Sterilisation und Kastration von Hunden – FAQ

Es ist schön, Ihren verschmitzten Vierbeiner endlich Zuhause empfangen zu können. Während Sie sich kennelernen und jede Menge Spaß miteinander haben, würden Sie nie auf den Gedanken können, dass er eines Tages selbst einmal Junge haben könnte.

So ein frecher kleiner Racker im Haus macht sehr viel Spaß! Und wenn Sie Ihrem Welpen erst einmal beigebracht haben, auf Kommando zu sitzen, und Sie ihm dabei seinen Bauch kraulen, werden Ihre Gedanken weit davon entfernt sein, dass es möglich sein könnte, dass Ihr Welpe eines Tages selbst Junge hat. Eine Schwangerschaft bei Hunden ist eine schöne und aufregende Zeit für Tier und Besitzer.

Die meisten Hunde werden im Alter von sechs bis sieben Monaten geschlechtsreif und können dann bereits eigene kleine Welpen haben, obwohl sie selbst noch im Wachstum sind! Als Hundehalter ist es Ihre Aufgabe, bereits früh darüber nachzudenken, ob Ihr Hund Junge bekommen soll oder nicht. Wenn Sie keinen Platz für vierbeinigen Nachwuchs haben, können Sie Ihre Hunde kastrieren oder sterilisieren lassen, was eine Trächtigkeit beim Hund verhindert.

Wenn Sie beim Tierarzt Hunde kastrieren lassen, vermeiden Sie ungewollten Nachwuchs. Außerdem kann sich eine Kastration positiv auf sein Verhalten auswirken und ihn weniger anfällig für bestimmte Krankheiten machen.

Unser PURINA PetCare Team informiert Sie über alles Wissenswerte zum Thema Kastration, sodass Sie letzten Endes entscheiden können, was das Beste für Sie und Ihren Hund ist.

Kastrierter Hund sitzt im Feld

Eine Kastration bei Hunden ist ein Routineeingriff, bei dem die Fortpflanzungsorgane operativ entfernt werden. Das bedeutet, dass bei Rüden die Hoden und bei Hündinnen die Eierstöcke sowie manchmal auch die Gebärmutter entfernt werden.

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Bei Rüden ist die Kastration ein meist ein einfacher Vorgang. Er wird erst dann komplizierter, wenn die Hoden des Rüden noch nicht in den Hodensack gesunken sind. Wenn dies in einem Alter von 6 bis 12 Monaten noch nicht geschehen ist, wird zur Kastration ein Einschnitt im Unterbauch vorgenommen, ähnlich wie beim Eingriff bei Hündinnen.

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Die Kastration bei Hündinnen geschieht in der Regel durch einen Schnitt am Unterbauch. Sie können den Tierarzt darum bitten, eine sogenannte „Schlüssellochoperation“ durchzuführen. Dadurch wird die Genesungsphase verkürzt, die Kosten hierfür sind aber deutlich höher.

Dieser Routineeingriff kann Ihren Hund vor gesundheitlichen Problemen schützen und Sie müssen sich keine Sorgen um eine Trächtigkeit beim Hund machen.

Sprechen Sie den Tierarzt so früh wie möglich auf eine Kastration Ihres Hundes an. Er wird Ihnen viele Fragen, z. B. zu möglichen Nebenwirkungen, den Kosten für eine Kastration von Hunden und vielem mehr, beantworten können.

Hunde kastrieren ist ein Routineeingriff, bei dem Ihr Hund eine Narkose erhält, um sicherzustellen, dass er während der OP keinerlei Schmerzen verspürt.

Wenn Sie eine Hündin haben, können Sie den Tierarzt darum bitten, eine sogenannte „Schlüssellochoperation“ durchzuführen. Hierbei handelt es sich um einen weniger invasiven Eingriff, da nur die Eierstöcke entfernt werden. Das bedeutet weniger Schmerzen, und die Genesungsphase verkürzt sich.

