Welche Katzenkrankheiten gibt es?

Wir verstehen, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Katze für Sie oberste Priorität hat. Da Tiere uns nicht sagen können, wenn sie sich unwohl fühlen, kann es schwierig sein, zu erkennen, wann sie Hilfe brauchen.
Frau mit schwarzer Katze auf der Couch
Frau mit schwarzer Katze auf der Couch
Frau mit schwarzer Katze auf der Couch

Als Katzenliebhaber wünschen Sie Ihrem Stubentiger ein möglichst langes, gesundes und zufriedenes Leben. Da uns Katzen allerdings nicht sagen können, dass etwas nicht in Ordnung ist, ist es umso wichtiger, Ihnen täglich viel Aufmerksamkeit zu schenken und Auffälligkeiten und Krankheitssymptome rechtzeitig zu erkennen. Am häufigsten leiden Katzen unter Infekten und Parasiten. Um Ihre Katze vor Katzenkrankheiten zu schützen, sollten Sie sie impfen lassen und auf eine ausgewogene und artgerechte Ernährung achten. Auch eine Kastration vermindert Krankheitsrisiken.

Die häufigsten Katzenkrankheiten sind:

  1. Katzenseuche: Sie ist eine hochansteckende Virusinfektion mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Schmerzen. Mit 8 Wochen ist eine Impfung dagegen möglich.
     
  2. Katzenschnupfen: Katzenschnupfen ist eine Infektionskrankheit, die vor allem zu Entzündungen der Atemwege und der Augen bei Katzen führt. Die Katzen trinken und fressen kaum etwas, oft ist die Mundschleimhaut entzündet. Die Katze niest und bekommt einen Ausfluss aus Augen und Nase und hat Fieber. Ihre Katze kann wochenlang darunter leiden. Auch gegen Katzenschnupfen können Sie Ihre Katze impfen lassen.
     
  3. Katzenleukämie (FeLV): Meist wird eine Leukämie bei der Katze durch das Feline Leukämie-Virus (FeLV) ausgelöst, es wird von Tier zu Tier übertragen und bewirkt eine Blutarmut und eine starke Abwehrschwäche. Man erkennt die Katzenkrankheit an Erbrechen, Durchfall, Apathie, Fieber und blassen Schleimhäuten. Zum Glück ist auch hier eine Schutzimpfung möglich.
     
  4. Katzenaids/ Feline Immunschwäche Virusinfektion (FIV): Bei der FIV wird das Immunsystem der Katze geschwächt. Der Virus und die Symptome sind sehr ähnlich zu dem Aids-Virus beim Menschen. Menschen können sich daran nicht anstecken. Vor allem Kater stecken sich beim Kämpfen und Beißen damit an. Chronische Entzündungen, Blutarmut, chronischer Durchfall und Abmagerung sind typische Anzeichen vielzähliger Beschwerden. Katzenaids ist leider nicht heilbar und es gibt auch keinen Impfstoff dagegen. Kastrieren kann bei Katern helfen, weil sie dadurch weniger auf Streifzüge gehen und weniger kampflustig sind.
     
  5. FIP (Feline infektiöse Peritonitis): Dies ist eine ansteckende, durch feline Corona-Viren ausgelöste Bauchfellentzündung. Auch dieser Virus ist durch andere Katzen übertragbar. Am deutlichsten erkennt man FIP an einem zunehmenden Bauchumfang, wie bei trächtigen Tieren. Weitere Krankheitssymptome sind Fieberschübe, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Erkältungssymptome.
     
  6. Tollwut: Hiervon sind alle Säugetiere betroffen, aber es gibt eine Schutzimpfung ab dem 4. Monat. Tollwut greift das zentrale Nervensystem von Katzen an und äußert sich in Aggressivität, Lähmungserscheinungen und Veränderungen im ganzen Wesen.

Die Symptome von Katzenkrankheiten

Im Gegensatz zu Hunden ziehen sich Katzen eher zurück, wenn sie sich unwohl fühlen, statt Trost zu suchen. Ihr Schutzinstinkt kann sie sogar aggressiv machen, und sie verstecken sich. Dann wird es schwer, sie stets im Blick zu behalten. Wenn Ihre Katze schlapp ist und mehr schläft als sonst, wenn sie keine Lust auf Schmusen oder Spielen hat, dann sollten Sie genauer beobachten. Verändertes Fressverhalten, vermehrtes Trinken, stumpfes, filziges Fell und Gewichtsabnahme sollte Ihnen auch zu denken geben. Erbrechen oder Durchfall sind außerdem auch bei Katzen typische Krankheitszeichen.

