Größe und Gewicht der Maine Coon Katze​

Maine-Coon: Alles über diese Katzenrasse

Infos zum Charakter und artgerechter Haltung von Maine-Coon-Katzen

Nicht nur ihr Aussehen, auch das Auftreten von Maine-Coon-Katzen ist äußerst würdevoll. Die größte Zuchtkatze der Welt gilt als äußerst sozial und friedfertig. Die Pflege einer Maine-Coon-Katze bringt aber einige Besonderheiten mit sich. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Main-Coon-Katze anzuschaffen, haben wir Ihnen hier einige wichtige Fakten zusammengestellt, damit Sie sich gut auf die Ankunft Ihres neuen Begleitersvorbereiten können.

Woher kommt die Maine-Coon-Katze?

Die Maine-Coon-Katze ist eine der ältesten Rassekatzen aus natürlicher Züchtung in Nordamerika. Die genaue Ursprungsgeschichte dieser Katzenart ist nicht bekannt, doch die Existenz der Tiere ist in den USA seit dem frühen 19. Jahrhundert belegt. Ihr Name geht auf den US-amerikanischen Bundesstaat Maine zurück, ihren Herkunftsort.

Wie sehen Maine-Coon-Katzen aus?

Charakteristische körperliche Merkmale sind der breite Brustkorb und der sehnige, muskulöse Körper. Der eindrucksvolle Schwanz der Maine-Coon ist außergewöhnlich lang, nach unten verjüngt und sehr buschig. Männliche Tiere können ein Gewicht von 6,8 bis 11 kg erreichen. Weibchen wiegen zwischen 4,5 und 6,8 kg. Grundsätzlich gibt es Maine-Coon-Katzen in den verschiedensten Farben. Allerdings sind nicht alle Farben des langen Fells von den Katzenverbänden anerkannt. Alle anerkannten Fellfarben gibt es in der Kombination mit Weiß und schönen Fellzeichnungen

Maine-Coon-Katze

Wie groß werden Maine-Coon-Katzen?

Vom Kopf bis Boden erreichen Maine-Coon-Katzen eine Größe zwischen 37 cm und 42 cm. Die Länge beträgt durchschnittlich von der Nase bis zur Schwanzspitze 1 m. Kater können bis zu 1,20 m groß werden. Da verwundert es nicht, dass der Titel „Längste Katze der Welt“ laut Guinness-Buch der Rekorde von dem reinrassigen Maine-Coon-Kater namens „Stewie“ gehalten wird.

Wie ist das Wesen der Maine-Coon-Katze?

Der Charakter der größten Hauskatze lässt sich in Kürze so beschreiben:

  • Gelassen & sanftmütig
  • Intelligent
  • Zutraulich
  • Verspielt
  • Wasserliebend
  • Leicht erziehbar
  • Aufgeschlossen gegenüber Menschen & anderen Tierarten

Die meiste Zeit wirken Maine-Coon-Katzen in ihrem Verhalten sehr ausgeglichen und entspannt. Noch dazu sind sie dem Menschen sehr zugetan. Gerade in Familien, die ihnen viel Zuwendung schenken, fühlen sie sich wohl und geborgen. Sie sind ungerne alleine und lieben es zu schmusen, wobei sie keine Schoßkatzen sind. Auch mit anderen Artgenossen sowie Hunden und Kindern verstehen sie sich prächtig und freuen sich über soziale Kontakte. Sie sind nicht nur gutmütige und zutrauliche Tiere, sondern auch sehr intelligent. Auch sind sie sehr geschickt: Türklinken sind für Maine-Coon-Katzen in der Regel kein Hindernis. Durch die Anpassung an die harschen Wetterbedingungen ihrer Herkunftsregion Neuengland sind sie außerdem kräftig und zäh. Im Gegensatz zu den meisten Hauskatzenarten haben Maine-Coon-Katzen eine große Affinität für Wasser. Sie spielen gern im kühlen Nass und zeitweise kann man sie dabei beobachten, wie sie ihre Beute bzw. ihr Fressen tunken. Die Hauskatzen sind auch für ihre Stimmgewalt bekannt und die jaulenden, schnatternden und zirpenden Laute, mit denen sie auf sich aufmerksam machen.

Welche Krankheiten können Maine-Coon-Katzen bekommen?

Gelegentlich erkranken die Tiere wegen der hohen Gelenkbelastung aufgrund ihrer Größe an Hüftdysplasien. Auch Arthrose bei Katzen ist ein gelegentliches Gesundheitsproblem der Maine-Coon.