Nach dem Eingriff wird der Tierarzt Ihrem Hund ein Schmerzmittel verabreichen, um eventuellen postoperativen Schmerzen vorzubeugen. Darüber hinaus wird er ein entzündungshemmendes Medikament sowie weitere Schmerzmittel verschreiben, die Sie Ihrem Hund zu Hause geben können.

Da der Eingriff bei Rüden wesentlich weniger invasiv als bei Hündinnen ist, werden Rüden voraussichtlich Medikamente für nur einen Tag bekommen. Hündinnen werden die Medikamente ca. 3 Tage lang einnehmen müssen, damit sie sich schnellstmöglich und schmerzfrei von den Strapazen erholen können.

Eine Kastration von Hunden hat mehrere Vorteile für das Tier. So wird Ihr Hund beispielsweise weniger anfällig für Krankheiten, und auch sein Verhalten wird positiv beeinflusst. Die jeweiligen Vorteile einer Kastration variieren jedoch nach Geschlecht.

Benefits of neutering a male dog Vorteile der Kastration einer Hündin

  • Geringeres Risiko eines Mammakarzinoms (Brustkrebs).
  • Verhindert Gebärmutter- und Eierstockkrebs sowie weitere lebensbedrohliche Gebärmuttererkrankungen.
  • Verhindert eine ungewollte Schwangerschaft bei Hunden.

Benefits of spaying a bitchVorteile der Kastration eines Rüden

  • Verhindert Hodentumore und verringert das Risiko von Prostatakrebs und anderen Erkrankungen.
  • Reduziert das Tumor- und Leistenbruchrisiko – eine typische Erkrankung bei älteren, nicht kastrierten Hunden.
  • Kann die natürliche Aggressivität und Impulsivität Ihres Hundes mildern, wodurch die Wahrscheinlichkeit geringer wird, dass sich Ihr Tier bei einem Kampf mit anderen Hunden verletzt.
  • Kastrierte Rüden gehen nicht so oft auf Streifzüge durch die Nachbarschaft, um sich nach einer Geschlechtspartnerin umzusehen.
  • Eine Kastration kann unangenehmes Verhalten wie Reviermarkieren oder Aufreiten auf Gegenstände/Mitmenschen verbessern.

Ihr Rüde bzw. Ihre Hündin wird in der Regel mit ungefähr sechs bis sieben Monaten geschlechtsreif, allerdings kann der Zeitpunkt der Geschlechtsreife auch von Rasse zu Rasse unterschiedlich sein. Um eine ungewollte Trächtigkeit zu vermeiden, sollten Sie Ihren Hund so früh wie möglich und vor diesem Zeitpunkt kastrieren lassen.

Einige Tierärzte lassen eine Läufigkeitsperiode verstreichen, bevor sie eine Hündin kastrieren. Das kann sich als schwierig erweisen, da man Hündinnen erst drei Monate nach ihrer Läufigkeit kastrieren kann – es liegt also eine Wartezeit vor, in der Sie Ihre Hündin genau beobachten müssen.

Die gesundheitlichen Vorteile einer Kastration von Hunden nehmen ab, je älter ein Hund wird. Daher sollte man ihn so früh wie möglich kastrieren lassen.

Für eine Kastration Ihres Hundes müssen Sie einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Gegebenenfalls geht der eigentlichen Operation eine Voruntersuchung voraus.

Der Tierarzt wird Sie bitten, Ihren Hund ab dem Abend vor der Narkose nicht mehr zu füttern. Wasser kann Ihr Hund wie gewohnt zu sich nehmen, allerding sollte er am Morgen der OP nichts mehr trinken.

In der Regel geben Sie Ihren Hund morgens in der Tierarztpraxis ab. Später können Sie ihn dann wieder dort abholen.

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Wenn Sie Ihre Hunde kastrieren lassen möchten, aber nicht für die Kosten aufkommen können, wenden Sie sich an eine Tierschutzorganisation in Ihrer Nähe. Viele Tierschutzorganisationen verfügen über ein Finanzierungsprogramm und unterstützen Sie bei den Kosten für die Kastration von Hunden.

