So pflegen Sie Ihren Seniorhund

Auch Hunde altern. Auch Hunde haben im Alter veränderte Bedürfnisse. Um sicherzustellen, dass ältere Hunde glücklich und gesund bleiben, sollten Sie mehr über die besonderen Anforderungen und weitere Informationen zur Pflege von älteren Hunden herausfinden.
Frau sitzt mit Golden Retriever im Wald
Frau sitzt mit Golden Retriever im Wald
Frau sitzt mit Golden Retriever im Wald

Wann wird ein Hund zum alten Hund?

Wenn Ihr Hund etwa sieben Jahre alt ist, tritt er sein Seniorenalter an. Von nun an können Sie Veränderungen an Ihrem Vierbeiner feststellen: Vielleicht fällt Ihnen das eine oder andere graue Haar an Ihrem Hund auf, oder Sie bemerken, dass er etwas langsamer geworden und weniger aktiv ist, wodurch er möglicherweise zunimmt. Oder aber er frisst weniger und verliert dadurch an Gewicht; beides kann passieren. Auch keine Seltenheit bei einem alten Hund sind Zahnprobleme, Herz- und Nierenkrankheiten, häufigeres Bellen und Hecheln, Erhöhter Durst und dadurch vermehrtes Wasserlassen, Inkontinenz und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Nicht zu vergessen, dass Hunde, genau wie Menschen, an Demenz erkranken können, sie verwirrt werden und sich nicht mehr so gut orientieren können.

Auch lassen die Sinne Ihres alten Hundes nach: Genau wie bei uns Menschen kann sein Seh- und Hörvermögen mit der Zeit nachlassen. Selbst der Geschmackssinn kann davon betroffen sein – Geschmackvoll ist dann für ihn keine Nahrung mehr.

Zuletzt kann natürlich der Körper Ihres Hundes Alterserscheinungen aufweisen: Hundearthrose ist keine Seltenheit. Dadurch wird Ihr alter Hund möglicherweise anfangen zu humpeln und mit steifen Beinen laufen – kein schöner Anblick! Ebenso wenig schön für die Hunde sind Zahnstein und Mundgeruch, die im Alter Ihres Hundes auftreten können. Letzteres ist auch nicht schön für Sie, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner schmusen.

Ab welchem Zeitpunkt genau all diese Alterserscheinungen oder einige davon bei Ihrem Hund auftreten, ist abhängig von seiner Rasse, seiner Statur, seinem bisherigen Lebensverlauf und davon, ob er kastriert ist oder nicht. Klar wird Ihnen aber nun sein: Ihr alter Hund braucht Hilfe und Pflege von Ihnen und alle Infos dazu bekommen Sie hier bei uns!

So pflegen Sie Ihren alten Hund

Viel Liebe und Zuneigung, eine ausgewogene Ernährung, ein wachsames Auge und regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind wichtig, Ihren Hund bis ins hohe Alter gesund zu halten, sodass er möglichst lange Ihr treuer Freund und Begleiter bleibt!

Emotionale Unterstützung – Liebe ist die beste Medizin!

Wir alle werden nicht jünger, so auch Ihr Hund. Seien Sie also verständnisvoll und geduldig im Umgang mit Ihrem alternden Hund; auch er muss sich an die körperlichen und geistigen Veränderungen gewöhnen. Als liebevoller Hundehalter sollten Sie ihm mit genauso viel Sorgfalt und Engagement begegnen wie immer – wenn nicht sogar mehr! Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihn, verwöhnen Sie Ihn mit Streicheleinheiten und unterstützen Sie ihn, wo Sie nur können.

Wohnkomfort für’s Wohlfühlen

Genau wie wir Menschen freut sich auch Ihr Hund über ein großes, weiches Bett, in das er sich hineinkuscheln kann – erst recht, wenn seine alten Gelenke nicht mehr so mitmachen. Stellen Sie das Hundebett an einen warmen Ort, an welchem es nicht zieht, sodass Ihr Hund seine nötige Ruhe bekommt. Achten sie darauf, dass in seiner Nähe stets ein Napf mit frischem Wasser steht, damit Ihr alter Hund sich nicht erst auf die Suche danach machen und möglicherweise sogar Treppen laufen muss. Das ist nämlich für seine alten Knochen und Gelenke gar nicht gut.

