Geburt bei Hunden und Komplikationen, auf die Sie achten sollten

Ihre Hündin wird bald stolze Hunde-Mutter und Sie dürfen sich auf bezaubernde Junge freuen! Die Trächtigkeit bei Hunden läuft meist sehr unproblematisch ab und zudem haben Hündinnen von Natur aus einen sehr starken Mutterinstinkt.

Die meisten Geburten bei Hunden verlaufen problemlos. Trotzdem empfiehlt es sich, die Anzeichen für Komplikationen zu kennen. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Welpen unterwegs sind.

Die Geburt steht kurz bevor und schon bald wird Ihre Hündin ein paar niedliche Welpen zur Welt bringen – wie aufregend! Glücklicherweise verlaufen die meisten Trächtigkeiten bei Hunden ohne Komplikationen, und in der Regel übernehmen Hündinnen gekonnt ihre Mutterrolle. Selbst Probleme bei der Geburt sind bei Hunden sehr selten. Und trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die Sie vor, während und nach der Geburt achten sollten. Wenn Ihnen etwas während dieser Zeit Sorgen bereitet, wird der Tierarzt Ihnen gern beratend zur Seite stehen.

Schwangerschaft bei Hunden und Komplikationen, auf die Sie achten sollten

Obwohl die meisten Trächtigkeiten bei Hunden reibungslos verlaufen, gibt es ein paar Anzeichen, die auf Komplikationen hindeuten könnten. Informieren Sie den Tierarzt in einem der folgenden Fälle:

  • Ihre Hündin verschmäht ihr Futter oder zeigt auf andere Art und Weise, dass es ihr nicht gut geht. Es ist in der Regel normal, dass trächtige Hündinnen kurz vor der Geburt weniger Appetit haben. Doch in jeder anderen Hinsicht sollte sie wohlauf sein.
  • Unnormaler, übelriechender Ausfluss bzw. Blut während der Trächtigkeit.
  • Sie fühlt sich allgemein unwohl, wirkt niedergeschlagen, jault oder hat Schmerzen.
  • Ihre Hündin hat eine Fehlgeburt.
  • Die Trächtigkeit dauert bereits 70 Tage (ab dem Deckakt).
Golden Retriever während dem Gassi gehen im Freien

Warnsignale für Probleme bei der Geburt

Glücklicherweise verlaufen die meisten Geburten bei Hunden wesentlich reibungsloser als bei uns Menschen. Ihre Hündin sollte die Geburt ganz allein hinter sich bringen können, und trotzdem sind Komplikationen nicht völlig auszuschließen. Informieren Sie den Tierarzt in einem der folgenden Fälle:

  • Auch 24 Stunden nach dem Temperaturabfall hat Ihre Hündin noch keine Jungen auf die Welt gebracht. Eine niedrige Körpertemperatur bei trächtigen Hunden ist normalerweise ein Anzeichen dafür, dass die Welpen unterwegs sind. Wenn aber keine kommen, könnte etwas nicht stimmen.
  • Trotz heftiger Wehen über mehr als 20 bis 30 Minuten hat Ihre Hündin noch keinen Welpen auf die Welt gebracht. Rufen Sie den Tierarzt und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie gegebenenfalls bereits geborene Welpen mit in die Praxis nehmen müssen.
  • Auch nach 4 Stunden sind noch keine Jungen auf der Welt, obwohl Sie einen grünen bzw. rot-braunen Ausfluss festgestellt haben (nach zwei Stunden sollten Sie den Tierarzt rufen).
  • Es liegen mehr als zwei Stunden zwischen der Geburt zweier Welpen bzw. Ihre Hündin hat nur schwache Wehen und Sie wissen, dass noch weitere Welpen unterwegs sind.
  • Sie können einen Welpen an der Vulva Geschlecht sehen, aber trotz heftigen Pressens kommt das Junge nicht vollständig zur Welt.
  • Ihre Hündin befindet sich bereits seit mehr als 12 Stunden in der zweiten Geburtsphase (die Phase, in der die Welpen geboren werden).

Nach der Geburt deiner Hündin

Hurra – die Welpen sind endlich da! Die Zeit, die jetzt kommt, ist sehr aufregend für Sie und Ihre Hündin. Trotzdem sollten Sie ein Auge auf sie haben, denn auch nach der Geburt kann es zu Komplikationen kommen. Kontaktieren Sie den Tierarzt in einem der folgenden Fälle:

  • Ihre Hündin hat nicht genügend Plazentas ausgeschieden (es sollten so viele Plazentas wie Welpen vorhanden sein).
  • Ihre Hündin zuckt, ist nervös und rastlos, ihr Gang ist steif und schmerzhaft, oder sie hat epileptische Anfälle. All dies weist auf einen Kalziummangel (Hypokalzämie) hin.
  • Sie hat Fieber, fühlt sich unwohl, hat keinen Appetit, ist apathisch und interessiert sich nicht für ihre Jungen. Dies könnten Anzeichen einer Entzündung der Gebärmutter sein.
  • Ihre Hündin presst noch immer, obwohl bereits alle Welpen auf der Welt sind.
  • Sie hat Fieber, fühlt sich unwohl, hat keinen Appetit, ist apathisch und interessiert sich nicht für Ihre Jungen. Dies könnten Anzeichen einer Entzündung der Gebärmutter sein.
  • Ihre Milchdrüsen sind rot, fest und schmerzen, oder es tritt ein übelriechendes, braunes bzw. blutiges Sekret aus.
  • Ihre Hündin fühlt sich in anderer Hinsicht unwohl, frisst nicht, ist niedergeschlagen, hat Durchfall oder verliert an Gewicht.
  • Sie hat übelriechenden Atem oder sehr blutigen Ausfluss – ein schwarzer/rötlicher Ausfluss ist allerdings in den ersten paar Wochen nach der Geburt normal.
  • Mehr als ein Welpe stirbt bzw. Sie sorgen sich um das Wohlergehen der anderen.
  • Ihre Welpen scheinen niedergeschlagen oder wollen nicht fressen/säugen. Man nennt diese Welpen auch „Kümmerlinge“.

Um sicherzugehen, dass Sie auf die Geburt gut vorbereitet sind, sollten Sie sich informieren, was auf Sie zukommt und wie Sie erste Anzeichen von möglichen Komplikationen deuten müssen. Wenn Sie Ihre Hündin bei einem Züchter gekauft haben, kann er Ihnen gegebenenfalls beratend zur Seite stehen – denn schließlich hat er ja bereits Erfahrung auf diesem Gebiet! Wenn Sie Fragen oder Sorgen bezüglich der Geburt bei Hunden und die Zeit danach haben, wenden Sie sich an den Tierarzt.

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