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Hund, der Fang mit Tennisball spielt

Die Pubertät bei Hunden - Womit du zu rechnen hast

4 min Lesezeit

Wenn dein Welpe etwa sechs Monate alt ist, wirst du feststellen, dass dein Baby zu einem Teenager herangewachsen ist! Die Hundepubertät ist eine Entwicklungsphase, die viele Besitzer nicht vorhersehen. Oft wird erwartet, dass der Hund einfach nahtlos vom Welpen- zum Erwachsenenalter übergeht, aber das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Es gibt einen Grund, warum die meisten abgegebenen Hunde in Tierheimen zwischen 6 und 18 Monaten alt sind. Auch die Pubertät der Hunde kann eine schwierige Phase sein. Jedoch mit ein wenig Wissen, Vorbereitung und ein wenig Geduld wirst du feststellen, dass du alle Probleme, die das Leben mit einem jugendlichen Hund mit sich bringen kann, lösen kannst. Mit unseren Erziehungstipps wirst du sowohl mit unbeschadeten Nerven als auch einer gesunden Mensch-Hund-Beziehung aus der Situation hervorgehen.

 

Wann kommen Hunde in die Pubertät?

Die Pubertät der Hunde beginnt in der Regel, wenn der Welpe 6 Monate alt ist. Allerdings sind Beginn und Dauer der Pubertät je nach Rasse unterschiedlich. Kleinere Rassen neigen dazu, ihre Teenagerphase früher zu durchlaufen als größere Rassen, die sich langsamer entwickeln. Ein Hund kleinerer Rasse wird oft etwa ein Jahr alt sein, während eine Riesenrasse zwei Jahre alt sein kann, bevor seine Pubertät vorbei ist.

Was sind die Anzeichen von Pubertät bei Welpen?

flauschiger weißer Welpe, der auf dem Gras sitzt

Während der Hundepubertät sind mehrere Entwicklungsprozesse am Werk. Wenn du dir bewusst bist, worum es sich handelt und welche Auswirkungen die Pubertät voraussichtlich auf das Verhalten deines Welpen haben wird, kannst du den Zeitraum, in dem diese Lebensphase euch beide auf Trab hält, verkürzen.

Die Pubertät von Welpen ist eine Zeit, in der dein Welpe anfängt unabhängiger zu werden. In diesem Alter beginnt er die Welt eher als Erwachsener und nicht als Kind zu betrachten und anstatt sich auf dich als Sicherheit zu verlassen, wird er eher "selbstständig". Dies kann oft bedeuten, dass der Instinkt deines Hundes darauf abzielt, dir weniger zuzuhören, bei Spaziergängen weiter von dir wegzuwandern und wahrscheinlich weniger auf dich zu reagieren, wenn du ihn rufst (egal wie gut er vorher gehorcht hat). Einige pubertierende Welpen werden sogar die Flucht ergreifen oder dich aktiv meiden, wenn sie gerufen werden. Tatsächlich ist es manchmal leicht zu glauben, dass ihnen nie ein Appell beigebracht wurde - etwas, das viele Besitzer zur Verzweiflung bringt.

 

Wie geht man mit der Welpenpubertät um?

Auch bei pubertierenden Welpen gilt: Ruhe bewahren. Bestrafe deinen Hund nicht, denn dies führt nur dazu, dass er noch seltener zu dir kommen wird. Stattdessen solltest du mit deinem Gedächtnistraining zu den Grundlagen der Hundeerziehung zurückkehren und viele Belohnungen einbauen. Am wichtigsten ist es, dass du es für deinen heranwachsenden Welpen nicht zur Gewohnheit werden lässt, nicht zurückzukommen. Das bedeutet, dass du für ein paar Wochen eine Langlaufleine benutzen musst, damit dein Hund immer noch die Freiheit behält, zu laufen, zu schnüffeln und zu erforschen, aber nicht dazu in der Lage ist, dich zu ignorieren oder in die Ferne zu entschwinden. Auf diese Weise verkürzt du diese Zeit und bringst dein Training relativ schnell wieder auf den richtigen Kurs.

 

Warum hat mein heranwachsender Welpe plötzlich Angst?

Hunde haben noch eine zweite Angstphase, die irgendwo zwischen 6-18 Monaten liegt. Bei einigen Hunden kann es in der Pubertät zu einer Angstphase kommen. Dies hängt oft mit Wachstumsschüben oder Hormonschwankungen zusammen. Diese Zeit ist dadurch gekennzeichnet, dass dein Welpe reaktionsschnell zu sein scheint oder Angst vor Dingen hat, die ihn in der Vergangenheit nicht gestört haben: seltsame Menschen, unbekannte Hunde, unbekannte Gegenstände oder Orte usw. Der richtige Umgang in dieser Zeit ist von entscheidender Bedeutung, da in dieser Phase Erlerntes häufig nur auf ein einziges Erlebnis zurückzuführen ist. Mit anderen Worten: eine schlechte Erfahrung zu diesem Zeitpunkt kann das Verhalten deines Hundes nachhaltig beeinflussen, auch wenn alle seine vorherigen Erfahrungen positiv gewesen sind. Beobachte deinen pubertierenden Welpen genau und schaue, ob er anders in Bezug auf Dinge zu reagieren scheint, die er normalerweise in seinem Leben macht. Auf keinen Fall darfst du ihn für diese Verhaltensweisen beschimpfen oder bestrafen, andernfalls wird seine Furcht nur noch verstärkt - erinnere dich stattdessen an deine anfänglichen Erziehungs- und Gewohnheitsmethoden und versuche, alle Erfahrungen positiv zu gestalten. Zwinge deinen Hund nicht, sich seinen Ängsten zu stellen. Halte stattdessen ausreichend Abstand, bei dem dein Hund nicht das Gefühl hat, dass er reagieren oder besorgt sein muss. Lasse deinen Junghund sich in seiner eigenen Weise nähern, zurückziehen und erkunden, und belohne ihn mit Leckereien, um alle Interaktionen positiv zu gestalten.

