Kastration FAQ

Sie haben ein neues vierbeiniges Familienmitglied - großartig! Ihr Kätzchen ist immer noch so klein und niedlich - kaum vorstellbar dass es bald selbst schon Mutter werden könnte.

Kastration von Kätzchen und Katzen – FAQ

Sie haben einen neuen, flauschigen Mitbewohner – fantastisch! Sie möchten jetzt bestimmt die neue Katze eingewöhnen. Wenn Katzenbabies noch klein und niedlich sind, kann man nur schwer glauben, dass sie bald selbst Mutter werden könnten.

Was Sie über die Katzenzucht wahrscheinlich noch nicht wussten: Da eine Katze im Alter von vier bis sechs Monaten geschlechtsreif wird, kann sie bereits dann eigene kleine Katzenbabies bekommen, obwohl sie selbst noch eins ist! Als Katzenhalter ist es nun Ihre Aufgabe, rechtzeitig über eine Kastration nachzudenken.

Eine Kastration von Katzen hat zur Folge, dass eine Katze nicht ungewollt Nachwuchs bekommt. Darüber hinaus ist sie vor bestimmten Krankheiten geschützt.

Eine Kastration bzw. Sterilisation von Katzen muss Ihnen keine Angst machen. Unser PetCare Team informiert Sie über alles Wissenswerte zum Thema Kastration, sodass Sie zu guter Letzt entscheiden können, was das Beste für Sie und Ihre Katze ist.

Eine Kastration ist ein Routineeingriff, bei dem die Fortpflanzungsorgane der Katze operativ entfernt werden. Bei weiblichen Katzen spricht man auch von „Sterilisation“, bei Katern von „Kastration“.

Wird eine weibliche Katze sterilisiert, so werden ihr die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt; in manchen Fällen nur die Eierstöcke. Dies geschieht in der Regel durch einen Schnitt an der linken Flanke oder am Unterbauch.

Bei Katern werden die Hoden entfernt. Die Kastration von Katern ist weitaus weniger kompliziert als die Sterilisation bei Katzen und erfolgt ohne Naht.

Brown cat relaxing

Eine Kastration bzw. Sterilisation ist ein leichter Eingriff, und Ihre Katze erhält eine Narkose, um sicherzustellen, dass sie während der OP keinerlei Schmerzen verspürt.

Nach dem Eingriff wird der Tierarzt Ihrer Katze ein Schmerzmittel verabreichen, um eventuellen postoperativen Schmerzen vorzubeugen. Darüber hinaus wird er ein entzündungshemmendes Medikament sowie weitere Schmerzmittel verschreiben, die Sie Ihrer Katze zu Hause geben können.

Da der Eingriff bei Katern wesentlich weniger invasiv ist als bei Katzendamen, werden Kater voraussichtlich Medikamente für nur einen Tag bekommen. Weibliche Katzen werden die Medikamente ca. 3 Tage lang einnehmen müssen, damit sie sich schnellstmöglich und schmerzfrei von den Strapazen erholen können.

Eine Kastration von Katzen hat mehrere Vorteile für das Tier. So wird Ihre Katze beispielsweise weniger anfällig für bestimmte Krankheiten sein und ist vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt. Weitere Vorteile einer Kastration bzw. Sterilisation von Katzen sind:

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  • Drosselung von aufdringlichem, frechem Verhalten nach Einsetzen der Geschlechtsreife wie dem Versprühen von Urin zum Markieren des Reviers.
  • Kastrierte Katzen gehen nicht so oft auf Streifzüge durch die Nachbarschaft. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie in einen Kampf mit anderen Katzen geraten oder Opfer eines Verkehrsunfalls werden.
  • Ihre Katze wird möglicherweise anhänglicher. Weibliche Katzen werden oft sanfter.
  • Ein geringeres Risiko, sich mit bestimmten Krankheiten wie Leukose oder feliner Immundefizienz anzustecken.
  • Ein geringeres Risiko bei weiblichen Katzen, eine Uterusinfektion (Entzündung der Gebärmutter) zu erleiden.
  • Wenn weibliche Katzen in einem jungen Alter sterilisiert werden, erkranken sie seltener an einem Mammakarzinom (Brustkrebs).

