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Suchen sich Katzen Ihre Halter selbst aus? So verstehen Sie das Katzenverhalten

Weil sie als Haustiere gehalten werden und es Sache des Halters ist, über die Ernährung Ihrer Katze, ihre Pflege, ihr Wohlbefinden und ihre Erziehung zu entscheiden, neigen wir dazu, anzunehmen, dass Katzen bei ihrer Vermittlung kein Mitspracherecht hätten. Doch wir sollten ihre Eigenwilligkeit nicht unterschätzen. Viele Katzen zeigen beispielsweise besondere Zuneigung zu einem bestimmten Familienmitglied oder laufen Ihnen sogar einfach zu! Damit sich Ihre Katze in ihrem neuen Zuhause wohlfühlt, ist es wichtig, dass Sie sich ein wenig mit der Psyche Ihrer Katzen und dem Katzenverhalten auskennen. Nicht nur das Versprechen von Nahrung und Unterkunft, sondern auch das Bedürfnis nach Schutz und Wohlbefinden treibt sie an. Am zutraulichsten verhält sie sich darum jenen gegenüber, die ihr mit Ausgeglichenheit, Freundlichkeit und Zuwendungen begegnen.

Übermäßige Anhänglichkeit​

Infografik Katzenverhalten: Beziehung Katze und Halter

Trotz ihrer Unabhängigkeit sind manche Katzen sehr anhänglich – manchmal sogar zu sehr (insbesondere dann, wenn sie als Jungtiere vor dem dritten Lebensmonat von ihrer Mutter getrennt wurden). Es ist nicht leicht, eine Katze abzuweisen, die um Aufmerksamkeit bettelt, doch wenn ihre Abhängigkeit von Ihnen zu groß wird, kann das zu ernsten Problemen führen. Übermäßig anhängliche Katzen, die von ihren Haltern alleingelassen werden, reagieren mit Stresssymptomen. Stress bei Katzen kann unterschiedliche Verhaltensstörungen zur Folge haben. Dazu zählen z.B. Urinieren, exzessives Miauen und Haarausfall bei Katzen.

Katzen sind Gewohnheitstiere und lieben Sauberkeit. Stellen Sie immer eine Katzentoilette mehr auf als Sie Katzen haben.
1984 begründete der Zoologe Isidore Geoffroy Saint-Hilaire die Ethologie oder Verhaltensbiologie und steigerte somit das Verständnis für das Katzenverhalten.