr sein. Denn bei Katzenschnupfen können – je nach Art des Schnupfens – Bakterien namens Chlamydien übertragen werden und die sind auch für Menschen gefährlich. Also ganz wichtig: Hat Ihre Katze Schnupfen, achte vermehrt auf Sauberkeit – zum eigenen Schutz und für die schnelle Genesung deiner Katze.

Symptome – Woran erkennt man Katzenschnupfen?

Katze niest

Ein naheliegendes Anzeichen von Katzenschnupfen ist es, wenn deine Katze niest. Damit du die Erkrankung aber auf jeden Fall erkennst, haben wir dir alle möglichen Symptome von Katzenschnupfen zusammengefasst. Zeigt dein Liebling eines oder mehrere dieser Anzeichen, gehst du am besten sofort zum Tierarzt.

Welche und wie viele der Anzeichen deine Katze zeigt, kann sehr unterschiedlich sein.

  • Schnupfen
  • Gerötete Augen
  • Ausfluss aus Nase und Augen
  • Bindehautentzündung
  • Schäden der Augen-Hornhaut
  • Fieber
  • Verringerter Appetit
  • Husten
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Schluckbeschwerden
  • Gelegentlich kann auch Erbrechen auftreten
  • Es können Geschwüre oder Bläschen auf der Zunge und den Schleimhäuten deiner Katze auftreten
  • Greift der Schnupfen auf die Atemwege über, kann es zu Atembeschwerden, rasselnden Atemgeräuschen, einer Atemwegsinfektion, Lungenentzündung oder einer Nasen-Katarrhe kommen.

Du siehst: Mit Katzenschnupfen ist nicht zu spaßen und du solltest die Symptome unbedingt ernst nehmen.

 

So kann’s zum Katzenschnupfen kommen

Katzenschnupfen kann entweder durch Viren, Bakterien oder durch eine Kombination der beiden Erreger ausgelöst werden. Diese Viren und Bakterien übertragen sich Katzen gegenseitig durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Dabei ist wichtig zu wissen, dass eine kranke Katze nicht unbedingt in die Nähe einer gesunden kommen muss; es reicht schon, wenn die gesunde Katze über Futter, Gegenstände oder Menschen mit den infizierten Ausscheidungen der erkrankten Katze in Berührung kommt. Hast du also mehrere Katzen und nur eine davon ist krank, achte auf viel Sauberkeit! Gib deinem kranken Liebling das Futter aus einer separaten Schüssel und säubere die Gegenstände, mit der er in Berührung gekommen ist. Auch ist es empfehlenswert sich die Hände zu waschen, nachdem du die mit Katzenschnupfen infizierte Katze gestreichelt hast und bevor du eine der anderen streichelst. Denn schlimmer als eine kranke Katze sind zwei kranke Katzen.

 

Im Kampf gegen den Katzenschnupfen – Was tun?

Das Wichtigste zuerst: Der beste Weg gegen Katzenschnupfen ist die Vorbeugung! Unser Tipp: Lasse deine Katze schon im Kittenalter impfen. Das geht bereits ab der achten Lebenswoche. Eine Nachimpfung solltest du drei bis vier Wochen später machen lassen und diese fortan jährlich auffrischen. So ist die Gefahr eines Katzenschnupfens zwar nicht zu 100% ausgeschlossen, doch sie ist nur noch sehr gering.

Hat sich deine Katze trotz Impfung – oder, weil sie nicht geimpft war – einen Katzenschnupfen zugezogen, solltest du unbedingt sofort zum Tierarzt gehen. Er wird deiner Katze zunächst Blut abnehmen und einen Abstrich von Zunge, Augen und Bindehaut machen. Auf diese Weise kann der Arzt feststellen, um welche Art von Katzenschnupfen es sich handelt. Nun wird er deine Katze ein Antibiotikum verschreiben und ihr ergänzend Proteine verabreichen, die antiviral wirken und das Immunsystem anregen. Möglicherweise wird er lokal bakteriostatische Medikamente anwenden, um die weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern.

Auch du kannst deiner Katze helfen: Um eine Entzündung der Augen und Nase vorzubeugen, ist es wichtig, dass du den dort entstehenden Ausfluss regelmäßig und sorgfältig entfernst. Heilungsfördernd kann auch eine Inhalation von ätherischen Ölen wie Kamillenöl sein – wenn sich deine Katze das gefallen lässt. Leidet deine Katze im Zuge des Katzenschnupfens an Appetitlosigkeit, solltest du deine Futterregeln auch mal brechen und ihr das Futter geben, das sie am liebsten isst – Hauptsache, sie frisst. Wenn du merkst, dass deine Katze durch den Schnupfen mit Schluckbeschwerden zu kämpfen hat, gib ihr weiches Futter, denn das kann sie leichter und mit etwas weniger Schmerzen schlucken. Wichtig ist bei Katzenschnupfen auch, dass deine Katze ausreichend trinkt – zur Not gibst du ihr auch behutsam Flüssigkeit mit einem Fläschchen. Ist deine Katze versorgt mit Essen und Trinken, ist viel Schlaf, Ruhe und eine warme Umgebung wichtig. Zum Schutz anderer Katzen aus der Nachbarschaft solltest du deine Katze außerdem im Haus halten, damit sie die Viren und Bakterien nicht weitergeben kann. Abgesehen von der Gefahr der Übertragung: Ruhe, Schlaf und Erholung in den eigenen vier Wänden war schon immer ein wirkungsvolles Mittel gegen Krankheit.

 

Wann ist Katzenschnupfen chronisch?

Wichtig zu wissen: Wenn die Symptome von Katzenschnupfen nicht ausreichend behandelt werden, kann die Erkrankung chronisch werden. Das bedeutet, dass deine Katze dauerhaft unter entzündeten Augen, verstopfter Nase und Atemnot leidet. Die Behandlung eines chronischen Katzenschnupfens ist viel schwieriger, also: gehe bei den ersten Anzeichen eines Katzenschnupfens gleich zum Tierarzt und beuge damit einer dauerhaften Erkrankung deiner Katze vor!