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Hund rutscht auf dem Po

4 min Lesezeit

Dein Hund rutscht auf dem Po über Teppiche, Böden oder Wiesen nach dem Stuhlgang. Meist leidet er dann unter einem starken Juckreiz und versucht mit dem sogenannten Schlittenfahren das Symptom zu lindern. Doch nicht immer ist klar, was der Auslöser hierfür ist. Für diesen Juckreiz können mehrere Ursachen infrage kommen, die teilweise mit Begleitsymptomen auftreten und auf Irritationen im Bereich des Hinterteils beim Hund hinweisen. Auf jeden Fall muss die Ursache gefunden und unbedingt behandelt werden! In unserem Ratgeber erfährst du alle Informationen rund um das Thema „Hund rutscht auf dem Po“ – von den Ursachen bzw. Krankheiten über weitere Symptome bis hin zu den Behandlungsmöglichkeiten!

Warum rutscht der Hund auf dem Po?

Wenn dein Hund auf dem Po rutscht (genannt auch: Schlittenfahren Hund) macht er dies nicht nur einmal, sondern in regelmäßigen Zeitabständen. Es können viele Ursachen bzw. Krankheiten dahinterstecken, warum dein Hund auf dem Po rutscht.

Darmparasiten beim Hund

Darmparasiten beim Hund können dazu führen, dass dein Hund einen Juckreiz am After zeigt. Sie (z.B. Spulwürmer oder auch Bandwürmer) haben unter anderem Durchfall, Erbrechen und eine schlechte Nährstoffverwertung zur Folge. Sogar Welpen können von ihrer Mutter mit Spulwürmern oder mit Flöhen infiziert werden. Um den Juckreiz am After zu lindern, rutscht dein Hund nach dem Stuhlgang auf dem Po. 

Kleiner Hund wird von einem Tierarzt gehalten

Darmparasiten bedeuten Stress und Schmerzen für deinen Hund. Das beste Mittel deinen Hund vor Darmparasiten zu schützen sind Entwurmungspräparate.

Der Tierarzt verschreibt deinem Hund eine Wurmkur, damit die Würmer aus dem Hund entweichen. Wir empfehlen dir, regelmäßig eine Wurmkur bei deinem Hund durchführen zu lassen. 

Allergien

Eine Allergie tritt auf, wenn der Hund allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel oder Umwelteinflüsse reagiert. Es zeigen sich Hautreizungen auf der Haut, diese sind aber meist nicht nur auf eine Stelle am Körper beschränkt.

Besteht eine Allergie der Haut, so zeigen sich entzündete Reaktionen wie z. B. Rötungen, Bläschen, Schwellungen, Schuppenbildung, Juckreiz und trockene Hautstellen. Hunde sind besonders allergisch gegen Waschmittel an ihren Hundedecken, gegen Hundeshampoo und Staubmilben in Textilien. Weitere Symptome wie z. B. Niesen, Haarausfall, Magen-Darm-Beschwerden (verbunden mit Blähungen und/oder Durchfall) können auftreten. Zunächst muss bei einer Allergie der Haut herausgefunden werden, um welche Allergie es sich handelt. Mit bestimmten Medikamenten wie z. B. Antihistaminika und Kortikosteroiden wird der Juckreiz gelindert. Teilweise können auch neurologische Ursachen dahinterstecken. Falls dir diese Symptome bei deinem Hund auffallen, solltest du unbedingt mit deinem Hund zum Tierarzt gehen. 

Verstopfte Analdrüse beim Hund

Eine verstopfte Analdrüse beim Hund kann entstehen, wenn das produzierte Sekret nicht entleert werden kann. Verschiedene Verhaltensweisen des Hundes deuten darauf hin, dass die Analdrüsen beim Hund verstopft sind. Diese können sein: 

  • Schlittenfahren des Hundes
  • besonders häufiges Lecken und Beißen um die Afterregion
  • Futterverweigerung
  • Teilnahmslosigkeit des Hundes
  • Fieber oder Schwellungen 
  • Abszesse am Analbeutel.

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund verstopfte Analdrüsen hat, solltest du ihn bei deinem Tierarzt vorstellen. Denn wenn eine Verstopfung der Analdrüsen zu lange besteht, kann sich daraus eine schmerzhafte Analdrüsenentzündung entwickeln.

Analdrüsenentzündung beim Hund

Die Analdrüsenentzündung beim Hund tritt im Bereich der Analbeutel auf und verursacht schmerzhafte Entzündungen. 

Golden Retriever sitzt auf einem roten Teppich

Werden die Analbeutel des Hundes beim Kotabsetzen nicht richtig ausgedrückt, verbleibt das Sekret in den Drüsen und führt zu einer Analdrüsenentzündung des Hundes. Dies geschieht oft bei zu weichem Kot!

Typische Ursachen, die zu einer Analdrüsenentzündung führen sind:

  • falsches Hundefutter und Futterallergien
  • Durchfall
  • Tumore im Enddarm
  • mangelnde Hundehygiene
  • genetische Veranlagung

Analdrüsenentzündung beim Hund: Symptome

Die Analdrüsenentzündung beim Hund macht sich durch verschiedene Symptome wie unter anderem einem bräunlich-übelriechenden Sekret bemerkbar, welches der Hund beim Laufen verliert. Auch Symptome wie Lecken und Knabbern an der Afterregion, Knabbern an der Rute, Schmerzen, Behinderungen beim Kotabsetzen und Schlittenfahren des Hundes gehören dazu.

Analdrüsenentzündung beim Hund: Behandlung

Die Behandlung der Analdrüsenentzündung beim Hund sollte vom Tierarzt durchgeführt werden. Zunächst werden die verstopften Analbeutel geleert, indem der Tierarzt durch eine Massage die verstopften Hohlräume lockert. Bei einer ausgeprägteren Analdrüsenentzündung des Hundes behandelt der Tierarzt den Enddarm mit einer entzündungshemmenden Spüllösung. So werden Erreger bzw. Bakterien im Afterbereich hygienisch gereinigt und entfernt. 
Liegt der Verdacht einer Entzündungsausbreitung im ganzen Körper des Hundes vor, kann die Behandlung mit einem Antibiotikum erforderlich sein.

Den Analdrüsen-Problemen beim Hund vorbeugen

Die Ernährung und das richtige Futter spielen eine wichtige Rolle, um Analdrüsen-Problemen beim Hund vorzubeugen. Eine hochwertige und ausgewogene Ernährung stellt eine gute Kotqualität sicher und erleichtert damit die normale Entleerung der Analdrüsen. Zudem solltest du bei deinem Hund regelmäßig eine Flohprophylaxe und Entwurmung durchführen, um einen Juckreiz im Analbereich zu verhindern.