Aggressive Katze

Aggressive Katze – Wie Sie mit der plötzlichen Wut umgehen können

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Aggressive Katze – Wie Sie mit der plötzlichen Wut umgehen können

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Aggressive Katze – Wie Sie mit der plötzlichen Wut umgehen können
04/11/2019

Aggressive Katze – Wie Sie mit der plötzlichen Wut umgehen können

Wundern Sie sich manchmal über das Verhalten Ihrer Katze? Damit sind Sie bestimmt nicht allein. Katzen zeigen viele Verhaltensweisen, die ihre Besitzer nur schwer richtig deuten können. Das kann teils amüsant sein. Wenn sich die Katze allerdings aggressiv verhält, stellt das selten einen Grund zum Lachen dar. Manchmal scheint das Gemüt plötzlich umzuschlagen, dann verhält sich die Katze aggressiv gegenüber ihrem Besitzer oder Artgenossen. Sie sollten stets versuchen, den Grund für die ungewohnte Aggression zu erforschen – denn nicht nur Sie leiden unter eventuellen Kratzspuren oder Bissen. Aggressive Katzen fühlen sich meistens gestresst oder geängstigt, manchmal haben sie auch Schmerzen. Wenn Sie der Wut auf den Grund gehen, können Sie diese vielleicht abbauen und Ihrer Katze dabei helfen, sich wieder wohlzufühlen.

Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie aggressives Verhalten bei Katzen erkennen und welche Schritte Sie akut und langfristig unternehmen können.

Aggressives Verhalten der Katze rechtzeitig erkennen

Sie können ein erhöhtes Aggressionspotential meist leicht anhand der Körpersprache Ihrer Katze erkennen. So können Sie noch rechtzeitig reagieren, Abstand zum Tier suchen und ihm etwas Freiraum gönnen.

Eine aggressive Katze signalisiert ihre Angriffsbereitschaft normalerweise so:

  • Geweitete Pupillen
  • Katzenbuckeln und Fauchen
  • Aufgestelltes Fell (auch beim Schwanz)
  • Präsentieren der Zähne
  • Starrer Blick auf das Angriffsziel
  • Schwanzhaltung: Gesenkt und rasch hin und her zuckend signalisiert der Schwanz Angst; ein waagrechter, starrer Schwanz ist ein starker Indikator für erhöhte Angriffsbereitschaft.
Aggressive Katze schaut nach oben

Eine aggressive Katze beruhigen

Meiste treiben Stress, Angst oder Frustration eine aggressive Katze um. Wenn Sie der Ursache auf den Grund gehen, können Sie Ihre Katze kurzfristig beruhigen und auch längerfristig der aufgestauten Wut entgegenwirken. Wie Sie sich verhalten und auf welche Verhaltensmerkmale Sie achten sollten, hängt auch davon ab, gegen wen sich die Katzen-Aggression richtet.

Ein Haustier, das Sie regelmäßig angreift oder zumindest anfaucht, kann eine dauerhafte nervliche Belastung darstellen. Eine gute erzogene und erfolgreich sozialisierte Katze reagiert normalerweise nicht aggressiv auf menschliche Neuankömmlinge.

Falls Ihre Katzen gegenüber Ihnen oder anderen Menschen immer wieder mit Aggression agiert, sollten Sie versuchen, der Ursachen auf den Grund zu gehen. Prinzipiell können hier ähnliche Faktoren eine Rolle spielen, wie wenn sich die Aggression der Katze gegen Artgenossen richtet. Hat die aggressive Katze genug Gelegenheit, ihrem Spiel- und Jagdtrieb nachzugehen? Hat sie einen Rückzugsort, um fremden Menschen oder Ihrem Besitzer aus dem Weg zu gehen, wenn es ihr gerade zu viel wird?

Lassen Sie Ihrer Katze auf jeden Fall einen Fluchtweg offen (zum Beispiel eine offene Tür), wenn Sie bemerken, dass sie aggressives oder ängstliches Verhalten zeigt. Reagieren Sie lieber mit Ruhe und Ignorieren, als Ihre Stimme zu erheben – die Katze wird Bestrafung oder Gegengewalt nicht mit ihrem eigenen Verhalten in Verbindung setzen, sondern nur negative Gefühle Ihnen gegenüber aufbauen.

Zeigt Ihre Katze einige Verhaltensauffälligkeiten, die möglicherweise von früheren Traumata herrühren (unangenehme Erfahrungen mit dem Vorbesitzer, im Tierheim oder eine zu frühe Trennung von der Mutter), lohnt es sich, das Tier bei einem Tierpsychologen vorzustellen.

