Ein ideales Katzenzuhause

Es ist wichtig, Haus und Garten für Ihre neue Katze so sicher wie möglich zu gestalten. Wo Sie anfangen sollten und was alles dazugehört, erfahren Sie hier. Damit Ihre neue Katze ein sicheres und schönes Katzenzuhause bekommt!
Kleines Kätzchen entspannt sich auf dem Bett
Kleines Kätzchen entspannt sich auf dem Bett
Kleines Kätzchen entspannt sich auf dem Bett

Sicherheit im Katzenzuhause

Katzen – und insbesondere kleine Kätzchen – sind von Natur aus neugierig und erkunden ihre Umgebung durch Tasten, Schnuppern und Schmecken. Wenn Sie eine neue Katze bei sich zu Hause aufnehmen, wird sie sich, egal welche Katzenrasse, wissbegierig auf alles stürzen. Anders als wir Menschen kann sie jedoch nicht erkennen, was für sie gefährlich ist und was nicht. Es ist also Ihre Aufgabe ein Katzenzuhause zu schaffen, in dem Ihrem Liebling nichts passieren kann. In der folgenden Checkliste erfahren Sie, worauf es dabei ankommt.

  • Wenn Sie Ihre neue Katze zum ersten Mal nach Hause bringen, halten Sie alle Fenster und Türen geschlossen. Bestenfalls so lange, bis sie sich eingewöhnt, alle Impfungen erhalten hat und gegebenenfalls kastriert wurde.
  • Vergewissern Sie sich, dass alle Mülleimer in Küche und Bad einen verschließbaren Deckel haben und vor kleinen-Pfoten-sicher sind. Lassen Sie Mülltüten niemals offen stehen, denn Katzen sind neugierig und werden versuchen den Inhalt zu erkunden.
  • Zerbrechliche Ziergegenstände sollten Sie entfernen, sonst sind sie vor neugierigen Kätzchen mit ihren tastenden Tätzchen nicht sicher.
  • Die Türen von Öfen, Kühlschränken, Mikrowellenherden, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Trocknern sollten Sie stets geschlossen halten. Bringen Sie an den Türen Notizen als Erinnerung an, damit jeder vor dem Gebrauch dieser Geräte einen Blick ins Innere wirft –Kleine Kätzchen finden eine warme Trockenschleuder oder eine glänzende Waschtrommel unwiderstehlich!
  • Toilettendeckel sollten Sie immer herunterklappen um zu verhindern, dass Ihr Kätzchen in die Toilettenschüssel fällt oder daraus trinkt . Auch hier empfehlen wir eine Erinnerungsnotiz für Besucher oder vergessliche Mitbewohner anzubringen – sicher ist sicher.
  • Lassen Sie alle zugänglichen elektrischen Kabel sicher hinter Möbeln verschwinden. Wollen Sie die absolute Sicherheit für das Katzenzuhause, ziehen Sie einen im Handel erhältlichen, dicken Kabelschützer über die Kabel . So sind sie vor den Zähnen Ihrer Katze sicher – und Ihre Katze vor einem Stromschlag.
  • Bewahren Sie Plastiktüten an einem für Ihre Katze nicht erreichbaren Ort auf, da sie eine große Gefahr darstellen: Wenn Ihr kleines Kätzchen daran knabbert, das Plastik verschluckt oder sich darin verfängt, kann das gefährlich werden.
  • Bei brennenden Kerzen, Räucherstäbchen oder mit Öl befüllten Duftlampen in einem Katzenzuhause ist der Ärger vorprogrammiert – offene Flammen und flauschige Kätzchen passen einfach nicht zusammen. Sorgen Sie daher bei jeder Flamme für eine Schutzvorrichtung.
  • Kürzen Sie Gardinenkordeln oder die Zugschnur an Jalousien und binden Sie sie sicher fest, sodass sie außer Reichweite von kleinen Katzenpfoten sind. Sonst herrscht Strangulationsgefahr im Katzenzuhause. Dasselbe gilt für Küchengarn in der Küche.

Halten Sie Ihre Küchenarbeitsplatte frei von Essensresten; Hühnerknochen beispielsweise mögen für Ihre Katze verlockend aussehen, können aber sehr gefährlich werden, da sie beim Kauen splittern.

Kleines Kätzchen sieht aus dem Fenster

Leider ist eine ziemlich große Anzahl an handelsüblichen Haushaltsprodukten selbst in geringen Mengen hochgiftig für Katzen. Schützen Sie Ihre Katze und vermeiden Sie den Einsatz folgender Produkte bzw. bewahren Sie diese an einem vor neugierigen Samtpfoten sicheren Ort auf:

