Sollte ich einen Welpen lieber kaufen oder adoptieren?

Es ist eine aufregende und spannende Erfahrung, einen neuen Welpen in Ihren Haushalt aufzunehmen. Aber die neue Situation ist für alle ungewohnt und birgt ein paar Stolpersteine.
Border Collie mit Halter
Border Collie mit Halter
Border Collie mit Halter

Bevor Ihr neuer plüschiger Mitbewohner einzieht, sollten Sie sich selber ein paar Fragen beantworten: Bin ich bereit mein Leben einem Hund zu widmen? Und welche Rasse passt am besten zu meinem Lebensstil? Sobald Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, müssen Sie entscheiden, ob Sie einen Welpen von einem Züchter kaufen oder stattdessen einen adoptieren möchten. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir diesen praktischen Ratgeber zusammengestellt, der Ihnen alle Informationen bietet, die Sie benötigen, um sich auf die Suche nach Ihrem neuen vierbeinigen Freund zu begeben.

Checkliste für neue Welpen

Bevor Sie einen Welpen adoptieren oder kaufen, müssen Sie in der Lage sein, alle Fragen zur Annahme oder zum Kauf einer Checkliste für Welpen mit Ja zu beantworten. Ein Hundebesitz kann äußerst bereichernd sein, da er Ihnen bedingungslose Liebe, einen gesünderen Lebensstil und ein Gefühl der Freude entgegenbringt. Aber sind Sie auch bereit für die Verpflichtung?

  • Kann ich es mir leisten, einen Hund lebenslang zu besitzen? Kosten eines Hundebesitzes, einschließlich Nahrung, Tierarztgebühren, möglichen Pflegekosten, Anmeldegebühren und Versicherungskosten
  • Sind meine Lebensumstände für einen Hund geeignet? Dazu gehören z.B. Arbeitszeiten und die Wohnsituation. Wird jemand zu Hause sein, wenn ich lange arbeite?
  • Kann ich mich ein Leben lang für einen Hund engagieren? Die durchschnittliche Lebensdauer eines Hundes liegt bei etwa 12 Jahren und das bedeutet, dass Sie in der Lage sein müssen, sich für diese Zeit zu verpflichten.
  • Werde ich in der Lage sein, mit meinen Hund jeden Tag Gassi gehen zu können? Werde ich die Möglichkeit haben, den Hund zu trainieren, zu pflegen und generell zu betreuen?
  • Kann ich alle Fragen der Checkliste zur Annahme oder zum Kauf eines Welpen für 365 Tage im Jahr mit Ja beantworten?

Wenn die Antwort ja ist, dann geht es weiter.

Welche Hunderasse passt zu Ihnen?

Der nächste Schritt in unserem Ratgeber für den Welpenkauf ist, dass Sie entscheiden müssen, welche Hunderasse die richtige für Sie ist, je nach Ihrer bevorzugten Größe, Ihrer Bereitschaft zu Bewegung und Training, Ihren Bedürfnissen und Ihrem Familienleben. Es gibt viele Rassen da draußen und alle sind für verschiedene Arten von Menschen und Lebensumstände geeignet. Ein Border Collie zum Beispiel wird in einer Wohnung ohne Garten und ohne Zugang zu regelmäßiger Bewegung nicht gut zurecht kommen, während es eine kleinere Rasse wie einen Chihuahua wahrscheinlich nicht stört.

Die zu berücksichtigenden Punkte sind:

  • Für wie viel Bewegung können Sie täglich sorgen?
  • Mit welchen Anforderungen an die Pflege sind Sie vertraut?
  • Haben Sie gesundheitliche Probleme wie z.B. Asthma oder Allergien?
  • Wohnen Sie in der Stadt oder auf dem Land?
  • In welcher Art von Haus oder Wohnung wohnen Sie?
  • Welche Größe hat Ihr Garten?
  • Mit welcher Hundegröße können Sie umgehen?

