Geburt und Anzeichen von Wehen bei Hunden

Es gibt nichts Spannenderes, als zu erfahren, dass Ihre Hündin trächtig ist. Da die Trächtigkeit bei Hunden nur etwa zwei Monate dauert, können Sie sich schon bald auf Ihre kleinen Welpen freuen!

Wenn die Geburt kurz bevorsteht, sollten Sie vorbereitet sein. Auf der PURINA Website sagen wir Ihnen, was Sie nun erwartet und in welchen Phasen die Geburt bei Hunden verläuft.

Wenn Ihre Hündin trächtig ist, werden Sie sich sicherlich die Frage stellen: „Wie bringen Hunde ihre Jungen zur Welt?“ Aber auch wenn der Geburtstermin immer näher rückt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Die Geburt von Hunden verläuft wesentlich reibungsloser als bei uns Menschen. Die Welpen sollten ohne weitere Komplikationen auf die Welt kommen. Ihre Hündin sollte das in der Regel ganz gut selbst bewältigen, aber bleiben Sie während der Geburt bei ihr, sollten doch Komplikationen auftreten.

Bitten Sie den Tierarzt um Rat, wenn Sie Fragen zur Trächtigkeit bei Hunden haben oder sich hinsichtlich der Geburt sorgen. Er wird Sie sicherlich beruhigen können.

Unser PetCare Team hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, damit Sie bestmöglich auf den Zeitpunkt vorbereitet sind, wenn Ihre Hündin Junge zur Welt bringt.

Vorbereitung auf die Geburt

Blue dog iconEin Wurflager bauen

Ihre Hündin wird sich ein ruhiges Plätzchen suchen wollen, an dem sie entspannt und in Ruhe ihre Jungen zur Welt bringen kann. Sie können ihr dabei helfen, indem Sie ihr innerhalb der letzten zwei Wochen der Trächtigkeit ein Wurflager bauen.

Für die Geburt bei Hunden eignet sich am besten ein Pappkarton mit einer Welpenunterlage (sollte es einmal zu kleineren „Unfällen“ kommen) sowie sauberen Laken, Bettbezügen oder Handtüchern darin. Sorgen Sie dafür, dass der Karton groß genug für Ihre Hündin und ihren Wurf ist und die werdende Mutter dennoch etwas Platz für sich hat, wenn sie ihn braucht. Der Karton sollte darüber hinaus über eine ausreichende Höhe verfügen, sodass die neugierigen Welpen nicht auf Erkundungstour gehen können!

– Hunde bevorzugen oft die Küche als Geburtsstätte, da sie sich an diesem Ort besonders sicher fühlen und wissen, dass sie hier ihre Nahrung bekommen.

Stellen Sie das Wurflager an einem ruhigen Ort bei Zimmertemperatur auf, wo Ihre Hündin ungestört ist und es bequem hat. Sie wird das Wurflager noch eher akzeptieren, wenn Sie ihr Hundebett und Spielzeug hineinlegen (solange beides sauber ist). So wird sie sich dort noch wohler fühlen, bevor die Geburt einsetzt.

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Die Geburt Ihrer Hündin sollte reibungslos verlaufen, aber dennoch empfiehlt es sich, ihr hilfreich zur Seite zu stehen, sie zu beruhigen und für sie da zu sein, sollten Komplikationen auftreten.

Fragen Sie den Tierarzt noch vor der Geburt, unter welcher Nummer er außerhalb der Praxiszeiten erreichbar ist, da die Jungen häufig nachts auf die Welt kommen. Informieren Sie den Tierarzt über den errechneten Geburtstermin (sofern er diesen noch nicht kennt), damit er weiß, wann er gegebenenfalls zu Hilfe eilen muss. Wenn Ihre Hündin bei der Geburt Ihrer Jungen Probleme hat, kann es sein, dass Sie sie zum Tierarzt bringen müssen – stellen Sie daher sicher, dass Ihnen im Fall der Fälle ein Transportmittel zur Verfügung steht.

Für den Fall, dass Sie Ihrer Hündin bei der Geburt helfen müssen, sollten Sie eine Nagelschere und einige saubere, trockene Handtücher bereithalten. Wenn es sich um einen großen Wurf handelt, benötigen Sie gegebenenfalls noch einen zweiten Korb, damit genügend Platz für alle Welpen vorhanden ist!

Wenn Sie die Jungen von ihrer Mutter wegnehmen müssen, müssen Sie sie warm halten. Am besten nutzen Sie hierzu ein in der Mikrowelle aufgeheiztes Körnerkissen; eine Wärmflasche eignet sich nicht so gut, da die Welpen mit ihren spitzen Zähnchen oder ihren Krallen Löcher darin verursachen können.