Es empfiehlt sich, Katzenbabies vor dem Einsetzen der Geschlechtsreife (und damit der Möglichkeit, selbst Nachwuchs zu zeugen oder zu bekommen) zu kastrieren – also in der Regel mit vier bis sechs Monaten. Dass Ihre Katze geschlechtsreif wird, erkennen Sie daran, dass weibliche Katzen laut schreien und Kater Urin versprühen, um ihr Revier zu markieren.

Einige Tierheime und Tierarztpraxen empfehlen eine Frühkastration mit zwölf Wochen oder sogar früher.

Um zu vermeiden, dass Ihre Katze ungewollt Nachwuchs bekommt oder zeugt, halten Sie sie bis zur Kastration in der Wohnung.

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Um Ihre Katze kastrieren zu lassen, müssen Sie einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Gegebenenfalls geht der eigentlichen Operation eine Voruntersuchung voraus. Der Tierarzt wird Sie bitten, Ihre Katze ab dem Abend vor der Narkose nicht mehr zu füttern. Wasser kann Ihre Katze wie gewohnt zu sich nehmen, allerding sollte sie am Morgen der OP nichts mehr trinken. In der Regel geben Sie Ihre Katze morgens in der Tierarztpraxis ab. Sie können sie dann später am selben Tag wieder abholen.

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Wenn Sie Ihre Katze kastrieren lassen möchten, aber nicht für die Kosten aufkommen können, wenden Sie sich an eine Tierschutzorganisation in Ihrer Nähe.

Viele Tierschutzorganisationen verfügen über ein Finanzierungsprogramm und helfen bei den Kosten für die Kastration von Katzen.

Ihre Katze wird nach dem Eingriff ein wenig benommen sein, aber schon bald sollte sie wieder fit und ganz die Alte sein. Danach verläuft die Genesung je nach Geschlecht unterschiedlich, da die Eingriffe sich voneinander unterscheiden. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Stubentiger nach einer Kastration wieder auf die Pfoten helfen:


Kater

  • Eine Kastration hat im Allgemeinen bei Katern nur wenige oder gar keine Nebenwirkungen.
  • Bleiben Sie in der ersten Nacht nach der OP sicherheitshalber bei Ihrem Kater bzw. in seiner Nähe.
  • Der Tierarzt wird Ihnen ein entzündungshemmendes Medikament und Schmerzmittel für Ihren Kater verschreiben – diese benötigt er in der Regel nur am ersten Tag.
  • Breits am nächsten Tag können Sie Ihren Kater wieder wie gewohnt ins Freie lassen.

Katzen

  • Da eine Kastration bei weiblichen Katzen etwas komplizierter ist, dauert der Genesungsprozess etwas länger.
  • Bleiben Sie in der ersten Nacht nach der OP sicherheitshalber bei Ihrer Katze bzw. in ihrer Nähe.
  • Der Tierarzt wird Ihnen ein entzündungshemmendes Medikament und Schmerzmittel für Ihre Katze verschreiben – diese benötigt Ihre Katze voraussichtlich für auf die OP folgenden drei Tage.
  • Ihre Katze wird eine Halskrause (Schutzkragen) tragen müssen, um zu verhindern, dass sie an der Naht leckt oder knabbert.
  • Der Tierarzt wird mit Ihnen eine Nachuntersuchung für den dritten und zehnten Tag nach dem Eingriff vereinbaren. Halten Sie Ihre Katze so lange in der Wohnung, bis Ihnen der Arzt nach den zehn Tagen sein Einverständnis gibt – danach kann sie wie gewohnt wieder draußen spielen.
  • Wenn bei der OP nicht resorbierbare Fäden verwendet wurden, also Fäden, die sich nicht von selbst abbauen, wird Ihnen der Tierarzt einen Termin zum Fädenziehen mitteilen – in der Regel ca. sieben bis zehn Tage nach dem Eingriff.