Zuchtvereine für Rasseninformationen und Würfe

Labrador Welpe

Eines der Dinge, die auf Ihrer Checkliste für die Adoption oder den Kauf eines Welpen stehen sollten, ist es, so viel wie möglich über Ihre gewählte Rasse herauszufinden. Zuchtvereine sind immer der beste Weg, um Informationen zu erhalten, da sie speziell für eine bestimmte Rasse eingerichtet sind und von Menschen geleitet werden, die leidenschaftlich und sachkundig über sie informieren. Wenn Sie einen Welpen von einem Züchter kaufen möchten, wenden Sie sich an Zuchtvereine, da sie eine Welpenliste führen und Sie mit Züchtern zu aktuellen Würfen in Kontakt bringen können.

Foren und Facebook-Gruppen für Rasseninformationen

Wenn Sie aktiv auf der Suche nach einem Welpen sind, können Foren oder Facebook-Gruppen für Sie sehr sinnvoll sein, da Sie hier weitergehende Informationen zu Ihrer gewählten Hunderasse erhalten, da die Mitglieder häufig sehr leidenschaftlich bei der Sache sind. Aber lassen Sie sich nicht auf Diskussionen über Zuchtpolitik ein, da dies meist nicht zielführend ist. Außerdem geben sich einige Leute in diesen Gruppen als Zuchtexperten aus, haben aber sehr wenig Erfahrung. Suchen Sie immer nach akkreditierten Experten und lesen Sie Rezensionen von anderen Menschen, die Welpen dort gekauft haben.

Wie Sie den richtigen Züchter finden

Hundeshows sind ein ausgezeichneter Ort, um eine Reihe von verschiedenen Hunderassen oder phänotypische Unterschiede einer bestimmten Rasse an einem Ort zu sehen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, sowohl Besitzer als auch Züchter zu treffen, von denen viele gerne über ihre ausgewählten Rassen sprechen. Sie werden Sie auch mit einem seriösen Züchter in Kontakt bringen können.

Der VDH ist der Verband für das deutsche Hundewesen und verfügt über eine äußerst umfassende und informative Website mit einem Abschnitt über die Suche nach dem richtigen Züchter / Wurf für Sie.

Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie möglicherweise auf den richtigen Welpen warten müssen. Nicht alle Rassen haben eine große Anzahl von Würfen, die jedes Jahr gezüchtet werden, so dass Welpen möglicherweise knapp werden. Erwarten Sie auch nicht, dass ihr Wunschwelpe nur einen Katzensprung von Ihrer Haustür entfernt ist. Sie müssen möglicherweise eine beträchtliche Entfernung zurücklegen.

Wie trete ich mit einem Züchter in Kontakt?

Bevor Sie den Züchter treffen, müssen Sie mit ihm in Kontakt treten. Am besten per Telefon oder E-Mail. Stellen Sie sich beim ersten Kontakt vor und seien Sie ehrlich, warum Sie einen Welpen bei sich aufnehmen möchten und wie Sie ihm liebevolles Zuhause bieten können-ein Leben lang. Stellen Sie sicher, dass Sie sich vorab gut über die Rasse informiert haben, damit Sie auf Fragen gut vorbereitet sind.

Welche Fragen sollten Sie beim Welpenkauf stellen?

Nachdem Sie sich erschöpfend über die Rasse informiert haben (entweder online oder mit Hundebesitzern), sollten Sie sich überlegen, welche Fragen Sie einem potentiellen Züchter stellen möchten:

  • Wurde der Welpe auf seine Gesundheit getestet? Dies ist wichtig, wenn Sie eine Rasse in Betracht ziehen, die anfällig für Gesundheitsprobleme ist.
  • In welcher Umgebung wurde der Welpe geboren und ist er gut sozialisiert?
  • Kann ich die Eltern sehen? Sie sollten niemals einen Welpen kaufen, ohne zumindest die Mutter zu sehen. Manchmal ist es möglich, den Vater des Wurfes zu sehen. Allerdings ist es möglich, dass der Züchter die Hündin mit einem Zuchtrüden hat decken lassen, sodass diese Option nicht besteht.

Was Sie von einem Hundezüchter erwarten können

Ihre Erfahrungen mit einem Züchter sollten ausschließlich positiv sein. Ein guter Züchter ist bei der Beantwortung von Fragen offen und ehrlich und bereit, Ihnen zu zeigen, wie seine Zuchtprogramm funktioniert.

