Hundeversicherung: Alles, was Sie wissen müssen

Wenn Sie sich einen Hund anschaffen wollen, werden Sie sich zwangsläufig auch mit dem Thema Hundeversicherung auseinandersetzen müssen. Ob die gesetzlich-vorgeschriebene Hundehaftpflicht oder eine freiwillige Hundekrankenversicherung: Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen!
Hund mit Hundeversicherung schläft entspannt
Hund mit Hundeversicherung schläft entspannt
Hund mit Hundeversicherung schläft entspannt

Für den Menschen ist eine Krankenversicherung völlig normal und auch Pflicht, um in Krankheitsfällen bestens abgesichert zu sein. Doch was ist mit dem Hund, dem besten Freund des Menschen? In Deutschland ist eine Hundekrankenversicherung noch längst nicht überall ein Muss. Lediglich in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist es bisher verpflichtend vorgeschrieben, den Vierbeiner zu versichern.

Dennoch sind Hunde Freunde fürs Leben und ein treuer Begleiter im Alltag. So ist es meist egal wohin Sie gehen, Ihr Hund ist immer an Ihrer Seite. Dabei kann der Vierbeiner auch Gefahren ausgesetzt sein. Der Abschluss einer Hundeversicherung ist daher sehr sinnvoll, um Ihren Hund in jeder Situation bestens zu schützen.

Wofür braucht man eine Tierkrankenversicherung und warum ist sie gerade für Hunde wichtig?

Wenn Sie sich für einen Hund entscheiden, ist Ihnen als Besitzer natürlich klar, dass das Leben mit einem Vierbeiner auch mit Kosten und Verantwortung verbunden ist. In erster Linie beziehen sich die Ausgaben zum Beispiel auf das Hundefutter, die fällige Hundesteuer oder routinemäßige Tierarztbesuche zur Kontrolle. Doch Ihr Hund kann auch einmal auf eine langwierige und kostenintensive ärztliche Behandlung angewiesen sein, was zu Beginn oftmals nicht bedacht wird.

Hunde spielen gerne und toben durch die Gegend, da kann es natürlich schnell passieren, dass sich Ihr Hund verletzt oder etwas kaputt macht. Wenn dieser Fall eintritt, ist es der Hundehalter, der finanziell für die entstanden Schäden oder Behandlungen aufkommen muss – hier kommt die Hundeversicherung ins Spiel! Die Hundeversicherung – ob in Form einer Haftpflichtversicherung für Hunde, einer Tierkrankenversicherung oder die Kombination aus beiden Leistungen – schützt Sie als Hundehalter vor hohen Tierarztrechnungen sowie teuren Haftansprüchen Dritter. Auch auf Reisen ist Ihr Hund so bestens versichert. Des Weiteren kann durch eine abgeschlossene Hundeversicherung die Behandlung garantiert werden, auch wenn die Kosten den finanziellen Spielraum des Besitzers übersteigen.

Die Top 10 der bezahlten Behandlungen bei Hunden

Damit sich Ihr Vierbeiner rundum wohlfühlt, ist der Gang zum Tierarzt eine regelmäßige Routine, beispielsweise wenn ein Vorsorgetermin ansteht, aber auch bei Krankheiten und Verletzungen. Mit einer abgeschlossenen Hundeversicherung haben Sie die Möglichkeit, dass bis zu 100 Prozent der anstehenden Behandlungskosten von der Kasse übernommen werden. Natürlich variiert der Prozentsatz je nach Tarifvereinbarung.

Die Hundeversicherung übernimmt jedoch vielfältige Tierarztkosten. Dabei ist es egal, ob sie bei einer ambulanten oder einer stationären Behandlung anfallen. Außerdem beinhalten die Leistungen der Tierkrankenversicherung die Übernahme der Vorsorgeuntersuchungen (Impfungen, Wurmkuren etc.), Medikamente, Diagnostik (Ultraschall, CT, Röntgen etc.), homöopathischen Behandlungen sowie Operationen und deren Nachuntersuchungen. Auch eine Kastration wird in manchen Fällen von der Hundeversicherung übernommen – allerdings nur dann, wenn diese medizinisch unbedingt notwendig ist.

Besonders wenn Ihr Hund operiert werden muss, können die Tierarztrechnungen überdimensionale Ausmaße annehmen. Eine OP Versicherung für Hunde lässt Sie auch in diesem Fall nicht mit den anstehenden Kosten allein. Mit einer OP Versicherung für den Hund ist auch das kein Problem mehr, denn hier werden sowohl die Behandlungskosten, als auch die Nachsorgekosten übernommen.

