grau-weiße Katze frisst Katzenfutter

Die richtigen Inhaltsstoffe im Katzenfutter

Katzen haben einen besonderen Stoffwechsel, denn sie können neben den essentiellen Aminosäuren auch Taurin und Arachidonsäure nicht selbst bilden. Diese Tatsache macht Zutaten tierischer Herkunft für eine ausgewogene Katzenernährung unverzichtbar, denn nur tierisches Gewebe enthält diese Nährstoffe in ausreichenden Mengen.

Welche Inhaltsstoffe sollte gutes Katzenfutter enthalten?

Im Gegensatz zu anderen Haustieren haben Katzen einen ungewöhnlich hohen Bedarf an Aminosäuren. Um diesen zu decken, müssen sie mit der Nahrung eine ausreichende Menge an Eiweiß aufnehmen, das alle Aminosäuren enthält und leicht verdaulich ist. Weitere Nährstoffe, die vor allem über die Aufnahme von tierischem Gewebe aufgenommen werden, sind Arachidonsäure, Vitamin A und Niacin. Katzen können diese Stoffe im Gegensatz zu Hunden nicht selbst aus Vorstufen bilden und müssen sie daher mit ihrer Nahrung aufnehmen. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel für gesunde ausgewachsene Katzen sollte mindestens 25% Eiweiß bezogen auf die Trockensubstanz enthalten.

Genauso essenziell wie Proteine sind Vitamine als Inhaltsstoffe im Katzenfutter. Sie steuern Stoffwechselprozesse, fördern die Nährstoffaufnahme, zum Beispiel von Kalzium und Phosphor, und stärken außerdem das Immunsystem der Katze. Im Gegensatz zu Eiweiß sind sie zwar nur in sehr geringen Mengen notwendig, aber dennoch überlebenswichtig für Ihre Katze. Neben Vitaminen muss Ihre Katze auch Mineralstoffe zu sich nehmen. Kalzium und Phosphor sind zum Beispiel erforderlich für ein gesundes Katzengebiss und starke Knochen. Eisen wird unter anderem für eine funktionierende Atmung benötigt.

Infografik: Nährstoffe

Pflanzliche Inhaltsstoffe im Katzenfutter

Bisher haben wir nur über tierische Inhaltsstoffe im Katzenfutter gesprochen. Aber was ist mit der pflanzlichen Komponente der Katzenernährung? Wichtig ist, dass Katzenfutter nur leicht verdauliche pflanzliche Zutaten, zum Beispiel Getreide und Gemüse enthält. Diese sollten in Alleinfuttermitteln immer gekocht, das heißt gegart sein, weil sie dann hoch verdaulich sind und die Katze die enthaltenen Nährstoffe, z. B. Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Einfachzucker aus Kohlenhydraten gut aufnehmen und verwerten kann.

Infografik: pflanzliche Stoffe

Phosphor im Katzenfutter

Weniger bekannt, aber ebenso wichtig für den Knochenbau wie Kalzium, ist Phosphor. Zuviel Phosphor kann Ihrer Katze allerdings schaden, da automatisch weniger Kalzium aufgenommen wird. Ein ausgewogenes Verhältnis von Kalzium zu Phosphor in der Zusammensetzung des Katzenfutters ist daher unerlässlich. Dieses sollte idealerweise 1:1 betragen, so können ein stabiler Knochenbau und eine gesunde Nierenfunktion gewährleistet werden.

Taurin – ein lebenswichtiger Inhaltsstoff im Katzenfutter

Die Aminosäure Taurin ist für Katzen in vielerlei Hinsicht lebenswichtig und ist von Natur aus in Fleisch und Innereien enthalten. Da sie aber bei der Futterherstellung zerstört werden kann, wird sie dem Katzenfutter als Zusatzstoff wieder hinzugefügt. Taurin sorgt für den Erhalt der Netzhaut im Auge, fördert den Stoffwechsel, die Verdauung sowie die Aufnahme von Fetten und stärkt zudem die Herzfunktion. Taurin ist außerdem unerlässlich bei der Entwicklung der Gehirne von Kitten.

Da Katzen Taurin über die Leber nur in sehr kleinen Mengen selbst herstellen können, muss die Aufnahme direkt über die Nahrung erfolgen. Durch Mikroorganismen im Katzendarm wird zusätzlich Taurin abgebaut, weshalb eine Katze letztlich nur bis zu 50% des Taurins im Futter tatsächlich aufnimmt.

Ausreichend Taurin ist daher ungemein wichtig in der Katzenfutter-Zusammensetzung. Nach aktuellen Forschungsergebnissen sind 2500mg/kg Nassfutter ausreichend.

Farb-, künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe im Katzenfutter

Wer als Katzenbesitzer gerne auf unnötige Inhaltsstoffe im Katzenfutter verzichten möchte, ist mit Purina ONE® mit BIFENSIS® bestens beraten. Dieses Trockenfutter ist reich an Zink und Omega 3-Fettsäuren für ein gesundes Fell und ist in vielen schmackhaften und ausgewogenen Rezepturen erhältlich. Dieses Katzenfutter kommt ohne hinzugefügte Farbstoffe, künstliche Geschmacks- oder Konservierungsstoffe aus und unterstützt die natürlichen Abwehrkräfte sowie einen ausgewogenen Mineralstoffhaushalt Ihrer Katze. Dank seiner hochwertigen Zutaten ist eine hohe Nährstoffaufnahme bei jeder Fütterung gewährleistet.

Warum ist oft Zucker im Katzenfutter?

Viele Katzenbesitzer versuchen Zucker im Katzenfutter zu vermeiden, da dieser im Ruf steht, ungesund zu sein. Tatsächlich findet sich Zucker sehr häufig in den Katzenfutter-Inhaltsstoffen, er dient aber nicht dazu, die Katzen „süchtig“ nach dem Katzenfutter zu machen. Auch schmeckt Katzen das Futter nicht besser, da ihnen die Geschmacksrezeptoren für Süß fehlen. Ebenso ist die Angst vor Karies unbegründet, denn die auslösenden Bakterien existieren bei Katzen nicht. Auch für das Übergewicht vieler Hauskatzen ist Zucker als Inhaltsstoff nicht verantwortlich. Vielmehr sorgt Zucker beim Garungsprozess von Katzennassfutter für die Bildung von Aromen, die Katzen riechen und schmecken können, sowie für eine schöne braune Farbe.

Fütterungsempfehlung: Verwenden Sie immer ein Alleinfuttermittel, das auf die Lebensphase oder die Lebensumstände der Katze speziell abgestimmt ist. So können Sie erreichen, dass das Futter bedarfsgerecht zum Beispiel für Kitten oder ältere Katzen zusammengesetzt ist.
Kohlenhydrate aus Getreide und Gemüse liefern Energie. Ihre Katze spart daher bei der Energiegewinnung Protein. Die nicht verbrauchten Aminosäuren stehen ihr dann zum Beispiel für das Zellwachstum zur Verfügung und unterstützen so eine gesunde Haut und glänzendes Fell.