In erster Linie sollte jeder Züchter die folgenden Punkte erfüllen:

  • Befolgen der empfohlenen Zuchtrichtlinien
  • Vorsorgeuntersuchungen, wie z.B. Tests auf Hüftprobleme und Augenerkrankungen, die den Besitzern helfen, die zukünftige Gesundheit ihres Welpen vorherzusagen.
  • Vorstellung der Mutter, um einen Hinweis darauf zu erhalten, wie sich der Welpe wahrscheinlich entwickeln wird.
  • Beantwortung von Fragen zur Rasse
  • Bereitstellung schriftlicher Informationen über die Sozialisation und das Training des Welpen.
  • Als Ansprechpartner bereitstehen, um sicherzustellen, dass Hund und Besitzer eine glückliche und erfüllende Beziehung haben.

Eines der wichtigsten Dinge, die Sie tun können, ist der Versuch den Wurf zu besuchen, wenn alle Welpen noch bei ihrer Mutter sind. Dies gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie sie aufgezogen werden, das Temperament (seien Sie vorsichtig mit Welpen, die sich in einer Ecke vor Ihnen verstecken, alle Welpen sollten sich freuen, Sie zu sehen) und auch einen Hinweis darauf, wie sich Ihr Welpe entwickeln wird. Wenn Sie sich für einen Welpen entschieden haben bzw. ein Welpe sich für Sie, wird ein Züchter um eine Kaution bitten, um Ihren Welpen für Sie zu sichern. Außerdem können Sie besprechen, wann Sie Ihren Welpen abholen können.

  • Ein Stammbaum
  • Details zum Mikrochip
  • Impfschein (wenn Welpen geimpft wurden)
  • Ein Welpenpaket, das Folgendes beinhaltet: Informationen über die Rasse, Ernährungsberatung, Pflegehinweise, Trainingshinweise usw.
  • Einige Züchter bieten eine 4-wöchige kostenlose Versicherung an, die ab dem Tag, an dem Sie Ihren Welpen abholen, gültig ist.
  • Wenn Ihr Welpe bereits beim Kennel Club registriert ist, wird Ihnen auch das Registrierungsformular zur Verfügung gestellt. Einige Züchter werden Ihnen diese jedoch später zusenden.

Sie können auch Kopien aller zusätzlichen Gesundheitsbescheinigungen für den Vater und die Mutter erhalten. Genau wie der Mensch können auch einige Hunderassen von Erbkrankheiten betroffen sein. Es ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind und beim Kauf eines Welpen die richtigen Fragen stellen. Es gibt auch einige DNA-Tests, die jetzt für bestimmte Rassen verfügbar sind.

Der Welpe sollte vollständig entwurmt sein, bevor Sie ihn abholen, und Sie sollten auch fragen, wann seine nächste Wurmkur fällig ist. Das Gleiche gilt für die Behandlung von Parasiten. Achten Sie darauf, dass Sie auch beim Kauf eines Welpen Impfungen in Ihre Fragenliste aufnehmen, da diese entweder vollständig, teilweise oder gar nicht geimpft sein können. Darüber hinaus müssen alle Züchter sicherstellen, dass die Welpen vor der Abreise in ihr neues Zuhause einen Mikrochip erhalten.

Bei Unterzeichnung eines Kaufvertrages achten Sie darauf, dass Sie den Vertrag lesen und Rückfragen an den Züchter stellen. Der Vertrag kann Dinge beinhalten, wie z.B. ob der Welpe für die Zucht geeignet ist - es ist immer ratsam, Ihren Welpen innerhalb von 2 Wochen nach dem Kauf zu einem Tierarzt zu bringen, um eine vollständige Gesundheitsprüfung durchzuführen.

Ihr Züchter ist immer gerne über den Fortschritt Ihres Welpen informiert und der gelegentliche Anruf oder die E-Mail mit Fotos ist in der Regel sehr willkommen. Bewahren Sie die Daten des Züchters auf, da er bei schwierigen Fragestellungen weiterhelfen kann. Ein renommierte Züchter wird Ihnen dies auch anbieten. Seien Sie im Gegenzug gegenüber dem Züchter immer ehrlich. Wenn mit dem Welpen etwas nicht stimmt, wenden Sie sich an den Züchter, um dies zu besprechen.

