​Ohne Katzenkrankheiten entspannt sich die schwarz-weiß getigerte Katze auf dem Fußboden

Der Katzen-Darm: Mit diesen Tipps bleibt Ihre Katze gesund

Die Immunzellen des Darms produzieren Antikörper zur Erkennung von Angriffen von außen. 80 % aller Immunzellen befinden sich im Darm, dadurch wird ersichtlich, wie wichtig ein gesunder Darm für das Wohlbefinden einer Katze ist. Die Antikörper können Krankheitserreger binden und neutralisieren, sodass sie keine Bedrohung mehr darstellen.

Eine gesunde und ausgewogene Darm-Mikroflora leistet auch einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen möglicherweise krankmachende Bakterien und daraus folgende Katzenkrankheiten. Diese sogenannten «bösen» Bakterien stehen im Katzendarm in Konkurrenz mit den «guten» Bakterien. Es ist für die «bösen» Bakterien schwieriger, sich in einer ausgewogenen und gesunden Darmflora auszubreiten.

Woher weiß ich, ob meine Katze einen gesunden Darm hat?

Eine Erkrankung des Verdauungstrakts kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen: Darunter Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Apathie oder Lethargie. Dahinter stecken oftmals Entzündungen in den Verdauungsorganen Magen, Dünndarm oder Dickdarm. Oft werden Entzündungen von Keimen ausgelöst. Aber es gibt auch andere Ursachen: Stress, Parasiten, Umstellungen beim Futter oder Haarballen. Wenn Ihre Katze unter Verdauungsstörungen leidet, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bei schwerem oder länger anhaltendem Durchfall und Erbrechen kann Ihre Katze durch den hohen Flüssigkeitsverlust sehr schnell austrocknen. Besonders bei kleinen Kätzchen kann das schnell gefährlich werden, aber auch bei erwachsenen Tieren sollten Sie spätestens nach 24 Stunden zum Tierarzt gehen.

Folgende Faktoren können Ursachen von Darmproblemen bei Katzen sein:

  • Parasiten wie Würmer oder Giardien, die den Magen-Darm-Trakt befallen
  • Infektionen (Durch Viren oder Bakterien)
  • Essensreste vom Menschen
  • Andere Erkrankungen (z.B. der Niere)
  • Verschluckte Fremdkörper
  • Giftige Pflanzen und andere Gifte (z.B. Pflanzenschutzmittel, Reinigungsmittel)
  • Stress und psychische Belastung
  • Futterunverträglichkeiten- bzw. Allergien
  • Zu schneller Futterwechsel
  • Verdorbenes Futter

Fünf Tipps für einen gesunden Katzen-Darm

Die Gesundheit des Katzendarms ist also das A und O. Aber wie schaffen Sie es, diese zu erhalten? Nachfolgend finden Sie fünf einfache und effektive Tipps, wie Sie die Verdauung Ihrer Katze optimal unterstützen können und Darmerkrankungen bei Katzen vermeiden:

Infografik: Gesundheit von Innen

1. Eine ausgewogene Ernährung

Eine angemessene und ausgewogene Katzenernährung ist eine gute Möglichkeit, den Katzendarm gesund zu halten und widerstandsfähig gegen Erreger zu machen. Daher ist eine artgerechte Ernährung sehr wichtig: Sie sollten ein Futter auswählen, das die natürlichen Abwehrkräfte Ihrer Katze unterstützt. Wertvolle Inhaltsstoffe können das Immunsystem Ihrer Katze stärken: Die Aufnahme von wärmebehandelten Milchsäurebakterien, die im gesamten Trockenfuttersortiment von Purina ONE® enthalten sind, hilft nachweislich, die Bildung von Antikörpern im Darm Ihrer Katze zu fördern, während Omega -6-Fettsäuren und andere ausgewählte Nährstoffe dafür sorgen, dass Ihre Katze eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell hat. Dagegen kann eine unausgewogene Ernährung die Gesundheit beeinträchtigen. Vermeiden Sie alle Nahrungsmittel, die für Katzen giftig sind (z.B. Knoblauch, Schokolade oder Avocado), Lebensmittel, die zu Blähungen führen können (z.B. Kohl) oder Futter, das zu einer Gewichtszunahme führen kann (z.B. menschliche Nahrung oder nicht angemessene Tagesrationen). Falls Ihre Katze bereits unter Übergewicht leidet, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt einen entsprechenden Diätplan aufstellen und für mehr Bewegung sorgen! Mehr über ausgewogene Katzennahrung finden Sie hier: https://www.purina.de/katze/one/magazin/katzenernaehrung/katzennahrung-besser-verstehen