Welche Bedürfnisse haben Maine-Coons? Tipps zur Katzenhaltung

Main-Coons sind nicht nur enorm große Katzen, sie haben noch dazu ein sehr langes und buschiges Fell. In einigen Punkten ist ihre Pflege etwas zeitaufwendiger oder schlicht anders, als bei kleineren Katzen. Der wichtigste Unterschied zu anderen Katzenrassen: Maine-Coon-Katzen sind nicht unbedingt für ein Leben in der „Wildnis“ (als Freigänger-Katzen) geeignet. Hier sind einige Dinge, die Sie als Besitzer beachten sollten:

  • Größe und Stabilität des Katzenzubehörs: Kratzbaum, Katzentoilette, Futternapf – die Maine-Coon-Katze benötigt dieselbe Grundausstattung wie jede andere Hauskatze, nur alles ein bis zwei Nummern größer. Legen Sie besonderen Wert auf einen stabilen Kratzbaum mit entsprechend großen Liegeflächen, damit Ihr Liebling einen bequemen Platz zum Entspannen hat.

  • Freigang kann gefährlich werden; Maine-Coon-Katzen scheinen mit ihrer eindrucksvollen Größe für den Freigang prädestiniert zu sein. Viele Züchter raten aber von der Haltung als Freigängerkatze ab. Das liegt an der Gelassenheit der Katzen. Was sie zu den vielleicht kinder- und familientauglichsten Katzen macht, kann ihnen draußen gefährlich werden. Maine-Coon-Katzen sind sehr zutraulich, weshalb es passieren kann, dass sie Gefahren – zum Beispiel feindselige Menschen oder Hunde – zu spät als solche erkennen. Falls Sie Ihre Maine-Coon als reine Hauskatze halten möchten, ist es dann wichtig, für genug Auslauf und Abwechslung zu sorgen. Kleine Wohnungen sind nichts für Maine-Coons. Idealerweise können Sie ihnen mit einem gesicherten Balkon oder Garten zumindest ein wenig Freigang ermöglichen.

  • Fellpflege: Im Vergleich zu anderen Langhaarkatzen kommen Maine-Coons ohne viel Kämmen aus und sind äußerst pflegeleicht, da ihre spezielle Unterwolle als selbstreinigend gilt. Im Frühjahr während des Fellwechsels benötigen sie allerdings oft Unterstützung und sollten in dieser Zeit gegebenenfalls häufiger gebürstet werden. Ansonsten reicht es, die Maine-Coon-Katze ein bis zwei Mal die Woche zu kämmen. Ist Ihre Katze ein Freigänger, darf ruhig auch öfter zur Katzenbürste gegriffen werden. So lässt sich leicht Schmutz entfernen und die Katze kann gleichzeitig nach Schrammen, Zecken oder sonstigem Ungeziefer untersucht werden. Das Kämmen sollte in den Ruhephasen der Katze an einem festen Ort stattfinden. Sollte sich Ihre Katze gegen die Fellpflege wehren, sollte zur Entfernung von Knoten ein Tierarzt aufgesucht werden. Im Rahmen des Fellpflegerituals bietet es sich ebenfalls an, Ihre Katze zu baden.

  • Viel Zuwendung: Maine-Coon-Katzen bevorzugen die Gesellschaft von Menschen, Katzen oder anderen Tieren meist gegenüber dem Alleinsein. Entsprechend bedarf eine ordentliche Haltung nicht nur viel Liebe und Geduld, sondern auch viel Zeit. Sie tun einer Maine-Coon-Katze meist einen Gefallen, wenn Sie sie mit einem anderen Haustier zusammenhalten. Die Zusammenführung gestaltet sich (zumindest von Katzenseite) als wenig kompliziert. Mehr Infos zur Katzenhaltung mit anderen Tieren finden Sie hier.

  • Krallenpflege: Neben der Fellpflege und viel sozialer Zuwendung, gehört zur besonderen Pflege von Maine-Coon-Katzen auch die Krallenpflege. Ein Kratzbaum bietet dafür eine optimale Möglichkeit. Damit pflegt sich Ihre Katze die in der Regel Krallen selbst. Allerdings gibt es auch Katzen, die Kratzbäume nicht nutzen. Sollte das der Fall sein, sollten Sie die Katzenkrallen selber schneiden. Diese sollten etwa vier Mal im Jahr mit einer Krallenschere vorsichtig gekürzt werden. Achten Sie darauf, dass Sie nur den undurchbluteten Teil der Kralle abschneiden und Ihre Samtpfote nicht verletzen. Sollten Sie sich unsicher sein, können Sie sich die Krallenpflege von Ihrem Tierarzt zeigen und erklären lassen.

Vor der Anschaffung sollten Sie sich also überlegen, ob Sie den oben genannten Bedürfnissen gerecht werden können Ist das der Fall, wird eine Maine-Coon-Katze ihr (Familien-)Leben sicherlich bereichern.

Ob es darum geht, im Wasser zu baden, die Pfote hineinzuhängen oder darin herumzutollen – die stolze Katzenrasse liebt das kühle Nass! Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre Katze Ihnen beim Abwaschen zur Hand geht.
Sieger der weltweit ersten Katzenausstellung in den USA, die am 8. Mai 1895 stattfand, war eine Maine Coon namens Cosey.