Dieser Abschnitt befasst sich mit Aggression unter Katzen, die schon länger in einem Haushalt zusammenleben. Mehr Infos zum Thema Katzen aneinander gewöhnen, erhalten Sie in unserem Artikel zum Thema Katzen vergesellschaften.

Zeigt Ihre Katze angriffslustiges oder gewalttätiges Verhalten gegenüber anderen Katzen, sollten Sie möglichst schnell einschreiten. Etabliert sich diese Verhaltensweise erst einmal – kommt die dominantere Katze also mit ihrer Aggression gegenüber dem schwächeren Tier immer wieder durch –, ist das Verhältnis unter ihren Haustieren dauerhaft vergiftet. Manche Katzen neigen untereinander zu regelrechtem Mobbing.

Aggressive Katze

Ursachen für aggressives Verhalten gegen andere Katzen können sein:

  • Eifersucht (ein Katze hat zum Beispiel das Gefühl, weniger Aufmerksamkeit von Ihnen zu bekommen)
     
  • Futterneid
     
  • Charakterliche Unterschiede (eine Katze neigt zu besonders dominantem Verhalten)
     
  • Geringe körperliche und kognitive Auslastung (diese Gefahr besteht besonders bei Hauskatzen)
     
  • Zu wenig Platz (ebenfalls am ehesten bei reinen Hauskatzen zu erwarten)
     
  • Veränderter Geruch des Artgenossen (zum Beispiel durch Kontakt mit anderen Tieren, Tierarztbesuch etc.)
     
  • Anderweitig bedingt Stress- und Angstreaktionen, die sich am Artgenossen entladen.
     
  • Körperliche Schmerz & Krankheiten

Aggressive Katze: Was tun?

Wenn sich Ihre Katze aggressiv gegen andere Katzen zeigt, bieten sich verschiedene Möglichkeiten zur Deeskalation:

  • Um den Kampf zu beenden: Die angreifende Katze mit einem Schuss aus der Wasserspritzpistole erschrecken und zur Flucht zwingen. Diese Maßnahme sollten Sie nur in Ausnahmefällen ergreifen, da die aggressive Katze den Schreck auf Dauer mit ihrem Artgenossen assoziieren und sich das Verhältnis noch weiter verschlechtern könnte.
     
  • Direkt nach dem Angriff: Katzen räumlich trennen.
     
  • Ruhe bewahren – auf keinen Fall die Stimme erheben oder anderweitig aggressives Verhalten zeigen. Anders als Hunde reagieren Katzen kaum auf Bestrafung. Niemals sollten Sie körperliche Gewalt anwenden.
     
  • Extinktion: Eine gängige Praxis in der Tierpsychologie – „bestrafen“ Sie das aggressive Tier unmittelbar nach dem unerwünschten Verhalten lieber mit Ignorieren. Schenken Sie der friedlicheren Katze stattdessen mehr Aufmerksamkeit. So lernt der Streithahn, dass er mit seinem Verhalten nichts gewinnt (vor allem nicht Ihre Aufmerksamkeit).
     
  • Belohnen Sie den Frieden: Wenn sich die zuletzt immer wieder aggressive Katze ruhig und gelassen gegenüber ihrem Artgenossen verhält, schenken Sie ihr wieder mehr Aufmerksamkeit und ab und an ein Leckerli.
     
  • Schaffen Sie getrennte Rückzugsorte für Ihre Katzen. Jede Katze sollte Ihren eigenen Kratzbaum oder anderen hochgelegenen Rückzugsort haben.
     
  • Füttern Sie Ihre Katzen räumlich und/oder zeitlich getrennt voneinander. Schaffen Sie für jedes Tier einen eigenen Futternapf an.
     
  • Bei Hauskatzen: Schaffen Sie ausreichend Zeit und Gelegenheit zum Spielen, damit sich Ihre Katzen körperlich verausgaben können.
     
  • Seien Sie aufmerksam: Gibt es vielleicht einen anderen Faktor, der eine Ihre Katzen ständig reizt? Manchmal liegt das Problem gar nicht am Artgenossen – an Ihm entlädt sich lediglich die Frustration.

 

Sollten Ihre Bemühungen auch nach einigen Wochen keine Früchte tragen und Sie bemerken, dass eine Katze merklich unter der Aggression der anderen leidet (zum Beispiel durch Futterverweigerung, zurückgezogenes oder ängstliches Verhalten), sollten Sie sich mit einem Tierarzt oder Tierpsychologen beratschlagen.

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