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Katzenlegen

Die Anschaffung einer Kurzhaar-Katze

5 min Lesezeit

Die Kurzhaar-Katze ist die ursprünglichste Katzenrasse. Aber Kurzhaar-Katze ist nicht gleich Kurzhaar-Katze – sie unterscheiden sich in vielen Dingen wie Größe, Farbe, Musterung und Charakter. Das Einzige, was sie gemeinsam haben, sind die kurzen, etwas pflegeleichteren Haare. Welche Gedanken du dir vor der Anschaffung einer Kurzhaar-Katze machen solltest, erfährst du hier.

 

Die unterschiedlichen Kurzhaar-Katzenrassen

Bevor du dir eine Katze anschaffst – egal, ob Kurzhaar oder Langhaar – solltest du dir als erstes überlegen, welcher Rasse deine neue Katze angehören soll. Zwischen den Rassen der Kurzhaar-Katzen gibt es große Unterschiede. Wir stellen dir hier die vier beliebtesten Kurzhaar-Katzen vor:

Bengalkatze

Die beliebteste Kurzhaar-Katze ist die Bengalkatze. Sie stammt von der asiatischen Leopardkatze ab, was man ihr noch ansieht: Sie hat ein gemustertes Fell in verschiedenen Brauntönen und ist muskulös, aber dennoch geschmeidig und zierlich. Von ihrem Charakter her ist die Bengalkatze nach wie vor Jäger im Herzen. Sie hat viel Energie und möchte rund um die Uhr beschäftigt werden. Möchtest du ihr Tricks beibringen, wird sie vermutlich mitmachen. Das macht ihr Spaß, sie kann sich bewegen und es ist eine Beschäftigung - Langeweile darf für die Bengalkatze nicht aufkommen. Durch ihre Lust am Tollen und Spielen eignet sich diese Rasse hervorragend als Familienkatze, denn in einer Familie wird sie sicher immer jemanden finden, der sich mit ihr beschäftigt. Sie sollte auch genügend Freiraum haben, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen; ein Garten wäre für sie ideal.

Britisch Kurzhaar

Weich wie ein Kuscheltier und unkompliziert: Das sind die Hauptcharakteristika einer Britischen Kurzhaar-Katze, kurz BKH. Von weiß über hellbraun und grau bis Schokobraun ist bei der Fellfarbe dieser Rasse alles dabei. Auch die Augenfarbe variiert. Die BHK ist sehr anpassungsfähig. Sie spielt gerne, aber braucht auch ihren Rückzugsort. Die Britisch Kurzhaar eignet sich also sowohl für Familien, als auch für Singlehaushalte. Man kann sie, im Gegensatz zur Bengalkatze, problemlos als reine Wohnungskatze halten, da ihr Bewegungsdrang nur mäßig ist. Aber über die Möglichkeit ab und an in der Natur zu sein, freut sie sich bestimmt trotzdem.

Siamkatze

Die Siamkatze ist ebenfalls eine der beliebtesten Kurzhaar-Katzenrassen. Du kannst sie leicht daran erkennen, dass ihr Gesicht, ihre Ohren, ihr Schwanz, sowie ihre Beine stets eine dunkle Färbung haben. Ein weiteres Kennzeichen sind ihre wunderschönen, strahlend blauen Augen. Siamkatzen sind menschenbezogen, sozial und verspielt. Und ganz wichtig zu wissen: Sie sind Gesprächig. Siamkatzen teilen sich gerne mit – egal ob anderen Katzen oder Menschen. Für die Haltung einer solchen Katze sollten Sie wissen, dass diese Rasse gerne Gesellschaft hat; von dir oder auch gerne von einer anderen Katze im Haus. Die Siamkatze ist keine typische Wohnungskatze und du solltest ihr die Möglichkeit geben sich draußen auszutoben. Sie braucht im Freien allerdings einen trockenen und warmen Rückzugsplatz, da sie sehr kälte- und nässeempfindlich ist.

