Ihre alte Katze pflegen – aber ab wann?

Vielleicht haben Sie bemerkt, dass Ihre Katze dazu neigt mehr zu schlafen, ihr das Hochspringen nicht mehr so leicht fällt wie früher, oder sie der Schnur nicht mehr so schnell hinterherjagt. Das ist normal, denn alle Katzen werden einmal älter und damit langsamer – genau wie wir Menschen. Doch wie alt werden Katzen überhaupt und ab wann zählen sie zu den Senioren?
Frau spielt mit Ihrer Seniorkatze im Wohnzimmer
Frau spielt mit Ihrer Seniorkatze im Wohnzimmer
Frau spielt mit Ihrer Seniorkatze im Wohnzimmer

Katzen, die ein gemütliches Zuhause in einer Wohnung, einen kuscheligen Schlafplatz und Menschen haben, die sich liebevoll um sie kümmern, erreichen ein Katzenalter von 15 Jahren und mehr. Katzen, die zwar auch umsorgt werden, aber überwiegend draußen im Freien leben, werden im Schnitt 10-12 Jahre alt.

Ob sie draußen oder drinnen leben: Jede Katze wird irgendwann zum Senior. In der Regel wird Ihr Stubentiger ab einem Katzenalter von ungefähr sieben Jahren als „Seniorkatze“ eingestuft; Ernährung, Fitness und gesundheitliche Probleme können sich auf die Lebensdauer einer Seniorkatze auswirken.

Unser PetCare Expertenteam gibt Ihnen gern Tipps und berät Sie, wie Sie das Beste aus dem Lebensabend Ihrer Katze machen können!

Alte Katzen zu Hause

Ihre älter werdende Katze wird ihre Nickerchen noch mehr genießen können, wenn Sie ihr eine weiche, kuschelige Unterlage an einem warmen Ort ohne Zug bieten. Außerdem können Sie Ihre alte Katze pflegen und schonen, indem sie dafür sorgen, dass sie es nicht mehr so weit und vor allem hoch hat, um für ein Nickerchen auf ihren Lieblingsplatz zu kommen, oder auch aufs Katzenklo, zum Schlafplatz, zum Futter- oder Wassernapf – vor allem, wenn sie unter Arthrose leidet.

Liebevolles Zuhause
Katze streckt sich an einem Baumstamm in der Wiese

Genau wie wir Menschen werden auch Katzen mit dem Alter in der Regel etwas steifer. Ihre Katze wird auch weniger elastisch und ihre Muskulatur nimmt ab, was auch zu einer verringerten Bewegungsfreude führt. Doch so können Sie Ihre alte Katze pflegen: Sie können mit ihr spielen und sie dazu ermutigen in Bewegung zu bleiben. Dadurch fördern Sie ihre Fitness und Gelenkigkeit. Dennoch kann es bei Seniorenkatzen zu altersbedingten Krankheiten kommen: Sie können unter Arthrose leiden, was zu steifen und schmerzenden Gelenken führt.

Wenn Ihre Katze sich als Seniorin weniger bewegt, bedeutet dies auch, dass sie weniger Energie verbraucht als zuvor. Dies kann zu einer Gewichtszunahme führen. Kontrollieren Sie daher sorgsam die Ernährung Ihrer Katze und helfen Sie ihr dabei, in Form zu bleiben. Die richtige Menge an einer speziell für Seniorkatzen entwickelten Futterrezeptur sollte sie mit allen Nährstoffen versorgen, die sie benötigt. Die magen- und zahnschonende Rezeptur enthält leicht verdauliche Proteine. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Fütterung Ihrer Seniorkatze“. Mit Hilfe unseres Tools zur Übersicht über die körperliche Verfassung von Katzen können Sie außerdem das ideale Gewicht Ihrer Katze ihr Leben lang kontrollieren.

Sowohl Über- als auch Untergewicht kann Ihrer Katze besonders im fortgeschrittenen Alter schaden: Ein zu hohes Gewicht Ihrer alten Katze steigert das Risko an Diabetes zu erkranken und belastet zusätzlich ihre Gelenke. Durch die richtige Ernährung können Sie also Ihre alte Katze pflegen und sie länger fit halten. Anzeichen für Diabetes sind übrigens erhöhter Durst, vermehrtes Wasserlassen und größerer Hunger.

