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Epilepsie beim Hund

5 min Lesezeit

Obwohl es nicht häufig vorkommt, können Hunde manchmal Anfälle erleiden. Eine häufige Ursache hierfür ist Epilepsie bei Hunden. Folgender Leitfaden hilft dir, mehr über epileptische Anfälle bei Hunden zu erfahren und wie du damit umgehst, wenn dein Hund Epilepsie hat.
 

 

Was löst epileptische Anfälle aus beim Hund?

Epilepsie bei Hunden, auch bekannt als "epileptischer Anfall", ist das Ergebnis abnormaler elektrischer Aktivität in deren Gehirn, was zu einem Verlust der Kontrolle über den Körper führt.
 

 

Arten von epileptischen Anfällen bei Hunden

Es gibt drei verschiedene Kategorien, in die Anfälle bei Hunden eingeteilt werden können:

Generalisierter Anfall

Diese Art von Anfall bei Hunden ist auf eine abnorme elektrische Aktivität im gesamten Gehirn zurückzuführen und äußert sich in einem Bewusstseinsverlust mit Krämpfen. Ein generalisierter Anfall dauert in der Regel zwischen einigen Sekunden und ein paar Minuten. Oft speicheln die Hunde und verlieren Urin oder Kot. Nach dem Anfall sind die Tiere häufig desorientiert und erschöpft. Bei den generalisierten Anfällen gibt es auch untypische Erscheinungsformen. Diese zeichnen sich durch ein seltsames Verhalten aus, das einige Minuten andauert, wie z.B. das Angreifen von Dingen, die nicht da sind, Kreislaufen oder das Hinterherjagen des Schwanzes. Manchmal ist diese Art schwer von einer Verhaltensauffälligkeit zu unterscheiden. Bei einem Anfall verhält sich dein Hund jedoch immer gleich.

Fokaler Anfall

Bei einem fokalen Anfall ist nur ein kleiner Bereich des Gehirns von abnormen elektrischen Aktivitäten betroffen. Die Symptome sind bei einem begrenzten Bereich des Körpers zu sehen. Sie äußern sich z.B. durch Zuckungen einer Gesichtshälfte oder einer einzelnen Gliedmaße.

 

Wie erkenne ich einen epileptischen Anfall beim Hund?

Ein epileptischer Anfall wird durch abnormale Ausbrüche elektrischer Aktivität im Gehirn deines Hundes verursacht, die zu Zuckungen, Schütteln und manchmal zur Bewusstlosigkeit führen.

Auch wenn du nicht weißt, was du zu erwarten hast, wird es wahrscheinlich ziemlich klar sein, wenn dein Hund einen epileptischen Anfall hat. Er wird sich zunächst sehr ungewöhnlich verhalten, und der Anfall selbst kann recht dramatisch erscheinen. Ein Anfall bei Hunden kann zwischen wenigen Sekunden und bis zu fünf Minuten dauern. Während eines Anfalls kann dein Hund Muskelkrämpfe erleben oder bewusstlos werden. Speicheln, Urinieren oder Schaumbildung vor dem Maul können auch vorkommen.

 

Auslöser für epileptische Anfälle bei Hunden

Wenn dein Hund wiederholt epileptische Anfälle hat, wird bei ihm möglicherweise Epilepsie diagnostiziert. Die primäre Epilepsie bei Hunden ist eine Erbkrankheit und die häufigste Ursache für wiederholte Anfälle. Die genaue Ursache von Epilepsie bei Hunden ist nicht bekannt. In den anfallsfreien Phasen sind die Hunde symptomlos und gesund. Die primäre Epilepsie tritt am häufigsten bei Border Collies, Labradoren, Beagles und Deutschen Schäferhunden im Alter zwischen 6 Monaten und 6 Jahren auf.

Labrador wird gestreichelt

Bei der sekundären Epilepsie ist eine andere Grunderkrankung der Auslöser für die Anfälle. Deshalb wird dein Tierarzt immer erst untersuchen ob bei deinem Hund eine Grunderkrankung vorliegt. Grunderkrankungen, die  Anfälle bei Hunden verursachen können, sind z.B.:

  • Lebererkrankung
  • Gehirntumor
  • Nierenversagen
  • Schädelhirntrauma
  • Verschlucken eines Giftes
  • Herzkreislaufstörungen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Hund einmal einen Anfall hat und danach nie wieder. Manchmal kannst du die Ursache selbst nicht genau bestimmen. Unabhängig davon, ob dein Hund einen oder mehrere Anfälle hatte, ist es wichtig, dass er vom Tierarzt untersucht wird.

 

Epileptischer Anfall beim Hund: Was tun?

  1. Wenn dein Hund einen Anfall hat, solltest du zunächst einmal Ruhe bewahren - auf diese Weise kannst du deinem Haustier viel besser helfen.
  2. Versuche deinen Hund während des Anfalls möglichst sicher und komfortabel zu halten.
  3. Achte darauf, dass er sich nicht in der Nähe von Gegenständen oder Möbeln befindet, an denen er sich den Kopf stoßen könnte.
  4. Sprich ruhig mit deinem Hund, um ihn zu beruhigen und Orientierung zu geben.
  5. Sobald der Anfall endet, kontaktiere deinen Tierarzt.

Wenn der Anfall nicht innerhalb von fünf Minuten endet, dein Hund bewusstlos bleibt oder eine Reihe von Anfällen hat, warte nicht darauf, dass sie enden - rufe dann sofort deinen Tierarzt an. Dieser wird dir sagen können, was zu tun ist. Möglicherweise möchte er, dass du deinen Hund zu ihm bringst, damit er gewisse Medikamente verabreichen und Tests durchführen kann.

 

Was du sonst noch beachten solltest

Entgegen der landläufigen Meinung besteht bei Hunden nicht die Gefahr, dass sie während eines Anfalls ihre Zunge verschlucken. Stecke deinem Hund während eines Anfalls unter keinen Umständen die Finger ins Maul, da dies zu einem versehentlich bösen Biss führen könnte. Die meisten epileptischen Anfälle von Hunden sind nicht schmerzhaft. Zu Verletzungen kommt es in der Regel nur, wenn sich dein Hund während des Anfalls an etwas stößt. Daher solltest du seine Umgebung im Auge behalten.

 

Können Hunde an Epilepsie sterben?

Bei einer Epilepsie wird das Gehirn des Hundes sensibilisiert, sodass es immer häufiger zu Anfällen kommen kann, wenn der Hund keine antiepileptischen Medikamente bekommt. Dauert ein Anfall länger als 5 Minuten, spricht man von einem Status Epilepticus, der für den Hund lebensgefährlich werden kann. Wenn der Anfall nicht innerhalb von fünf Minuten endet, dein Hund bewusstlos bleibt oder eine Reihe von Anfällen hat, warte nicht darauf, dass sie enden - rufe dann sofort deinen Tierarzt an.