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Die richtige Haltung von Wohnungskatzen

Beim Anblick Ihrer Wohnungskatzen auf dem Fenstersims mögen Sie denken: „Ob sie es wohl besser hätte, wenn sie jetzt draußen auf der Wiese herumtollen könnte?“ Doch nicht immer ist es Katzenhaltern möglich, ihren Lieblingen Auslauf zu gewähren.
Es stimmt schon, dass die räumliche Einschränkung den Lebensraum der Katze begrenzt und weniger Anreize für sie bereithält. Aufgrund der verminderten körperlichen Aktivität verbringt sie mehr Zeit damit, zu ruhen, zu fressen und sich zu putzen. Dennoch können Katzen gut an ein Leben in der Wohnung gewöhnt werden, solange Sie die besonderen Bedürfnisse Ihrer Wohnungskatze berücksichtigen.

Was muss bei der Haltung von Wohnungskatzen berücksichtigt werden?

Schaffen Sie für Ihre Wohnungskatzen ein anregendes Lebensumfeld. In Kombination mit guter Pflege und richtiger Ernährung können Sie Ihrer Katze so eine vergleichbar gute Lebensqualität bieten wie Freigängern. Zu einem perfekten Katzenzuhause gehört ein Lebensraum, der dem Leben im Freien ähnelt. Bieten Sie ihr die Wahl zwischen Flächen unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Ruheplätzen. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass ihr Fressnapf weit genug vom Katzenklo entfernt steht.
Als Nächstes gilt es, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Spielen Sie mit Ihrer Katze und sorgen Sie dafür, dass sie auch dann genug Anregungen bekommt, wenn Sie fort sind, wie etwa mit einem Spielzeug, das kalorienarme Trockennahrung ausgibt, wenn Ihre Katze damit spielt. Antriebslosigkeit kann zu Langeweile oder Angstzuständen führen und Bewegungsarmut bewirkt eine Abnahme des Energiebedarfs und das Risiko für Übergewicht bei Katzen und Fettleibigkeit steigt um bis zu 40%.
Der Fellwechsel wird nicht mehr so stark von den Jahreszeiten beeinflusst, wodurch die Katze nicht ausgeprägt in Zyklen, sondern eher gleichmäßiger über das Jahr verteilt haart. Das wiederum kann dazu führen, dass sie bei der Fellpflege mehr Haare verschluckt, die dann im Magen zur Bildung von Haarballen führen können. Deshalb sollten Sie sie bei der Fellpflege unterstützen: Kämmen Sie sie regelmäßig und füttern Sie Ihre Wohnungskatze mit faserreichem Futter, um die Ausscheidung verschluckter Haare über die Verdauung zu fördern.

​So beschäftigen Sie Wohnungskatzen am besten

Infografik Wohnungskatzen: Beschäftigung für Wohnungskatzen

Katzen sind in der Regel von Natur aus verspielt und aktiv. Am liebsten spielen sie mit Ihren Besitzern. Dadurch wird die Bindung zwischen Ihnen und Ihrer Katze besonders gefestigt. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen möchten, sollten Sie zunächst beobachten, was ihre Katze gerne mag. Wichtig dabei ist aber, dass Sie ihre Katze gleichzeitig auch geistig fordern. Am besten beschäftigen Sie sich täglich etwa zwei- bis dreimal ausgiebig mit Ihrer Katze. Um sie zum Spielen zu aktivieren haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Der Klassiker ist das Katzenspielzeug. Es reicht auch oft schon ein Wollknäuel, um Ihre Katze zu animieren. Beliebt sind jedoch auch jede Art von Federspielzeugen und Angeln. Diese sprechen besonders den Jagdinstinkt Ihrer Katze an. Wenn Sie diese zum Beispiel unter einer Decke hin und her bewegen sind die meisten Katzen begeistert. Auch Parcours, an denen Sie emporklettern oder hineinkriechen können, sind bei Wohnungskatzen sehr beliebt und sind gleichzeitig gut für ihre Gesundheit.

​Müssen Wohnungskatzen geimpft werden?

Sowohl bei Freigängern als auch bei Wohnungskatzen ist es wichtig, sie zu impfen. Besonders, wenn Ihre Katze in der freien Natur umherstreift und auf Jagd geht, besteht eine große Gefahr, dass sie sich mit Katzenkrankheiten ansteckt. Ebenfalls kann sie durch die Beute von Parasiten befallen werden, wie zum Beispiel Zecken oder Katzenflöhe. Dennoch ist es genauso wichtig, dass Sie Ihre Wohnungskatzen impfen lassen. Auch in der Wohnung kann sie sich mit diversen Krankheitserregern anstecken und auch Flöhe bekommen. Im Gegensatz zum Freigänger müssen Sie Ihre Wohnungskatzen jedoch nicht gegen Tollwut impfen lassen.

1984 begründete der Zoologe Isidore Geoffroy Saint-Hilaire die Ethologie oder Verhaltensbiologie und steigerte somit das Verständnis für das Katzenverhalten.