Folgende Operationen und Versorgungen müssen bei Hunden besonders häufig durchgeführt werden und werden meist von der Kasse übernommen:

  • Kreuzbandriss
  • Tumore
  • Ellenbogen-Dysplasie
  • Gaumensegel-Probleme
  • Gebärmutterentzündung
  • Zähne ziehen
  • Magendrehung
  • Grauer Star
  • Ohrenentzündung
  • Wundnaht

Hundeversicherung Aufwände: Was kostet eine Hundeversicherung?

Die Kosten einer Hundekrankenversicherung können je nach Leistungsumfang und Alter des Hundes variieren. Der Hund kann deshalb schon mit 20 Euro pro Monat versichert sein, doch es können auch mehr als 100 Euro im Monat anfallen. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen, die in den Preis der Versicherung mit hineinspielen:

  • Variierende Tarife der Versicherungsunternehmen
  • Je älter der Hund, desto höher werden meist die Versicherungskosten
  • Die Länge der Vertragslaufzeit (eine längere Laufzeit kann die Kosten senken)
  • Jährliche Zahlung können die Kosten senken
  • Teils günstigere Tarife durch Selbstbeteiligung
  • Eine Hundekrankenversicherung kann als teurere Vollversicherung oder meist günstigere OP-Versicherung abgeschlossen werden.

Günstige Hundeversicherung: Mögliche Ersparnisse durch Anbieter-Vergleich

Vor dem Abschluss einer Hundeversicherung sollten Sie unbedingt die Leistungen der verschiedenen Anbieter vergleichen. So können Sie ganz einfach unnötig hohe Kosten sparen und eine günstige Hundeversicherung mit vielen inkludierten Leistungen abschließen. Möchten Sie einen Hundeversicherung Vergleich anstellen, sind besonders die Informationen zur Hundeversicherung der diversen Versicherungsunternehmen hilfreich. In Deutschland gibt es zum Beispiel die folgenden fünf etablierten Anbieter für Hundeversicherungen:

  • Agila: Bietet dem Hundebesitzer zwei unterschiedliche Tarife an. Der „Tierkrankenschutz“ deckt dabei alle wichtigen Versorgungen, wohingegen der „Tierkrankenschutz Exklusiv“ noch umfangreichere Leistungen enthält.
  • Allianz: Die Allianz bietet die „Optimal“ Versicherung für Hunde an. Diese beinhaltet unter anderem auch die Vermittlung von Tierhotels sowie einen weltweiten Versicherungsschutz.
  • Helvetia: Der Hundehalter hat zwei Tarife zur Auswahl. Der „Komforttarif“ bietet etwa eine umfangreiche Kostenübernahme und das ohne jährliche Höchstgrenze.
  • Petplan: Dieses Versicherungsunternehmen bietet zum Beispiel bereits Versicherungen für Welpen ab acht Wochen an.
  • Uelzener: Hier werden Tiere ohne Altersgrenze in die Versicherung aufgenommen und das ohne jährliche Kosten-Höchstgrenze.

Wie alt darf mein Hund bei Vertragsabschluss sein?

Wie bereits deutlich wurde, wird eine Hundeversicherung mit steigendem Alter des Hundes immer teurer. Leider werden nämlich meist, je älter Ihr Hund wird, auch häufiger Tierarztbesuche nötig. Aus diesem Grund gibt es bei vielen Unternehmen ein Höchstalter, mit dem Hunde zur Versicherung angenommen werden. In der Regel liegt dies bei 10 Jahren, kann aber je nach Versicherung abweichen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie Ihren Hund frühzeitig einschreiben.

Nachteile einer Hundekrankenversicherung: Das sollten Sie beachten

Eine Hundeversicherung soll Sie dabei unterstützen, Ihren Hund bestmöglich zu versorgen, während Sie vor hohen Kostenansprüchen geschützt sind. Natürlich ist es aber dennoch wichtig, dass Sie bei Abschluss einer Versicherung einige Punkte beachten. So kann die Hundeversicherung in manchen Fällen etwa zu wenige Leistungen für die Bedürfnisse Ihres Hundes abdecken. Achten Sie deshalb darauf, in welchen Fällen das Versicherungsunternehmen die Behandlungskosten und die Medikamente übernimmt.

Zudem ist es wichtig zu erfahren, ob in Ihrer abgeschlossenen Versicherung eine Wartezeit integriert ist, nach der der Versicherungsschutz erst beginnt. Sollte dies der Fall sein ist zu berücksichtigen, dass dies einige Wochen in Anspruch nehmen kann. In der Regel ist der Abschluss jedoch unbedenklich, da der Versicherungsschutz üblicherweise sofort einsetzt. Eine rückwirkende Hundeversicherung ist allerdings nicht möglich, da bereits vorliegende Erkrankungen nicht versichert sind.