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Eines der ersten Anzeichen für eine bevorstehende Geburt ist ein Abfall der Körpertemperatur Ihrer Hündin von 38,5 °C auf 37 °C – in der Regel setzt die Geburt dann etwa 12 bis 24 Stunden später ein.

Um den Zeitpunkt der Geburt zu ermitteln, sollten Sie die Temperatur Ihrer Hündin in der letzten Trächtigkeitswoche zweimal am Tag rektal messen. Bitten Sie den Tierarzt, Ihnen zu zeigen, wie das geht, wenn Sie sich nicht sicher sind. Wenn Sie bemerken, dass das Temperaturmessen Stress für Ihre Hündin bedeutet, stellen Sie es ein. Wichtig ist vor allem, dass sie jetzt so ruhig wie möglich bleibt.

In der letzten Woche der Trächtigkeit bei Hunden wird die werdende Mutter wahrscheinlich etwas nervös und zieht sich an einen ruhigen Ort zurück. Auch Appetitlosigkeit und Scharren im Hundebett sind innerhalb der letzten 12 bis 24 Stunden vor der Geburt nicht ungewöhnlich.

Es kann vorkommen, dass Ihre Hündin das Wurflager an einen anderen Ort im Haus zerrt. Ist das der Fall, sollten Sie es möglichst nicht wieder von dem von ihr favorisierten Platz wegbewegen.

Die Phasen der Wehen und der Geburt

In der Regel verläuft die Geburt bei Hunden reibungslos und frei von Komplikationen. Halten Sie sich möglichst zurück, aber seien Sie bei der Geburt dabei, damit Sie Ihre Hündin unterstützen und bei eventuellen Problemen eingreifen können. Die Geburt dauert normalerweise 3 bis 12 Stunden und verläuft in drei Phasen.

  • Die Gebärmutter stellt sich auf die Geburt ein und zieht sich leicht zusammen. Dies ist meist nicht mit bloßem Auge sichtbar.
  • Die Vulva Ihrer Hündin wird als Vorbereitung auf die Geburt anschwellen.
  • In dieser Phase der Geburt ist es möglich, dass Ihre Hündin unruhig und rastlos ist und zu hecheln und zu zittern anfängt – das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Phase 2 umfasst die Geburt der Jungen, die in der Regel drei bis zwölf Stunden Zeit in Anspruch nimmt, aber manchmal auch bis zu 24 Stunden dauern kann.

  • Die Rektaltemperatur Ihrer Hündin wird sich wieder auf ein normales Niveau einpendeln, wenn die Geburt einsetzt.
  • Sie werden starke Wehen sowie einen klaren Ausfluss am Geschlecht Ihrer Hündin bemerken – dem folgt in der Regel nach 20 bis 30 Minuten ein Welpe.
  • Die Welpen kommen in der Regel in einem Abstand von 20 Minuten zur Welt, aber oft ruht sich das Muttertier zwischen zwei Welpen aus. Daher kann es passieren, dass Ihre Hündin bis zu zwei Stunden lang nicht wieder presst. Beobachten Sie sie bei der Geburt genau und informieren Sie den Tierarzt, wenn die Ruhephase mehr als zwei Stunden anhält.
  • Es ist normal, dass einige Welpen mit dem Schwanz zuerst auf die Welt kommen. Machen Sie sich daher keine Sorgen. Allerdings ist es möglich, dass Sie in diesem Fall Ihre Hündin ein bisschen unterstützen müssen. Sie dürfen die Welpen dabei aber in keinem Falls herausziehen.
  • In der Regel ist es die Mutter, die Fruchtblase und Nabelschnur der Welpen durchbeißt und die Welpen dann putzt. Wenn die Mutter versucht, zu nah am Körper des Welpen an der Nabelschnur zu nagen, halten Sie sie davon ab und kürzen Sie die Nabelschnur selbst. Weitere Informationen finden Sie im Bereich „Hilfe während der Geburt“.
  • Wenn die Geburt sehr lange dauert, wird Ihre Hündin zwischen der Ankunft der einzelnen Welpen ihr Geschäft erledigen müssen. Beobachten Sie sie dabei genau, falls sie zur selben Zeit einen weiteren Welpen zur Welt bringt.
  • Ein grünlich-brauner Ausfluss deutet darauf hin, dass sich eine Plazenta gelöst hat. Wenn Sie dies bemerken, sollte der nächste Welpe innerhalb der nächsten zwei bis vier Stunden eintreffen. Dauert es länger, informieren Sie den Tierarzt, denn es ist möglich, dass es Komplikationen bei der Geburt gibt.
  • Die einzelnen Plazentas sollten jeweils nach der Geburt eines Welpen ausgeschieden werden.
  • Zählen Sie die Plazentas, die Ihre Hündin ausscheidet (und merken Sie sich, falls sie welche auffrisst), damit Sie wissen, ob sich noch welche im Körper der Mutter befinden. Wenn Sie glauben, dass das der Fall ist, rufen Sie den Tierarzt, damit er gegebenenfalls eingreifen kann.
  • Manche Hunde fressen die Plazentas während der Geburt, um sich zu stärken. Später erbrechen sie sie wieder. Das ist normal, Sie sollten aber den Tierarzt informieren, sollte Ihre Hündin nicht aufhören, sich zu erbrechen.

