Schützen Sie Ihren Welpen, wenn Sie unterwegs sind.

Die meisten Züchter übergeben die Welpen erst mit acht Wochen an Ihre neuen Besitzer - dies wird Ihnen wie eine Ewigkeit erscheinen!

Die meisten Züchter werden Sie bitten, Ihren neuen Hundewelpen erst zu sich nach Hause zu holen, wenn er acht Wochen alt ist – auch wenn sich das für Sie wie eine Ewigkeit anfühlen mag! Glücklicherweise gibt es bereits bei der Vorbereitung auf einen neuen Welpen genug zu tun, und Sie werden die Zeit brauchen, um Ihr Zuhause für den neuen Familienzuwachs sicher zu machen. Selbst wenn Sie einem ausgewachsenen Hund ein neues Zuhause bieten, werden Sie Ihr Heim auf mögliche Gefahrenquellen untersuchen müssen und sicherstellen wollen, dass Ihr Haus und Ihr Garten hundefreundlich sind.

Bereiten Sie Ihrem Welpen ein sicheres zu Hause vor

Welpe liegt auf dem Boden und kaut auf einem Spielzeug
  • Bringen Sie eine Kindersicherung an Küchenunterschränken an, vor allem, wenn Sie darin Reinigungsmittel verwahren.
  • Und wo Sie schon mal den Bohrer in der Hand haben, sollten Sie gleich auch ein Schutzgitter am oberen und unteren Ende der Treppe anbringen, damit Ihr Welpe oder älterer Hund nicht aus Versehen die Treppe hinunterfällt oder sich unerwünscht Zugang zu bestimmten Bereichen im Haus verschafft.
  • Ein Hundekäfig in angemessener Größe hilft Ihrem Hund nicht nur, sich in seinem neuen „Verschlag“ sicher zu fühlen, sondern schützt ihn auch vor möglichen Gefahrenquellen, wenn er unbeaufsichtigt ist.
  • Verstauen Sie lose Elektrokabel hinter Ihren Möbeln, denn ein solches Kabel kann für einen Welpen und seine kleinen Zähne sehr verlockend sein. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie in einem Haushaltswarengeschäft nach einem festen Kabelkanal suchen, der alle losen Kabel versteckt.
  • Kaufen Sie ausreichend Kauspielzeug, um Ihren Hundewelpen von Stuhlbeinen, Handys oder anderen Elektroartikeln abzulenken, an denen er sich ebenfalls zu schaffen machen könnte.
  • Wenn Ihr Hund zu Hause ist, sollten Sie den Toilettendeckel geschlossen halten – einige Hunde trinken gern aus der Toilettenschüssel!
  • Entfernen oder vermeiden Sie giftige Gegenstände im Haushalt wie beispielsweise giftige Pflanzen wie Philodendren, Misteln, Weihnachtssterne, scharfe Reinigungsmittel und Insektenschutzmittel.
  • Halten Sie die Türen von Backöfen, Kühlschränken, Mikrowellengeräten, Geschirrspülern, Wäschetrocknern und Waschmaschinen geschlossen. Kleine Welpen können sich an den sonderbarsten Orten verkriechen und finden beispielsweise in einem Wäschetrockner das perfekte Versteck! Bringen Sie an den Türen Notizen an, damit auch andere Personen vor dem Gebrauch dieser Geräte einen Blick ins Innere werfen.
  • Hunde haben nicht dieselbe Wahrnehmung von Höhen und Tiefen wie wir Menschen. Wenn Sie Ihr Haus hundesicher machen, achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht aus dem Fenster eines höheren Stockwerks springen oder aus Versehen herausfallen kann.
  • Wenn so ein Energiebündel durchs Haus rast, kann es leicht passieren, dass es ausrutscht oder fällt und sich dabei verletzt. Achten Sie auf die Bereiche, in denen dies möglich ist, und legen Sie eine Antirutschmatte oder einen Teppich auf glatten Stellen oder Holzböden aus.
  • Wenn neugierige Hundewelpen mit brennenden Kerzen, Räucherstäbchen oder mit Öl befüllten Duftlampen in Kontakt kommen, ist Ärger vorprogrammiert. Löschen Sie offene Flammen und sorgen Sie bei offenem Feuer für eine Schutzvorrichtung.

