Was beim ersten Tierarztbesuch mit Ihrem Welpen zu beachten ist

Bereiten Sie sich mit unseren nützlichen Tipps auf den ersten Gesundheitscheck Ihres Welpen vor.
Welpe beim Tierarzt
Welpe beim Tierarzt
Welpe beim Tierarzt

Bevor Sie Ihren bezaubernden neuen Hund nach Hause bringen, sollten Sie den ersten Tierarztbesuch Ihres Welpen planen. Melden Sie sich bei einem lokalen Tierarzt, um sicherzustellen, dass Sie vorbereitet sind. Sobald Sie Ihren Welpen bei sich haben, vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie den Tierarzt wissen, dass es sich um den Gesundheitscheck eines neuen Welpen handelt. So kann Ihr Tierarzt Ihrem Welpen etwas mehr Zeit als die übliche 10-minütige Untersuchung widmen, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.

Was passiert während des ersten Tierarztbesuchs Ihres Welpen?

Bei der ersten Behandlung wird Ihr Welpe gründlich untersucht und Ihr Tierarzt wird mit Ihnen die Impfung besprechen. Detaillierte Angaben zu früheren Behandlungen, die Ihr Züchter oder das Tierheim eventuell veranlasst haben, sind sinnvoll. Sie werden sich über häufige Probleme wie Würmer und Flöhe unterhalten, einschließlich deren Behandlung und Vorbeugung (erste Informationen sollten Sie schon vom Züchter oder Tierheim/Auffangstation erhalten haben), sowie über Mikrochips, Kastrationen und alle Fragen, die Sie bezüglich der Gesundheitsversorgung von Welpen haben. Möglicherweise sind auch Fütterung, Bewegung und Pflege ein Thema.

Während der ersten Konsultation Ihres Welpen wird der Tierarzt eine allgemeine Checkliste durchgehen. Folgende Punkte werden in der Regal abgearbeitet:

  • Check von Haut und Fell
  • Wiegen des Welpen
  • Untersuchung der Zähne
  • Abhören des Herzschlags durch ein Stethoskop
  • Messung der Temperatur

 

Denken Sie daran, auch nach Informationen über Welpengruppen und Hundetrainingskurse in der Praxis oder in der Nähe zu fragen, da diese Ihrem Welpen beim Training und bei der Sozialisierung helfen.

Tipps für einen reibungslosen ersten Tierarztbesuch

Zur Tierarztpraxis
  • Laufen Sie zur Tierarztpraxis
    Wenn es möglich ist zu Fuß zu Ihrem Tierarzt zu gehen, zögern Sie nicht das Auto zu Hause zu lassen. Ein schöner Spaziergang entspannt Ihren Welpen und trägt zu einem positiven Erlebnis bei.
     
  • Verwenden Sie Leckereien
    Bringen Sie die Lieblingsspeisen Ihres Welpen zu jedem Tierarztbesuch mit. Was auch immer seinen Schwanz vor Freude wackeln lässt, sollten Sie bei sich haben. So stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass Ihr Welpe auf seinem Weg zum Tierarzt sogar einen Sprint hinlegt.
     
  • Lange Wartezeiten vermeiden
    Wenn möglich versuchen Sie den Tierarztbesuch gleich für früh am Morgen zu buchen. Wahrscheinlich werden um diese Zeit weniger Menschen und Hunde im Wartezimmer sein, was dazu beiträgt, dass Ihr Welpe ruhiger bleibt. Ein weiterer guter Tipp ist, draußen mit dem Hund zu warten, bis Sie gerufen werden.

Wie viel kostet der Besuch eines Tierarztes mit einem Welpen?

Die Kosten für die Untersuchung Ihres Welpen hängen von der Gesundheit Ihres Hundes und Ihrem Wohnort ab. Ein junger Welpe benötigt eine Reihe von Impfungen, die die Anfangskosten erhöhen. Kalkulieren Sie diese Kosten mit in die erste Tierarztrechnung ein, sodass Sie keine unliebsamen Überraschungen erleben. Aller Voraussicht nach werden die kosten bei den Routineuntersuchungen deutlich geringer ausfallen. Es sei denn, Ihr Welpe benötigt spezielle Medikamente. Dies sollte aber die Ausnahme bilden.

Wenn Ihr Welpe noch nicht versichert ist, besprechen Sie dies ebenfalls mit Ihrem Tierarzt, da bestimmte Vor- und Nachteile mit diesem Thema einhergehen. Ihr Tierarzt kann Ihnen helfen, eine Entscheidung zu treffen, was das Beste für Ihren Welpen ist. Die häufigsten Fragen zur Welpenversicherung haben wir in einem ausführlichen Artikel beantwortet.

Checkliste für die Welpengesundheit

1. Mikrochipping

Mikrochipping ist wichtig. Der Mikrochip wird mit einer einfachen Injektion implantiert, die keine Betäubung erfordert. Es gibt Ihnen die Gewissheit, dass, wenn Ihr Hund jemals verloren gehen sollte, er von demjenigen, der ihn findet, sicher zu Ihnen zurückgebracht werden kann.