Wie man eine Welpenfarm erkennt

Wenn Sie einen neuen vierbeinigen Freund kaufen wollen, fragen Sie sich vielleicht, wie Sie eine Welpenfarm erkennen können. Eine Welpenfarm ist ein Züchter, der Welpen in großen Mengen züchtet und oft keine Rücksicht auf die Gesundheit oder das Wohlbefinden der Welpen oder ihrer Eltern nimmt. Es mag Sie überraschen, dass es immer noch sehr verbreitet ist einen Welpen zu einem günstigen Preis anzubieten. Allerdings sind diese Tiere weder gut sozialisiert noch gewundheitlich getestet, wie Sie es von einem seriösen Züchter würden. Ein paar Tipps, wie man eine Welpenfarm erkennt, sind die folgenden:

  • Die Preise mögen sehr günstig und zu gut um wahr zu sein erscheinen
  • Kaufen Sie niemals einen Welpen, wenn Sie die Mutter nicht gesehen haben
  • Ein seriöser Züchter wird Sie immer treffen wollen, bevor er Ihnen einen Welpen verkauft, und das immer in seinem eigenen Haus. Seien Sie vorsichtig mit Leuten, die sagen, dass sie einen Welpen vorbeibringen oder Sie irgendwo treffen werden.
  • Wenn der Welpe kostenlos angeboten wird, ist das immer ein schlechtes Zeichen!

Einen Hund oder einen Welpen adoptieren

Es gibt unzählige Hunde und Welpen in Tierheimen oder Auffangstationen, die auf ein neues, glückliches Zuhause warten. Diese bezaubernden Hunde sind in diese Situation gekommen, weil sie vielleicht einen schweren Start ins Leben hatten oder ihre früheren Besitzer nicht mehr in der Lage waren, sich um sie zu kümmern. Eines ist jedoch sicher, diese Hunde brauchen nur jemanden, der ihnen mit viel Liebe und Verständnis begegnet.

Lieber einen Welpen oder ausgewachsenen Hund adoptieren?

Die Adoption eines Hundes oder Welpen aus einem Tierheim oder Vermittlungszentrum kann eine unglaublich bereichernde Erfahrung sein. Sie unterstützen nicht nur die Arbeit einer sinnvollen Wohltätigkeitsorganisation, sondern geben auch einem unerwünschten Welpen eine zweite Chance. Wenn Sie darüber nachdenken, einen Hund zu adoptieren, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Zeit für einen hüpfenden Welpen haben oder lieber einen ruhigeren, älteren Hund vorziehen. Welpen erfordern viel Hingabe in Form von Training, Fellpflege, Erziehung und viel Aufmerksamkeit, um ihnen alles zu geben, was sie brauchen. Aus diesem Grund ist es keine gute Idee, einen Welpen in Betracht zu ziehen, wenn Sie lange Arbeitszeiten haben oder wenn tagsüber niemand da sein wird, der sich um ihn kümmert. Andererseits, wenn Sie einen älteren Hund adoptieren, haben diese Tiere bereits eine festgelegte Routine, ein gewisses Maß an Ausbildung genossen und verhalten sich in der Regel einfach verantwortungsvoller.

Einen Freund fürs Leben finden

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Art von Hund am besten zu Ihrem Lebensstil, Ihrem Zuhause und Ihrer Familie passt, kann Ihnen Ihr lokales Hundeadoptionszentrum bei der Entscheidungsfindung helfen. Wenn Sie Interesse an der Rettung eines Hundes oder Welpen haben, wird Ihnen die Hunderettung in der Regel einen Fragebogen zur Verfügung stellen anhanddessen Sie ihre aktuelle Situation besser verstehen und einschätzen können, um dann eine entsprechende Empfehlung auszusprechen. In der Regel sind die Mitarbeiter darin geschult und verfügen über die nötige Erfahrung zu erkennen, welcher Hund zu welchem Menschen passt und andersherum. So steht einer Freundschaft fürs Leben nichts mehr im Weg. Darüber hinaus stehen viele Vermittlingszentren Ihnen bei eventuell auftretenden Unsicherheiten und Problemen mit Rat und Tat zur Seite.