Wenn Sie mit Ihrem alten Hund vor die Tür gehen, werden Sie bemerken, dass er nicht mehr so flink wie früher ist. Eine Gelenkarthrose kann beispielsweise dazu führen, dass er nicht mehr so flink in Ihr Auto springt oder aus ihm heraushüpft. Kleine Hunde sollten Sie daher am besten in Ihr Auto hinein- und aus dem Auto herausheben. Alternativ können Sie eine Rampe verwenden, falls Ihnen Ihr Hund zu schwer ist – das kann bei großen oder mittelgroßen Hunden schon mal vorkommen!

Aktivität und Bewegung – damit Ihr alter Hund fit bleibt

Besonders wichtig ist es, Fettleibigkeit bei alten Hunden zu vermeiden. Das zusätzliche Gewicht kann zu gesundheitlichen Problemen wie Arthrose bei Ihrem Vierbeiner führen. Neben einer kontrollierten Ernährung sollten Sie auch dafür sorgen, dass Ihr Hund regelmäßig ausreichend Bewegung bekommt. Allerdings braucht Ihr Hund im Alter auch Ruhe. Beobachten Sie also Ihren alten Hund und entscheiden Sie mit ihm gemeinsam, wie viel Bewegung und Aktivität gut für ihn ist. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, gehen Sie am besten zum Tierarzt, der wird Ihnen weiterhelfen.

Äußere Pflege, äußere Schönheit: Auch das ist bei alten Hunden wichtig!

Alte Hunde brauchen mehr Pflege damit ihr Fell, Haut, Krallen und Zähne gesund bleiben. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Sie einen Hund mit langem Fell haben. Ihn sollten Sie regelmäßig baden. Aber passen Sie dabei auf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit ihr Hund sich nicht verbrennt. Achten Sie auch auf seine Krallen: Jetzt, da er weniger aktiv ist, werden sie vielleicht nicht mehr so stark beansprucht; er springt nicht mehr jeden Tag auf Teer, Erde, Fliesen oder Holz umher. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Krallen Ihres Hundes zu lang geworden sind oder sie sehen, dass eine Kralle in seine Pfote eingewachsen ist, sollten Sie ihn zum Tierarzt bringen. Generell ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem in die Jahre gekommenen Hund regelmäßig zum Tierarzt gehen. Auch Termine beim Zahnarzt sind unabdingbar: Alte Hunde haben häufiger Gebissprobleme und eine erhöhte Plaquebildung. Vereinbaren Sie daher für Ihren Hund regelmäßig Termine beim Zahnarzt als Teil der Kontrolltermine. Als Vorbeugung für Plaque und Mundgeruch bei alten Hunden ist es übrigens wichtig, dass Sie ihm regelmäßig die Zähne putzen.

Tägliche Routine und Regelmäßigkeiten – eine wichtige Sache!

Mit zunehmendem Alter wird ein gleichbleibender Tagesablauf immer wichtiger. Dadurch fördern Sie das körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden Ihres betagten Hundes. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Hund zu festgelegten Zeiten füttern und mit ihm spazieren gehen. Diese Regelmäßigkeiten helfen Ihrem Vierbeiner dabei sich in seinem Alltag zurechtzufinden und wohlzufühlen, auch, wenn er langsam vergesslich wird. Apropos Vergesslichkeit: Mit Such- und Denkaufgaben helfen Sie Ihrem alten Hund dabei seinen Kopf länger fitzuhalten und er erlebt Erfolgserlebnisse.

Ernährung: Guten Appetit auch im Alter!

Alte Hunde sind weniger aktiv und brauchen daher nicht mehr so viele Kalorien. Damit ältere Hunde ihr gesundes Gewicht beibehalten, ist es wichtig ihre Tagesration entsprechend zu reduzieren: Geben Sie Ihrem Hund also weniger Futter, aber achten Sie unbedingt darauf, dass das Nahrungsprotein Hochwertig und leicht Verdaulich ist. Auch Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für Ihren alten Hund.

Ein spezielles Futter für alte Hunde enthält alle wichtigen Nährstoffe, die Ihr betagter Hund nun benötigt und ist zusätzlich leichter zu verdauen und zu kauen – was für alle alten Hunde toll ist, deren Zähne nicht mehr die Besten sind! Viele weitere Informationen speziell zum Thema Ernährung von alten Hunden finden Sie hier. Viel Spaß beim Lesen!