Savannah-Katze

Diese Katzenrasse ist eine Kreuzung zwischen einer afrikanischen Wildkatze, dem Serval, und verschiedenen Hauskatzen. Ihre afrikanische Abstammung ist noch gut an ihrem gepunkteten Fellmuster zu erkennen. Mit dieser Rasse wird dir nicht langweilig, denn sie ist verspielt und gesellig. Die Savannah-Katze ist übrigens im Gegensatz zu anderen Rassen nicht wasserscheu. Also denke dran: Sie wird dir in der Badewanne bei einem Entspannungsbad möglicherweise Gesellschaft leisten, wenn du die Türe nicht schließt. Schaffe dir eine Savannah-Katze an, solltest du einen großzügigen aber abgesicherten Außenbereich haben. So kann deine Katze ihren Bewegungsdran ausleben, aber folgt ihrem Jagdtrieb nicht in der ganzen Nachbarschaft und legt sich nicht mit Nachbarskatzen an. Am wohlsten fühlt sie dich übrigens, wenn sie eine weitere Katze zum Spielen hat. Je mehr los ist im Haus und Garten, desto schöner ist ihr Leben!

Sphynx

Zum Abschluss stellen wir dir noch eine ganz besondere Kurzhaar-Katze vor. Genau genommen ist sie eine Keinhaar-Katze, denn sie hat gar kein Fell, sondern lediglich einen leichten Haarflaum. Entweder „hui“ oder „pfui“: Diese Katze stößt entweder auf Begeisterung, weil sie etwas Besonderes ist, oder sie wirkt durch ihre Nacktheit abschreckend. Die Sphynx ist aber sehr menschenbezogen und freundlich. Sie freut sich über eine weitere Katze als Spielkameraden und über Streicheleinheiten von ihren Menschen. Sie kann als reine Hauskatze gehalten werden, da ihr Bewegungsdrang nicht so hoch ist, wie der von anderen Rassen. Ein großer Vorteil der Sphynx: Sie müssen sich keine Gedanken über Fellpflege machen!

 

Fellpflege bei Kurzhaar-Katzen

Die Haare einer Kurzhaarkatze sind zwar kürzer, doch einen Fellwechsel haben sie dennoch. Im Frühling und im Herbst beginnen die Katzen ihre Haare überall zu verteilen. Das ist genau der Moment, in welchem eine Kurzhaar-Katze etwas Hilfe bei der Fellpflege braucht: Streiche deiner Katze mit einer weichen Bürste durch das Fell und helfe deiner Samtpfote so beim Fellwechsel. Eine Pflegeeinheit mit der weichen Bürste solltest du auch sonst regelmäßig bei deiner Katze vornehmen. Auf diese Weise entfernst du kleine Kletten, Fellknötchen und Staub. Wichtig beim Kämmen deiner Kurzhaar-Katze ist, dass du immer mit dem Strich bürstest.

Du solltest dir also vor dem Kauf einer Kurzhaar-Katze bewusst machen: Dir eine neue Katze mit kurzen Haaren anzuschaffen, bedeutet nicht, dass sie deutlich weniger Pflege braucht. Schließlich sind alle Katzen stolze Tiere und wollen einen gepflegten Eindruck machen.

Du kannst das Fell deiner Katze übrigens auch von Innen pflegen: Durch eine ausgewogene Ernährung und hochwertiges Futter wird das Fell deiner Kurzhaar-Katze glänzender – und deine Samtpfote strahlt in ihrer ganzen Schönheit!

 

Kurzhaar-Katzen kitzeln Allergiker weniger in der Nase – wahr oder falsch?

Wir nennen sie häufig Katzenhaarallergie – leider haarscharf verfehlt. Denn ein Allergiker reagiert nicht auf die Haare der Katze allergisch. Es sind bestimmte Allergene im Speichel der Katzen, Hautschuppen oder Urin, die dafür sorgen, dass unsere Nasen juckt, wenn wir allergisch sind. Schaffst du dir als Allergiker also eine Kurzhaar-Katze an in dem Glauben, dass du dann keine allergischen Reaktionen hast, liegst du leider falsch. Aber die gute Nachricht ist: Es gibt durchaus Katzen, die Allergiker-freundlich sind. Dazu gehören die Sibirische Katze, die Balinesen-Katze, die Norwegische Waldkatze, die Sphynx oder auch die Cornish Rex. Ebenfalls seltener lösen die Orientalisch Kurzhaar, die Siam-Katze und die Ragdolls Allergien aus. Also keine Sorge: Eine Kurzhaar-Katze ist nicht automatisch eine Allergiker-Katze, doch es gibt sie – und die richtige für dich ist sicher dabei!