Was Sie bei der Adoption eines Hunde beachten sollten

Die Entscheidung für einen neuen Hund, ist immer spannend, aber es gibt viele Dinge, die Sie vorab berücksichtigen sollten.

  • In einigen traurigen Fällen landen Hunde wegen Vernachlässigung oder Misshandlung in Tierheimen. Einige Hunde haben daher wie wir Menschen ihr Päckchen zu tragen- manche dabei vielleicht ein größeres als die anderen. Die Mitarbeiter werden Ihnen dies transparent kommunizieren und Sie müssen ehrlich zu sich selbst sein, ob Sie bereit und in der Lage dazu sind einen Hund mit einer krassen Historie bei sich aufzunehmen.
  • Wenn Sie in einer gemieteten Unterkunft wohnen, erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Vermieter, ob Haustiere bzw. Hunde erlaubt sind.
  • Wenn Sie bereits Hundebesitzer sind, sollte die Zusammenführung eines adoptierten Tieres mit den anderen Haustieren mit Sorgfalt durchgeführt werden.
  • Wenn ein Hund für die Zucht oder als Schauhund eingesetzt wurde, kann es sein, dass er bestimmte Verhaltensweisen gelernt hat, bei dessen Anpassung an die neuen Umstände Sie ihn begleiten und helfend zur Seite stehen müssen.
  • Es kann Zeit und Mühe kosten, einen geretteten Hund bei sich aufzunehmen, in Ihr Zuhause zu bringen und eine Bindung aufzubauen, also seien Sie geduldig.
  • Hunde brauchen viel Platz - sowohl drinnen als auch draußen. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Platz in Ihren Wohnräumen haben, bevor Sie einen Hund bei sich aufnehmen.
  • Ein Hund braucht ausreichenden Platz in Ihrem Zeitplan. Hunde benötigen tägliche Spaziergänge und Interaktion: Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Zeit haben, sich ihren verhaltensbedingten, sozialen und körperlichen Bedürfnissen zu widmen.
  • Es gibt Kostenauswirkungen durch die Adoption eines Hundes; neben den Adoptionsgebühren, die je nach Vermittlungszentrum variieren, müssen Sie auch über die langfristigen Kostenauswirkungen, die mit der Anschaffung eines Welpen oder Hundes einhergehen, nachdenken: Kosten für Haustierversicherung , Anmeldung und Steuern, mögliche Tierarztrechnungen, Operationen und Routinebehandlungen, Lebensmittel, Pflege, Zubehör, Spielzeug und Rechnungen für die Unterbringung während des Urlaubs.

Hunderassen

In Adoptionszentren gibt es eine große Vielfalt an Hunderassen, vom West Highland Terrier bis zum Husky, es ist alles dabei! Es gibt in der Regel viel mehr Mischlinge, aber nur weil ein Welpe nicht reinrassig ist, ist er deshalb nicht weniger liebenswert!

Wie man einen Hund adoptiert

Wenn Sie darüber nachdenken, einen Hund bei sich aufzunehmen, ist das erste, was Sie tun müssen, eine Vermittlungsstelle zu finden. Es gibt Hunderte von Möglichkeiten, die Sie online oder lokal finden können. Sie sind gut damit beraten, sich ein Tierheim oder eine Vermittlungsstelle bei sich in der Nähe zu suchen, da es vorkommen kann, dass Sie zu mehreren Besuchen eingeladen werden, um sicherzustellen, dass Sie und Ihr neuer Welpe auch gut miteinander auskommen und zueinander passen.
Sobald Sie Ihren Hund oder Welpen gefunden haben, müssen Sie ein Antragsformular ausfüllen, das Informationen über Sie, Ihre Familie und Ihre Lebensumstände enthält. Dies hilft zum einen Ihnen dabei herauszufinden, was Sie genau möchten und zum anderen dem Tierheim einzuschätzen, ob der Hund auch in Ihre aktuelle Lebensplanung integriert werden kann. Im Anschluss wird sich die Vermittlungsstelle telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen melden, um einen Termin für ein erstes Kennenlernen zu vereinbaren. Vor Ort können Sie und die Mitarbeiter im Tierheim sich ein Bild darüber machen, ob Sie und der von Ihnen ausgesuchte Hund ein gutes Team sind. Letzte Zweifel lassen sich schnell zerstreuen, wenn Sie auch mit anderen Hunden interagieren um so besser einschätzen zu können, ob der von Ihnen vorab ausgewählte Hund der richtige ist.
Eine Sache, die man beachten sollte, ist, dass einige Zentren gerne einen Hausbesuch machen, bevor man einen Hund offiziell bei sich aufnimmt, um sicherzustellen, dass er auch in eine für ihn geeignete Umgebung kommt. Wenn Sie bereits Haustiere haben, richten Sie sich darauf ein, dass hier eventuell besonderes Augenmerk darauf gelegt werden kann, wie und ob die Tiere miteinander auskommen.

