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13/09/2018

Katzen zusammenführen: Wie kann es gelingen?

Eine Katze als Haustier verschönert das Leben. Und mehrere Katzen erst recht! Die meisten Hauskatzen freuen sich über einen Artgenossen, besonders wenn sie sonst oft allein wären. Mit einer anderen Katze können Sie spielen, sich gegenseitig putzen und sogar kuscheln, wenn daraus eine echte Freundschaft wird. Allerdings kommt es selten gleich am Anfang zu Freundschaft, da sich die Katzen schließlich das gleiche Revier teilen müssen. Das kann erstmal zu starker Abneigung, Aggression und zu Rangordnungskämpfen führen. Aus diesem Grund sollten Sie die Katzen nie ohne wohlüberlegte Vorbereitung zusammenführen. Um den Stress-Faktor für sowohl den Neuankömmling als auch für Ihre anderen tierischen Familienmitglieder möglichst gering zu halten, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten, wenn Sie eine Katze vergesellschaften.

Wie führe ich am besten zwei Katzen zusammen?

Die Vergesellschaftung einer Hauskatze und einer anderen Katze sollte langsam und schrittweise erfolgen. Geben Sie beiden Katzen die nötige Zeit und den Raum, sich gegenseitig in einem sicheren Umfeld zu beschnuppern und kennenzulernen. Katzen zu vergesellschaften durchläuft verschiedene Phasen, sie sollten die Katzen nie direkt und ohne Trennung zusammenführen, wenn es erfolgreich sein soll. Denn wenn Sie die zwei Katzen direkt und ohne Vorbereitung miteinander konfrontieren, passiert Folgendes: Die neue Katze wird ohne Rückzugsmöglichkeiten in ein neues Revier versetzt und hat keinerlei Rückzugsmöglichkeit. Der Revierinhaber sieht sich plötzlich mit einem fremden Artgenossen konfrontiert, der eine potenzielle Bedrohung darstellt und mit dem er sich um die Ressourcen streiten muss. Leider sollten Sie darauf gefasst sein, dass es möglicherweise Kämpfe um die Rangordnung geben wird. Wenn sich diese geklärt hat, dann beruhigt sich die Situation meist wieder.

Katzen zusammenführen: Tricks & Tipps

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um die Zusammenführung von Katzen für die involvierten Tiere angenehmer zu machen:

  • Stellen Sie sicher, dass jede Katze genügend persönlichen Platz besitzt. Richten Sie dem Neuankömmling am besten einen eigenen Raum ein, mit allem, was er braucht: Futternapf, Wasser, Katzenklo Kratzbaum und Schlafplatz. Halten Sie Ihre andere Katze von dem Raum fern, und gewöhnen Sie diese schon im Vorfeld daran.
  • Machen Sie die Katzen mit dem Geruch der anderen schon vor der Zusammenführung vertraut. Benutzen Sie ein Tuch und reiben beide damit ab und legen Sie die Kuscheldecken jeweils bei der anderen Katze ins Zimmer.
  • Nach ein paar Tagen könne Sie auch mal einen Reviertausch ausprobieren, damit die Katzen mit dem fremden Geruch der anderen vertrauter werden können.
  • Katzen brauchen feste Rückzugsorte. Teilen Sie Ihren Katzen deshalb bestimmte Orte zu, an denen sie sich verstecken können, um sich besonders in stressvollen Situationen sicher und geborgen fühlen zu können. Mit speziellen Trenngittern aus dem Fachhandel können Sie auch in einem Raum verschiedene Schutzzonen definieren. So können sich beide Katzen sehen und kennenlernen, haben aber ihr eigenes Revier für sich. Das Gitter sollte auf alle Fälle ein paar Tage lang stehen bleiben, entfernen Sie es nicht zu früh.
  • Suchen Sie sich für die erste Zusammenführung einen Komplizen, der auch eine vertraute Bezugsperson für die Katzen ist, damit jeder sich während der Begegnung und der Zeit der Zusammenführung um eine Katze kümmern kann.
  • Eine natürliche und ungefährliche Alternative zu Beruhigungsmitteln sind Pheromonpräparate. Diese können dazu beitragen, dass Ihre Katze in Stresssituationen, wie der Zusammenführung mit einer anderen Katze, gelassen bleibt. Solche Präparate sind bei Ihrem Tierarzt erhältlich.

 

Wie lange dauert es, Katzen zusammenzuführen?