Bereiten Sie Ihrem Welpen einen sicheren Garten vor

  • Ihr Garten muss sicher genug sein, damit sich Ihr Hund darin frei bewegen und nicht entwischen kann. Achten Sie daher darauf, dass der Gartenzaun hoch genug ist, um einen energiegeladenen Hund zu stoppen (für die meisten mittelgroßen Hunde braucht man einen 1,80 m hohen Zaun)! Untersuchen Sie den Zaun auf Löcher und Lücken, unter oder durch die sich ein Welpe hindurchmogeln könnte, und überprüfen Sie, dass die Zaunlatten tief genug im Boden verankert sind, sodass Ihr Hund keinen Tunnel darunter graben kann. Auch sollte der Zaun stabil genug sein, um eifrige Sprünge eines Hundes auszuhalten.
  • Vor allem Terrier graben für Ihr Leben gern im Erdreich, daher sollten Sie die Einzäunung um Ihren Garten regelmäßig absuchen und nötige Reparaturen sofort durchführen. Sie können Ihren Hund von unerwünschtem Graben abhalten, indem Sie eine Erd- oder Sandkiste aufstellen, in der Ihr Welpe nach Herzenslust buddeln kann.
  • Einige Hunde ziehen immer wieder Pflanzen und Blumen aus dem Erdreich. Wenn Sie also ein passionierter Gärtner sind, sollten Sie gegebenenfalls Ihre preisgekrönten Petunien einzäunen!
  • Entfernen Sie Leitern oder andere Gegenstände, auf die Ihr Hund vielleicht gern steigen würde. Auch Schwimmbecken, Whirlpools oder Teiche sollten Sie bei Nichtgebrauch sicher mit einer robusten Plane abdecken oder einzäunen.
  • Wenn Ihr Hund einen Großteil seiner Zeit tagsüber oder nachts im Garten verbringen soll, sorgen Sie für einen wind- und wettergeschützten Unterschlupf, der an heißeren Tagen auch als Sonnenschutz dienen kann. Wenn die Temperaturen ungewöhnlich hohe oder niedrige Werte erreichen, holen Sie Ihren Hund ins Haus, selbst wenn er an ein Leben im Freien gewöhnt ist.
  • Vermeiden Sie Kakaoschalen als Alternative zu Rindenmulch im Garten – sie sind für Hunde giftig.
  • In einem hundefreundlichen Garten sollten auch hundefreundliche Pflanzen stehen. Vermeiden Sie Pflanzen, die giftig für Familienhunde sind und Hautirritationen hervorrufen können. Zu diesen Pflanzen, die Sie vermeiden oder aus Ihrem Garten entfernen sollten, zählen Lilien, Azaleen, Narzissen, Tomaten, Fingerhutarten, Eiben und Hortensien. Sollte es doch einmal passieren, dass Ihr Hund von einer giftigen Pflanze nascht, bringen Sie ihn umgehend zum Tierarzt und nehmen Sie, wenn möglich, die Pflanze gleich mit.
  • Sie sollten Ihren Hund immer davon abhalten, etwas zu fressen, das er im Garten findet. Versuchen Sie in der Hundeerziehung darauf zu achten, dass Pflanzen etc. im Garten tabu sind. Rufen Sie den Tierarzt an, wenn Sie die Befürchtung haben, dass er etwas Verbotenes gefressen haben könnte.
  • Verwenden Sie niemals hochgiftige Chemikalien wie Schneckenkorn, Unkrautvernichter oder Rattengift (es sei denn, es handelt sich um eine Variante, die für Haustiere unbedenklich ist).
  • Lassen Sie Ihren Hund niemals in die Garage, wenn dort Autopflegemittel wie Frostschutzmittel gelagert werden. Diese sind für Hunde äußerst schädlich.
  • Wenn es in Ihrem Garten ein Tor gibt, erinnern Sie alle Personen daran, dieses unbedingt nach Benutzung wieder zu schließen. Sie können auch einen Selbstschließmechanismus anbringen, aber stellen Sie diesen so ein, dass sich das Tor langsam schließt, damit Ihr Hund nicht versehentlich eingeklemmt wird.

Schützen Sie ihren Welpen, wenn Sie unterwegs sind

  • Selbst wenn Sie Ihr Auto aus Ihrer Einfahrt fahren, kann das für Ihren Hund gefährlich sein, denn Hunde halten sich gern genau da auf, wo Sie sie im Rückspiegel nicht entdecken können. Halten Sie Ihren Hund von Fahrzeugen fern – selbst von Ihrem eigenen.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die Leine am Halsband Ihres Hundes befestigt haben, bevor Sie die Haustüre öffnen. So vermeiden Sie, dass er Ihnen entwischt.
  • Es ist besonders wichtig, dass Ihr Hund im Sommer ein kühles Plätzchen hat. Lassen Sie ihn nie allein in einem aufgeheizten Auto zurück.
  • Haben Sie immer genug frisches Wasser dabei. Ihr Hund wird es auf Spaziergängen brauchen.
  • Besonders achtgeben sollten Sie im Winter, wenn die Wege gestreut sind. Das Streu enthält oft nicht nur Salze, sondern auch Frostschutzmittel, die für Ihren Hund bei Verzehr giftig sind.
  • Einige Straßenbeläge und Gehwege – aber auch Grassamen – können die Pfoten Ihres Hundes reizen. Wischen Sie seine Pfoten also nach jedem Spaziergang ab.

Wie Sie Lebensmittelvergiftungen verhindern können

Lassen Sie keine Speisen unbeaufsichtigt offen in der Küche stehen. Dies verleitet Familienhunde gern dazu davon zu probieren. Viele Speisen sind giftig für Hunde, z. B. Schokolade, Weintrauben, Zwiebeln und Knoblauch.

Die Liste mag vielleicht etwas einschüchternd wirken, aber einen Großteil der angeführten Punkte verbietet einem bereits der gesunde Menschenverstand. Schon bald werden Sie mit ein wenig Übung diese Tipps verinnerlicht haben. Genau wie bei der Ankunft eines neuen Babys ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Einen neuen Hund bei sich zu Hause aufnehmen

close

Cookies auf dieser Website

Unsere Website verwendet Cookies, damit wir und unsere Partner Sie wiedererkennen und verstehen können, wie Sie unsere Website nutzen. Um eine Liste der Cookies zu sehen und persönliche Einstellungen vorzunehmen, können Sie auf allen Seiten auf den Button Cookie Einstellungen zugreifen. Die weitere Nutzung dieser Website wird als Zustimmung betrachtet.
Cookie Einstellungen