Reisen mit Hund: Mann und Hund im Kofferraum

Verreisen mit dem Hund

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Reisen mit Hund? Kein Problem mit der richtigen Vorbereitung

Für die meisten ist es der große Höhepunkt des Jahres. Die Zeit, auf die wir uns am meisten freuen: der langersehnte Urlaub! Unsere vierbeinigen Familienmitglieder dürfen dabei natürlich nicht fehlen – auch unsere Hunde sollen mit uns die schönste Zeit des Jahres genießen.

Ganz gleich wohin es gehen soll, in diesem Artikel geben wir dir wertvolle Tipps, was du mit deinem Hund auf der Reise mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln beachten solltest

Mit Hund im Auto: Vom ängstlichen Beifahrer zum echten Autofreund

Junge Frau im Urlaub mit Ihrem Hund: Beide tragen Sonnenbrillen und schauen aus dem Autofenster heraus.

Du möchtest mit deinem Hund im Auto verreisen? Dann solltest du deinen Hund frühzeitig daran gewöhnen. Denn auch wenn Autoreisen für dich längst normal sind, so sind sie für ihn ein großes Abenteuer. Je jünger dein Vierbeiner bei seiner ersten Spritztour ist, desto leichter wird ihm übrigens die Eingewöhnung fallen. Am besten übst du zunächst einmal im stehenden Auto mit deinem Hund. Kleiner Tipp: Lege die Lieblingsmatte oder -decke deines Hundes auf den Beifahrersitz. So hat er trotz der unbekannten Umgebung etwas Vertrautes bei sich. Springt er dann freiwillig auf den Beifahrersitz, kannst du zu kurzen, langsamen Fahrten übergehen. Sobald sich dein Vierbeiner wohlfühlt, kannst du die Länge der Fahrtstrecke langsam erhöhen. Wie bei jeder anderen Trainingseinheit mit deinem Hund dürfen natürlich auch bei den Fahrstunden die Belohnungssnacks nicht fehlen. So kannst du deinem besten Freund immer gleich ein leckeres, positives Zeichen geben, sobald er zum Beispiel freiwillig auf den Autositz springt.

6 BENEFUL Tipps für Autoreisen mit Hund: Folgende Punkte solltest Du für die Sicherheit deines Fahranfängers beachten:

1. Im fahrenden Auto sollte auch dein Hund stets mit einem "Sicherheitsgurt" angeschnallt sein.Falls du ein Geschirr für deinen Vierbeiner besitzt, eignet sich dieses besonders gut. Noch sicherer ist es für ihn, wenn er in einer Transportbox im Kofferraum mitfährt.

2. Gerade bei den ersten Fahrten ist eine wasserdichte Unterlage für den Sitz oder die Hundebox eine gute Idee...

3. ...und falls doch mal ein Malheur passierern sollte, halte Papiertücher und Desinfektionsmittel bereit.

4. Gehe vor Beginn der Autofahrt mit deinem Hund noch einmal spazieren und plane regelmäßige Pausen (bei längeren Fahrten mind. alle zwei Stunden) zum Bewegen, Trinken und Austreten ein.

5. Auch wenn dein Vierbeiner darum bettelt, solltest du ihn nicht den Kopf aus dem Fenster hängen lassen.

6. Und ganz wichtig: Lass deinen Hund nie allein im Auto zurück! Auch wenn du nur ganz schnell etwas erledigen willst: In Autos kann es sehr schnell heiß werden und Hunde reagieren äußerst empfindlich auf hohe Temperaturen. Nimm deinen Vierbeiner also lieber mit.

Mit dem Hund im Zug: Ist dein Hund schon einmal schwarzgefahren?

Reisen mit Hund im Zug

Vielleicht wusstest du es noch gar nicht, aber auch dein Hund braucht für jede Zugfahrt – ganz gleich ob Kurz- oder Langstrecke – eine gültige Fahrkarte. Zumindest wenn du ihn nicht im Handgepäck transportieren kannst. Die Kosten für die Mitnahme eines Hundes liegen in der Regel beim halben Preis eines gewöhnlichen Fahrscheins, einen Anspruch auf einen echten Sitzplatz wie du hat dein Vierbeiner aber nicht. Du kannst deinen Hund natürlich auf den Schoß nehmen oder er darf es sich im Fußraum gemütlich machen.

Wie lange hält es ein Hund im Zug aus? Nach einem ausgiebigen Spaziergang sollte eine Zugfahrt von 2-3 Stunden für deinen Hund eigentlich kein Problem sein. Aber du kennst deinen Vierbeiner am besten. Wenn du schon weißt, dass er einen starken Bewegungsdrang hat und häufiger austreten muss, wähle eine Bahnstrecke mit Zwischenhalten und längeren Umsteigezeiten. So verschaffst du deinem besten Freund die nötigen Pausen.