So kommt Ihr Hund gut durch die kalte Jahreszeit: Tipps und Tricks

Um in der kalten Jahreszeit den Tierarztbesuch mit Ihrem Hund zu vermeiden, finden Sie hier bei PURINA® einige Punkte, die Sie ganz einfach umsetzen können. Hier ein Überblick:

  • Pfotenpflege: Die Pfoten des Hundes werden im Winter durch Kälte und Streusalz stark beansprucht. Eine umfangreiche Pfotenpflege ist deshalb ganz besonders wichtig. Kürzen Sie am besten das Fell zwischen den Zehen, damit sich keine Schnee- und Salzklumpen darin verfangen können. Zudem sollten Sie die Pfoten nach den Spaziergängen lauwarm abwaschen und wenn sie rissig sind ein wenig mit Vaseline behandeln.
  • Ausreichend Bewegung: Achten Sie bei den Spaziergängen darauf, dass Ihr Hund immer in Bewegung bleibt. So können Sie vermeiden, dass er unterkühlt.
  • Keinen Schnee fressen: Versuchen Sie Ihren Hund davon abzuhalten, Schnee zu fressen. Dieser kann Streusalz und Split enthalten und dadurch den Rachen und Magen angreifen. Dies kann zu Durchfall oder sogar zu Fieber führen.
  • Sichtbar bleiben: Im Winter wird es besonders früh dunkel. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Hund für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar ist. Reflektierende Leinen oder Halsbänder eignen sich hierfür sehr gut.
  • Wintermantel: In der Regel benötigen gesunde Hunde keine Winterbekleidung. Ist Ihr Hund jedoch schon älter, krank oder hat er sehr kurzes Fell ohne Unterwolle, kann ein Mantel an kalten Tagen sinnvoll sein.

Hundehalterhaftpflicht – Absicherung für den Hundebesitzer: Wann ist mein Hund versichert?

Die Hundehaftpflicht ist in vielen deutschen Bundesländern bereits verpflichtend und auch bei Hundehotels oder Hundeschulen muss meist eine Versicherung vorgelegt werden. Eine private Haftpflichtversicherung deckt nämlich nur Schäden, die von Kleintieren verursacht werden – ein Hund gehört hier jedoch nicht dazu! Doch auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, kann Sie die Hundehaftpflicht als Halter im Schadensfall bestens absichern.

Ihr Vierbeiner kann noch so vorbildlich erzogen sein, ein kleines Missgeschick und schon kann etwas beschädigt werden. Dabei ist es egal, ob Ihr Hund nur einen Schuh angekaut hat, ein Sofa zerkratzt hat, oder sich ein schlimmerer Unfall ereignet hat. Als Besitzer müssen Sie natürlich für die entstandenen Kosten aufkommen – und das kann schnell teuer werden.

In diesen Situationen agiert die Haftpflichtversicherung für Hunde wie eine Privathaftpflicht: Verursacht Ihr Hund einen Schaden, übernimmt die Haftpflicht die weiteren Schritte sowie den Schadensersatz. Mit einer Hundehalterhaftpflicht sind sie folglich gegen Schäden unterschiedlichster Art versichert. So trägt die Hundehaftpflicht Kosten für Bissverletzungen bei Menschen, Verletzungen anderer Hunde, Schäden an der Einrichtung, KFZ-Schäden und Reparaturen an Gegenständen (z.B. Smartphones, Brillen etc.).

Bei vielen Versicherungsunternehmen können Sie zusätzlich verschiedene Leistungen hinzubuchen. So etwa eine Versicherung für eine Hundeführung ohne Leine. Damit schützen Sie Ihren Hund auch bei Unfällen, die während eines Spaziergangs ohne Leine verursacht werden. Zudem können Sie ein sogenanntes „Fremdhüterrisiko“ mit einschreiben lassen. Damit schützen Sie zum Beispiel auch Freunde und Bekannte, die mit Ihrem Hund Gassi gehen. Halten Sie Ihren Hund in einer Mietwohnung können unter anderem auch Mietsachschäden zusätzlich versichert werden.

Eines gilt es bei der Hundehaftpflichtversicherung zu berücksichtigen: Nicht alle Versicherungsunternehmen möchten sogenannte „Listenhunde“ (z.B. einen Pitbull), die die Behörde als gefährlicher einstuft, versichern. Teilweise wird für diese Hunderassen auch ein höherer Beitrag veranschlagt.

Hundeversicherung: ja oder nein?

Die Hundeversicherung bietet sowohl für den Halter, als auch für den Vierbeiner viele Vorteile. In erster Linie sorgt sie dafür, dass Ihr Hund im Ernstfall bestens versorgt wird, sodass er so lange wie möglich ein gesundes Leben führen kann. Zudem schützt die Hundeversicherung den Geldbeutel des Besitzers. Die Hundeversicherung ist also eine sinnvolle und essentielle Absicherung für Hund und Halter.