Es liegt in der Verantwortung der Züchter, sicherzustellen, dass alle Welpen einen Mikrochip erhalten, bevor sie verkauft oder an ihren neuen Besitzer abgegeben werden. Erkundigen Sie sich bei der Züchterin/Rettungsstelle, ob Ihr Welpe mit einem Mikrochip versehen wurde und ob die neuen Kontaktdaten mit Ihren übereinstimmen, um Probleme im weiteren Verlauf der Entwicklung zu vermeiden.

Erfahren Sie mehr mit unserem Leitfaden zum Mikrochipping Ihres Hundes.

2. Impfungen

Ihr Tierarzt sollte Sie daran erinnern, wann die Impfungen Ihres Hundes fällig sind, oder Ihnen einen Impfplan für Welpen zur Verfügung stellen, damit Sie auf dem Laufenden bleiben. Der Zeitpunkt hängt davon ab, welche Impfungen erforderlich sind, kann aber auch die Prävention von Staupe, Leptospirose, Adenovirus, Parvovirus sowie Parainfluenza und Bordetella (Zwingerhusten) umfassen. Wenn Sie planen, Ihren Hund mit ins Ausland zu nehmen, informieren Sie sich über die benötigten und empfohlenen Impfungen wie zum Beispiel Tollwut (in einigen EU-Ländern Pflicht) und beantragen Sie rechtzeitig den EU-Heimtierausweis ("Tierpass") bei Ihrem Tierarzt, den Sie für den Grenzübertritt in EU-Ländern mit Hund benötigen.

3. Flöhe, Zecken und Würmer

Eine weitere Situation, in der sich Proaktivität auszahlt, ist die Kontrolle von Flöhen, Zecken und Würmern. Denken Sie daran, dass Flöhe oder zumindest ihre Larven das ganze Jahr über in Haus und Garten leben können und Zecken böse Krankheiten übertragen können. Bei der ersten Untersuchung Ihres Welpen kann Sie der Tierarzt über die Vorbeugung von Flöhen und Zecken sowie über die Behandlung gegen Bandwurm, Spulwurm und bei Bedarf Lungenwurm beraten.

4. Verhaltenstherapie und -prävention

Nutzen Sie den ersten Tierarztbesuch mit Ihrem Welpen als Gelegenheit, über jedes ungewöhnliche oder ungesellige Verhalten Ihres Hundes zu sprechen, wie übermäßiges Bellen, Beißen oder Kauen Ihrer Schuhe, sobald Sie sich umdrehen. Diese Verhaltensauffälligkeiten können in der Regel bewältigt werden, wenn sie im Anfangsstadium erkannt werden und gegengesteuert wird. Ihr Tierarzt kann Ihnen vielleicht einige nützliche Tipps geben oder Sie an einen ausgebildeten Verhaltensforscher verweisen. Möglicherweise kann Ihr Tierarzt Sie auch über seriöse Welpenausbildungskurse zum jeweiliegen Thema informieren.

5. Kastration

Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie sich um Ihren neuen Welpen kümmern können, ist die Kastration eines der wichtigsten Dinge, die Sie berücksichtigen müssen. Beim ersten Tierarztbesuch Ihres Welpen erfahren Sie mehr über die gesundheitlichen Vorteile der Kastration und alle Informationen, die Sie zur Nachsorge (einschließlich Ernährung) benötigen, um Ihren Welpen so gesund und glücklich wie möglich zu halten.

6. Zahnärztliche Versorgung

Bei der ersten Behandlung Ihres Welpen wird der Tierarzt auch die Zähne Ihres Hundes genau untersuchen, um zu entscheiden, ob und wann sie gereinigt werden müssen. Die zahnärztliche Versorgung von Welpen ist besonders wichtig, da Zahnerkrankungen nicht nur Schmerzen verursachen können, sondern auch zu Problemen mit den inneren Organen Ihres Welpen führen können, da schädliche Bakterien durch krankes Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen können. Der Zahncheck ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Reinigungsroutine für Ihre Zähne mit Ihrem Tierarzt zu besprechen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Vorsorge besser ist als Nachsorge! Detaillierte Informationen zur Pflege der Zähne Ihres Haustieres finden Sie in unserem Artikel.

7. Gewicht und Körperkondition

Leider ist Fettleibigkeit ein allzu häufiges Problem bei Hunden, also nutzen Sie die Gelegenheit während des ersten Tierarztbesuchs Ihres Welpen, Ihren Hund auf der Waage des Tierarztes zu wiegen. Behalten Sie den Körperzustand Ihres pelzigen Freundes im Auge, indem Sie ihn zu Hause bewerten. Wenn Ihr Welpe übergewichtig ist, können Sie viel tun, um dem entgegenzuwirken. Sprechen Sie zum Beispiel mit Ihrem Tierarzt über einen Ernährungs- und Trainingsplan oder finden Sie heraus, ob Ihre Tierarztpraxis ein Gewichtsabnahmeprogramm durchführt. Ebenso wenig möchten Sie, dass Ihr Welpe untergewichtig ist. Wenn Ihr Hund also seit dem letzten Wiegen abgenommen hat, besprechen Sie dies mit Ihrem Tierarzt, da es ein Zeichen für ein gesundheitliches Problem sein könnte.