Grund für eine Gewichtsabnahme Ihrer Seniorenkatze können Zahnprobleme oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Denn hat Ihre Katze Zahnstein oder eine Zahnfleischerkrankung, wird sie aufgrund von Schmerzen weniger fressen. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion tritt bei älteren Katzen recht häufig auf. In diesem Fall ist die Stoffwechselrate der Katze erhöht und ihr Energieverbrauch gesteigert, was zu einem erhöhten Appetit bei gleichzeitig sehr schnellem Gewichtsverlust führt. Sollte sich Ihre Katze auffällig verhalten, kontaktieren Sie den Tierarzt; er kann Ihr Haustier entsprechend behandeln.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze ihre Nahrung verschmäht, lassen Sie sie von einem Tierarzt untersuchen. Der Tierarzt wird der Sache auf den Grund gehen. Sie können Ihrer alten Katze außerdem helfen, indem Sie ihr Futter auf mehrere kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten verteilen. Apropos Tierarzt: Wenn Sie Verwachsungen, Knoten oder Warzen an Ihrer Katze bemerken, sollten Sie diese umgehend von einem Tierarzt untersuchen lassen. Zwar mögen diese gutartig und harmlos sein, aber es besteht die Möglichkeit, dass sie ein Anzeichen für Krebs sind.

Ein veränderter Stoffwechsel führt dazu, dass Ihre Katze nicht mehr das Energiebündel ist, das sie einst war. Auch auf den Wasserhaushalt Ihrer Seniorenkatze sollten Sie achten: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze ausreichend trinkt und nicht dehydriert oder an einer Harnwegsinfektion erkrankt.

Blaues Symbol einer Seniorkatze

Mit zunehmendem Alter lassen die Sinne Ihrer Katze nach. Sie können Ihre alte Katze pflegen und dieser Nebenwirkung des Alters entgegenwirken:
Wärmen Sie beispielsweise ihr Nassfutter auf, um seine Aromen freizusetzen und dadurch den Appetit Ihrer Katze anzuregen.

Vermeiden Sie möglichst unerwartete laute Geräusche, wenn das Gehör Ihrer Katze im Alter schlechter geworden ist. Ähnliches gilt auch für ihr Sehvermögen – nähern Sie sich vorsichtig und bestimmt, damit Ihre Katze nicht erschrickt, wenn sie nicht mehr so gut sieht.

Da Seniorkatzen weniger aktiv sind, nutzen sich ihre Krallen nicht mehr so stark ab wie früher und es kann zu Entzündungen oder Einwachsen der Krallen kommen. Da sie ihre Krallen aber auch im Alter brauchen, ist eine Pflege und regelmäßiges Schneiden wichtig.

Steife Gelenke im Alter können dazu führen, dass Ihre Katze nicht mehr alle Körperteile erreichen kann, um sich zu putzen. Unterstützen und bürsten Sie sie sanft. Diese Pflege Ihrer alten Katze regt außerdem die Durchblutung an.

Mit zunehmendem Alter können Katzen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dazu zählen scheinbar unmotiviertes Jaulen und Miauen zu jeder beliebigen Zeit, Sturheit, eine geringere Flexibilität und ein höheres Bedürfnis sich zurückzuziehen. Auch Verwirrtheit, Unruhe und Vergesslichkeit (z. B., wenn es darum geht, die Katzentoilette zu benutzen) können Alterserscheinungen sein. In der Regel sind diese Anzeichen von Altersschwäche. Sie sollten aber dennoch den Tierarzt konsultieren, wenn diese Symptome Probleme bereiten, denn gerade lautes Miauen, Unruhe und Verwirrtheit können beispielsweise Anzeichen von Demenz sein.

Wenn Ihre Katze den Status Seniorkatze erreicht hat, wird sie sich an eine bestimmte Routine gewöhnt haben. Sie könne Ihre alte Katze pflegen, indem Sie diese Routine beibehalten und so zu ihrem körperlichen und geistigen Wohlbefinden beitragen.

Verwöhnen Sie Ihre Katze mit besonders viel Liebe, einer extra Prise Geduld und gestalten Sie ihr den Lebensabend so einfach wie möglich. Mit nur ein paar Anpassungen, wenig Unruhe und Stress sowie halbjährige Routine-Untersuchungen beim Tierarzt sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Seniorenkatze als die restliche gemeinsame Zeit genießen können.

gelbes Symbol mit einer Pfote und einer Hand steht für emotionale Unterstützung