Kosten für eine Katze

Was kostet eine Katze? Es sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Erstausstattung, laufende Kosten für Futter und Streu aber auch Tierarztrechnungen. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie alles über die Kosten einer Katze!
Kosten für eine Katze bei Anschaffung, Haltung und Krankheit
Kosten für eine Katze bei Anschaffung, Haltung und Krankheit
Kosten für eine Katze bei Anschaffung, Haltung und Krankheit

Sie wollen sich eine Katze oder ein Kätzchen anschaffen und fragen sich welche Kosten monatlich auf Sie zukommen? Katzen kosten zwar im Schnitt weniger als Hunde, dennoch fallen neben den Anschaffungskosten und den Kosten für die Grundausstattung auch regelmäßige Unterhaltskosten und im Krankheitsfall nicht zu vernachlässigende Tierarztkosten an. Die Kosten für eine Katze können dabei je nach Rasse, Größe und Gesundheit variieren. Vor der Entscheidung für den Kauf einer Katze sollten Sie deshalb sorgfältig Ihre Ausgaben prüfen, um sicherzustellen, dass Sie das Tier auch versorgen können. Erfahren Sie in diesem Artikel alles rund um die Frage „Wie viel kostet eine Katze?“.

Anschaffungskosten einer Katze

Die Kosten für die Anschaffung einer Katze variieren stark je nachdem, wo Sie Ihre neue Katze herbekommen. So kosten Katzenrassen aus Züchtungen mehr als Katzen aus dem Tierheim oder von einem Bauernhof.

Am höchsten fallen die Anschaffungskosten für Rassekatzen vom Züchter aus. Hier finden sich jedoch auch die größten preislichen Unterschiede je nach Züchter, Rasse, Seltenheit und ob es sich um eine Liebhaber- oder Zuchtkatze handelt. Eine pauschale Aussage über die Anschaffungskosten ist hier daher nicht möglich, jedoch müssen Sie bei der Anschaffung einer Rassekatze von einem professionellen Katzenzüchter mit mehreren hundert bis mehreren tausend Euro rechnen. Eine Britisch Kurzhaar kostet z.B. etwa 450€ bis 1.100€, eine heilige Birmakatze etwa 550€ bis 1.000€ oder eine Savannah etwa 850€ bis 6.000€. Auch brauchen einige Langhaarrassen besondere Fellpflege, was zu weiteren laufenden Unterhaltskosten bei der Katzenhaltung führt.

Die Kosten für eine Katze aus dem Tierheim können ebenfalls stark variieren je nach Vermittlungsorganisation, Alter, gesundheitlichem Zustand und auch Rasse der Katze. Tierschutzorganisationen verlangen bei einer Adoption meist eine Vermittlungsgebühr, welche im Allgemeinen bei 25€ bis 150 € liegt, wobei der Preis je nach Region und Organisation abweichen kann. Diese Vermittlungsgebühr ist zum einen als Schutzgebühr gedacht, damit die Tiere nicht zu falschen Zwecken aus dem Tierheim geholt werden. Zum anderen decken Tierheime mit diesem Geld ihre Betriebskosten sowie die finanziellen Aufwände für Impfungen und Sterilisation der Katze bzw. Kastration des Katers.

Wenn Sie Ihre zukünftige Katze von einem Bauernhof oder aus einem Privathaushalt beziehen wollen, dann ist der reine Kaufpreis meist deutlich geringer als bei einem professionellen Züchter oder einem Tierheim; teilweise werden hier die Katzenbabys auch verschenkt. Sie müssen in diesem Fall jedoch gegebenenfalls einige tierärztliche Maßnahmen selbst bezahlen, wie z.B. die Erstuntersuchung, Impfuntersuchung, Erstimpfung, eine Kastration bzw. Sterilisation, das Chippen sowie eine Entwurmung und Entflohung. So können auch hier schnell mehrere hundert Euro zusätzlich zum Kaufpreis anfallen.

Die Kosten für die Grundausstattung

Wenn Sie eine Katze halten wollen, müssen Sie zur Vorbereitung auf den neuen Mitbewohner überdies eine Grundausstattung zur Versorgung und Pflege der Katze anschaffen. Dazu zählen unter anderem eine Transportbox, ein Futternapf und ein Trinknapf, ein Katzenklo und Katzenstreu, ein Kratzbaum oder Kratzbrett und ein Katzenkorb bzw. eine Kuschelhöhle. Zusätzlich sollten Sie spezielle Pflegeprodukte wie eine Bürste oder einen Kamm (speziell bei Langhaarkatzen) oder für Freigänger auch eine Zeckenzange anschaffen. Über die grundlegenden Dinge der ersten Katzenausstattung hinaus können Sie Ihrer neuen Katze noch eine Katzendecke, ein Katzenkissen, Katzenspielzeug zur Beschäftigung und weitere Kratzmöglichkeiten bereitstellen. Die Kosten für die Grundausstattung für Katzenhalter starten ab ca. 80€-100€. Je nachdem, von welchem Anbieter Sie Ihre Erstausstattung kaufen und für welche Produktausführungen Sie sich entscheiden, kann der Preis für die einzelnen Utensilien natürlich deutlich höher ausfallen.

