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Hund stehend mit Besitzer im Wald

Einen Hund bei sich zu Hause aufnehmen

10 min Lesezeit

Jetzt, da es nur noch ein paar Tage bis zur Ankunft deines neuen Hundes oder Welpen sind, kannst du es sicherlich kaum erwarten, das neue Mitglied der Familie bei dir willkommen zu heißen. Einen kleinen Hundewelpen zu kaufen oder einen ausgewachsenen Hund zu adoptieren ist für alle sehr aufregend. In den letzten Tagen vor dem großen Tag wirst du dich sicher über ein wenig Ablenkung freuen, und es gibt genug zu tun, um dein Zuhause auf den Neuankömmling vorzubereiten. Hast du schon das passende Hundezubehör? Hier gibt’s nützliche Hunde-Tipps!

 

Bevor dein neuer Hund nach Hause kommt

Sobald dein vierbeiniger Freund zum ersten Mal durch die Eingangstür stürmt, wirst du alles um dich herum vergessen. Daher ist es umso wichtiger, dass du gut auf deinen neuen Hund oder Hundewelpen vorbereitet bist. Ein paar Dinge lassen sich vor seiner Ankunft regeln, damit du die ersten Tage mit deinem neuen Hund voll und ganz auskosten kannst:

Ein goldener Labrador-Welpe und ein älterer schwarzer Labrador liegen nebeneinander
  • Bevor dein neuer Hund zu dir nach Hause kommt, solltest du dich nach einem guten Tierarzt in deiner Nähe erkundigen und ihn dort registrieren lassen (wenn er das nicht bereits ist). Das kann nicht früh genug geschehen, denn dein Hund könnte krank werden, weitere Impfungen benötigen oder kastriert werden müssen.
  • Beim Tierarzt solltest du dich auch nach einer Haustierversicherung erkundigen, die unvorhergesehene Kosten für seine Leistungen abdeckt.
  • Es ist wichtig, deinen Hundewelpen im Umgang mit anderen Hunden und auch Menschen zu sozialisieren. Der Tierarzt wird dir sagen können, welche Hundeschule Kurse für Welpen anbietet. Vielleicht gibt es sogar praxiseigene Hundetrainingskurse. Welpenkurse bedeuten eine Menge Spaß und eröffnen sowohl Hund als auch Herrchen die Möglichkeit, Freunde fürs Leben zu finden. Vergewissere dich im Vorfeld, dass das Training ausschließlich auf Lob und Anerkennung basiert und die Hunde hier nicht durch „militärischen“ Drill und oder den Einsatz von Würgehalsbändern bestraft werden. Bei der Adoption eines ausgewachsenen Hundes kann dir auch das Tierheim einen Hundetrainer empfehlen, der dir bei der Ausbildung hilft.
  • Du bist gesetzlich dazu verpflichtet, deinem Hund ein Halsband mit einer Identifizierungsmarke anzulegen, das er stets an öffentlichen Orten zu tragen hat. Neben der Identifizierungsmarke muss er auch mit einem Mikrochip versehen sein – dieser Eingriff beim Tierarzt ist völlig schmerzfrei und dauert nur Sekunden.

Nachdem diese Dinge geregelt sind, ist es nun an der Zeit, eine Checkliste für deinen Hund oder Hundewelpen zu erstellen und einkaufen zu gehen. Sicherlich bereitet dir das shoppen für Hundezubehör eine Menge Spaß, aber es wird dir auch einiges an Willensstärke abverlangen, nicht gleich den ganzen Laden leerzukaufen! Auch wenn es verlockend klingt, möglichst viele neue Dinge für deinen neuen Hund zu besorgen, solltest du dich zunächst auf die folgenden Artikel konzentrieren:

  • Zwei Näpfe – einen Futternapf und einen Wassernapf. Entscheide dich für eine leicht zu reinigende Variante aus Keramik oder Edelstahl.
  • Leine und Halsband aus Nylon oder Leder. Um deinem Hund beizubringen, an der Leine zu gehen und nicht zu ziehen, empfehlen wir ein gepolstertes „Halti“, ein Kopfhalfter. Damit wird die Erziehung zum Kinderspiel, und auch größere Hundewelpen wirst du nicht mehr so schnell hinter sich herziehen!
  • Pflegezubehör.
  • Ein paar sichere Hundespielzeuge, die Spaß machen und zum Spielen anregen.
  • Ein Bett. Es gibt eine riesige Auswahl an Hundebetten auf dem Markt. Entscheide dich für eins, das zur Größe und zum Temperament des Hundes passt – einige Hundebetten sind stabiler als andere! Stelle das Bett an einem warmen und ruhigen Ort auf, an dem es nicht zieht.
  • Ein Zwinger mit Metallgeflecht zur Nutzung in der Wohnung oder eine Hundebox. Vor allem Welpen genießen den Schutz einer Hundebox und nutzen sie als ihren eigenen kleinen und sicheren Verschlag. Wenn du um die Box eine Decke wickelst und sein Bett hineinstellst, wird dies für deinen Hundewelpen sein sicherer Hafen, wo er sich verstecken und ausruhen kann, wenn es ihm zu laut und wuselig wird. Hundeboxen können auch dabei helfen, dass Hunde schneller stubenrein werden, denn Welpen beschmutzen nur ungern ihr eigenes kleines Reich.
  • Futter. Erkundige dich, welche Art von Futter dein Welpe wie oft und wann beim Züchter bzw. im Tierheim bekommen hat, und halte dich mindestens eine Woche lang an diese Vorgaben. Du kannst sein Futter mit der Zeit nach und nach wechseln, falls dir das lieber ist oder dein Hund aus gesundheitlichen Gründen einen Futterwechsel benötigt.