 

Es kann einige Tage oder sogar Monate dauern, bis zwei Katzen lernen, harmonisch miteinander zu leben. Die ersten Nächte sollten beide unbedingt räumlich getrennt voneinander verbringen. Idealerweise nehmen Sie sich an den ersten Tagen des Zusammenführens viel Zeit, um sich um die Katzen zu kümmern. Behandeln Sie beide Katzen mit der gleichen Aufmerksamkeit, so kann es nicht zu Eifersucht kommen.

Aber wann ist tatsächlich der richtige Zeitpunkt gekommen, um beide Katzen zusammenzuführen? Das lässt sich nicht allgemein sagen: Bei manchen Katzen kann die Zusammenführung schon nach wenigen Tagen stattfinden, bei anderen besser erst nach eins bis zwei Wochen. Haben Sie Geduld, beobachten Sie die beiden und überstürzen Sie nichts! Wenn es bei einer Situation zu Problemen kommt, dann gehen Sie lieber wieder einen Schritt zurück und probieren es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal neu.

Welche Katzen lassen sich am einfachsten vergesellschaften?

Katzen passen sich in der Regel besser an das jeweils andere Tier an, wenn sie einander in einem ähnlichen Alter vorgestellt werden (oder es sich um Geschwister-/Eltern-Kind-Kombinationen handelt).

  • Am einfachsten ist es in der Regel, zwei junge Kätzchen aneinander zu gewöhnen, diese sind meist so verspielt und kuscheln gerne, so dass sie alles andere darüber vergessen und zusammen ihr neues Heim erobern. Vor allem zwei Katzengeschwister aus dem gleichen Wurf lassen sich am einfachsten vergesellschaften.
  • Auch erwachsene Katzendamen leben oft friedlich und harmonisch miteinander, besonders, wenn Sie einen ähnlichen Charakter haben.
  • Wenn die Katzen ein sehr unterschiedliches Alter haben, kann ein lebendiges Jungkätzchen einer Seniorkatze schnell zu lästig und anstrengend werden. Mit älteren weiblichen Katzen klappt es aber oft besser als mit älteren Katern.
  • Zwei unkastrierte Kater zusammenzuführen, ist fast unmöglich. Die beiden werden sich vermutlich nie vertragen, das würde zu ständigen Kämpfen und Dauerstress führen. Anders ist es, wenn beide Kater kastriert sind und vom Temperament gut zueinander passen.
  • Zwei Freiläufer Katzen stellen auch ein Problem dar. Denn eine davon wird immer als Eindringling in das Revier betrachtet. Das dieser Eindringling auch noch zusammen im gleichen Haushalt lebt, geht vielen Freigängern einfach zu weit. Meistens wird eine Katze dann aus dem Revier vertrieben und traut sich auch nicht mehr in die Wohnung zurück.

Probleme bei der Zusammenführung von Katzen

Wenn die Katzen charakterlich zu unterschiedlich sind, dann kann es bei der Vergesellschaftung auch zu Problemen kommen. Achten Sie darauf, dass beide Tiere ein ähnliches Temperament haben und beide eher ruhig oder gleich lebhaft und aktiv sind.

Es kann während der Zusammenführung zu Kämpfen und körperlichen Auseinandersetzungen der Katzen kommen. Fauchen und Tatzenhiebe gehören dazu. Greifen Sie nicht ein, solange die Tiere sich nicht verletzen, die Auseinandersetzungen sind wichtig, um die Rangfolge zu klären.

Wenn aber eine Katze verletzt oder eingeschüchtert wird und offensichtlich Angst bekommt, ist es Zeit einzugreifen, und die Zusammenführung für diesen Tag zu beenden.

Es kann in dieser Zeit auch zu Verhaltensauffälligkeiten kommen, wie z.B. Essensverweigerung, urinieren außerhalb des Katzenklos etc.

Wenn Sie alle unsere Ratschläge Tipps beherzigen und sich im Vorfeld gut auf die Katzen Zusammenführung vorbereiten, dann gibt es zwar auch keine Garantie, dass sich die Katzen tatsächlich gut verstehen und zu Freunden werden, aber die Zusammenführung verläuft auf jeden Fall wesentlich stressfreier und mit weniger Strapazen für alle Beteiligten! Wir von PURINA® wünschen Ihnen ganz viel Freude mit Ihrem neuen Katzenteam!

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