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Katze schlägt ein

Katze erziehen: Tipps und Tricks

6 min Lesezeit
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Du möchtest deine Katze erziehen? Hier erfährst du, wie das geht und welche Vorteile das hat. Die wichtigste Voraussetzung bei der Katzenerziehung ist viel Geduld, denn im Gegensatz zu Hunden sind Katzen sehr eigenständig und gehorchen nicht bedingungslos. Trotzdem kannst du deine Katze erziehen und ihr gewisse Regeln beibringen, die das Zusammenleben in deinem Zuhause harmonischer machen.

 

Kann man Katzen erziehen?

Ja, das geht. Du kannst deiner Katze gewisse Regeln beibringen. Denn Katzen sind ähnlich sensibel wie Hunde und können das Verhalten ihres Herrchens oder Frauchens sehr gut deuten. Wirst du als Halter zum Beispiel gegenüber deiner Katze laut, versteht diese, dass eine bestimmte Verhaltensweise unerwünscht ist.

Gleichzeitig sind Katzen aber wesentlich selbständiger als Hunde und fühlen sich Menschen weniger verpflichtet. Der Grund dafür liegt in den Genen: Katzen sind Rudeltiere, aber sie jagen alleine – genau, wie ihre Vorfahren, die Wildkatzen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Hauskatzen ihren eigenen Kopf haben. Daher lautet die wichtigste Voraussetzung für die Katzenerziehung: Geduld!

 

Tipps: Wie kann man Kitten erziehen?

Das A und O der Erziehung von Katzen ist es, so früh wie möglich damit zu beginnen. Schon wenn du dein neues Katzenbaby nach Hause bringst, kannst du spielerisch mit der Erziehung starten. Hier ein paar Erziehungstipps:

  • Training in Einheiten: Lege einmal am Tag kurze spielerische Trainingseinheiten ein. Pro Einheit suche dir eine Sache aus, die du deiner Katze beibringen willst. Auf diese Weise ist deine Katze nicht abgelenkt und kann sich auf eine Aufgabe konzentrieren.
  • Spreche ruhig und mit warmer Stimme: Katzen mögen sanfte Töne. Nutze diese Vorliebe für dich und spreche mit deiner Katze liebevoll und ruhig. Auch ein sachtes “Nein” versteht deine Katze dann.
  • Sei konsequent: Wenn du zum einen nicht möchtest, dass deine Katze am Tisch bettelt, ihr wiederum aber gelegentlich etwas vom Tisch gibst, wirst du bei deiner Katze auf taube Ohren stoßen. Denn sie hat gelernt: “Ab und an kriege ich was vom Tisch. Also bin ich lieber da, wenn mein Besitzer isst – man weiß ja nie!” In diesem Fall ignoriere die Katze eine Zeitlang während deiner Mahlzeiten und gebe ihr nichts vom Tisch – fällt schwer, ist aber effektiv! Halte außerdem die Fütterungszeiten deiner Katze konsequent ein. So kann deine Katze sich darauf einstellen, dass es bald Futter gibt.
  • Sei streng: Zeige deiner Katze, wenn sie sich falsch verhalten hat. Sage ganz deutlich „nein“. Je nach Charakter der Katze hilft es auch, wenn du sie anschließend eine Weile bewusst ignorierst. 
  • Lobe sie: Belohne deine Katze mit Leckerli oder kraule ihr Köpfchen, wenn sie etwas richtig gemacht hat. Sie wird sich merken, dass sich gutes Verhalten rentiert – wer verzichtet denn schon freiwillig auf eine Streicheleinheit?

 

Warum sollte man Katzen erziehen?

Deine Katze oder dein Kitten zu erziehen bringt einige Vorteile:

  • Du und deine Katze lebt harmonischer zusammen, wenn diese sich wie selbstverständlich an bestimmte Regeln hält.
  • Mit der Katzen-Erziehung schützt du sie vor Gefahrenquellen. Bringe deiner Katze also von klein auf mit einem beherzten “Nein” oder “Runter” bei, dass sie nicht mit herumliegenden Kabeln spielen darf oder gewisse Orte für sie tabu sind. 
  • Deine Katze geht nicht aufs Katzenklo? Mit der richtigen Erziehung kannst du dafür sorgen, dass deine Katze stubenrein wird.
  • Du kannst deine Katze dazu bringen, sich gewisse Verhaltensweisen abzugewöhnen oder diese zu ändern, beispielsweise das Kratzen. Mehr erfährst du im nächsten Abschnitt.

 

Verhaltensweisen meiner Katze abgewöhnen oder ändern

Deiner Katze das Beißen, Jagen oder Markieren abzugewöhnen ist ein Anliegen vieler Katzenhalter. Wir erklären, wie du das Verhalten deiner Katze ändern kannst.