Ihr Hund wird nach dem Eingriff ein wenig benommen sein, aber schon bald ist er wieder fit. Danach verläuft die Genesung aufgrund der unterschiedlichen Eingriffe je nach Geschlecht unterschiedlich. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Vierbeiner nach einer Kastration wieder auf die Pfoten helfen:

Female dogs Männliche Hunde

  • Bleiben Sie in der ersten Nacht nach der Operation sicherheitshalber bei Ihrem Hund bzw. in seiner Nähe.
  • Ihr Hund wird möglicherweise nach dem Aufwachen aus der Narkose wimmern oder jaulen. Das sollte Sie aber nicht beunruhigen – der Grund dafür könnte sein, dass er noch orientierungslos ist. Sollte er aber nicht damit aufhören, informieren Sie den Tierarzt.
  • Manche Hunde haben als Reaktion auf die Narkose einen verstimmten Magen. Dies können Sie verhindern, indem Sie ihm für die ersten paar Mahlzeiten nach der Operation Schonkost geben.
  • Geben Sie Ihrem Hund die vom Tierarzt verschriebenen Medikamente für zu Hause. Das können Schmerzmittel, Antibiotika und entzündungshemmende Mittel sein.
  • Der Tierarzt wird mit Ihnen eine Nachuntersuchung für den dritten und zehnten Tag nach dem Eingriff vereinbaren, um zu sehen, wie es mit der Genesung vorangeht.
  • Ihr Hund kann bereits am Tag nach der OP wieder ins Freie. Allerdings sollten Sie ihn an der Leine halten, bis der Tierarzt bei der Nachuntersuchung am zehnten Tag bestätigt, dass alles in Ordnung ist.
  • Ihr Hund wird bis zu zehn Tage nach der Operation eine Halskrause tragen müssen, um zu verhindern, dass er an der Naht leckt oder kratzt. Wenn die Halskrause ihn stört, versuchen Sie, ihm stattdessen ein T-Shirt anzuziehen.

Male dogs Weibliche Hunde

  • Bleiben Sie in der ersten Nacht nach der Operation sicherheitshalber bei Ihrer Hündin bzw. in ihrer Nähe.
  • Das Narkosemittel kann Ihre Hündin etwas orientierungslos machen, weshalb sie möglicherweise anfängt zu winseln oder zu jaulen. Das sollte Sie aber nicht beunruhigen. Wenn sie aber nicht aufhört, informieren Sie den Tierarzt.
  • Geben Sie Ihrer Hündin für die ersten paar Mahlzeiten nach der OP Schonkost, da ihr Magen etwas empfindlich sein könnte.
  • Der Tierarzt wird Ihnen Medikament für die Genesung Ihrer Hündin verschreiben. Das können Schmerzmittel, Antibiotika und entzündungshemmende Mittel sein.
  • Der Tierarzt wird mit Ihnen eine Nachuntersuchung für den dritten und zehnten Tag nach dem Eingriff vereinbaren, um zu sehen, wie es mit der Genesung vorangeht.
  • Wenn keine Schlüssellochoperation vorgenommen wurde, wird Ihre Hündin eine relativ lange Narbe von der OP davontragen. Sehen Sie regelmäßig nach der Wunde und überprüfen Sie den Heilungsprozess. Informieren Sie den Tierarzt, sollte sich ihr Zustand verschlechtern.
  • Ihre Hündin wird eine Halskrause tragen müssen, um zu verhindern, dass sie an der Naht leckt, knabbert oder kratzt. Wenn die Halskrause sie stört, versuchen Sie, ihr stattdessen ein T-Shirt anzuziehen.
  • Um die Naht zu schützen und ihr Zeit zum Verheilen zu geben, sollte Ihre Hündin vom Springen abgehalten werden. Nehmen Sie sie beim Spazierengehen an die Leine, bis der Tierarzt bei der Nachuntersuchung am zehnten Tag bestätigt, dass alles in Ordnung ist.
  • Wenn bei der OP keine resorbierbaren Fäden (also Fäden, die sich von selbst abbauen) verwendet wurden, wird Ihnen der Tierarzt einen Termin zum Fädenziehen mitteilen. In der Regel werden die Fäden ca. sieben bis zehn Tage nach dem Eingriff entfernt.