Gewichtszunahme

Manchmal ist eine Kastration mit einer Gewichtszunahme verbunden. Obwohl die Operation nicht direkt dafür verantwortlich ist, dass eine Katze an Gewicht zunimmt, kann sie doch dazu führen, dass sich die Katze nicht auf die Suche nach einem Geschlechtspartner macht. Das bedeutet, dass sie sich weniger bewegt und dadurch ein paar Pfunde zunimmt.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze zugenommen hat, verschaffen Sie ihr ein wenig Bewegung, indem Sie mit ihr spielen oder sie an einer Leine spazieren führen.

Darüber hinaus können Sie ihre Ernährung anpassen – eine von unseren vier kalorienreduzierten Rezepturen kann hier zum gewünschten Ergebnis führen:

Probleme mit dem Harnweg

Nach einer Kastration kann es passieren, dass Ihre Katze an den Harnwegen erkrankt. Wenn sich die Uriniergewohnheiten Ihrer Katze auffällig verändern und sie beispielsweise häufiger auf die Katzentoilette geht, ohne dabei zu urinieren, oder Blut austritt, gehen Sie zum Tierarzt.

  • Ihre weibliche Katze wird ungefähr alle drei Wochen rollig, sobald sie geschlechtsreif ist. Während ihrer Rolligkeit schreit die Katze laut und ist sehr unruhig, was den Alltag zu Hause eventuell erschweren kann.
  • Wenn Ihre Katze rollig ist, müssen Sie auf sie achtgeben und sie von potenziellen Liebhabern in der Nachbarschaft fernhalten, um eine Trächtigkeit zu verhindern.
  • Bei einer gewollten Katzenzucht kann eine Katze bis zu drei Mal im Jahr werfen; jeder Wurf besteht aus bis zu sechs Kätzchen. Wird eine Katze daher ungewollt schwanger, kann das für Sie sehr teuer werden.
  • Ihre Katze wird sich gegebenenfalls auf Streifzüge begeben. Das erhöht die Gefahr, dass sie Opfer eines Verkehrsunfalls wird.
  • Unkastrierte Kater sind in der Regel aggressiver und geraten daher häufiger in einen Kampf mit anderen Katzen. Das erhöht die Gefahr einer Verletzung und erleichtert die Verbreitung von Krankheiten.
  • Nicht sterilisierte weibliche Katzen erkranken im Alter von sechs bis sieben Jahren häufiger an einem Mammakarzinom (Brustkrebs). Untersuchen Sie Ihre Katze regelmäßig auf Knoten im Brustbereich. Wenn Sie etwas Bedenkliches finden, kontaktieren Sie den Tierarzt.
Katze genießt es gestreichelt zu werden

Normalerweise zeigen Katzen bis zur zweiten oder dritten Woche keine eindeutigen Anzeichen für eine Trächtigkeit.

Wenn Sie den Verdacht haben, Ihre Katze könnte schwanger sein, lassen Sie dies schnellstmöglich von einem Tierarzt überprüfen. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie man Symptome für eine Trächtigkeit richtig erkennt und wonach man suchen muss.Symptome für eine Trächtigkeit

Möglicherweise kann Ihre Katze noch während ihrer Trächtigkeit kastriert werden. Ein solcher Eingriff beendet die Schwangerschaft und verhindert weitere Schwangerschaften in der Zukunft.

Bitten Sie den Tierarzt um weitere Informationen zur Sterilisation von Katzen während der Trächtigkeit und treffen Sie dann eine Entscheidung.

Eine Kastration von Kätzchen oder Katzen hängt von Ihren persönlichen Umständen ab. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie stets abwägen, was das Beste für Sie und Ihre Katze ist.

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