Gesundheitsprobleme bei Katzen können Sie verhindern, indem Sie Ihren Liebling alle sechs bis zwölf Monate vom Tierarzt untersuchen lassen, insbesondere dann, wenn er älter als acht Jahre ist. Wir haben Ihnen die häufigsten Symptome von Katzenkrankheiten zusammengestellt, damit Sie Ihre Katze im Krankheitsfall rechtzeitig zum Tierarzt bringen können! Sollte Ihre Katze eines oder mehrere Anzeichen folgender Krankheitssymptome haben, dann ist ein Tierarztbesuch dringend zu empfehlen:

  • Verändertes Fress- oder Trinkverhalten
  • Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Auffälliger Urin oder Stuhl (z.B. verfärbt)
  • Fieber (über 39 Grad), heiße Ohren
  • Auffälligkeiten an Haut oder Fell (Verletzungen, Wunden, Ausschläge), auch am Augenlid
  • Ausfluss aus Augen und Nase
  • Auffälliges Verhalten ( zurückgezogen, matt, nervös, aggressiv)
  • Vermehrtes Ruhebedürfnis
  • Nachlassen des Putztriebes
  • Wirkt schwach und teilnahmslos
  • Katze miaut kläglich
Long haired cat with eyes closed

Wenn Ihre Katze weniger als üblich frisst, kann dies ganz harmlose Gründe haben. Vielleicht hat sie ihre im Freien gejagte Beute verspeist. Auch heißes Wetter kann sich auf ihren Appetit auswirken. Manchmal kann ein Appetitverlust allerdings auch ein Hinweis auf ein gesundheitliches Problem bei Katzen sein – vor allem bei älteren Katzen.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn zum verminderten Appetit Ihrer Katze auch Trägheit, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust oder andere Anzeichen für eine Katzenkrankheit hinzukommen. Erhöhter Appetit wiederum kann ein Hinweis auf Diabetes, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Darmerkrankung sein.

Das gelegentliche Erbrechen von Haarballen oder Gras ist ganz normal bei Katzen. Wenn allerdings die Häufigkeit des Erbrechens zunimmt, Ihre Katze Nahrung , Schaum oder Blut erbricht, Schluckbeschwerden hat oder oft würgt, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Erbrechen kann ein gängiges Symptom für viele verschiedene Katzenkrankheiten sein, darunter auch Darmbeschwerden sowie Leber- und Nierenleiden. Erbrechen in Kombination mit Trägheit, Depression, Durchfall oder Appetitlosigkeit ist ein Alarmsignal für gesundheitliche Probleme. Wenn sich Ihre Katze mehrmals wöchentlich erbricht oder nach dem Erbrechen noch längere Zeit krank wirkt, dann sollten Sie Ihre Katze vom Tierarzt untersuchen lassen. Nach dem Erbrechen ist es besonders wichtig, dass sie viel trinkt, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Am besten lassen Sie danach auch erstmal das Futter weg und reichen ihr viel frisches Wasser, damit es ihr bald wieder besser geht.

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Braune Katze entspannt sich im Liegen

Wenn Ihre Katze anhaltenden Durchfall hat, ihr Stuhl schwarz ist oder Sie darin frisches Blut oder Schleim entdecken, könnte dies ein Hinweis auf eine Krankheit sein. Wenn Ihre Katze eins der oben genannten Symptome aufweist oder zum Durchfall Erbrechen, Trägheit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust kommen, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.

Wenn sich Ihre Katze allerdings mit dem genau gegenteiligen Problem herumschlägt und trotz aller Bemühungen keinen Stuhlgang hat oder ihr Stuhl sehr fest oder voller Haare ist, lassen Sie sie untersuchen. Diese Symptome lassen sich leicht behandeln, können aber auch ein Anzeichen für eine ernstere Katzenkrankheit sein.

Wenn Ihre Katze häufig auf die Katzentoilette geht, sich hinhockt, ohne zu urinieren (oder nur eine kleine Menge Urin ausscheidet), wenn sie in der Katzentoilette schreit oder sich in ihrem Urin Blut befindet, könnte dies ein Hinweis auf eine Harnwegserkrankung sein.

Einige Erkrankungen, wie eine Blasenentzündung, sind keine Seltenheit und lassen sich gut behandeln. Komplizierter wird es bei einer Erkrankung der harnableitenden Organe, der sogenannten „Feline Lower Urinary Tract Disease“ (FLUTD). Wird diese nicht behandelt, kann sie lebensbedrohlich für Ihr Tier werden. Sollten Sie eines der Symptome für eine Harnwegserkrankung bemerken, lassen Sie Ihre Katze schnellstmöglich vom Tierarzt untersuchen und behandeln.

Eine unbehandelte Harnwegsinfektion kann lebensbedrohlich für Ihr Tier sein. Daher ist es besonders wichtig, sie sofort nach Auftreten der ersten Anzeichen zu behandeln.

Wenn der Urin verfärbt ist, die Katze häufiger Durst hat, sie appetitlos ist und ein stumpfes Fell bekommt, dann kann Ihre Katze auch von CNI, einer Niereninsuffizienz betroffen sein. Besonders ältere Katzen leiden an dieser gefährlichen Krankheit. Sie sollten sich mit Ihrem Tierarzt besprechen, welche Linderung möglich ist.