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Die Bindehautentzündung bei der Katze

6 min Lesezeit

Deine Katze tastet an ihrem Auge herum, welches plötzlich rot und geschwollen ist? Dein Katzenfreund könnte an einer Bindehautentzündung leiden. Finde heraus, was das heißt, was die Ursache ist und was du tun kannst, damit diese unangenehme Augenerkrankung verschwindet.

 

Was ist eine Bindehautentzündung bei Katzen?

Die Bindehautentzündung bei Katzen ist eine Entzündung der Bindehaut, also der dünnen Membran auf der Innenseite der Augenlider und des weißen Teils des Auges. Meist breitet sich die Entzündung von den Schleimhäuten an der Innenseite der Augenlider auf andere Augenbereiche aus. Die Entzündung kann in einem Auge oder in beiden Augen gleichzeitig auftreten.

 

Bindehautentzündung bei der Katze: Symptome

Eine Bindehautentzündung bei der Katze äußert sich in der Regel über folgende Symptome:

  • Rote und geschwollene Bindehaut
  • Tränendes Auge
  • Dickflüssiger Ausfluss am Auge
  • Katze reibt das betroffene Auge
  • Ständiges Blinzeln oder Schielen

 

Ursache einer Bindehautentzündung bei der Katze

Die Bindehautentzündung der Katze kann zwei mögliche Ursachen haben:

  • Infektion: Infektiöse Katzenkonjunktivitis kann durch eine Reihe von Viren verursacht werden, wobei das Feline Herpesvirus zu den häufigsten gehört. Bakterien wie Chlamydophila können ebenfalls eine Augeninfektion als Teil einer Infektion der oberen Atemwege verursachen, sodass Schnupfen und Niesen die Bindehautentzündung bei Katzen begleiten.
  • Keine Infektion: Ein Fremdkörper kann in das Auge deiner Katze gelangt sein und es reizen. Weitere nicht-infektiöse Ursachen sind Augenlidveränderungen, Allergien, Zugluft oder Verletzungen.

Wie wird eine Bindehautentzündung bei Katzen diagnostiziert?

Tierarzt untersucht die Augen einer Katze

Wenn deine Katze Schmerzen zu haben scheint, wird der Tierarzt vermutlich zunächst betäubende Augentropfen einsetzen, um den Bereich zu betäuben. Dann wird er ihn auf Fremdkörper, Kratzer oder Wunden untersuchen.

Manchmal wird ein grüner Farbstoff aufgetragen, der, wenn er mit einem hellen blauen Licht beleuchtet wird, zeigen kann, wo das Augenproblem seinen Ursprung hat.

Die Krankengeschichte deiner Katze hilft ebenfalls bei der Diagnose der Symptome, da einige Fälle von infektiöser Katzenkonjunktivitis wiederkehrend sein können, mit regelmäßigen Schüben (siehe unten).

 

Ist eine Bindehautentzündung bei der Katze ansteckend?

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Viren und Bakterien, die für Katzenkonjunktivitis verantwortlich sind, auf den Menschen übertragen werden, ist sehr gering. Trotzdem solltest du bis zur Erholung einige grundlegende Hygieneregeln beachten, wie z. B. das Waschen deiner Hände, wenn du deine erkrankte Katze streichelst.

Anders verhält es sich mit der Übertragbarkeit unter Tieren. Dort kann eine Bindehautentzündung deiner Katze ansteckend sein. Wenn du weitere Haustiere hast, sollte dein Tierarzt am besten alle untersuchen. Bringe deine Katzen für die Dauer der Katzenkonjunktivitis in getrennten Räumen unter.

 

Kann eine Katze durch eine Bindehautentzündung blind werden?

Obwohl die Bindehautentzündung bei Katzen in Bezug auf den Schweregrad von leichten Fällen bis hin zu schweren Fällen variiert, ist Blindheit im Allgemeinen eine sehr seltene Folge. Zögere jedoch nicht, deinen Tierarzt zu kontaktieren, wenn du die Symptome einer Katzenkonjunktivitis bei deiner Katze bemerkst.