  • Reinigungsprodukte und Hygieneartikel wie Bleiche sowie Produkte, die Phenole enthalten (z. B. Desinfektionsmittel, die mit Wasser eine trübe Lösung ergeben).
  • Medikamente für Menschen (wie Paracetamol oder Ibuprofen).
  • Produkte, die fürs Auto verwendet werden, z. B. Frostschutzmittel.
  • Schönheitsprodukte und Kosmetika wie Haarfärbemittel, Waschbenzin und Nagellackentferner.
  • Ratten-/Mäusegift – idealerweise sollten diese Mittel überhaupt nicht zum Einsatz kommen, da Ihre Katze schwer erkranken könnte, wenn sie die vergiftete Beute verspeist; wenn Sie das Gift unbedingt verwenden müssen, lagern Sie es an einem Ort, der für Ihre Katze unzugänglich ist.
  • Schneckenkorn (es gibt auch Varianten, die für Haustiere unbedenklich sind).
  • Mottenkugeln (enthalten Naphthalin oder Paradichlorbenzol).
  • Potpourriöle, Weichspülertücher, Geschirrspülmittel (enthalten alle kationische Tenside, die Verätzungen verursachen können).
  • Batterien (enthalten Alkali oder Säuren; beide können Hautverätzungen verursachen).
  • Selbstgemachte Knete (aufgrund des hohen Salzanteils).
  • Hand- oder Fußwärmer (enthalten einen hohen Anteil an Eisen).
  • Zigaretten, alter Kaffeesatz, Alkohol.
  • Schokolade (ist eigentlich eher gefährlich für Hunde, aber das Theobromin in der Schokolade ist auch für Katzen giftig).
  • Einige Mittel gegen Hundeflöhe enthalten Permethrin, was für Katzen leicht giftig ist; vergewissern Sie sich daher, dass das Mittel außer Reichweite von Ihrer Katze aufbewahrt wird und halten Sie sie von Hunden fern, wenn diese mit dem Mittel gegen Flöhe behandelt wurden.

Obwohl alle Katzenrassen zu den Fleischfressern zählen, fressen sie manchmal auch Gemüse oder andere Pflanzen. Achten Sie darauf, woran genau sich Ihre Katze gerade labt, da einige Pflanzen teilweise giftig für sie sein können, unter anderem folgende Pflanzen:

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Giftige Hauspflanzen für Katzen

Dieffenbachien, Lilien (alle Pflanzenteile von Lilien sind hochgiftig), Philodendren, Misteln, Weihnachtssterne (Poinsettien)

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Giftige Gartenpflanzen für Katzen

Lilien, Azaleen, Narzissen, Tomaten, Fingerhut, Eiben, Hortensien

Tipp: Fragen Sie den Tierarzt nach einer vollständigen Liste von Pflanzen, die für Ihre Katze gefährlich sein könnten.

Sicherheit im Freien

Ihre neue Katze folgt ihrem natürlichen Instinkt ins Freie, um ihr Revier zu erobern, auf Bäume zu klettern oder ein Schläfchen in der Sonne zu halten; denn ihr Katzenzuhause beschränkt sich nicht nur auf den Innenbereich. Auch wenn Ihre Katze viel Spaß draußen hat, sollten Sie doch auf einige Dinge im Freien achten. Denn hier sind Katzen mehr Krankheitensrisiken und Parasiten ausgesetzt und es besteht die Gefahr, dass sie gestohlen werden, sich verlaufen oder von einem Auto angefahren werden. Wenn Sie Ihre Katze ins Freie lassen, sie aber gleichzeitig beschützen möchten, ist ein sicherer Garten für Ihre Katze das A und O.

Kleines Kätzchen in der Wiese schnuppert an einer Pusteblume
  • Achten Sie darauf, dass keine giftigen Pflanzen in Ihrem Garten wachsen und alle Schuppen gesichert sind. Falls Sie einen Teich haben, sollten Sie ihn abdecken.
  • Verwenden Sie chemische Pflanzenschutzmittel nur mit Vorsicht. Lassen Sie Ihre Katze nach Gebrauch nicht in den Garten. Garten und Rasen sind auch tabu, wenn Sie Dünger, Pflanzen- oder Insektenschutzmittel verwendet haben. Warten Sie ab, bis die behandelten Bereiche vollständig getrocknet sind.
  • Stellen Sie sicher, dass niemand in der Umgebung Mäuse- oder Rattengift ausgestreut hat. Wenn Ihre Katze das Gift oder ein vergiftetes Nagetier frisst, kann dies für sie tödlich enden.
  • Wir empfehlen Ihnen, die Katze so lange im Haus bzw. in der Wohnung zu halten, bis sie mit einem Mikrochip versehen ist und alle Impfungen erhalten hat. Sowohl die Impfungen als auch die Floh- und Entwurmungskuren sollten Sie übrigens regelmäßig auffrischen. Vereinbaren Sie dafür mit dem Tierarzt jeweils Folgetermine, sodass Ihre Katze stets geschützt ist.
  • Geben Sie Ihrer Katze Zeit, um sich an ihr neues Katzenzuhause drinnen zu gewöhnen und lassen Sie sie dann erst den Außenbereich erkunden. Wenn Sie umgezogen sind, vergessen Sie nicht, die Daten auf dem Mikrochip und auf der Marke an dem Halsband Ihrer Katze zu aktualisieren.
  • Eine Kastration wird den Erkundungsdrang Ihrer Katze reduzieren und sie wird sich nicht allzu weit von ihrem Katzenzuhause entfernen. Das verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie anderen Katzen über den Weg läuft und in einen Kampf gerät.

Ein letzter Tipp: Mit einer Katzenklappe kann Ihre Katze jederzeit in den Garten. Hier empfehlen sich verschließbare Katzenklappen bzw. Katzenklappen mit Mikrochip-Lesegerät, die nur Ihre gechippte Katze ins Haus lassen.