Das erste Zusammentreffen

Wir alle kennen es, dass wir eine Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen oder unser Herz entscheiden lassen. Sie sehen vielleicht eine süße, kleine Plüschkugel in Ihrem örtlichen Tierheim und verlieben sich sofort, aber wenn Sie nach Hause kommen, werden Sie vielleicht feststellen, dass Ihre Persönlichkeiten nicht kompatibel sind. Aus diesem Grund sollten Sie, wenn Sie Ihren potentiellen Welpen zum ersten Mal treffen, eine Liste von Fragen an das Personal richten. Die folgenden Fragen sind ein guter Anhaltspunkt:

  • Wurde der Hund als Welpe angemessen sozialisiert?
  • Wie alt ist er?
  • Hat der Hund irgendwelche besonderen Bedürfnisse, auf die ich achten muss?
  • Wie lange lebt der Hund schon bei Ihnen?
  • Haben Sie irgendwelche Informationen über das Leben des Hundes vor dem Tierheim/vor der Auffangsstation?
  • In welchem Umfang ist der Hund bereits erzogen?

Diese Fragen sind nur ein Grundlage. Vor Ihrem Besuch sollten Sie sich hinsetzen und eine Liste aller Dinge zusammenstellen, die Sie vorab für eine fundierte Entscheidung in Erfahrung bringen müssen. Machen Sie sich genau bewusst, welche Eigenschaften Sie sich wünschen und welche unerwünscht sind. Je besser Sie selber wissen, was Sie möchten, desto einfacher wird es den für Sie passenden Hund zu finden.

Die meisten Adoptionszentren für Hunde verlangen eine Adoptionsgebühr in unterschiedlicher Höhe. Normalerweise deckt die Gebühr die Kosten, die der Hund in der Auffangsstation verursacht hat und sicher das Fortbestehen der Vermittlungsstelle. In der Regel sind auch die Impfungen Ihres Hundes, sein Sterilisations- oder Kastrationsverfahren - wenn er alt genug ist - sowie eine vollständige Tieruntersuchung darin enthalten.

Bevor Sie einen streunenden Hund bei sich aufnehmen, sollten Sie zunächst sicherstellen, dass er keinen Besitzer hat. Fragen Sie die Leute in der Umgebung, ob sie den Hund erkennen, machen Aushänge und veröffentlichen den Aushang auch online, um zu sehen, ob er verloren gegangen ist. Bei einem Tierarzt können Sie überprüfen, ob der Hund einen Mikrochip hat und so seinen Besitzer ausfindig machen. Sollten alle Ihre Versuche den Besitzer ausfindig zu machen scheitern, lassen Sie den Hund bei einem Tierarzt untersuchen und chippen, bevor Sie ihn bei sich aufnehmen.

Die Länge des Vorgangs kann nicht genau bestimmt werden und variiert von Fall zu Fall. Wenn Sie einen ängstlichen oder nervösen Hund mit einer schwierigen Vergangenheit adoptieren, müssen Sie das Tierheim mehrmals besuchen, damit sich der Hund an Sie gewöhnen kann. Ein eventueller Hausbesuch verzögert den Prozess zusätzlich.
Das ist also unser Leitfaden für die Adoption oder den Kauf eines Welpen! Hoffentlich haben Sie jetzt alle Informationen, die Sie benötigen, um eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, ob der Kauf bei einem Züchter oder die Adoption bei einem Rettungszentrum das Richtige für Sie ist.