 

Wie kann man eine Bindehautentzündung bei der Katze behandeln?

Ein Besuch beim Tierarzt ist das Beste, was du für eine schnelle Genesung tun kannst. Um die Bindehautentzündung deiner Katze zu behandeln, musst du ihr vermutlich für einige Tage oder Wochen Augentropfen geben. Dabei kann es sich um antibiotische Augentropfen handeln, um eine bakterielle Katzenkonjunktivitis zu bekämpfen, oder um beruhigende Augentropfen, damit ein nicht-infektiöser Fall schneller abheilt. Abhängig von der zugrundeliegenden Ursache können andere mögliche Behandlungen für Katzenkonjunktivitis antivirale Medikamente, Antibiotika in Form von Tabletten oder Augensalben umfassen.

 

Einer Katze Augentropfen geben:

  1. Die Verabreichung von Augentropfen ist oft eine Teamarbeit, die die Beteiligung eines weiteren Familienmitglieds erfordert. Während jemand anderes die Katze mit leicht nach oben geneigtem Kopf ruhig hält, musst du sanft ihre Augenlider öffnen und die Augentropfen platzieren.
  2. Manche Katzen sind ruhiger als andere. Daher kannst du die Katze auch selbst auf deinem Schoß halten und das Auge mit einer Hand offenhalten, während du mit der anderen Hand das Medikament aufträgst.
  3. Vergiss nicht, deine tapfere Katze anschließend mit Umarmungen und Leckerlis zu belohnen.

Dauer einer Bindehautentzündung bei der Katze

Katze mit Bindehautentzündung

Bei einer erfolgreichen Behandlung klingen die Symptome normalerweise bereits nach wenigen Tagen ab, sodass die Augen deiner Katze innerhalb von kürzester Zeit geheilt sein sollten. Falls bei deiner Katze trotz empfohlener Behandlung keine Besserung eintritt und die Bindehautentzündung nicht weg geht, solltest du dich mit deinem Tierarzt in Verbindung setzen.

Bindehautentzündung bei der Katze kommt immer wieder

Wenn eine Bindehautentzündung bei deiner Katze immer wieder auftaucht, kann dies ein Anzeichen für tieferliegende Ursachen sein – beispielsweise eine Allergie oder eine nicht verheilte Wunde. Vielleicht reagiert deine Katze aber auch empfindlich auf Zugluft. In jedem Fall solltest du deine Katze von einem Tierarzt durchchecken lassen, um die Ursache zu klären.

 

Vorbeugung einer Bindehautentzündung bei Katzen

Zur Vorbeugung von Bindehautentzündungen bei deiner Katze solltest du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Impfungen: Wenn du die Impfungen deiner Katze auf dem neuesten Stand hältst, insbesondere die Impfungen gegen das Katzenherpesvirus, kannst du das Risiko einer Bindehautentzündung verringern. Auch die Katzengrippe ist eine häufige Ursache für Bindehautentzündungen bei Katzen. Stelle also sicher, dass du den Termin für die Katzengrippeimpfung nicht verpasst.
  • Behalte deine Katze während der Spielzeit im Auge: Wenn deine Katze spielt oder du mit ihr trainierst, solltest du alle scharfen Gegenstände entfernen, die Verletzungen verursachen könnten. Sei dir aber bewusst, dass in der Regel der Hauptschuldige die Katzenkrallen selbst sind.
  • Bewältige Stress: Stress kann ebenfalls zu wiederkehrenden Episoden der viralen Katzenkonjunktivitis beitragen. Das Immunsystem reagiert normalerweise als erstes, wenn eine Katze gestresst ist. Schwache Abwehrkräfte bedeuten, dass die Bekämpfung von Viren wie dem felinen Herpesvirus für deinen Katzenfreund einfach schwieriger wird.
  • Wische die Augen deiner Katze ab: Wenn du ein junges Kätzchen in der Familie hast, ist es eine gute Idee, seine Wimpern mit einem sauberen Tuch abzuwischen, wenn Schmutz an den Augen sichtbar ist.

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