 

Wie die Sozialisierung von Welpen in der Pubertät hilft

Vermeide negative Begegnungen oder potenziell beunruhigende Situationen, soweit dies möglich ist, da eine schlechte Erfahrung nun die Art und Weise, wie dein Welpe die Welt betrachtet, beeinträchtigen und sein Verhalten als Erwachsener beeinflussen könnte. Achte besonders darauf deinen Hund nicht zu überfordern. Suche den Kontakt zu anderen Hunden oder Menschen und besuche nur Orte, die du kennst. Es ist wichtiger keine schlechten Erfahrungen zu machen als so viele wie möglich. Mit diesem Verhalten ermöglichst du deinem Hund zwar Erfahrungen, aber in einem gesteckten und gesicherten Rahmen. Ermutige deinen pubertierenden Welpen immer wieder, am Leben mit anderen Menschen und Hunden teilzunehmen oder neue Orte zu erkunden, aber arbeite hart daran, all diese Erfahrungen und Begegnungen positiv und lustig zu gestalten.

 

Sind noch weitere Fragen offen? Dann kontaktiere uns gerne direkt.
Sind noch weitere Fragen offen? Dann kontaktiere uns gerne direkt.

Warum verhält sich mein pubertärer Hund anders?

glücklicher Hund, der auf dem Gras mit einem Tennisball sitzt

Hormonschwankungen, die mit der Pubertät einhergehen, haben auch bei Hunden eine Auswirkung auf fast alles, was z.B. Reizbarkeit, Intensität und Überreaktion angeht. Dies äußert sich in einer Verstärkung des bestehenden Verhaltens. 

So können scheue Hunde in der Pubertät schüchterner werden und selbstbewusste Hunde können mehr (manchmal sogar ein übersteigertes) Selbstbewusstsein entwickeln. Dies ist die Zeit, in der der Mangel an geeigneter und angemessener Erziehung, Sozialisierung und Gewöhnung zu einem Problem werden kann. Hunde, die all dies verpasst haben, zeigen in der Regel Verhaltensprobleme, die mit Angst verbunden sind (einschließlich Überreaktion und Aggression).

Wenn du es noch nicht getan hast, spreche mit deinem Tierarzt über die Kastration und entscheide, ob es für deinen Hund geeignet ist. Es gibt gesundheitliche Vorteile für männliche und weibliche Hunde und bestimmte Verhaltensweisen können dank der Kastration einfacher zu handhaben sein.

 

Verlieren jugendliche Hunde ihre Zähne?

Als ob all dies nicht genug wäre, mit deinem Hundejungen fertig zu werden, erhalten Hunde auch in der Pubertät ihren vollen Satz erwachsener Zähne. Um deinen Welpen beim Zahnwechsel zu helfen, muss er die Möglichkeit haben richtig zu kauen! Viele Leute verstehen das nicht und denken, dass ihr jugendlicher Hund einfach nur zerstören möchte, obwohl er tatsächlich ein körperliches Bedürfnis hat, an Dingen zu nagen. Kauspielzeuge sind perfekt dafür und bieten ideale Kaumöglichkeiten - zudem kannst du deine Möbel und Schuhe retten.

 

Hilfreiche Tipps im Umgang mit einem Hund in der Pubertät:

  • Denke nicht, dass dein pubertierender Hund ein Problem hat - diese hormonellen Veränderungen sind für ihn schwierig zu steuern und er braucht deine Hilfe.
  • Trainiere und arbeite weiter mit deinem Hund - und verliere nicht die Geduld, wenn er nicht so konzentriert ist, wie er einmal war oder alles vergessen zu haben scheint, was er je gelernt hat.
  • Halte alle sozialen Interaktionen positiv und sei so vorsichtig wie möglich, damit dein Hund nicht auf unsoziale oder aggressive Hunde trifft, da dies eine Zeit ist, in der diese Begegnungen die Art und Weise prägen können, wie dein erwachsener Hund mit seiner Umgebung interagieren wird.
  • Lasse deinen Welpen nur mit Hunden spielen, die er kennt und mit denen er sich gut versteht.
  • Sei darauf vorbereitet, dass dein Hund in der Pubertät besorgt oder ängstlich im Hinblick auf Dinge oder Situationen reagiert, die er in der Vergangenheit bereits erlebt hat. Du bewertest alles mit den Augen eines Erwachsenen, also achte genauso empfindsam auf die Ängste deines Welpen wie bei dir, als du noch ein Kind warst.
  • Wenn du dir Sorgen um das Verhalten deines Hundes machst, spreche mit einem Verhaltensforscher, der dir helfen kann, die Pubertät deines Hundes zu überstehen.

Manchmal drängt sich der Gedanke auf, dass dein jugendlicher Hund absichtlich deine Geduld herausfordert, aber die Pubertät ist in Wirklichkeit eine komplexe Zeit der Weiterentwicklung für ihn. Mit ein wenig Teamarbeit werdet ihr diese Phase gemeinsam durchstehen. Wenn du Hilfe benötigst, um deinem kleinen Rebellen Manieren beizubringen, lese unseren Leitfaden oder lasse dir von unserem Expertenrat Tipps zur Hundeerziehung geben.

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