Was tun, wenn Ihr Welpe beißt und alles anknabbert?

Kau- und Beißverhalten eines Welpen

Was tun, wenn Ihr Welpe beißt und alles anknabbert?

Kau- und Beißverhalten eines Welpen

Was tun, wenn Ihr Welpe beißt und alles anknabbert?

Kau- und Beißverhalten eines Welpen
31/07/2018

Was tun, wenn Ihr Welpe beißt und alles anknabbert?

Ihr neues Familienmitglied – ein niedlicher Hundewelpe – ist endlich bei Ihnen Zuhause eigenzogen! Sie haben alles „welpensicher“ gemacht und alles besorgt, was er so braucht. Sie haben sich Zeit für den kleinen Vierbeiner genommen und so langsam gewöhnt er sich bei Ihnen ein. Doch nun werden seine Zähne plötzlich zum Problem: Ihr Welpe kaut und beißt auf allem herum, was ihm in die Quere kommt: Beim Spielen beißt er in Ihre Finger und Hände und zerrt an den Hosenbeinen. Er knabbert Möbel an und kaut auf Schuhen herum. Für dieses Verhalten gibt es verschiedene Ursachen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Gründe dafür auf und geben Ihnen Tipps, wie Sie das unerwünschte Beiß- und Kauverhalten Ihres Hundes in den Griff bekommen können!

Welpe beißt und knabbert alles an

Warum knabbern Welpen alles an und beißen überall rein?

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass das Beißen während des Spiels und das Anknabbern von Gegenständen ein ganz natürliches Verhalten beim Hundewelpen ist. Welpen kommen zahnlos auf die Welt, aber zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche brechen die Milchzähne durch. Sobald sich die Zähne im Maul des Welpen bemerkbar machen, will der Welpe seine Zähne auch ganz instinktiv einsetzen und ausprobieren. Und mit dem Juckreiz beim Zahnen geht der vermehrte Drang einher, alles anzunagen und überall darauf herumzukauen. Außerdem erkunden und entdecken Welpen auf diese Art auch ihre Umgebung. Aber darüber hinaus kann es auch noch weitere Ursachen geben, warum Ihr Welpe beißt und alles anknabbert:

  • Langeweile

  • Mangelnde Bewegung

  • Übermütige Spielaufforderung

  • Erkunden unbekannter Gegenstände

  • Stress und Überforderung

  • Trennungsstress und Angst

  • Hungergefühl und zu wenig Futter

  • Eine Gelenkerkrankung (Dann kaut der Hund ständig an seinen Pfoten und Gelenken herum)

Wie können Sie Ihrem Welpen das Beißen und Kauen abgewöhnen?

Mit genauer Ursachenforschung, etwas Geduld, unseren praktischen Tipps zur Welpen-Erziehung und dem Trainieren der Beißhemmung bekommen Sie die Problematik bestimmt gut in den Griff. Das können sie tun, damit Ihr Welpe nicht beißt und auch nicht alles anknabbert:

1. Die Beißhemmung trainieren

Normalerweise lernen Hundewelpen beim Spiel die Beißhemmung von ihrem Rudel. Geschwisterwelpen und erwachsene Hunde lassen es sich nicht gefallen, dass der Welpe beißt und schnappen dann zurück. So lernt der Welpe, dass ein Biss Schmerzen verursacht und nicht toleriert wird. Doch auch Sie können Ihrem Welpen die Beißhemmung beibringen: Jaulen sie laut auf, wenn der Welpe beißt. Wenn Ihr Vierbeiner nicht damit aufhört, dann sagen Sie laut und deutlich „Nein!“ bzw. „Aus!“ und gehen für 20 Sekunden weg. Für den Welpen ist körperliche Isolation ein sehr starkes Signal, dass er etwas falsch gemacht hat.