Übrigens: In den Zügen der Deutschen Bahn herrscht für Hunde eine Leinen- und Maulkorbpflicht. Und zwar rassenübergreifend. Falls dein Hund sonst keinen Maulkorb trägt, solltest du ihn bereits einige Zeit vor der Fahrt daran gewöhnen. Damit beim gemeinsamen Ausflug auf Schienen auch wirklich nichts schiefgeht, findest du hier alle Infos für die Mitnahme von Hunden in Zügen der Deutschen Bahn: https://www.bahn.de/p/view/angebot/zusatzticket/hunde.shtml

Fliegen mit Hund: Den Himmel erobern

Obwohl beinahe jeder Zweite am liebsten mit dem Flugzeug verreist, gibt es leider noch keine einheitliche Richtlinie fürs Fliegen mit Hunden. Die meisten Airlines verfahren aber nach der folgenden Faustregel: Bis fünf Kilogramm Gewicht dürfen Hunde im Flugzeug in der Passagier-Kabine mitfliegen. Sie müssen aber in einer Transportbox untergebracht werden, die den Richtlinien für das Handgepäck unterliegt. Alle Hunde über fünf Kilogramm können nur im Frachtraum des Flugzeugs transportiert werden. Auch hier ist eine Transportbox notwendig. Sie sollte so groß sein, dass dein Hund bequem darin stehen, sich drehen und auch hinlegen kann und es im Frachtraum so angenehm wie möglich hat. Falls die Flugreise länger dauert, kleide den Boden der Box ein bisschen aus, damit dein Hund gemütlich schlafen kann.

Der wichtigste Tipp fürs Fliegen mit Hund: Die Bestimmungen zur Mitnahme von Hunden im Flugzeug können von Airline zu Airline und sogar von Flugroute zu Flugroute variieren. Kontaktiere die Fluggesellschaft mit der du fliegen möchtest deshalb am besten persönlich. So gehst du ganz sicher, dass der gemeinsamen Flugreise mit deinem Hund nichts im Weg steht.

Grün auf weiß skizzierte Hundetransportbox für den Urlaub mit Hund.

Erlaubte Maße für deine Transportbox im Handgepäck

Erlaubte Maße für deine Transportbox im Handgepäck 55cm lang x 40cm breit x 23cm hoch 
(Quelle: http://www.hundetaschen.org/info/hunde-flugzeug-hundetasche.html )

Wo fühlt sich mein Hund so richtig wohl?

Längere Reisen sind für Hunde immer eine Ausnahmesituation, auf die so manch einer sensibel reagieren kann. Dein Hund fühlt sich also dementsprechend dann am wohlsten, wenn er in deiner Nähe sein kann – also im Auto oder in der Bahn. Damit dein Vierbeiner auch die Reise im Flugzeug gut übersteht, informiere dich am besten im Vorfeld beim Tierarzt deines Vertrauens – er wird dir sicherlich weitere wertvolle Tipps geben können, was du in solch einem Fall zu beachten hast.

Was du sonst noch alles vor dem Urlaub beim Tierarzt klären solltest, erfährst du in unserem Artikel zum Thema Urlaub mit Hund. Hier findest du auch mögliche Lösungen für den Fall, dass du deinen Hund nicht mit in den Urlaub nehmen kannst. Denn wenn deine Reise es nicht zulässt, dass du alle zwei Stunden eine Pause für Bewegung einbaust, solltest du dir vielleicht doch noch einmal überlegen, ob du deinem Hund diese möglichen Strapazen nicht lieber ersparen möchtest.

Reisecheckliste für deinen Hund: Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Hund im Reisegepäck

Unabhängig davon, wohin die Reise mit deinem Hund geht oder wie lange sie dauern wird, die folgenden Basics solltest du immer dabeihaben und beachten: 

  • Wasserschüssel + Wasserflasche zum Nachfüllen, damit dein Hund auch unterwegs genug zu trinken hat
  • Vertrautes Futter, Leckereien, Kauknochen
  • Plastiktüten und Schaufelchen
  • Leine und evtl. Maulkorb (vor allem für Zugreisen beachten)
  • Bürste bzw. Kamm zur Fellpflege
  • Hundespielzeug
  • Transportkorb bzw. Transportbox
  • Saugfähige Unterlage
  • Reiseapotheke für deinen Vierbeiner (Medizin, Mittel gegen Reisekrankheit, Erste Hilfe Tasche mit Verbandsmaterial, ...)
  • Impfpass, Grenzpapiere, Einreisebestimmungen für deinen Hund
  • Lieblingsdecke deines Vierbeiners zum Kuscheln

Mit dieser Vorbereitung steht der gemeinsamen Reise mit Hund nun eigentlich nichts mehr im Wege!

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