Meiner Katze das Beißen abgewöhnen

Besonders bei erwachsenen Katzen kann ein Biss richtig weh tun. Hast du schon eine dieser Abgewöhnungsstrategien ausprobiert?

  • Hand wegziehen: Bei einem Kitten kannst du die Hand einfach wegziehen. Bei einer älteren Katze funktioniert das allerdings nicht mehr, da sie danach schnappen wird und dir dabei einen Kratzer verpasst.
  • Katzenspielzeug: In diese Beißalternativen darf deine Katze ungehemmt hineinbeißen.
  • Wasserpistole: „Bestrafe“ deine Katze vorsichtig und ohne sie zu verletzen mit einem Spritzer aus der Wasserpistole oder einer Sprühflasche. Katzen können Wasser nicht ausstehen und verbinden diese unerwünschte „Erfrischungskur“ mit dem Beißen.

Meiner Katze das Markieren abgewöhnen

Urinmarkierungen in den eigenen vier Wänden sind eine überaus unangenehme Angelegenheit. So gewöhnst du deiner Katze das Markieren ab:

  • Sorge dafür, dass sich deine Katze wohlfühlt. Denn Stress ist ein häufiger Auslöser für Harnmarkierungen. Schaffe Rückzugsorte für deine Katze und schenke ihr Aufmerksamkeit, wenn sie danach verlangt.
  • Übertreibe es nicht mit dem Wohnungsputz. Wenn Katzen markieren, verteilen sie damit Geruchsstoffe, durch die sie sich wohlfühlen. Geruchsintensive Reinigungsmittel hingegen können für deine Katze so fremd sein, dass sie den Geruch mit ihrem „vertrauten“ Uringeruch zu übertünchen versucht.
  • Bei Kitten kannst du über eine Kastration nachdenken. Häufig sind nämlich Sexualhormone der Auslöser für Urinmarkierungen.

Meiner Katze das Vögelfangen abgewöhnen

Hauskatzen jagen in der Regel nicht, weil sie Hunger haben. Viel eher tun sie es aus Instinkt oder zum Spaß. Mit diesen Tricks kannst du deiner Katze das Vögelfangen abgewöhnen:

  • Spiele regelmäßig und ausgiebig mit deiner Katze. Danach wird sie so erschöpft sein, dass ihr die Lust aufs Jagen vergeht.
  • Orientiere dich an den Nistzeiten der Vögel. Zwischen Mai und Juni sind besonders viele Jungvögel unterwegs. In dieser Zeit solltest du deine Katze außer Haus beaufsichtigen.
  • Kastriere oder sterilisiere deine Katze. Der Jagdtrieb nimmt dadurch meist stark ab.
Katze wartet brav vor der Tür

Meine Katze will nicht reinkommen

Manche Katzen, die auch nach draußen dürfen, können beim Versuch, wieder nach drinnen zu gelangen, Frust oder sogar ein zerstörerisches Verhalten entwickeln.

Probiere es mal mit einem kleinen, aber lauten Glöckchen, das du an einer Schnur befestigen und auf Augenhöhe deiner Katze anbringst. Achte nicht auf das Miauen, Kratzen oder anderweitiges Vorgehen deiner Katze, um auf sich aufmerksam zu machen. Nachdem deine Katze irgendwann das Glöckchen berührt und zum Klingen gebracht hat, kannst du die Katze hereinlassen. Nach ein paar Durchgängen wird deine Katze lernen, das Glöckchen gezielt zu betätigen. So einfach kannst du deine Katze erziehen!

 

Katze schlagen oder anschreien: No-Gos bei der Katzenerziehung

  • Brüllen: Die Ohren von Katzen sind viel feiner als Menschenohren. Wenn deine Katze einen Fehler gemacht hat, genügt es daher völlig, wenn du die Stimme erhebst – alles andere tut deiner Katze in den Ohren weh und nützt nichts.
  • Gewalt: Ob Katze, Hund oder Mensch: Gewalt ist nie der richtige Weg zur Erziehung. Die einzige Konsequenz von Gewalt deiner Katze gegenüber ist, dass diese sich nachhaltig eingeschüchtert fühlt – und das bedeutet ein schwieriges gemeinsames Zusammenleben für euch beide. 
    Übrigens: Katzenmütter packen ihre Katzenbabys im Nacken, um sie zu maßregeln. Darauf solltest du ebenfalls verzichten, denn die Aufgaben der Mutter sollten bei der Mutter bleiben.
  • Nachträgliches Schimpfen: Maßregele deine Katze direkt nach einem Fehler. Stunden später wird sie nicht mehr wissen, was du meinst. Versuche also, nicht nachtragend zu sein – im Zweifelsfall war es keine Absicht deiner Katze.
  • Zwang: Deine Katze muss LERNEN, was sie tun darf und was nicht. Sie zu etwas zu zwingen ist hingegen völlig aussichtslos.