2. Lassen Sie Ihre Hand erschlaffen, wenn der Welpe hinein beißt

Anstatt die Hand reflexartig wegzuziehen, ist es besser, wenn Sie Ihre Hand erschlaffen lassen. Ruckartige Bewegungen könnten Ihren Hund ermutigen, noch heftiger zu spielen und zu beißen, da Bewegung beim Hund den Jagdtrieb anstachelt. Mit einer schlaffen Hand zu spielen, macht wesentlich weniger Spaß!

3. Belohnen Sie Ihren Welpen, wenn er positives Verhalten zeigt

Zwischen den Beißattacken während des Spiels versucht der Welpe vielleicht, Sie zu trösten und abzulecken. Dann können Sie ihn mit Worten bzw. mit einer Belohnung loben. So können Sie sein positives Verhalten fördern und verstärken.

4. Lassen Sie Ihren Welpen mit anderen Hunden spielen

So lernt Ihr Welpe auf ganz natürliche Art von seinen Artgenossen, welches Verhalten beim Spielen erwünscht ist und welches nicht okay ist!

5. Abschreckmittel mit unangenehmem Geschmack anwenden

Unterstützend können Sie vor dem Spiel mit dem Hund ein Abschreckungsmittel auf Ihre Hände und Ihre Kleidung auftragen. Das kann z.B. Erkältungsbalsam, Teebaumöl oder Weißweinessig sein. Nach zwei Wochen sollte Ihr Welpe dann eine Abneigung dagegen entwickelt haben und er beißt nicht mehr in Ihre Hände, Knöchel oder die Kleidung hinein.

5. Alternative Kauspielzeuge anbieten

Jedes Mal, wenn der Welpe in Ihre Hand, Kleidung oder unerlaubte Gegenstände beißt, sollten Sie ihm ein alternatives Spielzeug anbieten, dass er stattdessen zum Knabbern und Beißen benutzen darf. Entziehen Sie Ihrem Hund Ihre Finger bzw. den verbotenen Gegenstand mit einem entsprechenden Befehl („Pfui!“ oder „Nein!) und bieten Sie ihm das alternative Spielzeug an (z.B. Gummiball, Spieltau, Kauknochen, Hunde-Stofftier). Sie sollten ihm eine Auswahl an interessanten Spielzeugen zur Verfügung stellen, damit er sich beschäftigen kann und sich nicht langweilt.

6. Für ausreichend Bewegung sorgen

Ein müder Hund ist oft auch ein braver Hund. Wenn Ihr Hund genügend Bewegung bekommt und ausgelastet ist, dann muss er seine ungebremste Energie nicht in übermütiges Beißen stecken.

7. Häufig füttern

Da Hundewelpen nur einen kleinen Magen haben, passt auch nicht so viel hinein. Deshalb sollte Ihr Hundewelpe über den Tag verteilt bis zu fünf Mal gefüttert werden, damit er satt wird. Hungergefühle können auch ein Grund dafür sein, dass Ihr Welpe überall hineinbeißt und alles annagt. Mit unserem speziellen Welpenfutter von Purina® PRO PLAN® stellen Sie sicher, dass Ihr Hund alle wichtigen Nährstoffe im Welpenalter bekommt, die er benötigt!

8. Für Ruhephasen und Erholung sorgen

Vielleicht meinen Sie es auch zu gut und unternehmen zu viel mit Ihrem niedlichen Vierbeiner. Oder es herrscht einfach zu viel Trubel für den Kleinen Zuhause und er braucht mehr Ruhe. Aber auch hier bieten ihm Kaugegenstände Entspannung. Durch das Kauen auf Kauknochen oder dem Herumnuckeln auf Hundespielzeug bzw. einem Handtuch kann das kleine Kerlchen Stress abbauen und seine Eindrücke verarbeiten.

Fazit: Geben Sie nicht auf

Gerade bei Hunden mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt kann es etwas Geduld und Ausdauer erfordern, um ihm das Beißen abzugewöhnen. Und sollten trotzdem weiterhin Probleme auftauchen, dann helfen Ihnen sicherlich noch erfahrene Hundetrainer oder der Besuch einer „Welpenschule“ weiter.

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