 

Wenn du Zuhause angekommen bist

Endlich ist der Tag gekommen! Sicherlich wird jeder in deiner Familie vor Aufregung fast platzen und es kaum erwarten können, mit dem Familienzuwachs spielen zu dürfen. Sorge allerdings dafür, dass dein neuer Mitbewohner genügend Zeit zur Eingewöhnung hat.

Darüber hinaus gibt es noch ein paar weitere Hunde-Tipps, die die Ankunft des neuen Familienmitglieds erleichtern:

Goldener Labrador-Welpe, der unten auf dem Gras sitzt
  • Stelle sicher, dass du genügend Zeit mit deinem neuen Hund verbringen kannst, damit ihm die Eingewöhnung leichter fällt, er sich an sein neues Umfeld anpassen und eine Alltagsroutine entwickeln kann. Vielleicht kannst du von Zuhause aus arbeiten oder sich ein paar Tage freinehmen, um für dein neues Haustier da zu sein.
  • Entscheide dich für einen Namen für deinen Hund. Einer der schönsten Momente ist es, wenn dein neuer Hund einen Namen bekommt und so Teil deiner Familie wird. Wenn du einen Namen gefunden hast, der dir gefällt, solltest du so früh wie möglich damit anfangen, ihn damit anzusprechen. Schon bald wird er darauf reagieren und lernen, zu dir zu kommen, wenn du ihn rufst!
  • Stelle Hausregeln auf. Es ist wichtig, dass jedes Familienmitglied sich daran hält. Denn ansonsten ist dein Hund nur verwirrt, wenn er bei einem Familienmitglied auf die Couch darf und bei einem anderen nicht. Junge Welpen werden schnell frech, wenn sie nicht im Zaum gehalten werden. Wenn du ihn also einmal am Tisch betteln lässt, kannst du davon ausgehen, dass er von nun an bei jeder Mahlzeit zu dir kommen wird! Doch es gibt auch ein paar Grundregeln, an die sich die menschlichen Mitbewohner zu halten haben. Wenn du also beispielsweise einen Welpen hast, der gern alles anknabbert, sollte jeder tunlichst die teuren Schuhe oder sein Handy außer Reichweite verstauen.
  • Bleibe ruhig. Natürlich ist es – vor allem für jüngere Familienmitglieder –verführerisch, einen neuen Hund mit Liebe nur so zu überschütten. Während sich ein neuer Welpe noch an sein neues Zuhause gewöhnt, solltest du aufgeregte Kinder zurückhalten und dem Hund seine wohlverdiente Ruhe gönnen.
  • Verbringe Zeit mit deinem neuen Hund. Wenn du dir ein paar Tage freinimmst, um deinem Hund bei der Eingewöhnung zu helfen, solltest du ihn für kurze Zeiträume auch mal allein zu Hause lassen und die Zeitspannen innerhalb der ersten Woche nach und nach vergrößern. Denn schließlich möchtest du nicht nach deinem ersten Arbeitstag nach Hause kommen und einen verstörten Hund oder gar angeknabberte Möbel vorfinden.
Zwei Hunde sitzen bei ihren Besitzern und trinken etwas
  • Wenn du einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause bietest, spreche mit den Mitarbeitern dort, um herauszufinden, welche Vorlieben dein neues Haustier hat. Vielleicht gibt es etwas, dass du tun oder deinem Hund geben kannst, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern.
  • Denke daran, dass dein Hund zu Beginn vielleicht mit den neuen Veränderungen und der ganzen Aufregung etwas überfordert ist, sodass er sich anfangs gern zurückzieht. Doch schon bald sollte er sich an seine neue Rolle als Familienmitglied gewöhnt haben. Sollte er sich jedoch weiterhin verschließen, spreche mit dem Tierarzt.

Der Züchter deines Welpen und auch der Tierarzt werden dir gern mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen, wenn es um die Pflege des neuen Hundes oder Welpen, seine Gesundheit oder seine Eingewöhnung geht. Alles, was du jetzt noch tun musst, ist, das gemeinsame Kennenlernen zu genießen, miteinander zu spielen, zu üben und Spaß zu haben und ihn dabei zu beobachten, wie er immer mehr wächst und schon bald dein bester Freund wird!