Weight gainGewichtszunahme

Manchmal ist eine Kastration mit einer Gewichtszunahme verbunden. Obwohl die Operation nicht direkt dafür verantwortlich ist, dass ein Hund an Gewicht zunimmt, so kann sie doch hormonbedingt dazu führen, dass er sich nun nicht mehr auf die Suche nach einem Geschlechtspartner macht. Das bedeutet, dass er sich weniger bewegt, weniger Kalorien benötigt und vielleicht unbeabsichtigt zunimmt.

Sie können Ihrem Hund dabei helfen, fit zu bleiben, indem Sie die Kalorienzufuhr durch das Füttern kleinerer Portionen reduzieren. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Bereich Fit und gesund bleiben. Darüber hinaus können Sie auch seine Ernährung anpassen – eine von unseren vier kalorienreduzierten Rezepturen kann hier zum gewünschten Ergebnis führen:

Sollten Sie sich gegen eine Kastration Ihres Hundes entscheiden, kann das je nach Geschlecht unterschiedliche Nachteile mit sich bringen. Lesen Sie sich die folgende Liste gründlich durch und überlegen Sie sich genau, ob Sie Ihren Hund nicht doch kastrieren lassen möchten.

Disadvantages of an un-neutered male dogNachteile eines nicht kastrierten Rüden?

  • Nicht kastrierte Rüden gehen öfter auf Streifzüge durch die Nachbarschaft, um sich nach einer Geschlechtspartnerin umzusehen.
  • Nicht kastrierte Rüden sind in der Regel aggressiver und geraten daher häufiger in einen Kampf mit anderen Hunden.
  • Nicht kastrierte Rüden zeigen ein meist dominantes Verhalten wie Reviermarkieren oder Aufreiten.

Disadvantages of an un-spayed bitchNachteile einer nicht kastrierten Hündin

  • Nicht kastrierte Hündinnen werden ungefähr alle acht Monate für jeweils ca. drei Wochen heiß. Während ihrer Läufigkeit müssen Sie auf sie achtgeben und sie von potenziellen Liebhabern in der Nachbarschaft fernhalten, um eine ungewollte Trächtigkeit beim Hund zu vermeiden.
  • Während ihrer Läufigkeit menstruieren Hündinnen und riechen unangenehm.
  • Sie können ungewollt trächtig werden. Sich um einen Wurf Hundewelpen zu kümmern kann sehr teuer werden.

Normalerweise zeigen Hündinnen zu Beginn der Trächtigkeit hinein keine eindeutigen körperlichen Anzeichen. Weitere Informationen zu Hinweisen auf eine Trächtigkeit finden Sie auf der Seite Anzeichen einer Trächtigkeit erkennen

Wenn Sie den Verdacht haben, Ihre Hündin könnte trächtig sein, lassen Sie dies von einem Tierarzt überprüfen. Es besteht in manchen Fällen die Möglichkeit, sie noch während der Trächtigkeit zu kastrieren. Dadurch wird die bestehende Trächtigkeit abgebrochen, gleichzeitig werden weitere verhindert. Der Tierarzt wird Ihnen ausführlichere Informationen geben können, um Ihnen die Entscheidung über eine Kastration Ihrer Hündin während der Trächtigkeit zu erleichtern.

Letzten Endes liegt es an Ihnen, ob Sie Ihre Hunde kastrieren lassen. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie stets abwägen, was das Beste für Sie und Ihren Hund ist. Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

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