Tipp: Einige Dinge wie ein Kratzbrett, Katzenspielzeug oder ein Katzenkissen kann man auch recht einfach selber basteln bzw. nähen.

Was kostet eine Katze im Monat?

Katzen kosten neben den einmaligen Kosten auch im Alltag Geld. Während es sich bei Katzenkorb, Katzenklo, Transportbox & Co. um langfristige Anschaffungen handelt, ergeben sich für Ihre Katze auch laufende monatliche bzw. jährliche Kosten, welche abgesehen von Kosten für Behandlungen durch den Tierarzt primär durch Futter und Streu entstehen. Katzenfutter für eine Katze kostet monatlich etwa 7€ bis 100€ - abhängig davon, wie viel Futter Ihre Katze benötigt, ob Sie Trocken- oder Nassfutter füttern und wie teuer das gewählte Futter ist. Die Ausgaben für Katzenstreu belaufen sich auf ca. 10€ im Monat je nach Marke.

Weitere monatliche Kosten können für eine Katzenkrankenversicherung anfallen, welche je nach Versicherungsschutz zwischen ca. 15€ und 45€ pro Monat liegen können. Entscheiden Sie sich für eine Langhaarkatze, können darüber hinaus Ausgaben für die professionelle Fellpflege anfallen. Eine monatliche Katzensteuer muss im Gegensatz zur Hundesteuer nicht entrichtet werden.

Oft vergessen werden Betreuungskosten, die anfallen, wenn Sie für längere Zeit nicht zuhause sind. Vielleicht haben Sie ja Freunde oder Familie, die sich in Ihrer Abwesenheit oder im Urlaub um die Katze kümmern können. Falls nicht, sollten Sie dies bei Ihrer Ausgabenplanung berücksichtigen. Die Kosten für einen Katzensitter oder eine Katzenpension liegen bei ca. 5€ bis 15€ pro Tag.

Regelmäßige Tierarztkosten und Kosten im Krankheitsfall

Die größten Ausgaben werden vermutlich für den Tierarzt anfallen. Einige Behandlungen wie Impfungen, Vorbeugung gegen Flohbefall oder eine Wurmkur für Katzen sind regelmäßige Behandlungen und lassen sich daher gut vorausplanen. Freigängern kann darüber hinaus ein Mikrochip implantiert werden. Wenn Sie Ihre Katze chippen lassen, kann sie leicht identifiziert werden, falls sie sich einmal verlaufen sollte.

Doch es sind die nicht vorausplanbaren Kosten für eine Katze, die oft schwer auf der Geldbörse liegen. Die Kosten für eine Katze können speziell im Krankheitsfall eine nicht zu vernachlässigende finanzielle Belastung sein. Darüber sollte sich jeder Katzenhalter bewusst sein. Behandlungskosten oder Kosten für eine stationäre Aufnahme nach einem Unfall oder wegen einer Erkrankung können sich auf weit über 1.000€ belaufen. Auch das Einschläfern einer Katze sowie deren fachgerechte Entsorgung oder eine Tierbestattung bringen Kosten mit sich, die Sie als Katzenhalter tragen müssen.

Eine pauschale Aussage ist hier leider nicht möglich, da sich jeder Krankheitsfall und Behandlungsplan unterscheidet und Tierärzte zu unterschiedlichen Behandlungssätzen abrechnen dürfen. Eine Übersicht der tierärztlichen Gebührenverordnung finden Sie jedoch beim Tierärzteverband Deutschland. Durch eine monatliche Rücklage oder eine Katzenversicherung, sofern verfügbar, können Sie sich gegen ungeplante Tierarztkosten für Ihre Katze absichern.

Fazit: Die wahren Kosten für eine Katze

Neben den reinen Anschaffungskosten fallen also auch noch weitere laufende oder außerordentliche Kosten an. Die tatsächlichen Kosten einer Katze sind daher vielseitig und sollten vor einer Anschaffung definitiv bedacht werden. Denn oftmals übersteigen insbesondere Kosten im Krankheitsfall das eingeplante Budget für Ihr Haustier. Eine pauschale Aussage darüber, was eine Katze kostet, ist dem nach nicht möglich und hängt immer von Tier und Halter ab. Mit den nötigen Vorüberlegung und eventuell auch einer Katzenversichung sollten die anfallenden Kosten jedoch für jeden zukünftigen Katzenhalter tragbar sein.