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Wenn alles gut geht, werden Sie nicht in den Geburtsvorgang Ihrer Hündin eingreifen müssen, aber manchmal braucht die werdende Mutter etwas Unterstützung. Es gibt ein paar Situationen, in denen Sie sich einschalten sollten.

  • Ein Welpe benötigt Hilfe, während die Mutter gerade einen weiteren zur Welt bringt. In diesem Fall sollten Sie die Fruchtblase, in der sich der Welpe befindet, entfernen und ihn mit einem sauberen Lappen schnell und gegen den Strich trockenreiben. Durch das Reiben wird er dazu angeregt, seinen ersten kräftigen Atemzug zu tun.
  • Wenn die Mutter einen Welpen noch nicht geputzt hat, befindet sich möglicherweise noch etwas Flüssigkeit in seinen Atemwegen. Stecken Sie Ihren sauberen kleinen Finger in sein Maul und säubern Sie es. Wischen Sie auch über seine Nase. Reiben Sie ihn mit einem Handtuch, damit er Laut gibt – auch das entfernt Flüssigkeit, die er geschluckt haben könnte.
  • Wenn die Mutter gerade dabei ist, einen weiteren Welpen auf die Welt zu bringen, müssen Sie gegebenenfalls die Nabelschnur eines zuvor geborenen Welpen durchschneiden. Binden Sie hierzu die Nabelschnur mit einem Faden ungefähr 2,5 cm vom Körper des Welpen entfernt ab. Knoten Sie einen weiteren Faden etwas weiter vom Körper entfernt ab, und schneiden Sie die Nabelschnur dazwischen mit einer sauberen Schere durch. Schneiden Sie die Schnur nicht zu nah am Körper des Welpen ab, um seine Gesundheit nicht zu gefährden. Sie sollten sie aber auch nicht zu lang lassen, denn sonst könnte die Mutter anfangen, daran zu kauen, und sie verschlucken.

Hier erfahren Sie, worauf Sie während der Geburt Ihres Hundes achten sollten, sowie wichtige Infomationen zu den unterschiedlichen Phasen der Geburt.

Nach der Geburt

Wenn Sie sicher sind, dass die Geburt vorbei ist und alle Anwesenden sich bester Gesundheit erfreuen, sollten Sie Ihrer Hündin etwas zu trinken und zu fressen geben. Verwenden Sie das normale Welpenfutter, das sie auch bereits während der Trächtigkeit erhalten hat, denn gerade jetzt braucht sie etwas, das sie kennt und das sanft zu ihrem Magen ist.

Helfen Sie ihr dabei, nach draußen an die frische Luft zu gehen und ihr Geschäft zu verrichten – gerade am Anfang wird sie hierbei noch Schwierigkeiten haben. Entfernen und ersetzen Sie die Tücher und Laken, die während der Geburt beschmutzt wurden, und verschaffen Sie dann der jungen Familie etwas Ruhe und Zeit für sich.

Wenn die Welpen auch nach einer Stunde nach der Geburt noch nicht gesaugt haben, müssen Sie ihnen gegebenenfalls helfen, die Zitzen ihrer Mutter zu finden, denn sicherlich sind sie sehr hungrig! Wenn es mehr Junge als Zitzen gibt, müssen Sie die Jungen unter Umständen selbst austauschen, bis sie gelernt haben, zu teilen.

Wenn Ihre Hündin auch nach Ende des Geburtsvorgangs noch presst und keine Jungen hervorbringt oder nicht arg daran interessiert scheint, sich um ihren Wurf zu kümmern, rufen Sie den Tierarzt.

Manchmal muss man die Jungen nach der Geburt mit der Hand aufziehen, aber das passiert nur selten. Wenn Sie Fragen oder Bedenken bei der Handaufzucht von Welpen haben, bitten Sie den Tierarzt um Rat.

Alles, was Sie jetzt noch tun müssen, ist, das Wunder der Geburt und die Ankunft der kleinen Welpen zu feiern – herzlichen Glückwunsch!

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