2. Seien Sie behutsam

Manche Katzen sind besonders empfindlich gegenüber Futterveränderungen und Futterumstellungen. Sollten Sie das Futter Ihrer Katze umstellen, wird empfohlen, es Schritt für Schritt zu machen. Eine Umstellung über mehrere Tage gibt dem Katzendarm Zeit, sich an das neue Futter zu gewöhnen. In der Regel sollten Sie sich dafür sieben bis zehn Tage Zeit nehmen.

3. Wasser

Wenn Ihre Katze nicht trinkt, kann der Mangel an ausreichender Wasseraufnahme zu gesundheitlichen Risiken führen. Auch die Gesundheit des Harntraktes wird dadurch gefährdet. Außerdem wirkt die Wasseraufnahme einer Verstopfung entgegen, denn ein gewisser Wassergehalt ist notwendig, um den Darminhalt zügig zu transportieren. Um Ihre Katze zum Trinken anzuregen, platzieren Sie mehrere Wasserschalen an verschiedenen Stellen in Ihrer Wohnung. Denken Sie daran, die Wasserschale weit genug entfernt von der Katzentoilette aufzustellen. Das Wasser sollte frisch sein und mindestens zwei Mal am Tag gewechselt werden. Einige Katzen bevorzugen fließendes Wasser. Wenn das bei Ihrer Katze der Fall ist, können Sie beispielsweise einen Wasserbrunnen nutzen.

Eine einfache Möglichkeit, Ihre Katze mit mehr Flüssigkeit zu versorgen ist, ihr Nassfutter zum Trockenfutter hinzuzugeben. Nassfutter hat einen hohen Wasseranteil – wenn Ihre Katze also ihren Hunger stillt, nimmt sie dabei unwillkürlich auch Flüssigkeit zu sich. Nassfutter allein ersetzt das Trinken aber nicht.

Und vergessen Sie nicht... Sie sollten immer ein Auge auf den Kot Ihrer Katze, ihr Fell und ihr Verhalten haben. Katzen zeigen Schmerzen oder Unwohlsein nicht wie Menschen, sie ziehen sich lieber zurück oder verstecken sich. Achten Sie auf mögliche Veränderungen in ihrem Tagesablauf und zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen, wann immer Sie im Zweifel über das Wohlbefinden Ihrer Katze sind.

4. Bürsten Sie Ihre Katze (immer in Haarwuchsrichtung)

Unsere Katzen lieben es, verwöhnt zu werden! Machen Sie das Beste daraus und bürsten Sie sie regelmäßig. Sie werden sie nicht nur zum Schnurren bringen, sondern entfernen so auch lose Haare aus ihrem Fell. Wenn Ihre Katze diese in größeren Mengen verschluckt, kann das zu Haarballenbildung im Magen oder zu Verdauungsstörungen führen und die Gesundheit des Katzendarms gefährden.
Alles über die richtige Katzenpflege vor allem beim Fellwechsel lesen Sie hier: Fellwechsel bei Katzen.

5. Auf die Plätze ... Fertig? Spielen!

Gemeinsam spielen hat viele Vorteile: Dabei wird der Katzendarm stimuliert, was für regelmäßigen Stuhlgang und eine gesunde Verdauung wichtig ist. Außerdem hilft es dabei, das Gewicht und das Stresslevel Ihrer Katze unter Kontrolle zu halten. 20 Minuten täglich – aufgeteilt in zwei verschiedene Sitzungen – wird Spielen das Energieniveau und die Bindung zwischen Ihnen und Ihrer Katze steigern.
Weitere Anregungen zu Katzenspielen finden Sie auf unserer Seite: Katzenspiele zur Gewichtsreduktion.

Infografik: Tipps für einen gesunden Katzendarm

Zusammengefasst: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Pflege, Spielzeit und Bewegung, eine langsame Umstellung des Futters und ausreichend Wasser: das sind die Schlüssel zu einem gesunden Katzendarm!